Sonstiges

Zweifelhafte Studie sieht kein erkennbares Hirntumorrisiko durch mobiles Telefonieren

Eine aktuelle Studie zum Thema Mobil- und Schnurlostelefon dürfte noch gehörig für Zündstoff und Diskussionen sorgen – und zwar aus drei Gründen. Zum einen wegen ihres Ergebnisses, wenn man das Resultat der Untersuchung denn so nennen kann. Dieses besagt nämlich, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass die Nutzung von Handys das Risiko erhöhe, an einem Gehirntumor zu erkranken. In einem Zusatz heißt es allerdings, dass diese Ergebnisse nicht definitiv seien und: „Die möglichen Auswirkungen einer langfristigen und starken Nutzung von Mobiltelefonen erfordern weitere Untersuchungen“. In anderen Worten bedeutet das nichts anderes, als dass sich die Verantwortlichen der sogenannten „Interphone“-Studie, die von der International Agency for Research on Cancer (IARC) koordiniert wurde, nicht sicher sind. Soweit bleibt also alles beim Alten und die Studie kann genauso kontrovers diskutiert werden, wie ähnliche zum gleichen Thema zuvor.

Dies liegt auch an der Methodik, die im Rahmen der Studie verwendet wurde – womit wir beim zweiten der drei oben angesprochenen Gründe wären. Im Rahmen der etwa zehn Jahre dauernden Studie wurden an 16 Orten in 13 Ländern 5190 Patienten zu ihrem Handy-Gebrauch befragt, die entweder an einem Gliom oder Meningeom litten. Sie sollten dabei unter anderem aus dem Gedächtnis angeben, wie lange sie ihr Handy besaßen, wie lange sie mit ihm pro Monat telefonierten, wie viele Telefonate sie pro Monat führten und an welchem Ohr sie ihr Mobiltelefon in der Regel hielten, bevor der Tumor bei ihnen diagnostiziert wurde. Kritiker kommen hierbei aus dem Monieren gar nicht mehr heraus.

So sei die Beschränkung auf nur zwei Tumor-Arten nicht akzeptabel. Zudem handele es sich bei den Studienteilnehmern ausnahmslos um Erwachsene, Kinder und Jugendliche seien gar nicht berücksichtigt worden. In Anbetracht der Popularität von Handys gerade in diesen beiden Gruppen sei dies eine nicht nachvollziehbare Be- beziehungsweise Einschränkung, die der Studie zugrunde gelegt wurde. Darüber hinaus sei die Kontrollgruppe sehr unorthodox ausgesucht worden.

So wurden nicht, wie man erwarten sollte, Handy-User mit jenen Menschen verglichen, die keines nutzten. Vielmehr seien Personen, die ihr Mobiltelefon seltener als ein Mal pro Woche verwendeten mit jenen in Beziehung gesetzt worden, dies es häufiger als einmal taten. Und auch die Definition von „regelmäßiger Gebrauch“ sei nicht akzeptabel. Demnach fällt ein Nutzer in diese Gruppe, wenn er mindestens ein halbes Jahr lang ein Gespräch pro Woche über sein Handy führte. Das ist ein nicht erst aus heutiger Sicht sehr geringer Wert für einen regelmäßigen Handygebrauch.

Der letzte Grund dürfte aber der Umstrittenste sein: Die Studie wurde zu Teilen von der Mobilfunk-Industrie finanziert. Und die Moral von der Geschichte: Zehn Jahre Arbeit umsonst. Denn wer dürfte die Ergebnisse einer Studie ernsthaft als glaubwürdig erachten, die unter den genannten Umständen zutage geführt wurden. Ich frage mich, ob es jemals eine Untersuchung zu diesem Thema geben kann, die eindeutige und objektiv akzeptable Ergebnisse liefert? Dies sollte doch eigentlich möglich sein. Die Geräte könnten doch so programmiert werden, dass sie automatisch das Nutzungs- beziehungsweise Telefonierverhalten ihrer Besitzer aufzeichnen. Und entsprechend viele Freiwillige für einen bestimmten Zeitrahmen zu finden, die dem zustimmen, dürfte doch auch kein Problem sein. Woran liegt es also? Lobbyismus? Geldmangel? Sollten sich die Wissenschaftler jedenfalls nicht beeilen, könnte es passieren, dass ihnen die Probanden ausgehen – nämlich jene für die Kontroll-Gruppe mit den Nicht-Handy-Nutzern…  

