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Google Instant ist da: Zensur, Zwei-Klassen-Suche und Werbe-Probleme

Nun ist die bereits im Vorfeld durch geschickt gestreute Hinweise erahnte Funktion der Instantsuche bei Google offiziell vorgestellt und auch schon in Betrieb genommen worden.  Da die Sofortanzeige der Ergebnisse viel mehr Serverkapazität verlangt als die klassische Internetsuche, will der Webkonzern das neue Feature Schritt für Schritt einführen. So kann er sicherstellen, dass die benötigte Serverpower auch tatsächlich zur Verfügung steht und es nicht zu hässlichen Ausfällen wegen Systemüberlastung kommt. Zunächst ist die neue Funktion in den USA und Russland für alle Nutzer freigeschaltet, in Deutschland ist sie zurzeit nur für die Kunden mit eigenem Account voreingestellt.

Für viele Anwender sind Internet und Google deckungsgleich. Was der Konzern nicht anzeigt, existiert nicht. Daher wird jede Entscheidung des Suchgiganten, welche Seiten dem User in welcher Reihenfolge zu sehen bekommt, unter dem Blickwinkle einer möglichen Zensur kritisch beäugt. So auch bei Google Instant.

Um zu verhindern, dass das Programm nach drei Buchstaben Ergebnisse anzeigt, die zwar weltweit beliebt sind, aber den aktuellen Nutzer eher verstören würde, hat das Unternehmen einen Wortfilter eingebaut. Ein minderjähriger Schüler, der sich für sein Englischprojekt über fiktionale Texte informieren will, soll nicht durch die gänzlich anders gearteten Interessen seiner erwachsenen Mitmenschen abgelenkt werden. Nach der Eingabe von „fic“ hält das System erschrocken die Luft an und präsentiert nur eine gänzlich leere Seite. Erst der nächste Buchstabe lässt den Computer erleichtert aufatmen und präsentiert Vorschläge aus dem Bereich der gewünschten Literatur.

Bei manchen Wörtern ist der Rechner aber auch nach Eingabe des gesamten Begriffes noch immer irritiert. So beschwerte sich die Enkelin des Mathematiker Eugen Slutsky, dass die Instantsuche weder zu ihm noch zu den Theorien ihres berühmten Großvaters Resultate liefert. Dass die Suchmaschine den russischen Mathematiker und Ökonom auch nach Angabe seines vollen Nachnamens noch ausblendet, mag eine Schwäche in den Filtern des Konzerns demonstrieren. Zensur ist das aber nicht. Denn schließlich werden nach der Betätigung der Enter-Taste alle relevanten Ergebnisse angezeigt. Und zweitens scheint es mir durchaus sinnvoll, während einer Recherche für mein Mathe-Studium nicht durchgängig daraufhin gewiesen zu werden, was andere Mitmenschen mit den bisher eingegeben vier Buchstaben so verbinden.

„Zwei-Klassen-Suche“

Martin Weigert von Netzwertig hat aufgezeigt, dass das neue Feature viel Traffic erzeugt und dadurch mit langsameren Internetverbindungen nicht nutzbar ist. Somit entstehe eine Zwei-Klassen-Suche. Das ist zwar in gewisser Weise richtig, ist aber in der angedeuteten Wertung übertrieben. Ich finde es hingegen eher sinnvoll, dass das System erkennt, wenn meine Verbindung zu langsam ist und daher die klassische Seite aktiviert. Die Mobilnutzer in Entwicklungsländern werden dadurch ja keineswegs von den Informationen ausgeschlossen. Im Gegenteil bietet das Unternehmen durch die Reaktion auf die vorhandenen Ressourcen gerade Usern mit weniger gut ausgebauter Infrastruktur die Möglichkeit, trotzdem an die relevanten Resultate zu gelangen.

