Ein neues Twitter gefällig, mit mehr als 140 Zeichen? UberMedia plant angeblich etwas

Jürgen Vielmeier

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Als Hersteller für Twitter-Apps hat man es nicht mehr leicht, seit der Zwitscherdienst die Schotten dicht macht und das Geld für sich alleine will. Deswegen erwägt UberMedia jetzt Plan B: einen Twitter-Konkurrenten ins Leben rufen. Das klingt absurd und ist es teilweise auch. Laut involvierten Personen, die CNN zitiert, will der Anbieter von Twitter-Clients wie UberSocial, Echofon und Twitdroyd damit auf Twitters Nachteile wie dessen zunehmende Verschlossenheit und die Beschränkung auf 140 Zeichen reagieren.

Technisch wäre UberSocial dazu teilweise in der Lage – vorausgesetzt man übernimmt tatsächlich den Twitter-Client TweetDeck und dessen Nachrichtensystem Deck.ly. Letzterer ist eine Art MMS für Twitter: Sind dem Nutzer 140 Zeichen zu wenig, kann er bei TweetDeck Deck.ly aktivieren und eine deutlich längere Nachricht schreiben, die auf einer Seite im Web erscheint, die Twitter.com recht ähnlich sieht. Laut CNN ist aber die Übernahme von TweetDeck durch UberMedia, die bereits als sicher galt, noch keinesfalls in trockenen Tüchern.

Was UberMedia für Twitter #2 fehlt? Fast alles

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UberMedia fehlt für eine Twitter-Alternative bislang also beinahe alles. Nutzer mag man haben, aber man müsste sie erst einmal dazu bringen, sich anzumelden und neu untereinander zu vernetzen. Hier fehlt UberMedia noch ein System nach dem Vorbild von Twitters Follower-Prinzip. Twitter dürfte über die Nachricht eines baldigen Konkurrenten also nur müde lächeln. Und fraglich ist zudem, ob ein Twitter-Konkurrent von UberMedia erstrebenswert wäre. Denn das Unternehmen steht bei vielen Investoren in der Pflicht und hätte ein ebenso aggressives Interesse daran, den Dienst zu Geld zu machen wie zuletzt Twitter.

Bräuchten wir ein neues Twitter? Ich muss sagen, zumindest der Gedanke gefällt mir: ein dritter Weg neben Twitters 140-Zeichen-Enge und Facebooks Datensammelwut. Da wäre durchaus noch Platz, auch wenn Tumblr es sich in der Nische schon bequem gemacht hat. Gerade für längere Nachrichten, die man direkt mit Kommentaren versehen kann, könnte UberMedia noch neue Nutzer ansprechen. Zumal diese mit UberMedias Apps laut den Marktforschern von Sysomos 11,5 Prozent aller Tweets absetzen. Ein weiterer Vorteil: Die weit verbreiteten, eigenen Clients kann man für eine gleichzeitige Nutzung beider Services zur Verfügung stellen. Nur fürchte ich, dass UberMedia an einer offenen Plattform ebenso wenig Interesse hätte wie die Konkurrenz, und damit wären die meisten Vorteile dahin.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.