(Marek Hoffmann / Foto: Flickr – Fotograf: The Lightworks)


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

44 Kommentare

  • Da fand ich den SpOn Artikel zum Thema ausnahmsweise einmal aussagekräftiger, besser recherchiert und deutlicher formuliert 🙂

    Sollte man gegengelesen haben…

  • Oh Mann, da redet (bzw. schreibt) hier aber einer mit dem falschen Ende der Wirbelsäule. 😀
    Sehr fundiert und kenntnisreich. Da merkt man sofort, dass der Schreiber weiß, wie man so was macht und unvoreingenommen einen ausgewogenen Artikel schreibt. ROFL.

  • Sehr schöner Artikel! Vor allem wenn man vorher den Spiegelonline-„Artikel“ gelesen hat. Der Kontrast könnte kaum größer sein!

    Selbst wenn man diesem Artikel nicht voll und ganz zustimmt, muss man wenigstens anerkennen, das diese „Untersuchungen“ stümperhaft durchgeführt worden sind und ihr Aussagegehalt gegen null geht.

  • Dies halte ich für die wichtigste und richtigste Aussage des Artikels:
    „Sollten sich die Wissenschaftler jedenfalls nicht beeilen, könnte es passieren, dass ihnen die Probanden ausgehen – nämlich jene für die Kontroll-Gruppe mit den Nicht-Handy-Nutzern… “

    Außer man will seine Probanden aus Ureinwohnern oder so herbekommen..

  • >Selbst wenn man diesem Artikel nicht voll und ganz zustimmt, muss man
    >wenigstens anerkennen, das diese “Untersuchungen” stümperhaft
    >durchgeführt worden sind und ihr Aussagegehalt gegen null geht.

    Ein Fachmann darf ich annehmen? Selbst Mitglied der IARC? Diverse selbst verfasste peer-review Artikel?
    Oder zumindest eine stichhaltige Begründung für diese Aussage?

  • Also der Artikel auf SPON ist ausnahmsweise besser.
    Ich weiss auch ueberhaupt nicht warum alle darauf rumreiten dass die Studie keine definitive Aussage macht. Man kann nicht sagen Handys sind komplett ungefaehrlich. Das kann keine Studie, rein wissenschaftstheoretisch geht das nicht.
    Kein serioeser Wissenschaftler wuerde so eine absolute Aussage in seine Publikation aufnehmen. lest mal ein paar Paper Leute, dann wisst ihr wie so ein Paper formuliert ist.
    Drittens, und das ist eigentlich das wichtigste, es gibt keinerlei Mechanismus der die Gefahr von Handystrahlen auf Koerperzellen beschreiben wuerde. Das steht bei SPON zumindest drin. Es gibt nicht mal einen theoretischen Ansatz wie das funktionieren sollte.
    Ja die Studie ist zum Teil von der Industrie finanziert. Ich arbeite in der medizinischen Forschung und ganz ehrlich: Welche Studie ist nicht tlw. von der Industrie finanziert? Was ist daran ueberhaupt so schlimm. Wenn die Autoren Methodik und Resultate klar darlegen ist es wirklich egal wer das bezahlt solange es nachvollziehbar bleibt was die Autoren getan haben.
    Es wurden also nur 2 Tumorarten herangezogen. Hat sich der Autor mal mit ANOVA auseinandergesetzt und sich die Datenlage einer 10 Jahresstudie angeschaut? Selbst mit nur 2 Variablen ist es eine Sauarbeit das Hintergrundrauschen rauszurechnen.
    Sorry, aber wenn man keine Ahnung hat….