Während die meisten Surfer von der Instantsuche vermutlich eher fasziniert sein dürften, ist es für die Werbekunden des Unternehmens doch eine gehörige Umstellung. Bisher wurden ihre Anzeigen auf den Ergebnisseiten solange angezeigt, bis der Surfer sich entschloss, zur nächsten Seite zu wechseln. Diese Einblendung wurde von Google vermerkt, damit der Werber sehen konnte, wie oft seine kommerzieller Hinweis gezeigt wurde, bis ein potentieller Kunde sich entschied, dem Link zu folgen. Bei Inseraten, die teilweise nur für Sekundenbruchteile zu sehen sind, weil die nachfolgenden Buchstaben Kontext und Ergebnisse wieder völlig verändert haben, ist es schwerer, eine solche Statistik sinnvoll zu führen. Der Konzern hat daher beschlossen, nur die Einblendungen zu zählen, die länger als drei Sekunden sichtbar waren. Allerdings betrifft diese Entscheidung nur die Erfolgsstatistik der Werbetreibenden, bezahlen müssen sie ausschließlich dann, wenn ein Sucher sie anwählt und auf die angepriesene Seite geleitet wird.

Auswirkungen auf Googles Anzeigengeschäft

Befürchtungen der Werbekunden, sie müssten nun mehr Keywords belegen, um auf die selben Ergebnisse zu kommen, tritt Frederick Vallaeys im Gespräch mit TechCrunch entgegen. Da bei der Instantfunktion die Einblendungen aufgrund des ganzen angenommenen Suchterms schaltet, ist es nicht nötig, auch die Worte zu belegen, die den Kunden eventuell zuerst angezeigt werden. Wer also beispielsweise Alarmanlagen verkauft, muss nicht schon „Alaska“ belegen, da der Kunde ja speziell nach „Alarm“ googelt und die Ergebnisse zum nördlichsten Bundesstaat der USA schnell überspringen wird. Google selbst gesteht zu, dass es in Folge der neuen Funktion zu Veränderungen in der Klickrate kommen kann. Der Konzern gibt sich aber optimistisch und glaubt, dass die Instantsuche dem User nicht nur viel Zeit sparen wird, sondern auch dazu führen wird, dass insgesamt mehr Anzeigen angeklickt werden. Und das ist schließlich das Kerngeschäft des Unternehmens.

Wie wird sich die neue Suche auf das Verhalten der Nutzer auswirken? Der Marketing-Experte Ian Lurie glaubt, dass die ersten drei Platzierungen in der Ergebnisliste noch an Bedeutung gewinnen werden. Die waren für Webseiten-Betreiber schon bisher immens wichtig, weil nur wenige Kunden die Einträge darunter beachten oder sich sogar zur zweiten Seite durchklicken. Nun könnte das noch wichtiger werden, weil die Anzeige der Resultate schneller wechselt. Andererseits verweist Vallaeys darauf, dass die User mit der neuen Funktionalität schnell lernen werden, intelligenter zu suchen. Der Google-Mann hofft, dass die sofortige Anpassung der Ergebnisse dazu führt, dass die Anwender ihre Eingabe sofort verfeinern und so schneller zu dem wirklich gewünschten Ziel gelangen. So würden dann auch die „Seite Zwei“-Angebote in den Fokus der Aufmerksam rücken, weil das System sie durch eine klarere Formulierung der Anfrage als relevant erkennt und dementsprechend weiter oben platziert. Dadurch wiederum würden es sich auch lohnen, auf spezialisierte Kernwörter für die Anzeigenschaltung zu setzen, analysiert Ian Lurie die Möglichkeiten für Onlinewerber.



„Google ABC“

Dass die produzierten Vorschläge ja auch als Popularitätsmesser funktionieren, steigt natürlich auch die Bedeutung des sogenannten Google-Alphabets. Früher war aus den Vorschlägen des Systems zu einzelnen Buchstaben nur die Beliebtheit der entsprechenden Marken abzulesen. Jetzt werden direkt die damit verbundenen Empfehlungen angezeigt. Wer seine Suche nach Autos beginnt, erhält nach der Eingabe des ersten Buchstabens bereits die komplette Seite mit Links zu Amazon (siehe Screenshot oben). In den meisten Fällen wird der Buchhändler wohl nur für eine kaum wahrnehmbare Zeit auf dem Bildschirm erscheinen. Bei der großen Anzahl der täglichen Anfragen kann das aber insgesamt betrachtet zu einem weiteren Wettbewerbsvorteil für die Seiten mit der höchsten Reputation werden.

