Sonstiges

ZDF jubelt über Rekordwerte: 190.000 parallele Live-Streams während der WM – das kostet!

Das Online-Angebot des ZDF ist während der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika geradezu explodiert. Mir ist gerade eine Pressemitteilung auf den Tisch geflattert, der ich unter anderem folgende Werte entnehmen durfte: das ZDF konnte bei seinen Online-Angeboten während der vierwöchigen WM beachtliche 35,9 Millionen Visits verzeichnen. Insgesamt 12,7 Millionen Visits entfielen dabei auf sport.zdf.de.

Laut ZDF entspricht die Gesamtzahl der Visits einem Plus von fast 50 Prozent im Vergleich zu den Monaten vor der WM. Außerdem sei es der beste Vier-Wochen-Wert, den man überhaupt jemals verzeichnen konnte. Und noch ein bisschen mehr hat das ZDF verraten: 37,7 Millionen Sichtungen wurden während der WM in der ZDF Mediathek gemessen. Im Viertelfinale zwischen Argentinien und Deutschland wurden zeitgleich 190.000 Livestreams ausgeliefert. Eine höhere Zahl habe es auch in diesem Segment des ZDF-Angebots noch nie gegeben.

Das klingt jetzt alles natürlich wunderbar und ich freue mich auch für das ZDF. Aber wir sollten eines nicht vergessen: Je mehr Leute auf der Homepage der öffentlich-rechtlichen Sender unterwegs sind, je mehr Online-Nutzer Videos oder Livestreams anschauen, desto teurer wird der Spaß für ZDF und Co. Und wer zahlt das alles? Wir – mit den Rundfunkgebühren.

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich bin weit davon entfernt, ein neues Fass über die Verwendung der Gebühren aufzumachen. Aber ich möchte Euch einfach mal ein paar Zahlen mit auf den Weg geben, die ich in einem Vortrag von ZDF Programmdirektor Andreas Bereczky vor ziemlich genau einem Jahr aufgeschnappt habe. Darin hieß es, dass das Datenaufkommen für das ZDF im Jahr 2009 bei etwa 9.000 Terabyte lag. Vergangenes Jahr wurde mit etwa 12.000 Terabyte gerechnet und für das laufende Jahr schon mit etwa 16.000 Terabyte.

Es ist durchaus denkbar, dass sich diese Zahlen durch die rasche Verbreitung von Breitband-Zugängen und Flatrates für das mobile Internet noch deutlich nach oben verschoben haben. Fakt ist: der Datentraffic steigt von Jahr zu Jahr und das Betreiben der ZDF-Server wird damit sicher nicht günstiger.

Bei allen Bedenken möchte ich aber auch betonen, dass die ZDF Mediathek grundsätzlich eine richtig tolle Sache ist. TV-Inhalte dann schauen zu können, wann ich es gerne möchte, hat sicherlich Vorteile, die ich in einigen Situationen schon zu schätzen wusste. Und ich sage offen und ehrlich: wenn mir die Mediathek nicht mehr zur Verfügung stünde, würde mir etwas fehlen.

(Hayo Lücke)


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

52 Kommentare

  • Zeitgleich mit der anwachsenden Traffic-Nafrage steigen aber auch die Kapazitäten der Netzbetreiber -> €/TB sinkt.

  • ich bin der Meinung, dass die öffentlich-rechtlichen Sender sogar eine Verpflichtung haben, auch im Internet ihr Angebot best möglich zu gestalten und ihrem Auftrag gerecht zu werden.
    Seht euch mal die aktuelle Lage in Österreich an. ORF.at wurde in einer neuen Gesetzesnovelle extrem beschnitten, weil die privaten Zeitungen die Konkurrenz fürchten … dort darf jetzt (unter anderem) kein WebArchiv von Nachrichten mehr vorhanden sein …

  • So große Trafficmengen werden doch nicht mehr in Megabyte oder ähnlichem sondern in Bandbreite gemessen.
    Bei 190.000 parallelen Streams (zu je sagen wir…500 kbit?) wären das 95 MBIT Leitungsbreite.
    So teuer ist das wirklich nicht.

  • 1) Ich halte es ebenfalls für wichtig, dass Inhalte in dieser Form im Internet verfügbar sind.

