Auf ein Neues bei Buzz: Google lässt Privacy-Einstellungen von Nutzern absegnen

André Vatter

Kurz nach dem Roll-Out von Google Buzz Anfang Februar hatte es massenweise Kritik gehagelt: Datenschützer warfen Google vor, zu lasch mit den Informationen der Nutzer umzugehen, das Electronic Privacy Information Center legte sogar Beschwerde vor der Federal Trade Commission (FTC) ein. Google hatte daraufhin einige Tweaks vorgenommen, welche die Beobachter jedoch nicht wirklich überzeugen konnten. Als Folge wandten sich vor einigen Tagen mehrere Mitglieder des US-Congress noch einmal an die FTC und forderten die Behörde auf, Googles Treiben unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten genauestens zu prüfen.

Dabei hat Google eigentlich seine Hausaufgaben gemacht, das Problem sind die Nutzer, die vielleicht noch nicht einmal von den neuen Sicherheits-Features Kenntniss genommen haben. Um den Image-Schaden in Grenzen zu halten und das Vertrauen bei der Gmail-Community (das sind weltweit immerhin 170 Millionen Menschen) wieder herzustellen, sollen deshalb sämtliche Sicherheitseinstellungen bei Buzz zurückgesetzt werden. Wie der Produktmanager Todd Jackson nun im Blog mitteilt, werden diese Woche alle Buzz-Nutzer in einem Sonderfeld dazu angehalten, ihre Privacy-Einstellungen zu überprüfen oder zu übernehmen. Damit soll vor allem das viel kritisierte Auto-Follow von Usern, mit denen man mailt und chattet, im Nachhinein rückgängig gemacht werden. Google hatte die Funktion zunächst als nutzerfreundlich und zeitsparend erklärt: im Grunde sah aber jeder Nutzer, mit welchen Menschen die anderen verkehren.

Ich habe mich gerade bei Gmail eingeloggt: „Google Buzz-Einstellungen bestätigen“, prangt es da ab sofort. „Überprüfen Sie, ob Google Buzz gemäß Ihren Vorstellungen eingerichtet ist. Falls Sie es noch nicht gesehen haben, schauen Sie sich auch das Google Buzz-Video an.“ Wer Buzz noch regelmäßig nutzt (laut jüngsten Zahlen dürfte die Menge der Fans ja langsam abnehmen) sollte sich also schnellstmöglich darum kümmern. Eingestellt werden kann:

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.