Dementsprechend stehen nun auch die Experten für Suchmaschinen-Optimierung (SEO) vor einer neuen Situation vor. Googles Spambekämpfer Matt Cutts betont allerdings, dass durch die Sofortsuche der PageRank der Seiten nicht verändert wird. Verändern wird sich aber auch seiner Ansicht nach das Nutzerverhalten. Steve Rubel von der PR-Firma Edelmann sieht darin ein großes Problem für die Optimierungsbranche. Er glaubt, dass die verfeinerten Anfragen, zu denen die neue Funktion verleitet, SEO-Maßnahmen größtenteils bedeutungslos werden lassen. Ich bin da nicht so zuversichtlich. Nichtsdestotrotz ist Google Instant eine faszinierende Neuerung, die den Hype im Vorfeld wirklich verdient hat.

(Nils Baer)

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Über den Autor

Nils Baer

Nils Baer hat im Jahr 2010 über 100 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

57 Kommentare

  • Warum bekommt man andere Ergebnisse wenn hinter dem Keyword noch ein Leerzeichen steht, als wenn dort keines ist. Die wollen doch damit nur zeigen, dass sie dazu in der Lage sind, und einen Schritt schneller sind als die Konkurrenz. Ob dieser Schritt wirklich sein muß ist allerdings sehr fraglich. Ich sehe da keinen einzigen Vorteil.

  • Ich finde es ein wenig unheimlich, dass meine Tastenanschläge schon ausgewertet werden, bevor ich sie überhaupt bestätigt und abgeschickt habe.

  • Ich muss ehrlich sagen, dass Google Instant mich tierisch nervt. Ich tippe etwas ein und andauernd flimmern neue Suchergebnisse über den Schirm. Ich werde es auf jedenfall deaktivieren, wenn man das kann. Hatte bisher keine Probleme mit der Google Suche und werde es auch in Zukunft nicht haben.

  • […] verdutzt geguckt, als die Seiten sich schon während der Sucheingabe geändert haben. Wie basicthinking.de berichtet, handelt es sich da nämlich um das neue Feature von Google, nämlich Google […]

  • Zugegeben. Ich mag Google und deren Services.
    Doch geschäftlich gesehen frage ich mich, ob diese Innovation nicht meine Adwords-Kampagnen unsinnig macht.
    Ein ganz einfacher Gedankengang:
    Wenn User schneller gewünschte Suchergebnisse angezeigt bekommen, haben sie in meinen Augen auch gleichzeitig weniger Zeit, die Ads anzusehen um kommerzielle Ergebnisse in die 15-Sekunden-Entscheidungszeit mit einfließen zu lassen. Dies ist ja bislang doch noch der Fall. Mit Instant müsste man die Ads für die User so unattraktiv zuerst einblenden, dass diese unter Umständen Google aus dem Grund vielleicht gar nicht mehr nutzen würden.

    Für Nutzer von Google wird es ganz sicher schneller, doch für Werbetreibende vielleicht uninteressanter, auf Google Werbung zu schalten. Man wird sehen, ob sich das bei den Kampagnen in Geldwert darstellen lässt.

  • Mir gefällt die neue Google Instant Suche so ganz gut. Lediglich die Webseitenbetreiber müssen jetzt schauen, wie es sich mit dem Traffic von Google verhält. Wer gute Inhalte hat, wird wie immer davon profitieren – denke ich …

  • „Er glaubt, dass die verfeinerten Anfragen, zu denen die neue Funktion verleitet, SEO-Maßnahmen größtenteils bedeutungslos werden lassen. Ich bin da nicht so zuversichtlich. “

    Brot! Mal bitte den Unterschied zwischen SEO und SPAM lernen, und dann ist so eine dumme Aussage hoffentlich im nächsten Artikel nicht mehr drin.

