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Wie Social Media nicht geht: Büskens parodiert Magaths Facebook-Account


Für alle, die sich ein klein wenig für Fußball interessieren: Ein bizarres Video macht heute die Runde im Netz. Mike Büskens parodiert Felix Magath und dessen Facebook-Seite. Büskens ist aktuell Trainer des Fußballzweitligisten Greuther Fürth, ehemaliger Schalker und regt sich offenbar über den Ex-Trainer seines Ex-Klubs auf. Büskens ist wohl im Herzen ein Schalker geblieben, Magath hatte dafür so gar nicht auf Schalke gepasst. Deswegen war er vor kurzem davon gejagt worden und hat inzwischen wieder beim VfL Wolfsburg angeheuert. In dem Video zeigt sich Büskens betont steif und Kamera-unerfahren. Er tut so, als lese er vom Blatt ab und sagt, er könne mit Facebook wenig anfangen, weil er ja schon etwas älter und die Kommunikationsform für ihn fremd sei. Büskens trägt zunächst einen Anzug, was auch Magath meistens tut – wechselt aber ab Minute 0:36 in Trainingskleidung. Und dann wird’s bizarr, denn eigentlich ändert sich nichts.

Das Bild bleibt dunkel, Büskens‘ Tonfall ändert sich höchstens marginal. Der Zuschauer fragt sich an dem Punkt, ob die Parodie schon zu Ende ist und dafür die Realsatire begonnen hat. Im Trainingsanzug spricht Büskens davon, man müsse immer authentisch bleiben und dass er sich den Aufstieg mit Greuther Fürth erhoffe. Passt das zusammen? Auffällig ist die laienhafte Kamera während des ganzen Videos und der Ton, der nur auf einem Kanal läuft. Magath präsentiert sich in einem Video auf seiner Facebook-Seite ähnlich unbeholfen und desinteressiert auf nur einem Tonkanal. Aber wenigstens das Bild ist besser.

Büskens bleibt auf dem unscharfen Bild kaum zu erkennen. Am Schluss hält er ein „Gefällt-mir“-Schild hoch, um die Fans dazu zu bewegen, die Seite der Greuther Fürth auf Facebook zu liken. Wollte er damit erreichen, die Fans auf die spannende restliche Spielzeit im Aufstiegskampf einzuschwören (Greuth ist aktuell auf Platz 5 in der zweiten Liga und scheitert meistens knapp im Aufstiegsrennen), ist ihm das bei mir irgendwie nicht gelungen. Und den Fans offenbar auch nicht: Da mögen zur Stunde nicht einmal 5.000 Facebook-Nutzer den Verein. Magath scheint mir da mit seinen fast 190.000 Freunden trotz seines Alters einiges besser gemacht zu haben. Aber urteilt selbst:

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

13 Kommentare

  • Ich finde, Ihr vergleicht Äpfel mit Birnen. Magath ist bekannter, der PR-Effekt war höher und es war eine Seite für ihn persönlich (was schon einiges darüber sagt, wo der damalige Schalke-Pressesprecher Dittrich seine Loyalitäten sah).
    Buyo macht nen sehr sympathischen und gelassenen Eindruck, genau dafür wurde er auf Schalke und wird in Fürth geschätzt.

    Disclaimer: Ich bin Anhänger und Mitglied des FC Schalke 04.

  • Die Facebook-Seite gibt es offiziell auch erst seit fünf Tagen, wodurch sich die geringe Anzahl an „Likes“ erklärt. Zudem hat ein Trainer, der schon seit über 30 Jahren in der halben Bundesliga tätig war selbstverständlich mehr Fans als ein Zweitligaverein aus einer kleinen Großstadt. Zudem die Frage wo ist Greuth?

  • @6: Greuth kommt von Vestenbergsgreuth, seit sie in den 90ern irgendwann mit Fürth fusioniert haben. Ich find den Namen seit jeher lächerlich und nenn sie seitdem nur noch „Greuth“.

  • Nein, sie haben nicht fusioniert. Die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth ist der SpVgg Fürth beigetreten, worauf die ihren Namen erweitert hat. Das ist nicht nur revchtlich/formal etwas anderes.
    Aber nun wird die Intention der lächerlichen Kritik deutlich:
    ein Blubberer! Stimmts?

  • Und mit dem dämlichen Beitrag haben Sie sich selbst disqualifiziert Herr Vielmeier. Hätten Sie nämlich selbst ein wenig Ahnung vom Fußball und dessen Historie wüssten Sie, dass A) keine Fusion stattgefunden hat, sondern die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth beigetreten ist und B) Greuth ein Stadtteil von Höchstadt an der Aisch ist und nichts mit Vestenbergsgreuth zu tun hat. Aber Sie sind bestimmt jemand der auch „Windoof“ sagt.
    Zum eigentlichen Beitrag will ich schon gar nichts mehr schreiben, denn so ein Artikel kommt nunmal dabei raus wenn Jemand der nicht viel Ahnung von einem Thema hat darüber schreibt. Die Like-Zahlen eines Vereins einer Stadt mit 100.000 Einwohnern ein paar Tage nach Launch mit den Like-Zahlen eines Meistertrainers des zweitgrößten Deutschen, bzw. neuntgrößten Weltweiten Vereins mit allein 90.000 festen Mitgliedern zu vergleichen funktioniert wohl auch nur nach der „ich lege mir meine Statistik so zurecht widde widde wie ich will“-Methode.

  • Ich stimme dem Autor zu, das Video ist etwas bizarr aus den von ihm genannten Gründen. Aber doch eigentlich egal. Vermutlich ist es aus einer Bierlaune heraus entstanden. Die hatten bestimmt viel Spaß dabei.

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