3D-Kopfzerbrechen: Warum mancher 'Avatar'-Zuschauer eine Aspirin braucht

André Vatter

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Nein, ich habe es noch nicht geschafft, ihn mir anzuschauen, aber ich habe schon einmal von der ersten Reihe eines Kinosaals aus „Die Passion Christi“ gesehen – und den restlichen Abend mit dem Kopf über der Kloschüssel gebeugt verbracht. Deshalb weiß ich, was Filme mit dem Gehirn anstellen können und kann darum die Leute verstehen, die nach einer Kino-Session „Avatar“ über leichtes Unwohlsein in der Rübe klagen.

Warum das so ist? Nun, da gibt es verschiedene Erklärungsansätze: „Es gibt viele Menschen, bei denen ein kleines Ungleichgewicht zwischen den beiden Augenmuskeln besteht, mit dem das Gehirn unter normalen Umständen gut umgehen kann“, zitiert die „Welt“ heute den Augenarzt Michael Rosenberg aus Chicago. Jim Sheedy, Professor für Augenheilkunde an der Pacific Universität in Oregon, erklärt es wiederum folgendermaßen: „Das heutige 3D ist wesentlich detailreicher als damals, die Wahrnehmung von Bewegung ist daher stärker ausgeprägt. Dies kann ein Gefühl von Schwindel verursachen.“

In der normalen Umwelt nehmen beide Augen Gegenstände aus getrennten Betrachtungswinkeln ins Visier, wodurch das Gefühl der Tiefe im Raum entsteht. Im 3D-Kino wird dieser Effekt simuliert, indem einfach zwei Projektoren zum Einsatz kommen. Sowohl die Augen als auch das Gehirn müssen sich darauf einstellen – und das klappt nicht immer fehlerfrei, besonders, wenn die Projektoren nicht richtig kalibriert sind. Im „Welt“-Artikel kommt ein Sprecher von RealD zu Wort, ein Unternehmen, das Kinosäle mit 3D-Technik ausstattet. Laut seiner Aussage würde deshalb immer häufiger ein einzelner, digitaler Projektor zum Einsatz kommen, der 144 Mal in der Sekunde nacheinander Bilder erst für das rechte und dann für das linke Auge auf die Leinwand wirft. Wir bekommen davon natürlich nichts mit.

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Da 3D kein Trend ist, der nach Monaten wieder abflauen wird, sondern eine fest eingeschlagene Richtung im Film-Geschäft ist, täten die betroffenen Zuschauer gut daran, sich auf diese Umstellung langsam aber sicher einzustellen. Ich habe gerade das Netz nach guten Tipps abgegrast, wie man Kopfschmerzen und/oder weiteres Unwohlsein mit einer 3D-Brille auf der Nase vermeiden kann. Bitteschön:

Tipp 1. Setzt euch in die Mitte des Kinosaals. Dann fällt gleich viel Licht von der Leinwand in die Augen und keines muss mehr als das andere arbeiten.

Tipp 2. Konzentriert euch auf Gegenstände und Personen, die sich im Fokus des Bildes befinden. Der verwischte Hintergrund ist Gift für die Augen.

Tipp 3. Wer bereits einen leichten Anflug von Kopfschmerzen verspürt, sollte einige Zeit lang ein Auge zuhalten, so Professor Sheedy.

Weitere Tipps und eure Erfahrungen mit 3D teilt uns bitte in den Kommentaren mit. Abschließend noch eine Frage an euch:

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.