    (Nein, ich arbeite weder in der Mobilfunkindustrie oder bin irgendwie an dieser Studie beteiligt)

  • Habe auch den SPON Artikel gelesen (allerdings nach dem hier) und muss sagen das dieser doch deutlich neutraler ist und deutlich mehr Informationen bietet.

    Diese Studie, vorallem wenn man alles vorhergegangene mit einbezieht, macht klar das sich eventuell negative Effekte, so sie denn existieren, am Rande der Nachweisbarkeit bewegen. Und ehrlich gesagt: Für sowas interresiere ich mich nicht. Es gibt genug nachgewiesene Faktoren die messbar das Tumorrisiko erhöhen, Stress z.B.. Mein Tipp: Einfach relaxen, noch hat die „Handy-Strahlung“ uns nicht ausgerottet.

    Fazit: Es wird Zeit das Thema zu begraben und das Geld in wichtigere Medizinische Forschung zu stecken.

    Fazit2: Basicthinking kann ab und zu doch sehr biased sein.

  • Richtig wissenschaftlich wird man es m.E. nie beweisen können. Aber sein wir mal ehrlich: GESUND kann das telefonieren mit dem Handy nicht sein, oder?

    Und bevor wieder alle meckern. NEIN, ich habe nichts gegen Handys und verwehre mich auch nicht neuen Technologien.

  • >Aber sein wir mal ehrlich: GESUND kann das telefonieren mit dem Handy
    >nicht sein, oder?

    Und genau DAS ist das Problem. Das Aufstellen und Beharren auf einer Meinung, die man bestenfalls als „Bauchgefühl“ bezeichnen kann. Und davon sind die Leute dann auch mit Geld und guten Worten nicht mehr abzubringen (und leider schon gar nicht mit wissenschaftlicher Gründlichkeit).
    Technisch hast du mit deiner Aussage natürlich recht. GESUND ist es vermutlich nicht. Es macht aber auch nicht KRANK. Es hat mit GESUND oder auch KRANK einfach gar nichts zu tun, soweit man das im Moment feststellen kann. Das kann aber auch nicht wirklich überraschen, denn NIEMAND kann im Moment einen schlüssigen Weg aufzeigen, wie Mobiltelefonen jemanden krank machen könnten…

  • „Sie sollten dabei unter anderem aus dem Gedächtnis angeben, wie lange sie ihr Handy besaßen, wie lange sie mit ihm pro Monat telefonierten, wie viele Telefonate sie pro Monat führten und an welchem Ohr sie ihr Mobiltelefon in der Regel hielten, bevor der Tumor bei ihnen diagnostiziert wurde.“

    Die Angaben wurde auch durch Verbindungsdaten der Netzbetreiber validiert um den Fehler dieser Angaben zu finden.

    „Zudem handele es sich bei den Studienteilnehmern ausnahmslos um Erwachsene, Kinder und Jugendliche seien gar nicht berücksichtigt worden.“

    Versuchen sie mal Eltern dazu zu bewegen, ihre Kinder an einer Studie zur Krebsgefahr von Handystrahlung teilnehmen zu lassen.

    „So wurden nicht, wie man erwarten sollte, Handy-User mit jenen Menschen verglichen, die keines nutzten. Vielmehr seien Personen, die ihr Mobiltelefon seltener als ein Mal pro Woche verwendeten mit jenen in Beziehung gesetzt worden, dies es häufiger als einmal taten. Und auch die Definition von “regelmäßiger Gebrauch” sei nicht akzeptabel. Demnach fällt ein Nutzer in diese Gruppe, wenn er mindestens ein halbes Jahr lang ein Gespräch pro Woche über sein Handy führte. Das ist ein nicht erst aus heutiger Sicht sehr geringer Wert für einen regelmäßigen Handygebrauch.“

    1. Wieviele Menschen kennen Sie, die kein Handy benutzen, aber sonst mit der Untersuchungsgruppe zusammen passen (Ort, Alter, etc.)