    2) Zitat: „Und wer zahlt das alles? Wir – mit den Rundfunkgebühren.“ Genau! ‚Wir zahlen dafür. Deshalb dürfen wir es auch in der Form benutzen wie wir wollen. Die Gebühren sind ja so eine Art Flatrate und kein Fair-Use-Blödsinn.

  • Irgendwann fange ich an zu heulen oder zu kotzen, weil JEDER, der irgendwas über die Ö-R schreibt, sofort auf die Rundfunkgebühren schießt.
    Wenn Nischenprogramm gemacht wird, heißt es, man vergeudet die Rundfunkgebühren. Wenn Massenprogramm gemacht wird, heißt es, man vergeudet die Rundfunkgebühren. Dieses ganze öffentlich-rechtliche Fernsehen und Radio und Internetangebot ist ein verflucht kompliziertes System, das 98% der Leute, die sich über die Gebühren aufregen, gar nicht verstehen resp. durchblicken können.

    Ich zahle z.B. lieber für einen Fußballstream als für Sturm der Liebe oä.
    Aber euch kann man’s scheinbar gar nicht Recht machen.

    mfg

    eine genervte Angestellte der Ö-R.

  • @#3 / Andreas: Es ist schon der Traffic, der das Problem ist. Zumindest unsere Standleitung hier zahlen wir nach Transfervolumen. Ein paar TB Inklusivvolumen im Monat sind dabei, dann kostet jedes GB. Den Provider kostet ja auch jedes GB Geld, und eine Mischkalkulation wie bei DSL-Kunden ist kaum möglich.

    Ach ja, trotzdem finde ich es gut, wenn auch über Internet gestreamt wird. Einen PC hab ich schließlich auch unterwegs zur Verfügung…

  • @#7 / aquarienfisch:

    Ich habe weder Fernseher, noch Radio, noch irgendein „neuartiges Rundfunkempfangsgerät“ – abgesehen von meinem Computer. Mit dem höre ich aber kein Radio oder surfe auf den ÖR, sondern mit dem arbeite ich.
    … wofür zahle ich dann?! Ich denke, an dieser Stelle darf ich mich dann doch ärgern …

  • Meinst du denn die ÖR-Sender verbreiten sich über Sat und DVB-T von ganz alleine und kostenlos? 😉
    Sie gehören einfach zum Netz, die Endkunden (Zuschauer, GEZ-Zahler, Deutsche…nennt es wir ihr wollt) fragen das Angebot ja schließlich nach. Alle wollen während der Arbeit nebenher den Livestream vom Deutschlandspiel sehen und so weiter… dann muss eben auch Geld dafür eingeplant werden. Meine Meinung dazu 🙂

  • Ich habe die WM fast ausschließlich über Live-Streams verfolgt und fand erstmal, dass es klasse war, wie gut und ohne Fehler das diesmal geklappt hat. Vor allem bei der ARD war ich dann noch von dem HD Stream überrascht. Die Qualität war super.
    Von daher sind doch die Gebühren da gut angelegt.

  • Ich schliesse mich Max Lill an: Die Gebühren werden genau dafür bezahlt! Die ÖR vergeuden eben nicht immer Geld, manchmal lohnt es sich, die Gebühren zu zahlen.
    Schön wäre es allerdings, wenn statt dem „manchmal“ ein „immer“ stehen könnte.

  • Bin ebenfalls großer Fan der ZDF Mediathek und auch der Meinung, dass dort die Streams in Sachen Bedienkomfort und Qualität am besten waren.
    Musste leider oft auf Streaming Angebote ausweichen, da mein Receiver pünktlich zur WM den Geist aufgegeben hatte.

    Da ich gerne ÖR schaue, finde ich Gebühren an sich in Ordnung. Allerdings en Tick zu hoch.. gibt einige Programme, bei denen man gewiss sparen könnte..

  • Also da GEZ-Gebühren auch für Computer mit Internetanschluss gezahlt werden müss, verlange ich sogar dass alle öffentlich rechtlichen Programme ebenso auch über das Netz verfügbar sein sollen!

  • Ganz grosse Klasse. ich bezahle GEZ und DSL wie andere auch, aber bekomme nur DSL light. Damit subventioniere ich zum einen die preiswerten 16MB-DSL-Anschlüsse und zum anderen die Mediathek, weil mit DSL light das Angebot kaum zu nutzen ist.