  • „Zweiklassensuche“…was für ein Unfug.
    Ein „Zweiklasseninternet“ entsteht, wenn die Telekom für VDSL und „Das Internet in ‚Echtzeit‘ “ wirbt, aber weiterhin Dörfer nicht mit (normalem) DSL versorgen mag.

  • Find ich genauso ätzend wie Instant-Suppe. Wenn ich nach nem bestimmten Thema suche, will ich nicht nach dem halben Wort lauter Offtopic-Kram angezeigt bekommen, nur weil ich mit dem Schreiben noch nicht fertig bin.
    Nervt mich jetzt schon und ist abgeschaltet.

  • Ich sehe den Nutzen in keinem Verhältnis zum erhöhten Stromverbrauch und Bandbreitenbedarf. Dafür habe ich noch weniger Akkulaufzeit mit dem Laptop..

    Zum Glück gibt es im Feuerfuchs das Adressfeld (Wahlweise auch das Suchfeld) für eine gepflegte Google-Suche, die erst bei [ENTER] startet..

  • hmm scheint als würden paar addons im FF die instant suche blocken oder es geht in der schweiz nicht, denn bei mir läd er nichts wenn ich den buchstaben a eingebe.
    und für alle besserwisser: ja, instant suche ist bei mir an.

  • Google nervt. Als Handwerker betreibe ich mehrere Webseiten. Da wir mehrere Leistungen auch überregional anbieten, bin ich gezwungen, eine möglichst gute Erreichbarkeit zu bestimmten Suchbegriffen sicher zu stellen. Anderenfalls fressen uns die AdWordskosten auf. Da drei SEOs hintereinander unsere wichtigen Suchbegriffe nicht auf die Reihe gebracht haben, musste ich unsere Optimierungen zu Anfang des letzten Jahres selbst in die Hand nehmen. Mittlerweile bin ich zwar wirklich mehr als zufrieden, aber es ist ein zeitaufwendiger und gerade zu Anfang mit vielen Irrtümern durchsetzter Prozess.
    Was jetzt kommt bedeutet unter dem Strich nichts anderes als Keyword für Keyword, Phrase für Phrase und Longtail für Longtail, neu zu analysieren und schauen, dass man so früh wie möglich und so lange wie nötig dabei ist. Bei Hunderten von Begriffen und Kombis ist das ein Vollzeitjob über Wochen, vielleicht sogar über Monate. Mit ein paar Textänderungen und eventuellen strukturellen Onpageanpassungen ist es ja lange nicht getan, denn ohne die richtigen Backlinks dazu, wird es kaum funktionieren. Soweit zu unseren vitalen Bedürfnissen. Der Spagat, dass unsere doch recht wenig internetaffine aber anspruchsvolle Zielgruppe von 60+ unsere Seiteninhalte weiterhin positiv annimmt und die notwendigen Anfragen und auch Aufträge bei uns auslöst, ist auch noch zu bewältigen. So ganz nebenbei sind ja auch noch unsere alten Positionen für die in unserer Zielgruppe noch weit verbreiteten Schmalbandsurfer zu halten. Ich müsste Lügen wenn ich sage, dass ich diesem Konzern gegenüber noch irgendeine Sympathie hege.

  • Harte Worte in den Kommentaren. Was spricht gegen mehr Funktionalität? Wer es mag kann es nutzen und wer es nicht mag kann es abschalten. Es lässt ja auch nicht jeder die Klimaanlage im Auto jeden Tag voll laufen. Und wenn Ihr eure „Felle“ was die Suchbegriffe angeht davon schwimmen seht … Ihr schaltet die Funktion doch ab … dann werden es andere auch tun … Ihr steht dann mit euren Seiten noch da wo Ihr vorher wart … Grüße.

  • @Björn: sehe ich auch so. Außerdem kann man es ja erst mal eine Weile ausprobieren, wenn man dann keinen Mehrwert sieht, schaltet man es eben ab. Ist ja bei vielem so, dass man sich den Nutzen nicht wirklich vorstellen kann, bis man es eine Zeit lang getestet hat.
    @Kenny: ausstellen kann man die Instant-Suche direkt über den Button rechts neben dem Suchfeld.

