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Konkurrenz fürs iPad: Google veröffentlicht Konzept eines Chrome-Tablets

Google Tablet

Was wir auf dem obigen Bild sehen, ist im Moment noch Zukunftsmusik, könnte aber schon bald zum größten Konkurrenten von Apples iPad avancieren. Es handelt sich um Googles Konzept eines Chrome OS Tablet UI. Zwar ist das Chrome-Betriebssystem in erster Linie für Netbooks (und in zweiter Linie fürs Cloud Computing) entwickelt worden, könnte aber mit den nötigen Anpassungen auch wunderbar für  Tablets (im übrigen nicht nur die eigenen!) verwendet werden. Google experimentiert daher noch mit verschiedenen Formen der Bedienung, UI-Layout, Tastatur-Darstellungen („klassisch“, mittig geteilt, am geöffneten Fenster ausgerichtet), Zoom-Funktion von Tabs und anderen Features, um die Benutzerfreundlichkeit zu optimieren. Wer das Ganze visuell schön aufbereitet präsentiert bekommen möchte, kann sich die Konzept-Fotos auf der Chromium Projects-Seite anschauen oder das untenstehende Video.

Dass ein Chrome-Tablet kommen wird, dürfte beschlossene Sache sein. Normalerweise werden Konzept- oder Designstudien nämlich von „externen Visionären“ erstellt, deren Motivation eher einem Wunschdenken entspringt, wenn man das so sagen kann. Und diese werden dann auf Seiten wie Yankodesign veröffentlicht. Im Falle des Google-Konzept-Tablets handelt es sich aber um ein Baby von Glen Murphy (der seinem Blog aktuell noch eine Übersicht mit Gesten hinzugefügt hat, die man bei der Nutzung der Multitouch-UI wird ausführen können) – und der arbeitet als Designer und Ingenieur in Googles Chrome-Team. Die interessantere Frage dürfte daher sein, in welches Marktsegment Google mit dem Tablet einsteigen möchte?

Die Antwort ist eine klare Sache: in jedes mögliche. Das bedeutet, das man auch nicht davor zurückschrecken wird, in Apples Revier zu wildern und sich auch an Verlage ranzumachen. Es würde mich nicht überraschen, wenn Google hierzu dann auch seinen eigenen virtuellen Bücher-Laden eröffnen würde (eine Art App-Store hat man ja auch bereits auf die Beine gestellt). Für den Kindle dürften dann noch schwere Zeiten anbrechen.  

Ein Argument, das jetzt schon für das zukünftige Chrome-Tablet spricht, ist die Möglichkeit von Multitasking, die im Video zu sehen ist. So wie es aussieht, bereitet sich Apple aber bereits mit einem zweiten Modell des iPad auf einen Kampf vor: Techcrunch spekuliert nämlich darüber, ob Apple vielleicht schon ein größeres Modell in der Pipeline hat. Ein anderes Gerücht verbreitet das Missionrepair-Blog, wonach das aktuelle Modell bereits eine Kamera on-board habe könnte.

Via: Neowin

(Marek Hoffmann)

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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

31 Kommentare

  • Hallo zusammen,

    was ich bei dem IPad schlecht finde ist, dass ich meine SD Karte nutzen kann, um z.B. direkt die Bilder aus meiner Kamera zu prüfen.

    Außerdem gibt es noch sehr wenig Informationen was das Thema IPAD und EReader angeht.

    Ich bin mal gespannt, wenn Google so etwas rausbringen sollte, dann hat das Hand und Fuss haben.

    Gruß
    Matthias

  • Die Kernfrage wird meiner Meinung nach sein, welche Apps zukünftig auf solchen Tablet PCs laufen und wie deren Bedienung ist. Wie ich in einem Artikel bei mir geschrieben habe, gehe ich davon aus, dass iPad & Co. in erster Linie für den User interessant, ist der sich nicht darum kümmern möchte ein Betriebssystem zu installieren, wilde Einstellungen vorzunehmen, usw.

    Tablets müssen einfach zu bedienende Programme haben und die multimedialen Aktivitäten wie Video und Bilder ansehen, Bücher lesen, im Internet surfen, spielen usw.

    Wer das mit einfach zu bedienender Technik, die sofort funktioniert nach dem Motto anschalten und loslegen, hinbekommt, der wird sicherlich einen großen Markt vorfinden.

    Meiner Meinung nach darf ein Tablet PC nicht zum Ersatz von PCs, Notebooks oder Netbooks werden. Ich denke, dass die Zielgruppen nicht zusammen passen.

    Wir werden sehen, wie der Markt reagiert.

  • Ist schon interessant. Da gibt’s bereits seit einigen Jahren Table PC’s, doch für diese interessiert sich keine Sau. Und dann kommt Apple und alle wollen plötzlich einen Table-PC. Aber wie hies es noch vor ein paar Jahren – wer einen Apple besitzt kann nur Künstler, Grafiker oder im besten Fall Architekt sein. 😉 Tja…, die Zeiten ändern sich.

