iTunes 8.2.1: Keine Musik mehr für Palm Pre-Besitzer – oder etwa doch?

Michael Friedrichs

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Aus und vorbei – Besitzer eines Palm Pre, die bis gestern Abend ihr Smartphone noch munter mit Musik aus dem Apple iTunes-Store füllen konnten, stehen seit heute Morgen vor verschlossenen Türen. Der Grund: Apple hat mit iTunes 8.2.1 ein Software-Update veröffentlicht, dass Drittanbietern den Zugang zu seinem Shop versperrt. Überraschend war dieser Schritt allerdings nicht, aus Sicht vieler Apple-Fans eher  längst überfällig. Verwundert hat mich hingegen die Tatsache, dass sich Apple für das rund 80 Megabyte große Update fast sechs Wochen Zeit gelassen hat, nachdem bekannt wurde, dass der Palm Pre die Fähigkeit hat, sich im iTunes-Store als iPod auszugeben.

Apple macht aus der Geschichte allerdings keinen großen Hehl. „iTunes 8.2.1 enthält verschiedene wichtige Fehlerbehebungen und behebt ein Problem bei der Verifizierung von Apple-Geräten“, heißt es lediglich in dem kurzen Info-Text zum Update. Allerdings mit großer Wirkung. Demnach unterstützt die neue Version bei der Synchronisierung nur noch Apple-Geräte. Fremdgeräte müssen damit erst einmal draußen bleiben.

Warum ich erst einmal schreibe? Weil ich denke, dass es schon bald ein paar findige Hacker geben wird, die es schaffen, diese Sperre zu umgehen. Hinzu kommt, dass Palm die Sache nicht auf sich beruhen lassen will. Demnach sei die Entscheidung Apples, die Synchronisation abzuschalten, ein direkter Schlag gegen seine User, denen ein nahtloses Synchronisationserlebnis vorenthalten wird, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber BusinessWeek. Um weiterhin Musik aus dem iTunes-Store mit dem Palm Pre abgleichen zu können, sollten Anwender einfach bei Version 8.2 bleiben. Außerdem gebe es Software von Drittanbietern, die die Synchronisation übernehmen könnten. Besitzer eines Palm Pre können also gelassen bleiben, denn der Versuch von Apple, mit dem iTunes-Update Geräte von anderen Herstellern aus seinem Shop auszuschließen, dürfte damit wohl gescheitert sein.

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(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.