'Nokia U': Fans entwerfen das Luxus-Smartphone der Zukunft

Marek Hoffmann

Ich will den alten Spruch „Totgesagte leben länger“ nicht über Gebühr strapazieren, denke aber, dass er bei Nokia durchaus seine Berechtigung hat. Natürlich nicht in dem Sinne, dass der finnische Mobilfunkhersteller ums finanzielle Überleben kämpfen müsste, aber schon dahingehend, dass er Trends verpennt, dadurch Kunden verloren und in letzter Konsequenz Marktanteile eingebüßt hat – und jetzt wieder neu angreift. Und dabei setzt der Konzern seine ganze Hoffnung vor allem auf die neuen Smartphone-Modelle (und natürlich das Symbian 3-Userinterface), die er auf der hauseigenen Messe „Nokia World“ präsentieren wird, die vom 14. bis zum 15. September in London stattfindet.

Ein Modell, das dort leider mit Sicherheit nicht gezeigt wird, ist die erst vor zwei Tagen abgeschlossene Design-Studie „Nokia U“ (siehe Teaser-Bild). Unter dem Motto „Design by Community“ appellierte Nokia im März dieses Jahres an alle Mobilfunker, ihr ganz persönliches Wunsch-Handy zu kreieren und weltweit 18.000 Menschen folgten diesem Aufruf. Dabei wurden im Wochenrhythmus ihre Vorschläge für das Display und das Userinterface, die Größe und Form, das Material, das Betriebssystem, die Anschlüsse, die Kamera und schließlich das Design angenommen. Und wie ihr euch sicherlich selbst vorstellen könnt, kann am Ende einer solchen Aktion natürlich nur eine eierlegende Wollmilchsau herauskommen – ähnlich den Vorstellungen der Macher des WeTab in Bezug auf Tablets. Daher ist es auch fraglich, ob das „Nokia U“ jemals Marktreife erlangen wird und der Konzern schweigt sich dazu verständlicherweise auch noch aus. Dass das Gerät aber viel hübscher anzusehen ist, als man es sich bei einer Sau vorstellen würde, könnt ihr auf den nachfolgenden Bildern sehen.

Das Gerät soll aus einem Aluminium-Monoblock mit Soft-Touch-Finish bestehen und 11 Zentimeter hoch, 6 Zentimeter breit, und nur zwischen 6 und 10 Millimeter tief sein:

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Es wäre mit einem kapazitivem, 4 Zoll großen 16:9-Touch-Display ausgestattet und verfügte auf der Vorderseite nur über einen Power-Button, seitlich befänden sich noch die Knöpfe für die Kamera, den Zoom und die Lautstärkeregelung:

Auf der Rückseite wäre die Linse für die 8-Megapixel-Kamera mit 4-fach optischem Zoom und Xenon-Blitz angebracht, mit der natürlich auch HD-Videoaufnahmen möglich wären. Ein Extra wäre ein ausfahrbares Cover für die Linse:

Das Betriebssystem wäre natürlich nicht proprietär wie bei Apple, sondern eher open source wie bei Android – und zwar mit unbeschränkter Multitasking-Funktion. Zu Apps beziehungsweise Nokias Ovi-Store gabs offenbar keine Angaben. Darüber hinaus wünschten sich die User aber WLAN-, USB3- und weils so schön ist auch HDMI-Anschlüsse, Dolby-Surround-Sound, ein Thermometer (!) und andere Dinge mehr, die ihr auf den oben verlinkten Seiten nachlesen könnt. Gerne könnt ihr auch in den Kommentaren Ergänzungen machen, was eure heißesten Wünsche für Smartphone-Features anbelangt.

Ihr werdet mir wohl Recht geben, wenn ich sage, dass dieses Phone in der Form vielleicht nicht niemals, aber doch nicht so bald auf den Markt kommen wird. Obwohl es wünschenswert wäre. Aber zugegebenermaßen ist auch das N8 nicht von schlechten Eltern:

Das soll, wie die Kollegen von Engadget berichten, laut Nokia-Manager Tapani Kaskinen am 30. September endlich auf den Markt kommen. Ob dann auch hierzulande, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.