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3-Pfund-Rasiermesser: Dells Adamo XPS soll das flachste Notebook der Welt sein

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„Flach“ – das war nicht immer ein Attribut, das positiv konnotiert war. Nun scheint es aber offenbar zum Maß aller Dinge zu werden. Zumindest für ausgesuchte Notebook-Hersteller. Es schickt sich nämlich einmal mehr Dell – der vermeintliche König der Mittelmäßigkeit im Bereich Laptop/Notebook-Zuverlässigkeit – an, das „flachste Notebook der Welt“ auf den Markt zu bringen: das Adamo XPS.

Die Fakten: Das Gerät ist nur 9,99 Millimeter „dick“ und wiegt in der 1,44 Kilogramm. Angetrieben wird es von einem Intel Core 2 Duo ULV-Prozessor mit 1,4 GHz. Desweiteren wurde das XPS mit einem 4 GB DDR3 Arbeitsspeicher mit 800 MHz und einer 128 GB großen SSD ausgestattet. Das Windows 7 Home Premium-Paket wird auf einem 13,4-Zoll-LED-HD-Breitbild-Display angezeigt, das die Ausmaße des Notebooks auf 340×272 Millimeter ausdehnt. Kosten soll die Flunder nicht gerade billige 1.699 Euro. Alle weiteren Infos gibt es auf der Herstellerseite.

Und nun die Frage: Gibt es außer den 9,99 Millimetern noch ein anderes Kaufargument, das für das XPS spricht? Für Käufer, die extrem viel Wert auf Design legen, vielleicht. Man hat die Wahl zwischen zwei Aluminium-Gehäusen, die entweder mit Ätzung und perlweißer oder mit onyxschwarzer, gebürsteter Oberfläche erhältlich sind. Die Tastatur verschwindet beim Zuklappen im Rahmen des Displays und lässt sich durch leichte Berührung eines wärmeempfindlichen Streifens auf dem Display-Deckel wieder ausklappen. Die Tastatur steht leicht schräg und dient als Stütze für das Display.

Letzteres erweckt bei mir aber eher die Sorge, an einer Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk zu erkranken. UMTS gibt es gar nicht, für Ethernet wird ein externer USB-Adapter von Dell mitgeliefert. Die Anschlüsse befinden sich alle am rechten und linken Rahmen des Displays. Mit 1,44 Kilogramm ist es deutlich schwerer als das vergleichbare Vaio X von Sony. Die beworbenen über fünf Stunden Akku-Laufzeit gibt es nur, wenn man sich – gegen Aufpreis versteht sich – einen optionalen 40 Wh-Erweiterungsakku anschafft. Da der Standardakku nur 20 Wh aufweist, wird die Laufzeit wohl auch nur bei knapp 2-3 Stunden liegen. Die verbaute Hardware weist an sich gute Werte auf, überragt aber nicht. Zu Weihnachten werden sich meines Erachtens daher nur diejenigen für das XPS entscheiden, die vor allem das Design überzeugt. Jemand anderer Meinung?  

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

9 Kommentare

  • Die Idee an sich finde ich klasse, aber leider wurde beim Adamo XPS nicht auf „design follows function“ geachtet.

    Z.B. was mache ich wenn ich den Winkel des Displays verändern möchte? Genau, jedesmal ändert sich die Lage der Tastatur.
    Wieso hat man es nicht einfach vertauscht? Also das Display dorthin wo die Tastatur ist.

  • Ich frage mich, wie man diesen LAPtop auf seinem Schoß platzieren soll, ohne dass der Teil unterm Bildschirm über die Knie rutscht..

    Ja – flach ist er vielleicht, aber auch nicht sehr hübsch wie ich finde. Denke so ein Produkt ist eher dazu gemacht um die Aufmerksamkeit auf den Hersteller zu lenken, damit sich auch andere Produkte besser verkaufen.

  • Ist es nicht so das Dell hier ein wenig schummelt? Denn diese extrem geringe Bauhöhe war ja anscheinend nur durch diese eigenartige Bauweise möglich. hätte man die Hardwarebauteile, welche sich unter dem Display befinden wie bei einem „normalen“ Notebook mit ins Gehäuse unter der Tastatur integriert wäre es noch etwas dicker….
    Es handelt sich beim XPS meiner Meinung nach nur um ein Prestigeobjekt ohne wirklichen Nutzen für Normalanwender.

  • Normalanwender??! Nenne mir irgendeinen Nutzen, den dieses Gerät bietet, das ich bei einem anderen Gerät zu einem drittel des Preises nicht auch bekommen würde. Mir fällt keine Zielgruppe ein.
    Noch nicht einmal die „MeinMacBookAchSoIndividualBoook“-User wird man damit (hoffentlich) ködern können.
    Meiner Meinung nach verschwendete Ressourcen in der Entwicklung!

  • Die Bauweise ist sicherlich interessant, aber wirklich schick ist es nicht. Den unweigerlichen Vergleich mit dem MacBook Air versagt diese Natoebook in meinen Augen kläglich. Das MacBook Air hat genau die Größe eines A4-Blattes und passt somit in jede Tasche. Da hat Dell also geschummelt, schaut man sich das Volumen der beiden Geräte an so gewinnt das MacBook Air.
    Das Apple Gerät ist zudem leichter, hat einen deutlich besseren Prozessor und bessere Grafik und unterstützt alle 3 großen Betriebssysteme (MacOS, Linux, Windows).
    Einziger Kritikpunkt: Apples Flunder unterstützt nur 2GB ram. Das ist nicht mehr Zeitgemäß, weshalb Apple dort wohl nachziehen wird.
    Fazit: Das MacBook Air ist sowohl das bessere, schönere als auch günstigere Gerät. Dell hat eine Schlagzeile bekommen, doch sicher nicht viele Käufer.

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