    2. Wie lange hat denn der Durchschnittsmensch vor 10 Jahren sein Handy verwendet?Man kann ja nicht einfach mitten in der Studie die Parameter ändern.

    „Der letzte Grund dürfte aber der Umstrittenste sein: Die Studie wurde zu Teilen von der Mobilfunk-Industrie finanziert.“

    Gängiges Problem. Finden Sie jemanden, der Geld für ihre Forschung ausgeben will, aber kein Interesse an den Ergebnissen hat.
    Genauso gut könnte man Finanzierer für den Blog hier suchen, der aber kein Interesse an Tech und Internet hat.

    Davon ab.
    Eigentlich tut es eine einfache Überschlagsrechnung.
    Wie groß ist die Leistung die ein Handy abstrahlt?
    Eindringtiefe der Freuquenz raussuchen.
    Dann umrechnen in Wattsekunden = Joule.
    Vergleichen mit der Energie nötig um eine chemische Bindung zu brechen.

    Ergebnis dürfte in etwa mit der Studie übereinstimmen.

  • Eine Studie die wohl nie zu einem echten glaubwürdigen Ergebnissen führen wird–> spart das Geld für bessere Heilmittel bei Tumoren, wär echt sinnvoller.

  • Aua Basicthinking… Was kommt als nächstes, ein Pamphlet gegen Impfungen für Kinder? Live Berichte von einer Alien-Sektion? Tipps für den Wünschelrutenbau?

    Wie oben schon mehrfach hingewiesen scheint der Autor weder von statistischen Methoden gehört zu haben noch sich selbst mit der Studie auseinandergesetzt zu haben wie silentjay zeigt.

    Ausserdem: Wenn man Behauptungen wiedergibt, dann auch bitte Belege: Wer behauptet z.B., dass die Beschränkung auf 2 Tumore nicht sinnvoll ist? Fehlt im Text. Wahrscheinlich aber niemand seriöses sonder irgendein Elektrosmog-Blog.

    Ist wie beim IPCC Bericht: Lieber nicht einfach aus kritischen Blogs abschreiben: Der Großteil der Kritik ist unberechtigt wie SilentJay & Rimes schon darlegen und der Rest ist Begriffsklauberei und ein beliebtes aber schlimmes Missverständnis: Mit statistischen Methoden KANN man nichts ausschliessen. Man kann nur eine Wahrscheinlichkeit für die Ungefährlichkeit angeben die im Wesentlichen durch die Anzahl der verfügbaren Probanden begrenzt ist. Das ist dann aber kein Versagen der Studie sondern methodisch sauberes arbeiten.

    Lese seit die Fullfeeds weg sind hier nicht mehr viel, aber das hier war ein Tiefpunkt. Lasst vielleicht mal nen anderen Redakteur ein sauberes, korrektes und ausgewogenes Update verfassen. Das hier tut schon ziemlich weh, allein die Bild-mäßige Überschrift.

  • Und immer wieder „Aua, Basicthinking.“

    Und immer wieder die Frage: Warum sollte man fürs Lesen solcher halbgaren Beiträge um Himmels Willen Geld zahlen?

  • Ehrlich war gesagt verstehe ich diesen negativen Touch in eure Artikel nicht. Was wollt ihr damit ausdrücken? Oder seit ihr nur geil auf Traffic?

    Sicherlich sind alle bisherige Untersuchungen und auch diese nicht ganz frei von irgendwelche Parameter die vielleicht doch ein wenig falsch gesetzt werden.

    Bisher gab es aber doch viele Studien zu diesen Thema und auch recht ausführlicher. Zumindest kann gesagt werden das bei eine normale Nutzung die Gefahren wohl vernachlässigbar sein werden.

    Sicherlich wenn einer von 1000 erkrankt kann man durchaus sagen sein Handy war schuld. Nur stellt sich aber die Frage ob es wirklich alleine deswegen ist?

    Auch kann jeder Handy Nutzer vieles machen damit die Gefahr gemindert wird. Zuerst ein Handy mit geringen SAR Wert kaufen und dann nicht täglich mehrere Stunden nutzen.