  • Schon bei der Pressesprecherin von Google angerufen? Wg. Qualitäts-Blogging und so… Sonst stellt sich morgen raus: Die Infos gab es bei Twitter und werden morgen dementiert… zzz

  • @Zobel: Bei dem Chrome-Tablet handelt es sich um ein Konzept. Änderungen vorbehalten. Wird mir die Pressesprecherin von Google bestimmt genau so bestätigen. 😉

  • Halb OT: Wieso kommt Netzwelt.de an ein Testgerät des iPad und die Leute von Basic Thinking nicht? Ich bin enthtäuscht… 😉 Jedenfalls ein bisschen 😀

  • Konkurrenz? Ich glaube nicht wirklich daran. Denn Google hat eine ganz andere Zielgruppe als Apple. Ausserdem, wie war das als damals das iPhone auf den Markt kam? Viel zu teuer, kauft keiner, braucht keiner und trotzdem ist das iPhone seitdem Mass aller Dinge und alle grossen Handy Hersteller wollen jedes Jahr einen neuen iPhone Killer rausbringen. Geschafft hat es bisher keiner. So wird auch das iPad seine Abnehmer finden, ich werde wohl auch einer davon sein, viele wollen es nachmachen und niemand wird es wirklich schaffen etwas gleichwertiges auf den Markt zu bringen.

  • ahahahah….das Teil wird genauso ein Flop wie das Nexus One…wieviel Stück sind davon nochmal verkauft worden ? Von einem Konkurrenzstatus ist Google weiter weg als die Entfernung zwischen zwischen Erde und Mars. Ich hab nix gegen Google aber von Hardware sollten sie besser die Finger lassen. Gerade Apple beweist immer wieder das nicht technische Daten Hardware verkauft sondern das Gesamtpaket. Genausowenig wie Spielspass mit der Anzahl der Polygone zu tun hat.

    Ich denke auch das die Verlage nach dem ganzen Hickhack mit Google Books und News eher mit Apple zusammenarbeiten würden als mit Google.

    Ich werde bald der stolze Besitzers eines IPads sein und mich z.B. auf interaktive multimediale Zeitschriften und Bücher freuen…

  • @ Pirat: Da hat der Pirat beim Lesen meines Artikels wohl noch seine Augenklappe aufgehabt, was? 😉 Letzter Satz oben lautet: „Ein anderes Gerücht verbreitet das Missionrepair-Blog, wonach das aktuelle Modell bereits eine Kamera on-board habe könnte.“

  • Ich denke auch dass Google eine andere Zielgruppe bedient. Google Geräte werden vor allem von Technikliebhaber gekauft. Denen Apples sind beliebt bei die Designliebhaber. Vielleicht etwas einfach dargestellt aber das ist was ich denke basiert auf der Einführung des Google Handys. Und es wäre natürlich ganz schon wenn Apple sich jetzt von Google angegriffen fühlt und dadurch mit einem BS kommt das auch MultiTasking unterstützt.

  • Kommt das Google Chrome Tablet?…

    Mit einer gewissen Sicherheit kann man schon fast mit Ja antworten, denn die Veröffentlichung der Bilder und auch des Videos erfolgte von keinem Geringeren, als von Glen Murphy. Glen Murphy ist Designer und Ingenieur im Googles Chrome-Team. Auf seinem …

  • Google will gegen das iPad ankaempfen…

    […] Google Manager erlaubt, ein eigenes Tablet vorzustellen. Doch was Google bisher präsentiert hat, wirkt ein bisschen Mager […]…

  • […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Basic Thinking, Robert Basic, Alexander Benker, Herr MaschinenMensch, Fabian Fischer und anderen erwähnt. Fabian Fischer sagte: RT @der_phil_rockt: Konkurrenz fürs iPad: Google veröffentlicht Konzept eines Chrome-Tablets: Was wir auf dem obigen Bild sehen, ist … http://bit.ly/9is3ab […]

  • Hallo Rob,

    nun ja es immer streitbar ob und in wieweit nun ein solches Objekt einen „Mehrwert“ schafft.
    Ich selbst besitze einen PC (keinen Mac) ein schnödes Nokia (kein iPhone) und ich lebe trotzdem noch also, so what.

  • […] Google arbeitet schon seit einiger Zeit an der Entwicklung eines eigenen, schlanken Betriebssystems unter dem Namen Chrome OS. Nun ist der Verkaufsstart eines ersten Gerätes auf Basis dieser Eigenentwicklung durchgesickert. Ab dem 26. November dieses Jahres, dem traditionell zum Shoppen genutzten Tag nach Thanksgiving,  sollen die Rechner des Webgiganten für den Verbraucher erhältlich sein. Wenig überraschend ist, dass es sich bei dem Computer um ein Tablet handeln wird. Zwar ist das auf Linux basierende System zum Betrieb auf allen Arten von  Netbooks ausgelegt, aber in der allgemeinen iPad-Euphorie ist es logisch, dass die Programmierer in Mountain View zeigen wollen, dass es sich auch für die Nur-Bildschirm-Rechner eignet. […]

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