Skype: Albtraum für T-Mobile, Chance für Vodafone

André Vatter

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Mitten in den Muttertagswirbel platzte gestern die Meldung, dass die beiden größten Mobilfunker Deutschlands, T-Mobile und Vodafone, stinkig auf Nokia seien. Der Grund: die Finnen hatten schon vor einiger Zeit angekündigt, einige Smartphones serienmäßig mit einer vorinstallierten Version von Skype ausstatten zu wollen. Laut „Welt“ geriet T-Mobile wieder einmal in wilde Raserei: „Wir lassen uns das Geschäft nicht kaputt machen“, soll ein Sprecher der Bonner gepoltert haben. Auf der anderen Seite begründet T-Mobile die Ablehnung mit dem Argument, dass das Netz einem VoIP-Ansturm nicht standhalten könne. Ist es nun Furcht vor Einbußen oder die vor Traffic?

Es hieß zunächst, dass auch Vodafone von den Skype-Handys alles andere als begeistert sei. Laut der „Berliner Morgenpost“ sagte ein Manager: „Wir bieten diese Geräte unseren Kunden nicht an.“ Wiederum laut „Welt“ sieht Vodafone die Skype-Offensive eher lässig. Ich habe eben in Düsseldorf angerufen und gefragt, was denn nun eigentlich Sache sei und was Kunden künftig zu erwarten hätten: „Vertrauen Sie dem Sprecher – nicht einem Manager“, sagte ein gut gelaunter PR-Mann. „Wir haben nichts gegen Skype, im Gegenteil: wir arbeiten an entsprechenden Tarifen.“ Das sind doch einmal gute Nachrichten, auch wenn ein Termin für die Skype-Pakete noch nicht genannt werden konnte.

Also, wo stehen wir? T-Mobile ist weiterhin sauer und zickt und keift: Nach der Reaktion auf die Skype-App für das iPhone war das ja nicht anders zu erwarten. Hat eigentlich jemand von euch schon etwas von der angekündigten Sperre an den HotSpots und im Mobilfunknetz mitbekommen? In den AGB steht ja weiterhin die Klausel: „Die Nutzung von VoIP und Instant Messaging ist nicht Gegenstand des Vertrages.“ Die Begründung mit der dramatischen Netzüberlastung steht Skype zufolge jedenfalls weiterhin auf wackeligen Beinen. Hundertausendfach sei die App bereits genutzt worden, ohne, dass der telekommunikative Notstand ausgerufen werden musste. „Unfaire Praktik“, nennt Skype deshalb das Vorgehen des Ex-Monopolisten.

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Da kann man Vodafone nur gratulieren. Statt mit deutscher Verbohrtheit bestimmte Dienste im Netz zu beschneiden (ich fand es ja so putzig, als der kleine VoIPer Sipgate es schaffte, dass T-Mobile die Sprüche „freier Internetzugang“ und „unbegrenzten Datenflatrate“ aus der Werbung entfernen musste), setzt der englische Mobilfunkbetreiber auf unternehmerische Kreativität und greift das Phänomen auf. Wahrscheinlich wird in beiden Netzen künftig gleich häufig Skype genutzt. Doch nur einer der beiden Anbieter wird davon tatsächlich profitieren.

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.