'iAd for Developers': Details zu Apples neuer 'Einnahmequelle für Entwickler'

Marek Hoffmann

„Das iAd-Netzwerk. Eine neue Einnahmequelle für Entwickler“. Mit diesen Worten versucht Apple die wahrlich nicht kleine Community von App-Programmierern für seine noch vergleichsweise junge Werbe-Plattform iAd zu gewinnen. Und wenn ich mir anschaue, was das Unternehmen in diesem Zusammenhang zu bieten hat, dann stelle ich fest: Nichts außergewöhnlich Neues, was es anderswo so oder so ähnlich nicht schon geben würde. Das bedeutet aber nicht, dass es deswegen schlecht ist, im Gegenteil.

Was erwartet die Entwickler also bei iAd for Developers? Zunächst einmal die Möglichkeit, ihre Apps innerhalb der Apps anderer Programmierer zu bewerben. Wer keine Lust hat, dem Konkurrenten innerhalb seiner Anwendung eine Werbeplattform zu bieten, kann hierzu mittels bestimmter Keywords, ausgesuchter URLs und der Apple-spezifischen App-ID einen Filter setzen. Was hingegen nicht geht, ist, eine Auswahl an Apps zu treffen, die innerhalb der eigenen beworben werden sollen. Logik dahinter ist natürlich klar: Wenn Apple dies zuließe, würde jeder Entwickler nur noch seinen eigenen Anwendungen bewerben. Und eine mögliche Konsequenz daraus wäre, dass die Kern-Idee von Werbung unterlaufen werden würde. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, dass Apple entscheidet, innerhalb welcher App(s) meine Werbung geschaltet wird. In den FAQ finden ihr hierzu bei Bedarf weitere wichtigste Details. 

Der Download einer über iAd beworbenen App in der App läuft ein bisschen anders, nämlich „geschmeidiger“ ab, als der einer „normalen“ Anwendung aus dem App Store. Das bedeutet, dass er im Hintergrund vonstatten geht und somit keine Umleitung zum Store stattfindet oder die eine Anwendung geschlossen wird, damit man sich am Ladevorgang-Statusbalken der anderen langweilen kann.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Warum sollten sich die Entwickler für iAd interessieren? Leicht zu beantwortende Frage, ich weiß. Natürlich um ihre Apps über einen neuen Kanal mehr Popularität zu verschaffen. Die Frage zielt aber noch in eine andere Richtung. Nämlich die, ob sich die Nutzung der von Apple zur Verfügung gestellten Werbeplattform für sie lohnt? Und die Antwort ist: Es kommt drauf an. Bis auf die unter Zähneknirschen für lau weggegebenen Bumper an iPhone 4-Geschädigte, hat Apple bisher nämlich noch nie etwas zu verschenken gehabt. Und obwohl sich das Unternehmen wie so oft nicht zu solchen Fragen äußern will, scheint es erfreulicherweise so zu sein, dass die Preise für die Programmierer deutlich unter denen liegen, die Werbekunden wie Dove oder Nissan berappen müssen. Dies will zumindest der Business Insider durch Befragung einiger an iAd teilnehmender Entwickler erfahren haben.

Aber nun Butter bei die Fische: 25 Cent fallen pro Click einer iAd-Werbung an. Es wird also (noch) nicht pro tatsächlich stattfindenden Download berechnet. Um daher als Anbieter einer App, die über iAd beworben wird, nicht in die Verlustzone zu rasen, muss jeder fünfte Klick zu einem Download (beziehungsweise Kauf) führen. Hierbei wird von einer – in diesem Sektor offenbar üblichen – Konversionsrate von 20 Prozent ausgegangen. Solltet ihr andere Zahlen zur Grundlage nehmen, müsst ihr entsprechend umrechnen.

Da ich kein Entwickler bin, möchte ich die Frage an jene unter euch weiterleiten, die es sind: Taugt Apples Angebot was? Ist es konkurrenzfähig? Ist es attraktiv?

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

(Marek Hoffmann)

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Social Media und Performance Marketing Manage...
HAPEKO Deutschland GmbH in Bergheim
Werkstudent Online Marketing – Schwerpu...
STRÖER X GmbH in Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Werkstudent oder Student im Praxissemester fü...
Ritter Energie GmbH & Co. KG in Dettenhausen
Manager (m/w/d) Content-Strategie und Markenk...
VdS Schadenverhütung GmbH in Köln
Online Marketing Manager (m/w/d)
personalisten GmbH in Coesfeld
Content & E-Commerce Manager (m/w/d)
Valdemar Krog GmbH in Hamburg
Praktikant/ Werkstudent (m/w/d) im Bereich So...
WESTFLEISCH SCE mbH in Münster
Praktikum Social Media/Employer Branding (m/w/d)
AXA Konzern AG in Köln
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.