Offline gekauft, online verfolgt: Yahoo setzt auf Kundendaten von Bonuskarten-Anbieter

Marek Hoffmann

Anzeige

Die meisten von euch wissen sicherlich, wie sogenannte „Bonusprogramme“ à la Payback funktionieren, auch wenn sie sie nicht selbst nutzen: Bei seinem Einkauf in der wahren Welt (oder Warenwelt) bekommt der Kunde eine Art Rabatt in einer bestimmten Höhe auf die Kaufsumme der erworbenen Artikel, der ihm in Form von Punkten gutgeschrieben wird. Ab einer bestimmten Anzahl kann er diese dann gegen Prämien eintauschen. Da aber jeder weiß, dass es in der Welt nichts umsonst gibt und Unternehmen keine Wohlfahrtsvereine sind, gibt es einen Haken an der Sache: Informationen wie Kundennummer der Bonuskarte, Filiale, Datum, Umsatz und gekaufte Produkte werden gespeichert und zu Werbezwecken genutzt.

Dieses System möchte Yahoo nun aus der Offline- in die Online-Welt transferieren, und zwar mit Hilfe des Bonus-Karten-Anbieters Nectar, aber vorläufig nur in Großbritannien. Jeder Nectar-Kunde muss sich per Opt-In aktiv für diese Variante entscheiden und erhält dann künftig bei seinem Besuch von Yahoo-Seiten auf ihn zugeschnittene und auf seinen Käufen in der echten Welt basierende Konsumgüter-Empfehlungen. Smarter Zug des Internetunternehmens? Durchaus.

Wenn Yahoo Display-Werbung als ein erfolgversprechendes Modell ansieht, mit dem sich auch in Zukunft Geld verdienen lässt, dann ist es nur konsequent, sich über Weiterentwicklungsmöglichkeiten dieses Modells Gedanken zu machen. Dies erscheint mir sinnvoller, als sich beispielsweise wie AOL mit Social Media-Kram aufzuhalten, den andere ohnehin besser können.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Sich an eine Kundschaft zu wenden, die bereits dazu bereit ist, für ein Goody (in diesem Fall Rabatt-Punkte) auf Anonymität bei ihrem Einkauf zu verzichten, ist clever. Die zu leistende Überzeugungskraft dürfte gering sein, um diese Menschen dazu zu bewegen, die über sie bereits gesammelten Daten auch noch für Online-Werbung benutzen zu dürfen. Zumal sie dafür einserseits zusätzliche Bonus-Punkte erhalten und andererseits beide Unternehmen versichern, dass die Daten anonym verwendet werden. Wer Letzteres einmal geglaubt hat, wird es auch ein zweites Mal glauben.

Durch den Coup erhält Yahoo Informationen auch zu jenen Produkten, die von den Usern nicht online erworben werden. Hierdurch setzt es sich von anderen Unternehmen ab, die ebenfalls Behavioral Targeting praktizieren und erscheint dadurch natürlich sehr viel interessanter für Werbekunden als die Konkurrenz. Ein Lebensmittelhersteller kann beispielsweise sein Produkt oder seine Produktlinie online pushen, obwohl sie vom User nie über das Internet bezogen wird.

Wie seht ihr das: Wird die Kooperation von Yahoo und Nectar von Erfolg gekrönt sein oder vom Kunden völlig ignoriert werden? Gebt eure Meinung bitte hier ab:

(Marek Hoffmann)


facebook-fan

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Senior Cyber Security Engineer (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Teile diesen Artikel
Folgen:
Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.