    Basicthinking wird langsam unglaubwürdig.

  • Is gut.
    Man muss sich nicht jedes mal ewig dran hoch ziehen, wenn Fehlschüsse passiert sind.

    Das eine ist berechtigte Kritik.
    Das andere ist pure Trollerei, die die Kritik an sich ins Lächerliche zieht.

    Ach und wer noch interesse dran hat, wie andere die Studie sehen:
    http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2010/05/interphone-studie-stiftet-verwirrung.php?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+ScienceBlogs%2FZoonPolitikon+%28ScienceBlogs+%2F+zoon+politikon%29

  • Also ich finde es gerade lesenswert, wenn mal andere Meinungen „artikuliert“ werden. Schlimmer sind die leeren Kommentare im Stile von „aua basicthinking“.

    @10: wenn man es nicht belegen kann, bleibt einem nur das Bauchgefühl. Und wenn auch Du das nicht widerlegen kannst, werde ich meinen Kindern empfehlen, mit mehr mit dem Handy am Ohr rumzulaufen als wirklich nötig. Einfach weil es niemand besser weiss.

    Vergessen wird ein wichtiger technischer Aspekt, dass ein Handy direkt am Kopf um so stärker funken muss, je weiter es vom Funkmast entfernt ist. Die volkstümliche Taktik, alle Mobilfunkmasten aus dem direkten Umfeld zu verbannen, hat genau das Gegenteil von einer erhofften Strahlensenkung zur Folge, die Belastung im persönlichen Umfeld wird eher vergrößert. Ich glaube nicht, dass das in diesen Bericht als ein Kriterium eingeflossen ist.

    Aber sagt mal irgendjemandem, dass ein Funkmast in seiner Nähe diesbezüglich weniger gesundheitsschädlich ist.

  • Aus meiner persönlichen Beobachtung weiß ich, daß ständiger Gebrauch von Mobiltelefonen bei etlichen Personen Hirnerweichung hervorruft. Besonders gefährdet sind da jüngere Personen, überdurchschnittlich oft Frauen. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig. Was allerdings einen gewissen Unsicherheitsfaktor bei den Beobachtungen darstellt, ist die intellektuelle Ausgangssituation bei den beobachteten Personen. Insofern ist es in vielen Fällen auch schwierig, Ursache und Wirkung richtig einzuschätzen.

  • @21
    ‚kritisch‘

    Umgangssprachlich beinhaltet der Begriff zumeist das Aufzeigen eines Fehlers oder Missstandes, verbunden mit der impliziten Aufforderung, diesen abzustellen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik

    Ein ‚aua basicthinking‘ erfüllt in meinen Augen nicht diese Formulierung.

    Viel mehr hab ich das Gefühl, das hier einigen der Sandkasten weggenommen wurde und deshalb fangen sie jetzt ausdauernd an mit ihren Schippen rumzuhauen.
    Das finde ich kindisch und es nervt.

    Und vorallem ist es kein Stück konstruktiv, es spiegelt lediglich die störrische Erwartungshaltung wieder, die in dem verlinkten Artikel bereits kritisiert wurde.

    Wer will das sich was ändert, der sollte auch bereit sein, ein wenig Sachlichkeit walten zu lassen.

    In 95% der Artikel findet sich durch aus Fachkunde wieder.
    In den restlichen 5% wird auf Kritik, Anmerkungen und auch auf Fragen zügig und vor allem freundlich eingegangen.

    In vielen Teilen finde ich den Blog hier sachlicher als so manchen ‚SpOn‘ Artikel.

    Nur die Häme in den Kommentaren, die erreicht manchmal SpOn-Qualität.

  • @22

    Ich glaube, da irrst du dich, hier wird niemandem der Sandkasten weggenommen. Hier ist mehr Sandkasten denn je.