  • Interessante Startups vorzustellen wäre vielleicht spannender als jede Pixeländerung von Google durchzukauen. Ich nehme nicht an, dass ihr alle Aktionäre im siebenstelligen Bereich der Firma seid – demnach entweder arbeitslos oder gelangweilt. Bitte nicht echauffieren. Ich begebe mich gleich zum Ausgang, aber ohne zu flattrn.

  • Für mich als User sicher eine interessante Sache, profitieren werden vor allem die großen Seiten, für Nischen wird es schwieriger.

  • Ehrlich gesagt wundert es mich ein wenig, dass so viele Leute extra die Webseite von Google besuchen um die gewünschten Dinge einzutippen! Ich benutze seitdem ich Firefox habe nur das Eingabefeld rechts oben und verirre mich nur auf Google.de nachdem ich solche Artikel gelesen habe und das Ganze mal selbst ausprobieren will… 😉

  • @Matthias: mache ich auch so, aber es gibt genug Leute, die das Eingabefeld nie benutzen. Es geht aber auch noch krasser, viele Leute setzen nicht mal Lesezeichen oder geben URLs per Hand ein, sondern gelangen zu allen Websites, die sie regelmäßig besuchen, nur durch Google.
    Ein schönes Beispiel dafür, was das auch mal für Auswirkungen haben kann, hat sich im Februar bei readwriteweb.com gezeigt. Nachdem ein Artikel namens „Facebook wants to be your one true login“ (http://www.readwriteweb.com/archives/facebook_wants_to_be_your_one_true_login.php) beim Googlen nach „facebook login“ für eine Zeit lang an erster Stelle angezeigt wurde, sind Dutzende, die immer durch eben dieses Googlen von „facebook login“ zu Facebook gelangen, stattdessen auf dieser Seite gelandet und haben sie für Facebook gehalten. Da sie dann versucht haben, sich einzuloggen und rww die Möglichkeit bietet, sich für Kommentare mit seiner Facebook-Identität einzuloggen, haben diese Leute dies für den „normalen“ Login gehalten, sich eingeloggt und waren dann natürlich noch verwirrter, weil sie nach diesem Login immer noch nicht auf der normalen Facebook-Seite waren. Dementsprechend wurde der Artikel mit dutzenden Kommentaren a la „The new facebook sucks> NOW LET ME IN.“, „please give me back the old facebook login this is crazy“ und so weiter geflutet. Sehr witzige Geschichte über die Dummheit von Leuten, die nicht imstande sind, ohne Google auf Websites zu gelangen, also Kommentare dieses oben genannten Artikels unbedingt mal anschauen (mittlerweile wird auch im Artikel darauf hingewiesen, dass die Seite nicht Facebook ist).

  • .. nur weil sich jemand im Umgang mit dem Internet etwas anstellt, ist er nicht gleich dumm.
    Da sind z.B. die Leute, die ein umfassendes reales Leben führen und vielleicht mal eine halbe Stunde am Tag am Internet-Tropf hängen.
    So was gibt’s!

  • „Google Einstellungen……
    Google Instant:
    Ja/Nein – Google Instant verwenden – Vervollständigungen und Ergebnisse werden während der Eingabe angezeigt.
    Ja/Nein- Google Instant nicht verwenden“

    und wo ist nun das Problem?
    Wer es nich will schaltet es einfach ab?

  • „und wo ist nun das Problem?
    Wer es nich will schaltet es einfach ab?“

    Problem is: Es ist AKTIVIERT. Du musst abschalten. Genauso wie die „personalisierte Suche“.

    Wie viel Prozent machen das wohl von Haus aus? 5, max 10% ???
    Die restlichen 90%-95% kriegen ihren Einheitsbrei (weil personalisierte Suche aktiv ist) und freuen sich in ein paar Wochen darüber, dass keine Ergebnisse angezeigt werden, wenn Sie bei Goole „Likör“ (uhuhuhu – harter Alkohol!) eingeben und keine dollen Vorschläge aufpoppen. Klar, man kann auf „suchen“ klicken. Aber das hat Google den Leuten dann ja abgewöhnt.

