Google-Superstar: Die Suchmaschine trotzt der Krise mit satten Gewinnen

André Vatter

google-moneyWirtschaftsflaute – wo? Jedenfalls nicht in Mountain View, dem Ort, in dem sich das Google Hauptquartier befindet. Der Suchriese hat vor wenigen Minuten seine Geschäftsbücher geöffnet, um ein wenig über die Performance der vergangnen drei Monate zu berichten. Fazit: Die Analysten lagen mit ihren Prognosen meilenweit daneben – und zwar unter den tatsächlichen Ergebnissen.

„Google erlebte ein starkes viertes Quartal (2009) mit 17 Prozent Umsatzwachstum auf das Jahr gerechnet“, verkündet CEO Eric Schmidt. Zum Jahresende wurde ein Umsatzergebnis in Höhe von 6,7 Milliarden Dollar errechnet – Marktbeobachter hatten maximal knapp fünf Milliarden erwartet. Der Netto-Gewinn lag bei fetten 1,97 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor betrug dieser Wert (auch aufgrund einiger Abschreibungen) lediglich 382 Millionen Dollar.

Der Löwenanteil des Umsatzes stammt noch immer – und mit steigender Tendenz – von Google-eigenen Seiten, insgesamt 66 Prozent hat die Suchmaschine selbst erwirtschaftet, der Rest entfällt (mit kleinen Ausnahmen) auf AdSense-Programme, die auf den Seiten Dritter laufen. Damit greift die Hegemoniestrategie. Wenn man bedenkt, dass bald noch die Werbeauslieferungen auf dem Mobilfunkmarkt hinzukommen, dürfte dieses Ergebnis leicht zu toppen sein. Auf das gesamte Jahr 2009 gerechnet, strich Google rund 6,5 Milliarden Dollar ein – 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

google

Werbung im Internet funktioniert also doch – irgendwie. Zumindest sofern alles gebündelt wird und nicht übermäßig viele Vermarkter ihre Hände im Spiel haben. Das Google-Betriebsergebnis wird den Verlegern eine neue Vorlage liefern, ihre Forderungen weiterhin durchsetzen zu wollen. Die Marktforscher von Outsell hatten erst kürzlich herausgefunden, dass sich die Suchmaschine in der Praxis übermäßig häufig als Traffic-Bremse erweist: Nutzer lesen vermehrt die Headlines in den werbeumrahmten Google News – auf die Originalquellen klicken lediglich 56 Prozent von ihnen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

(André Vatter)

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
(Senior) Paid Social Marketing Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Referent (m/w/d) Social Media und Onlinekommu...
Würth Deutschland in Kuenzelsau
Social Media Marketing Praktikant:in
7NXT GmbH in Berlin
Social Content Manager_in (m/w/d)
Klimastiftung für Bürger in Sinsheim
Head of Social Media (m/w/d)
Instaffo GmbH in Mülheim-Kärlich
Paid Social Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Intern Employer Branding, Content & Socia...
Inverto, A BCG Company in Köln
Content Manager (m/w/d)
IZ Immobilien Zeitung Verlagsgesellscha... in Wiesbaden
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Folgen
André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.