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T-Mobile G1: Zu kleiner Flash-Speicher könnte Updates verhindern

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Na, das passt ja: Als ich gestern aus dem Urlaub wieder kam, stand auf meinem Schreibtisch in der Redaktion ein Paket. Absender war die Deutsche Telekom, die uns einen zweiwöchigen Test des T-Mobile G2 Touch (besser bekannt unter dem Namen HTC Hero) angeboten hat. Über Twitter habe ich bereits um eure Fragen zum Gerät gebeten und gerne wiederhole ich den Aufruf an dieser Stelle noch einmal: Wer etwas Bestimmtes über die Praxistauglichkeit des G2 wissen möchte, meldet sich bitte.

Nun aber zum eigentlichen Anliegen. Seit dem Wochenende herrscht unter einigen Nutzern des G1 einige Unruhe. Grund ist ein Post im Blog Android and me mit der Überschrift: „Besitzer eines T-Mobile G1: Rechnet nicht mit Android-Updates“. Der Grund für die Warnung liegt laut Autor Taylor Wimberly in dem zu knapp bemessenen internen Speicher (256 MB ROM) des Smartphones: Seit der im April erschienenen Firmware 1.5 mit dem leckeren Namen Cupcake sei der Flash-Speicher randvoll gepackt. Für die bereits angekündigten Nachfolge-Updates „Donut“, „Éclair“ und „Flan“ sähe es daher mau aus.

Aus den Spekulationen wurde für einige Leser dann Gewissheit, als sich ein Android-Entwickler Jean-Baptiste Queru über Twitter zu Wort meldete: „So sehr ich hoffe, dass es möglich sein wird, irgendwie weiter das G1 zu updaten, kann ich doch nichts versprechen.“ Auch wenn Queru nicht direkt an irgendwelchen Firmware-Beschlüssen beteiligt sein wird, ist dies doch eine recht schwerwiegende Vermutung. Das Blog wandte sich daraufhin direkt an T-Mobile USA und bekam ein knappes Feedback, das eher neue Rätsel aufwirft als sie auflöst:

Wir planen weiterhin mit Google zusammenzuarbeiten, um künftig Software-Updates für das T-Mobile G1 zu bieten. Anderslautende Berichte sind inakkurat. Grüße T-Mobile USA, Inc. / Public Relations

Das könnte ahnen lassen, dass Google, T-Mobile und HTC zwar auch künftig Updates für das G1 ausliefern könnten – diese jedoch nur auf sicherheitsrelevante Patches beschränkt sind. Die Sache ist jedenfalls noch nicht gegessen, immer mehr Medien berichten nun über den winzig bemessenen Speicher des Geräts. Sollte es sich am Ende bewahrheiten, wird Firmware 1.5 die letzte sein, die G1-Nutzer aufspielen konnten. Android and me stellt bereits die Optionen vor, die in einem solchen Fall bleiben:

1. Sich mit 1.5 zufrieden geben
2. Ein neues Android-Handy kaufen
3. Das G1 hacken und ein angepasstes Android installieren
4. T-Mobile um einen Austausch des Geräts bitten.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

13 Kommentare

  • Ist ja nicht so, dass die versuchen mit dem G1 irgendwem Konkurrenz zu machen. Von daher können die sich solche Fehler ruhig erlauben. Erst Palm, jetzt auch Google…ich weiß schon, warum ich mir ein iPhone bestellt hab.

  • Ja, es ist natürlich blöd wenn alte Hardware irgendwann ausrangiert wird. Aber das wird es immer geben, und wer lebenslange updates für das erste IPhone erwartet wird auch irgendwann enttäuscht sein.

    Beide Plattformen haben Ihre Vor- und Nachteile, für meine Bedürfnisse ist Android einfach interessanter auch wenn aktuell die Apple update Politik durchdachter erscheint.

    Wir dürfen nicht vergessen das es hier um eine Produktlinie (IPhone) vs. Produktpalette (Diverse Android Hersteller) geht.

  • @Shapur: Da hast du natürlich recht. Ist ja insofern immer ein Apfel-Birne-Vergleich, auch wenn man iMacs mit PCs mit Win vergleicht, wo man auf der einen Seite EIN Hardware-Hersteller mit OS hat auf der anderen Seite viele Hardware-Hersteller mit EINEM OS hat.

  • @rothorsekid

    das war von mir auch eher in die Richtung wie es shahpur sagte, gemeint. dass vieles (nicht alles) bei Apple irgendwie von Grund auf durchdachter abläuft…

  • Zum glück hab ich nen vertrag, alles 2 Jahre bekommt man doch ein neues Handy, und das wird dieses mal ein iphone

    Gruss chriskrone vato88(at)gmail.com

  • Google hat ein offenes freies OS entwickelt, dies wird der zukünftige Standard für Mobiltelefone werden wenn wir unsere Chance als Kunden wahrnehmen die uns die offene Plattform bietet.
    Das G1 war die Hardwarebasis der ersten Generation. Im Gegensatz zu Apple ist Android nicht auf ein Gerät festgelegt. Das G1 ist speichermässig einfach zu knapp bemessen, es ist aber aufgrund der Offenheit von Android möglich in Zukunft abgestimmte Versionen für das erste Android Handy zu bekommen oder selbst zu bauen.
    Apple ist eine geschlossene Plattform ohne Gleichberechtigung der Kunden und der Anbieter, Apple alleine bestimmt wohin es geht.

    Und da der Akku beim iPhone ja nicht auszuwechseln ist werden in drei Jahren eh keine Geräte der ersten Generation mehr auf dem Markt sein, so hat sich dieses Problem für Apple ja gelöst.

    cu
    Che

  • Kurz ein zukünftiges Scenario für das G1.
    Das G1 akzeptiert die momentan verfügbaren SDHC Karten mit 16 GB.
    Man kann Teile des OS auch darauf auslagern indem man die Karte partitioniert und mit einem Unix Dateisystem formatiert, dann hat man genügend Speicher um auch zukünftige Android Versionen zu installieren.
    Man kann dann weniger wichtige Teile des OS auf die Karte auslagern.

    cu
    Che

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