Facebook: Woran sich narzisstische User erkennen lassen – angeblich

Marek Hoffmann

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Über die Selbstdarstellung von Usern in Sozialen Netzwerken haben wir hier auf dem Blog schon das eine oder andere geschrieben. Nun kommt noch ein weiteres Kapitel hinzu. Die US-amerikanische Psychologin Soraya Mehdizadeh behauptet nämlich, anhand der Art und Regelmäßigkeit, mit der User ihre Postings auf Facebook verfassen, Rückschlüsse auf ihre Persönlichkeit ziehen zu können. Genauer gesagt soll sie eigenen Angaben zufolge imstande sein, das Narzissmus- und Selbstwertgefühl-Level eines Nutzers des Netzwerkes bestimmen zu können.

Für ihre Untersuchung erhielt sie von 100 College-Studenten freien Zugang zu deren Facebook-Accounts. Sie analysierte dann zunächst, wie oft Fotos mit den Kontakten geteilt, Einträge an der Pinnwand hinterlassen oder Statusupdates gepostet wurden. Zusätzlich dazu wertete sie aus, wie oft sich die Studenten in ihren Account einloggten und wie lange sie pro Session online blieben. In einem zweiten Schritt erfasste sie mittels des sogenannten Narzisstischen Persönlichkeitsinventars sowie der Rosenberg-Self-Esteem-Skala die beiden Persönlichkeitsmerkmale der Teilnehmer. Und basierend auf den Ergebnissen beider Messungen zog sie dann ihre Schlüsse:

Narzissten und Menschen mit geringem oder geringerem Selbstwertgefühl verbringen in der Regel mehr als eine Stunde pro Tag bei Facebook. Zudem neigen sie dazu, Bilder von sich zu posten, die „self-promotional“ sind, sie also in einem bestimmten Licht darstellen oder in ein ebensolches rücken und als Eigenwerbung gedacht sind. Die Fotos zeigen den User dann beispielsweise posierend oder werden vor dem Posting mit Photoshop „überarbeitet“.

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„Facebook-Narzissten“ im Besonderen tendieren laut Mehdizadeh zudem dazu, sich durch Status-Updates und Pinnwand-Postings besonders hervorzuheben. Die Psychologin nennt hier Beispiele wie „Ich bin so glamourös, dass ich Glitter blute“ oder das Posten von Links zu Seiten, auf denen vermeintliche Celebrity-Doppelgänger des Nutzers zu finden sein sollen.

Tja. Was soll man dazu sagen? Was meint ihr?

(Marek Hoffmann / Foto: Flickr – Fotograf: the Italian voice)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.