    Klar hat das ÖR auch die Verpflichtung im Internet die Ihnalte anzubieten, nur bitte schön dann für alle und nicht nur die, die eine dicke DSL-Leitung haben.

  • Vielleicht haben sie auch eine Direktanbindung zur Telekom und teilen sich die Kosten der Leitung.
    Das hat 2 Vorteile:
    -) Der Kunde muss für den Traffic nicht extra bezahlen da er direkt mit dem zuständigen Provider verbunden ist.
    -) Der Provider muss den Traffic nicht bei einen Tier-1-Carrier bezahlen da er die Daten direkt vom Kunden bekommt.

  • @aquarienfisch: Ich habe kein Auto, trotzdem werden mit meinem Geld Autobahnen gebaut, ich bin Wasserscheu und trotzdem werden mit meinem Geld Schwimmbäder gebaut…

  • @Joaquin: Das das nicht der Fall ist verdankst du der guten Lobbyarbeit der Privatsender und der Zeitschriften- und Zeitungsverleger. Beschwerden bitte an ihren Ministerpräsidenten, die haben das nämlich abgnickt…

  • @19
    Ein Auto mieten und über die Autibahn knallen, statt vom Zehner zu hüpfemn, auf der Liegewiese sich an dem Anblick junger Mädchen erfreuen. Alles machbar. Nur DSL liegt bleibt DSL light.

  • @Tim: Bei DSL Ligt bekommst du höchsten Briefmarkengröße durch, ob du damit glücklich bist? Davon ab ist das eine Frage der Infrastruktur und für die sind die ÖRs nicht verantwortlich…

  • Die geschickteste Lösung für diese Kostenfrage wäre natürlich P2P, aber das stehen so dicke rechtliche Schranken vor, daß man sich das auf absehbare Zeit wohl abschminken können wird… 🙁

  • @Tim (22): Yep, das war mein impliziter Gedanke, deswegen der Hinweis auf die Solidargemeinschaft. Ich sehe das wie eine Art Steuer, nur das sie aus historischen und rechtlichen Gründen bisher durch eine eigene Institution eingezogen wird (was im übrigen auch billiger kommt, als es vom Finanzamt machen zu lassen, die Kirchen zahlen doppelt so viel Gebühren wie die GEZ kostet).

    Zu DSL siehe 23

  • @#20
    Es ging um 95 GBIT, bei gerechneten 7000€ pro GBIT wären das 3,50€ pro Zuschauer.
    Übrigens dürfte es selbstverständlich sein dass dort keine Bandbreite bezahlt wird sondern Leitungen zu einigen wichtigen Providern und Carriern gemietet werden.
    Da dürfte allerdings der Unterhalt der Server (Hardware, Strom, Personal etc) teurer sein als der Traffic.

  • Also entschuldigt mal…

    ARD und ZDF wollen von mir 2 mal PC Gebühren (Wohnzimmer = privat und geschäftlich) mit dem Argument ich könnte ja TV gucken oder Radio-hören.

    Und nun jammern dass das was kostet?
    #FAIL!

  • Zitat: “Und wer zahlt das alles? Wir – mit den Rundfunkgebühren.” Genau! ‘Wir zahlen dafür. Deshalb dürfen wir es auch in der Form benutzen wie wir wollen. Die Gebühren sind ja so eine Art Flatrate und kein Fair-Use-Blödsinn.

    Da kann ich nur ein Ack drunter setzen.

  • Hier wird ja übel mit den Zahlen und Bits gewurstelt!

    Auch dürfen keine durchschnittlichen Bitraten angenommen werden, schliesslich bleibt sie nicht konstant!

    Und nicht vergessen: Es gibt Dienstleister die Traffic dynamisch anbieten. Da braucht man nicht gleich ein ganzes Jahr mehrere Standleitungen mieten wenn mal ein Tag höhere Bandbreite nötig sein sollte.

    Also angenommen 190000 Streams mit einer maximalen Bitrate von 2 Mbit/s.
    Das ergibt eine theoretische Peaklast von 380000 Mbit/s, also 380 Gbit/s! Das ist ganz klar eine ganze Menge, aber es gibt auch Optimierungsmassnahmen, z.B. die Verwendung von mehreren Serverstandorten damit die Daten nicht durch halb Europa transportiert werden oder die dynamische Anpassung der Datenrate an die Ressourcen oder grössere Video-Buffer, damit die Bandbreite homogener genutzt wird (Vermindern von Peaks). In Zukunft könnte P2P-Streaming interessant werden um einen Teil der Bandbreite beim Konsumenten abzugreifen.