    Ich bleibe dabei: Anspruch und Wirklichkeit klaffen in diesem Blog momentan meilenweit auseinander. Deutlicher als in diesem Eintrag wird das m.E. noch im letzte Google-Bashing-Eintrag (Street View), der einfach nur vor Unwissen strotzt. Unwissen, das sich vermeiden ließe, wenn die Redaktion wenigstens einige der imho besten und anregendsten IT-Blogs aus der deutschen Blogosphäre auf ihrem RSS-Radar hätte. Was sie aber offensichtlich nicht hat, sonst wäre der Artikel fundierter. Insofern ist mein „Aua“ HIER in der Tat nur Marginalie und somit für dich missverständlich. Mea culpa.

  • @ Tina
    So ist das, wenn man nur die eine Seite wahrnimmt (weil man die andere nicht im Blickfeld hat). Es gibt weit mehr Leute, die auf ein Mobiltelefon völlig oder weitestgehend verzichten, als oft vermutet wird, und zwar aus ganz individuellen Gründen, mit Elektrosmog hat das nicht immer zwingend zu tun.

    Wenn man nur an die vielen (alten bis sehr alten) Rentner denkt, die möglicherweise ein Taschentelefon besitzen („für den Notfall“), es aber so gut wie gar nicht benutzen, auch weil sie mit der Technik nicht zurechtkommen.

    Und wenn man bedenkt, daß Leute zwei, drei oder sogar fünf Mobiltelefone besitzen, dann ist auch klar, wie sich die diesbezüglichen Statistiken in D zusammensetzen. Fazit: Es sind mehrere Millionen Leute in D, die auf Mobilfunk nicht setzen.

  • @Dr.-Schiwago-Mutter: Sorry, ich habe den Artikel gerade nochmal gelesen und sehe kein Google-Bashing. Was genau stört dich denn da?

  • Soweit ich das sehe, sind unter #1 zwei Links gepostet und unter #24 wird auf etwas Bezug genommen, das ich in meinem Artikel gar nicht erwähnt habe…

  • Na dann ist doch gut. Wenn es unter deiner Würde ist, dir den Inhalt von Links anzuschauen. Passt ins Bild.

    Übrigens, falls du es nicht mehr weisst, das Thema Street View/WLAN-Erfassung war Opener, Abspann und Bildgeber des Artikels, in dem es dann im Mittelteil um das Thema Suche ging.

  • Es ist durchaus nicht unter meiner Würde, mir Links anzugucken. Ich habe dich gefragt, wo dein Problem mit meinem Artikel ist und du meinst das mit zwei Links „deutlichst zum Ausdruck gebracht“ zu haben. Das sehe ich nicht so. Zudem, und das ist eigentlich der springende Punkt, echauffierst du dich über einen Sache, die ich in meinem Artikel völlig unerwähnt gelassen habe. Nämlich offenbar darüber, ob Google etwas mit den Mail-Schnipseln anfangen kann. Oder von mir aus auch darüber, ob die ganze Aufregung gerechtfertigt ist. Das aber hatte ich bereits in meinem verlinkten Artikel, auf den ich hinweise, bereits als übertrieben abgetan. Also, worum geht’s dir?

  • „Eine Stellungnahme wird noch für heute erwartet. Soweit ich Näheres weiß, werde ich es euch mitteilen.“ (aus dem ursprünglichen Street-View-WLAN-Artikel)

    Soweit ich gesehen habe, kam dann nix mehr an Info. Aber als RSS-Leser kann ich da natürlich etwas übersehen haben.

  • Das ist erstens eine andere Baustelle und zweitens keine Antwort auf meine Frage. Also lassen wir das und – wenn es nicht zu viel verlangt ist – sind wieder lieb zueinander. 🙂

  • Gut, sind wir wieder lüp miteinander 🙂
    Aber wehe, ich muss mich diese Woche nochmal aufregen und wegen euch meine Tropfen nehmen! 🙂

  • Scheint ja ein Thema zu sein, das starkt polarisiert….naja, betrifft ja auch einen verdammt großen Teil der Bevölkerung! Gibt es da eigentlich auch passiv-handy-smog? Also wenn der Banknachbar im Bus telefoniert? 😉

  • @ Kuddel
    Nein, es geht hier strikt nach dem Verursacher-Prinzip. Wenn man bedenkt, daß rund zwei Drittel der Deutschen durch ihre irre, gedankenlose Mobiltelefoniererei später alle Krebs bekommen … Na, mir soll es egal sein, sind ja schließlich auch selber schuld. Und Strafe muß bekanntlich sein.

