Eröffnungskonzert verlegt, Sonderzüge fahren nicht – Wird die Gamescom ein Flop?

Michael Friedrichs

gamescom-logoIn der kommenden Woche feiert in Köln die Gamescom als „Europas größte Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung“ (O-Ton Veranstalter), ihre Premiere. Fünf Tage lang dreht sich in der Domstadt dann alles rund um das Thema Gaming. 420 Aussteller aus über 30 Ländern sind vor Ort mit dabei, im Gepäck mehr als 100 Spiele-Neuvorstellungen. Es soll ein Event der Superlative werden, ein echtes Feuerwerk an neuen Computer- und Videospielen, versprechen die Organisatoren der Gamescom in ihren Pressemitteilungen. Ihr erklärtes Ziel zum Auftakt: Mehr als 200.000 Besucher in die Kölner Messehallen zu holen.

Warum gerade 200.000 Besuche plus X? Um symbolisch ein Zeichen in Richtung Messe Leipzig zu setzen. Ihr könnt euch sicherlich noch an die ganze Diskussionen erinnern, die die überraschende Ankündigung des Branchenverbandes BIU mit sich brachte, künftig in puncto Spielemesse eigene Wege gehen zu wollen – und zwar in Köln mit der Gamescom. Gleiches Konzept, gleicher Termin und genau so viel Besucher wie in Leipzig (Rekordmarke 2008: 203.000 Besucher), heißt die Devise hinter vorgehaltener Hand. Wenn in wenigen Tagen die Gamescom ihre Tore öffnet, schauen insbesondere die Kritiker genau hin.

In Köln dürfte die Messlatte besonders hoch liegen. Ebenso die Erwartungen der Aussteller und (Fach-)Besucher. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass da im Moment nicht alles so läuft, wie es laufen sollte. Vor drei Wochen verlegte die Organisatoren das Eröffnungskonzert mit den Toten Hosen vom RheinEnergieStadion (50.000 Sitzplätze) in den Tanzbrunnen (maximal 12.500 Zuschauer). Offiziell begründet wurde diese etwas peinliche Verlegung damit, dass das Konzept des Gamescom-Festivals geändert worden sei und man sich entschlossen hätte, alle Konzerte im Rahmenprogramm im messenahen Tanzbrunnen zu veranstalten. Gemunkelt wird jedoch ein ganz anderer Grund: Der Kartenvorverkauf lief nicht wie erwartet. Sollte ich schlecht sagen? Jedenfalls hätte man den Veranstaltungsort gewechselt, um sich nicht zu blamieren.

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Heue lese ich nun die nächste Hiobsbotschaft. Die Deutsche Bahn hat auf ihrer Homepage verkündet, dass die beiden Sonderzüge leider entfallen müssen. Die Züge sollten von Hamburg über Bremen, Osnabrück und Münster beziehungsweise von Berlin über Hannover, Bielefeld und Hamm in die Domstadt rollen. Besucher, die sich bereits ein Ticket gekauft haben, bekommen ihr Geld zurück. Ein Grund für die Stornierung nennt die Deutsche Bahn nicht. Dürfte meines Erachtens auch nicht nötig sein. Ich gehe davon aus, dass das Interesse von Berlin aus nach Köln zur Gamescom zu fahren, nicht gerade groß war.

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Seit Ende April läuft bundesweit auch der Ticket-Vorverkauf. Ich bin gespannt, wie der läuft. Im Netz habe ich jedenfalls keinen Zwischenstand gefunden. Mein Gefühl sagt mir aber, dass sich das Interesse trotz Kostenersparnis hier ebenfalls in Grenzen halten wird, denn sonst hätte die Messe schon längst eine Pressemitteilung diesbezüglich veröffentlicht und gesagt, wie toll der Verkauf läuft. Ich habe heute Morgen versucht, den Gamescom-Sprecher telefonisch zu erreichen. Bis dato warte ich aber noch auf eine Rückmeldung. Später also hoffentlich mehr.

UPDATE: Eben hat der Pressesprecher bei mir angerufen. Der Ticketverkauf laufe besser als erwartet. Grundlage dafür seien verschiedene Erfahrungswerte aus den Vorjahren.

(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.