  • Da können die Jungs im Rechenzentrum wohl noch froh sein, dass es nicht zur Finalteilnahme gekommen ist. Höchstwahrscheinlich hätte es in diesem Szenario einen Peak gegeben, den man dort noch nie vorher gesehen hat 🙂

  • Schließe mich den vielen anderen an, wenn ich schon GEZ zahle, dann doch wohl genau für diesen Zweck und Nutzen. Schmerzt definitiv nicht, dafür was zu bezahlen…. oder besser: eh bereits bezahlt zu haben.

  • Bald ist sowieso Schluß mit der Diskussion um die Gebühren (Ich schau nie öffentlich-rechtlich usw.), denn dann zahlen ALLE und zwar exakt den gleichen Betrag! War lange überfällig diese Entscheidung. Sollte auch für ÖPNV usw. eingeführt werden!

  • >>Ich zahle z.B. lieber für einen Fußballstream als für Sturm der Liebe oä.
    Aber euch kann man’s scheinbar gar nicht Recht machen. <<

    Doch, den Kram verschlüsseln und die Sendungen einzeln anbieten.

  • War auch mal Zeit dass das richtig klappt. Ich als Freelancer der den Luxus hat von zu Hause zu arbeiten kann jetzt sogar auch noch zusätzlich WM schauen 🙂 toll 🙂 Produktivität sinkt allerdings etwas 🙂

  • Wo ist das Problem? Das Budget der Sender sicherlich nicht, denn da spielen die Server und der Traffic wohl eher noch ene kleine Rolle … zumindest wenn man es mal mit den anderen Kosten der Sender vergleicht. Viel unerträglicher wird es dabei jedoch noch, wenn ‚kleinere öffentlich-rechtliche Sender‘ von den ‚Großen‘ in ihrem Webauftritt beschnitten werden. Von Rückziehern und Erstellungskosten mal ganz zu schweigen. Bezahlt haben es eben auch wir.
    (Und was ist eigtl. mit den Werbeeinnahmen? … )

    Cheers, Andi

  • Ich glaube, das sollte man einfach mal ins Verhältnis setzen. Die Kosten für das Livestreaming sind sicherlich kein kleiner Betrag. Aber wer allein für die Rechte einen dreistelligen Millionenbetrag bezahlt, Hunderte von Mitarbeitern vor Ort hat, Einschaltquoten wie zu Stahlnetz-Zeiten und sicherlich auch ordentlich Sponsorengelder kassiert hat, dem sollten die paar GB keine Sorgen bereiten.
    Viel dreister finde ich es, dass man hier sparen wollte. Dass das Netz teilweise überlastet war ist eine Sache. Dass man schon nach dem ersten Spiel merkte, dass mehr dabei sind als gedacht, das finde ich naiv. Und ganz krass ist RTL. Die hatten ihren max-Wert bei über 77.000 parallelen Streams und ich habe es fast bei jedem Spiel erlebt, dass die Meldung kam: Kapazitäten sind erschöpft, schaut beim Liveticker vorbei. Das war eine ganz magere Performance von RTL.

  • Für alle Rechenkünstler hier … wenn man jenseits der 100 Terabyte im Monat liegt, dann bekommt man das Gigabyte für 6 Cent oder vielleicht sogar noch günstiger bei dem extremen Volumen und wenn man entsprechend gut verteilte Rechenzentren hat ohne überall Durchleitungsgebühren zahlen zu müssen.

    Nehmen wir mal 6 Cent. 190000 Zuschauer á 500 kbit/s sind 11,325 Gigabyte pro Sekunde. Macht für 2 Stunden Übertragung also 1359 Gigabyte bzw. knapp über 80 Euro an reinen Traffickosten … vielleicht, eventuell, maximal … sucht’s euch aus.

    Die 16000 Terabyte kosten auch „nur“ eine knappe Millionen Euro. Kleckerpreise im Vergleich zu den ganzen anderen Kosten …

  • ich gucke, wenn, dann nur online. zahle rundfunkgebühren und erwarte das online-angebot auch so. dafür nutze ich halt keinen fernseher. 190.000 ist auch, im vergleich zu den tv-geräte zuschauern verschwindend wenig.