    Das ist Zensur durch die Hintertür.

  • @31 LeMag
    Warum sollten sie es wieder Entfernen ?
    ..jeder kann es selbst Abschalten bei Nichtgefallen , man muss ja nicht alle Google Dienste Nutzen was sicher auch keiner macht.

    Zudem gibt es noch jede Menge andere Suchmaschinen zum Verwenden.

    Ich kann es einfach auch nicht mehr Lesen …. als wären nur Google , Apple , Facebook und Microsoft der Nabel der Internet Welt.
    Als wären dies die einzig Wichtigen Meldungen ?
    Jeder Blog schimpft teilweise zu Recht über die Dominanz dieser Dienste … lassen sie aber wiedereinmal ein Versuchs Ballon steigen möchte jeder der erste sein der es Kommentiert und somit betätigt sich jeder auch ungewollt als billiger Werbeträger für diese Dienste.

    Gerade Blogger sehe ich hier schon länger als kaum noch Kompetent an „Frei und Unabhängig“ darüber zu Berichten, sie sind meist viel zu Abhängig von diesen Diensten geworden wie Junkies.
    Kein Blogger der nicht auch bei Google adwords ect. , Facebook , Twitter ….. und und die Blog Seiten Quillen doch nur so über von dem ganzen Kram.
    Ja sie können nicht einmal mehr ihre eigene Webseite Erstellen benutzen nur noch Blogdienste wie Worldpress ect.
    Wie sollen sie da noch Unabhängig und Unvoreingenommen Berichten oder Kommentieren gegenüber diesen Diensten oder Google , Apple , Facebook und Co ?

  • Ich sehe den Sinn einfach nicht. Wenn ich nach etwas suche, habe ich den Suchbegriff im Kopf und tippe ihn ein. Was nutzen mir da völlig vom Thema abweichende Zwischensuchergebnisse?

    Und das bei Suchbegriffen, die z.B. mit A beginnen, Amazon eingeblendet wird, zeigt die wahren Hintergründe des Dienstes: Mehr Werbung.

  • zwischenergebnisse habenb mehrere vorteile.einmal das du einfach mehr sachen mitbekommst die dich interessieren könnten.ausserdem wenn du eine sache nicht richtig weisst.sondern nur ein paar anfangsbustaben.ziegt dir das google an und hilft dir das gesuchte zu finden.

    gruß peter

  • @Oliver: das oben beschriebene Verhalten ist aber nicht „sich etwas anstellen“. Zu Intelligenz gehört zu großen Teilen auch Lernfähigkeit und flexibles Denken, also z.B. sich mit einem Programm, das man jeden Tag (oder von mir aus auch nur einmal wöchentlich) benutzt, auseinanderzusetzen und einfachste Funktionen zu erlernen, und das ist sehr gut auch bei einer halben Stunde täglicher Benutzung machbar. Festgefahrene Verhaltensweisen weiter anzuwenden, ohne sich nach Alternativen für dieses Verhalten umzusehen, obwohl es, würde man einen Denkaufwand betreiben, sehr unwahrscheinlich wäre, dass diese Verhaltensweise (Gelangen zu sämtlichen Websites durch Google, eine Website) die einzig mögliche ist, dass ist Starrheit im Denken, und das ist Dummheit.

  • Danke für den Blogbeitrag, schöner Artikel – kann mich dem Lob von Maith #2 nur anschließen. Ein paar Gedanken dazu:

    „Steve Rubel von der PR-Firma Edelmann sieht darin ein großes Problem für die Optimierungsbranche. Er glaubt, dass die verfeinerten Anfragen, zu denen die neue Funktion verleitet, SEO-Maßnahmen größtenteils bedeutungslos werden lassen.“
    –> starkes Zitat. Ich glaube, dass er recht hat. Allerdings aus einem ganz anderen Grund: Facebook. In Zukunft wird sich die Suche immer weiter nach Facebook verschieben und da funktioniert SEO nun mal nicht so gut, bis auf Bing, das aber nicht Google ist und in Zukunft vermutlich weiterhin an Bedeutung verlieren wird – trotz beachtlicher Bemühungen. (Die interne Facebook-Suche wächst beachtlich, im Gegensatz zu Google. Auch, wenn die Suchanfragen sich noch stark unterscheiden dürften, der Trend ist ziemlich klar.)

