Hitziges Dauerthema: Einführung der Porno-Domains .xxx, .sex und .adultweb

Michael Friedrichs

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xxx-domainSie kommt, sie kommt nicht, sie kommt, sie kommt nicht. So ungefähr könnte ihr euch das Hickhack vorstellen, das seit vier Jahren wegen der Einführung einer so genannten Rotlicht-Domain für Erotik- und Pornografie-Angebote im Internet entbrannt ist. Wir erinnern uns: Anfang Juni 2005 hatte die Internetbehörde ICANN verkündet, dass der Einführung der Top Level Domain .xxx eigentlich nichts mehr im Wege stünde und man in Gesprächen mit dem Antragsteller weitere Details besprechen wolle. Vor der Entscheidung meldete sich jedoch die US-Regierung (genauer das Handelsministerium) auf Druck zahlreicher christlich-konservativer Lobbyverbände zu Wort, machte ihren Einfluss bei der ICANN geltend und stoppte erst einmal die Vertragsverhandlungen. Auch Länder wie Frankreich und Brasilien erhoben Einspruch und verlangten nach einer erneuten Diskussion. Um die Geschichte ein wenig abzukürzen: Die Einführung der .xxx-Domain wurde von der ICANN nach einigem Hin und Her endgültig abgelehnt und der Antragsteller, das US-Unternehmen ICM Registry, zog vor Gericht.

Auch heute, vier Jahre später, ist das Thema immer noch nicht vom Tisch. Derzeit liegt der Fall beim Schiedsgericht der Internetbehörde und wartet dort auf ein abschließendes Urteil. Trotz der zu erwarteten Bedenken und Probleme spielen scheinbar auch ein paar andere Unternehmen mit dem Gedanken, mit einer eigenen Porno-Domain an den Start zu gehen. Demnach sei AusRegistry (zuständig für die australische Länderendung .au) bereits mehrfach von Mitbewerbern kontaktiert worden, die ebenfalls an der Einführung einer Erwachsenen-Domain interessiert sind. Im Gespräch sind deshalb nicht nur die besagte .xxx-Domain, sondern auch die weitere Top Level-Endungen wie .adultweb und .sex.

Während viele Unternehmen bei der Einführung einer Erotik-Domain bereits das große Geld wittern, werden auch wieder Kritikstimmen laut. Überraschend ist hierbei allerdings, dass der Widerstand dieses Mal auch aus den Reihen der Pornoindustrie kommt. Demnach befürchte man dort, dass die jeweiligen Länderregierungen solche Domain-Endungen nutzen könnten, um missliebige Inhalte bereits im Vorfeld herauszufiltern oder sogar zu sperren. Hinzu kommt, dass mögliche Internetadressen mit der Top Level-Endung .xxx im Vergleich sicherlich nicht so preiswert sein werden wie beispielsweise eine .com-Domain. Außerdem gehe ich nicht davon aus, dass mit der Einführung einer speziellen Domain-Endung für Erotik-Websites alle bisherigen Seitenbetreiber zu der neuen TLD wechseln werden. Eine (erhoffte) Verlagerung findet demnach nicht statt. Stattdessen kommen wahrscheinlich sogar noch weitere Webseiten mit einschlägigen Inhalten hinzu.

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(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.