  • Na das Online Angebot der Öffentlich Rechtlichen sollte auch mal langsam in Fahrt kommen ! Jede Menge User schauen täglich Programme im Web !
    Alleine auf Youtube sind das ja schon mehrere Millionen !

  • Mich wundert ehrlich gesagt, dass die Server nich verreckt sind.
    Wenn ich da an MobileTV von der Telekom denke, dass hat ja zm bie der EM nicht mehr funktioniert.
    Und wenn der ZDF Server das lässig ab kann und auch noch für HD, will ich nicht wissen was die da übertriebenes eingekauft haben…

  • @43: „Nehmen wir mal 6 Cent. 190000 Zuschauer á 500 kbit/s sind 11,325 Gigabyte pro Sekunde. Macht für 2 Stunden Übertragung also 1359 Gigabyte bzw. knapp über 80 Euro an reinen Traffickosten“

    Verrechnet. 1359 GB bzw. 80 EUR für 2 Minuten. Darfst das gerne nochmal mit 60 multiplizieren für 2 Stunden.

    Trotzdem ist es ein Unterschied für den Preis, ob ein Kunde 80.000 GB in 2 Stunden oder im ganzen Monat verbraucht, da die Leitung viel „dicker“ sein muss.

  • Die Frage ist doch eher wie wird das Internet die Fernsehlandschaft Verändern?
    Es kommen immer mehr Internet fähige Fernseher auf den Markt, daher werden solche Angebote zukünftig noch an Bedeutung gewinnen.
    Bandbreiten werden steigen und die Traffickosten sinken im Gegensatz zu den jetzigen Übertragungswegen von Satellit und Kabel.
    Mediatheken , YouTube , Hulu ect . könnten sich zu einer ernsthaften Konkurrenz zu den etablierten Sendeanstalten wie ARD/ZDF, RTL, Sat1 ect. und auch den bisherigen Pay-TV Entwickeln, die noch nicht einmal den gleichen Gesetzen unterliegen, da sie von jedem Land gesendet werden können.
    Da so die Kosten für einen „Fernsehsender“ sinken könnte es bald viele Spartensender oder Videotheken im Netz geben, die zukünftig einfach auch ohne Computer mit jeden Fernsehgerät empfangbar sind.
    Die Seh- und Empfangs Gewohnheiten könnten sich drastisch Ändern , ja sogar die heute noch etablierten Sender Probleme bekommen, genauso wie die Politik die bisher nur zu gern diesen Bereich unter ihre Kontrolle wuste.

  • Ich hab dann doch das Public Viewing bevorzugt, aber erstaunliche Zahlen. Leider mit einer 2000 Anbindung fast unmöglich ungestört die Mediathek nutzen zu können.

  • Beeindruckende Zahlen. Würde mich mal interessieren was die so an Infrastruktur bereitstellen müssen um diese Anzahl an Usern zu bewältigen. Leider gibts da ja immer nur grobe Schätzungen…

  • Wir haben den Artikel und die vielen Kommentare mit großen Interesse gelesen – auch wenn nicht alle Rechnungen mit Tera und Giga zum richtigen Ergebnis kommen 😉
    Fernab der Zahlen würde ich für das ZDF gerne ergänzen, dass unser Programmauftrag nicht auf das Fernsehen beschränkt ist, sondern ausdrücklich das Internet und andere Ausspielwege beinhaltet. Daher wollen wir – wenn wir denn die Rechte haben – auch im Netz möglichst viel und in bester Qualität anbieten. Das ernormen Interesse an den Livestreams und den Zusammenfassung der WM in der Mediathek hat uns zwar nicht ganz überrascht; trotzdem haben wir sowohl auf unser Budget, als auch auf die technische Kapaziäten zu achten. Durch gute Verhandlungen haben ARD und ZDF hier Bandbreiten für die Videostreams sehr günstig einkaufen können – so halten sich die erfreulichen Zuwächse bei der Nutzung und die dafür nötigen Kosten ungefähr in der Waage.

  • Ich denke, dass das ZDF von 2 sehr entscheidenen Faktoren profitiert hat.

    1. Das Spiel wars an einem Samstag, während noch viele Geschäfte aufhatten.

    und

    2. Die Gewitterfront in NRW, wodurch massig Leute auf die Streams umsteigen mussten. Dafür zahlt man dann auch gerne seine Gebühren.

Kommentieren