PlayStation Move: Sonys Antwort auf die Wii

André Vatter

Was vereint Bewegungssensoren, ein Drei-Achsen-Gyroskop, einen Drei-Achsen-Beschleunigungssensor, einen Erdmagnetfeld-Sensor sowie einen farbändernden Anzeigenbereich? Richtig, Sonys neuer Motion-Controller für die Playstation3. Die Japaner haben endlich den Duft des Zeitgeistes geschnuppert und verstanden, dass die Knöpfchen-Fernbedienung ein überholtes Relikt ist. Die Wii hat erfolgreich vorgemacht, wie Games heute gespielt werden: nämlich im Raum, mit vollem Körpereinsatz des Spielers. Der Move Motion Controller wird ab Herbst 2010 in Deutschland verfügbar sein und zwar unter anderem als Bundle, in dem noch ein Sub-Controller und die Eye-Kamera stecken. Preise wurden heute allerdings noch nicht mitgeteilt.

Jetzt schauen wir uns aber erst einmal den Controller im Detail an: Auf den ersten Blick sieht er aus wie eine Mischung aus Taschenlampe und Vibrator – und so falsch liegen wir mit dieser Einschätzung auch nicht. Die Leuchtkugel oben soll dafür sorgen, dass die Kamera den Controller nicht aus den Augen verliert: Erkannt werden daher sowohl schnelle Bewegungen (zum Beispiel beim Tennis-Spielen) als auch ganz subtile Handlungen (wie beim Malen mit einem Pinsel), verspricht Sony. Für die haptische Resonanz gibt es wiederum eine integrierte Vibrationsfunktion. Unterstützt wird die Bedienung durch den Move Sub-Controller, der im Gegensatz zum größeren Bruder mit einem Steuerkreuz ausgestattet ist und dem Spieler mehr Optionen im Game eröffnen soll: hierüber werden beispielsweise Charaktere oder aber der Kamerawinkel gesteuert. Auch der Sub-Controller trägt Lithium-Ionen-Akkus im Bauch und funkt via Bluetooth zur PlayStation zurück.

Das war es schon, was Sony zur Hardware zu verkünden wusste. Aber richtiges Geld wird mit derlei Gadgets ja auch nicht verdient: Geld verdient man mit den Spielen! Die Japaner haben es geschafft, zur Einführung von PlayStation Move genau 36 Entwickler und Publisher vom Produkt zu überzeugen. Entsprechende Games seien demnach schon im Entstehungsprozess. Zu den Titeln, die bereits genannt wurden, gehören unter andrem „Dukes“ (ein Boxspiel), „Move Party“ (Party-Mulitplayer-Game), „Slider“ (Bürostuhl-Kungfu), „TV Superstars“ (selbsterklärend) und „The Shoot“ (ein Ballergame).

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Wie gesagt, das Ganze soll erst im Herbst auf den Markt kommen. Wer so lange nicht warten kann oder will, kann aber schon einmal einen Blick in die Live-Demonstration werfen oder sich diesen Trailer reinziehen:

Bin ich eigentlich der Einzige, der denkt, dass das nicht ausreichen wird, um sich an Nintendo heranzupirschen?

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.