  • Also, ich würde mich einer solchen Studie als Versuchsobjekt anbieten. Ich besitze seit Jahren kein Handy mehr… 😉

  • Wer jetzt noch über passiven Handy Smog beginnen will der muss sich eine einsame Gegend suchen wo mindestens im Umkreis von 30 Kilometer keinerlei Strom ist. Leben aber dann auch ohne Strom ihr Schlauberger 🙂

    Sicherlich hat alles eine gewisse Gefahr. Wenn ich nachher über die Straße laufe kann ein Auto mich überfahren oder zum Krüppel machen. Wer wäre hier Schuld? Sicherlich der Autofahrer nur wäre ich nicht drüber gelaufen hätte ich keine Gefahr ausgelöst.

    Merkt ihr wie dämlich zum teil solche Vergleich sind?

    Bei solche Studien über Handystrahlung und Gesundheitsschäden besteht ein große unbekannte. Wenn ich 1000 Leute über ein längeren Zeitraum beobachte und sagen wir mal 4 Stück bekommen wirklich ein Tumor, wer kann mir versichern das diese wirklich vom Handy ausgelöst wird?

    Schaut man sich mal näher die Strahlen die von Handys aber auch DETC Telefon und WLANs entstehen dann erkennt man durchaus das diese Strahlungswert sehr gering sind.

    Ich will jetzt nicht sagen das Handys nichts auslösen können, finde aber diese Aussagen im Artikel von BT recht einseitig. Leider hat BT in die letzte Zeit manche solche einseitige Artikel gebracht so das man durchaus zweifel haben kann ob hier wirklich gut gearbeitet wird.

  • Das ist alles so eine Verrücktmacherei wie bei der Schweinegrippe. Wir werden sehen wie es sich in Zukunft durch die Strahlerei auswirkt. Ein bischen verrückt macht mich die ganze IT schon muss ich sagen 😉

  • Müssten wir dann nicht längst alle tot sein? Also irgendwie ist doch alles schädlich, das ganze Leben ist ungesund und endet meist tödlich. Klar, niemand wird den Kopf in die Mikrowelle stecken und das Handy unter dem Kopfkissen ist vielleicht auch keine gute Idee…

  • Seit Jahrzehnten kommt eine Studie nach der andern raus.
    Als Luftverschmutzung noch das Thema war, schickte man Leute mit Messautos, um diesen Smog kartografisch zu erfassen.
    Regionale, gesundheitliche Erhebungen existieren auch.
    Es wäre ein Leichtes, eine Messstation in einem GOOGLE Streetmobil zu installieren und dann die Strahlendosis- mit der Krankheitskarte zu vergleichen!
    Ich zweifle an den Forschern mit ihren Mäusekäfigen in Strahlen-Labors. Unproffessionelle Förderer des Chemie-Evangeliums.

    Gruss Peppino

  • Vielen Dank für die erneute Bestätigung, dass ein Großteil der Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist zwischen Religion und Wissenschaft zu unterscheiden.

  • Ach, was der Bauer nicht kennt (bzw. in diesem Fall versteht) das frisst er nicht. War schon immer so und wird auch so bleiben.

  • Na Schlacke, ich glaub nicht, dass sich ein Bauer gegen diese Art von Strahlung wehren kann. Es handelt sich also um künstliche Zwangsernährung, welche Kommunikationsmultis uns eintrichtern! Dies inzwischen auch mittels terristischen TV- und Radioangeboten.
    In der Schweiz hat man dafür eine Anlaufstelle für strahlensensitive Zeitgenossen geschaffen, welche an ein pathologisches Institut angegliedert ist..

Kommentieren