Eye-Tracking-Studie legt nahe: Nutzer haben kein Interesse an Real-Time-Ergebnissen

Marek Hoffmann

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Die Online-Marketing-Agentur OneUpWeb hat eine interessante, kleine Studie durchgeführt. Unter anderem mittels Eye-Tracking-Verfahren hat sie untersucht, welchen Stellenwert die Einbindung von Real-Time-Ergebnissen bei Google-Suchanfragen hat. Dazu wurden 44 Personen in zwei Gruppen unterteilt: „Konsumenten“ und „Informationssuchende“. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen ergibt sich aus der Aufgabe, die die Test-Teilnehmer gestellt bekamen. Erstere sollten nach einem Produkt suchen, das sie sich möglicherweise kaufen wollen, Letztere sollten nach Information zu einem beziehungsweise über ein Produkt suchen. Ziel der Studie: „Wir wollten wissen, ob die Durchschnittsnutzer erkennen und verstehen, was Echtzeit-Ergebnisse sind, ob sie sie finden und auch tatsächlich anklicken und was sie im Ganzen über Echtzeit-Ergebnisse denken“, so Lisa Wehr, Gründerin und CEO der Agentur.

Und das Ergebnis ist ernüchternd: Fast drei Viertel der Teilnehmer war der gehypte Begriff „Echtzeit-Ergebnis“ völlig unbekannt, sie hatten ihn noch nie zuvor gehört. Rund die Hälfte der Informationssuchenden nutzte diese Art der Ergebnisse bei ihrer Recherche, bei den sogenannten Konsumenten waren es nur knapp ein Viertel. Insgesamt betrachtet vermochten die in Real-Time gelieferten Ergebnisse kaum das Interesse der Internet-Surfer zu erwecken. Das Teaserbild dokumentiert dabei die Resultate des Eye-Tracking, die in Frage stehenden Ergebnisse befanden sich in den beiden Kästchen am unteren Ende der Seite – die im übrigen von nur knapp der Hälfte der Teilnehmer problemlos gefunden wurden.

Dort ist auch der markanteste Unterschied zwischen den beiden Gruppen festzustellen. Während sich die Konsumenten eher mit den Ergebnissen in der ersten Hälfte der Seite orientierten, lässt sich bei den nach Informationen suchenden Usern ein leichter Trend auch in die zweite Hälfte der Ergebnisseite feststellen. Sie verbrachten mit 14 Sekunden nicht nur etwa fünf Sekunden länger beim Betrachten der Echtzeit-Ergebnisse, sondern hatten auch eine um zehn Prozent höhere Klickrate als die Konsumenten.

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Was uns das sagen soll:

Auch wenn es sich nur um eine sehr kleine Stichprobe handelt, lassen die Ergebnisse einen interessanten Schluss zu: Auf Sozialen Netzwerken beeinflussen die Empfehlungen von anderen Personen – in der Regel Freunden und Bekannten – maßgeblich die Kaufentscheidung eines Users. Bei der Google-Suche orientiert sich der Konsument aber offenbar mehr an den „traditionellen“ und „bekannten“ Ergebnissen-Anzeigen und vermeintlich verlässlicheren Quellen (etwa Rezensionen bei Amazon oder Testergebnissen von bekannten Plattformen) als auf die über Twitter, FriendFeed oder Facebook eingespeisten Ergebnisse.

Diese Schlussfolgerung soll nun keineswegs bedeuten, dass die Einbindung von Echtzeit-Ergebnissen falsch und sinnlos ist, sondern dass Google sie seinen Usern noch stärker als ein verlässliches und hilfreiches Zusatzfeature präsentieren muss. Oder wie seht ihr das? Welche Schlüsse zieht ihr aus den Ergebnissen? Nachfolgend noch zwei Grafiken, eine zur Altersverteilung bei den Teilnehmern und eine weitere zu der Frage, was die Teilnehmer nach Sichtung der Ergebnisse taten.

Via: Searchengineland 

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.