    R. Kneschke #1 spricht mir übrigens aus der Seele: „Ich würde lieber auf die 1-2 Sekunden Zeitersparnis verzichten und dafür weniger Strom in deren Rechenzentren verbrauchen.“ Jetzt schon verbraucht Google Unmengen an Strom, siehe http://juiced.de/blog/suchmaschinen-10-google-alternativen/1037/

  • Ich finde die Instant Suche super. Fast ein Grund die gewohnte Suche über die Chrome Omnibox aufzugeben. Das rasend schnelle Reinspringen der Ergebnisse gibt einem ein ganz neues Gefühl bei der Suche und spart tatsächlich Zeit.

    Ich kann die Kritik leider nicht nachvollziehen, dass man die Suche ausschalten muss, öfter mal was neues!

    Die Sorgen der SEO Spezies tangieren mich dabei überhaupt nicht, auch wenn ich selbst einige Webseiten habe.

    Das einzige – ganz entfernte – Problem sehe ich höchstens darin, dass die Google Suche wirklich allmählich das einzige Portal zum Netz wird, eben weil es so unglaublich praktisch ist:

    * Im Chrome Browser lege ich mir fast keine Lesezeichen mehr an, weil die häufig besuchten Seiten viel VIEL schneller über die Omnibox erreichbar sind
    * Im Android Handy integriert die Suche sowohl Inhalte aus dem Netz wie auch auf dem Gerät

    In dem undenkbaren Fall, dass Google mal ’nicht geht‘ wäre ich ziemlich aufgeschmissen, aber so lange alles funktioniert ist es einfach unvergleichlich schnell.

  • Mir will der Sinn der suche nicht so ganz einleuchten….

    1. Als erfahrener Internetnutzer weiss man doch, wie man am besten sucht, und welche begriffe am ehesten zu ergebnissen führen….

    2. die meisten browser haben doch suchleisten integriert, mit denen man suchmaschienen nutzen kann… oft reicht es doch auch aus einfach den suchbegriff in die adressleiste einzugeben und man landes bei den suchergebnissen der suchmaschiene seines vertrauens…. ich bin schon seit jahren nicht mehr den umweg über google.de gegangen….

    3. wirklich innovativ ist der dienst nun auch nicht, wie er nun angepriesen wird…. yahoo hatte schon 2005 einen ähnlichen dienst (der aber wieder eingestellt wurde) und es gibt auch eine modifizierte bing-suche (die eben nur etwas langsam ist….)

    naja, wer’s braucht solls nutzen….

  • Also ich finde die neue Instant Search echt Interessant. Ob und Wie Google zukünftig diese Funktion ausbaut bleibt ja erstmal abzuwarten, aber fest steht, die benötigten Daten um Ihr Werbenetzwerk weiter voran zu treiben hat Google schon lange.

  • Alles schön und gut, bin aber kein Fan davon. Schade ist nur, dass es sich bei mir irgendwie nicht ausschalten lässt, obwohl ich X-Mal das so in den Einstellungen bestätigt hab.
    Mich persönlich stört es etwas, wenn Google schon anfängt zu suchen obwohl ich gerade mal den ersten Buchstaben eingetippt hab..

  • […] In den Foren wird nun heftig diskutiert, welchen Einfluss dies auf die Suchmaschinenoptimierung, auf Google Adwords und auch auf das Reputation Management hat – einige SEO Spezialisten behaupten sogar, Google Instant sei die “Pest” – siehe Steve Rubel: “Google Instant Makes SEO Irrelevant”.  Das ist eine harte Nuss. Wieder andere Experten sagen, dass SEO anspruchsvoller wird und damit wichtiger. Einen interessanten Beitrag und schon viele Kommentare gibt’s auch im Blog Basicthinking. […]

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