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Google Xistence: Das Web 2.0-Leben ist zu hart, um es selbst zu leben

Google Xistence

Da hat sich der Suchriese aus Mountain View doch mal etwas wirklich Großartiges einfallen lassen: Google Xistence. Unter dem Slogan „Das Leben ist hart. Lass Google es für dich leben“ bietet der neue Service dem User an, dessen lästigen Verpflichtungen im Web 2.0 nachzugehen, während er sich wieder auf die wirklich wichtigen Dinge in seinem Leben konzentrieren kann.

Im Klartext bedeutet das: Xistence übernimmt beispielsweise das Posten von Tweets, verfasst Blogeinträge und Updates auf Profilseiten von Sozialen Netzwerken, auf denen der User angemeldet ist. Und dieser kann sich, von dieser lästigen Pflicht befreit, voll und ganz zum Beispiel auf das Spielen von „World of Warcraft“ oder „Desktop Tower Defence“ konzentrieren. Nachfolgend dazu das passende Info-Video aus den Googlabs:

Witzig, oder? Mehr aber auch nicht. Denn wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, handelt es sich bei Google Xistence um ein Fake. Ausgedacht hat sich das alles der österreichische Kunststudent Philipp Drössler und den Spass hat er nun auf dem – ebenfalls gefakten – Twitteraccount Googlabs aufgedeckt: „Xistence ist kein echtes Produkt und steht in keiner Beziehung zu Google. Genauso wenig wie ich. Darüber hinaus handelte es sich hierbei nicht um einen Scam– oder Phishingversuch.“

Das glaube ich gern. Denn der Aufforderung, sich für Xistence mit seinem bestehenden Google-Konto anzumelden, konnte man nicht nachkommen, selbst wenn man wollte. Und davon abgesehen gab es keine weiteren Aufforderungen, seine Daten preiszugeben (etwaige, von Google initiierten Browser-Warnungen könnt ihr also getrost ignorieren). Ich bin nun aber gespannt, wie viel Humor die Jungs von Google zeigen oder ob sie die Rechts-Armee bereits in Stellung gebracht haben.

Zuletzt noch eine Frage: Wann habt ihr gemerkt, dass es sich um einen Jux handelt?

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

22 Kommentare

  • „Wann habt ihr gemerkt, dass es sich um einen Jux handelt?“

    Weil ich nicht so blöd war meine Google Account Zugangsdaten auf einer Seite einzugeben, die wie eine von Google ausschaut aber auf keiner Domain von Google gehostet ist 😉

  • Ja, ich geb euch Recht damit. Nur gut dass ich bereits als Baby mit einem Klammerbeutel gepudert wurde, da ist man immun gegen fast alle irdischen Einflüsse.

  • Chrome: „Verdächtigte Phishing-Website! Phishing-Websites täuschen Nutzer, damit diese ihre privaten oder finanziellen Daten freigeben, oft durch Vortäuschen, dass sie vertrauenswürdige Einrichtungen wie z. B. Banken seien.“

  • “Wann habt ihr gemerkt, dass es sich um einen Jux handelt?”
    Beim Erwähnen von World of Warcraft.

    Fand die ganze Sache recht witzig. 🙂

  • @ Amrtin & tw2004: Ja, weil Google die Seite als Phishing-Seite auf den Index gesetzt hat. Firefox und Chrome sprineg darauf sofort an. Denke aber, man hat den Jungen damit abstrafen wollen und glaubt selbst nicht daran, dass es ein Phishing-Versuch war.

  • Das es ein fake sein muss ist mir relativ schnell aufgefallen weil es keine News darüber beim GoogleWatchBlog gab.

    Aber die Idee ist meiner Meinung nach gar nicht so weit her geholt.

  • Schon der monotone und überhaupt nicht wechselnde Hintergrund-Loop entlarvt das Fake-Video, ganz davon abgesehen dass es unspektakulär und ohne Story ist. Viel zu unkreativ für Google-Clips 😉

  • Die Idee ist sicherlich nett, aber doch wohl eher was für den 1. April… hmm… obwohl… wenn ich mir so manche WOW-Spieler anschaue, ist da bestimmt ein gewisser Bedarf da 😉

  • Bei dem Xistence-Logo habe ich das erste Mal gezweifelt… Der Rest hat sich geklärt, weil ich weitergelesen habe.

  • Ich fand die Idee auch super. Schade, dass das ganze so schnell aufgeflogen ist. Hätte man das besser koordiniert bzw. mehr Men-Power gehabt, hätte das ganze sicherlich für noch mehr Furore gesorgt.

    Ich hatte es gemerkt, nachdem ich in einem Blog gelesen hatte, dass Google es ankündigt, wobei ein Link zum vermeintlichen Google Labs Twitter Account dabei war. Den hatte ich dann angeklickt – und siehe da: Es war alles nur ein Scherz 🙂

  • Ich selbst habe es eigentlich sehr schnell gemerkt.
    Wer sich diese Fragen stellt, wäre auch schnell drauf gekommen
    1. Wieso twittert der Google Labs nur über Xistence
    2. Warum steht es nicht auf googlelabs.com
    3. Wieso externe Domain?
    4. Warum gehört die Domain einem Österreicher?

  • Was mir an diesem Post am besten gefällt, ist die indirekt ableitbare Beeinflussbarkeit des Autors durch das Medien-Agenda-Setting:

    Das schöne Spiel der Woche, auf das nach World of Warcraft verlinkt wird, heißt nämlich „Desktop TOWER Defense“ und nicht „Desktop TERROR Defense“. Ein unbeabsichtigter Vertipper, wie ich vermute, aber ein cute fail bezogen auf die Gehirnwäscheaktionen der Regierungen und Medienanstalten.

    Ja, ich weiß, etwas viel rein interpretiert und völlig offtopic, aber bei mir hat’s für nen guten Schmunzler gesorgt 😉

  • @ Lenn: 😀 Definitv nette Interpretation. Ich hatte zuvor von dem Spiel noch nie was gehört, es aber beim Zuhören erst als „Desktop TERROR Defense“ verstanden. Dann habe ich danach bei Google gesucht und den Suchvorschlag „Desktop TOWER Defense“ erhalten, den ich oben auch verlinkt habe. War aber offenbar zu verpeilt, um den Namen dann im Text noch zu ändern. So, jetzt ist sie raus, die ganze dreckige Wahrheit. 😀

  • Leider merkt man den Fake relativ früh…Das Logo kam mir schon spanisch vor, wieso sollte Google ein „X“ entwerfen was gar nicht zu den Farben von Google passt. Bis jetzt sind all Logos von Google in den klassischen Google Farbtönen erschienen…

  • Mir war von Anfang an klar, dass es sich um ein Fake handelt, aber ich hab die Seite ja auch gebaut, insofern kein Kunststück.

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