Was ist eigentlich so verdammt schwer daran, eine Digitalkamera mit WLAN und 3G zu bauen?

Jürgen Vielmeier

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Die Hersteller von Digitalkameras können sich über rückläufige Umsätze und Verkaufszahlen nicht beklagen. Moment: einige doch. Und größtes Negativbeispiel der vergangenen Tage ist der Netzwerkausrüster Cisco, der die Pocket-Videokamera Flip einfach so beerdigte. Und das, obwohl die Pläne schon in der Schublade lagen, ein kommendes Modell namens FlipLive mit kabelloser Share-Funktion auszustatten. Zumindest über WLAN hätte man seine Videos und Fotos an einen Cloud-Speicher schicken oder direkt bei YouTube, Flickr, Facebook und Co. hochladen können. Das Projekt ist aber ein- für allemal gestorben.

Samsung hat als erstes reagiert und einen digitalen Pocketcamcorder namens W200 vorgestellt, der der Flip sehr ähnlich ist. Die ist stoß- und wasserfest, bietet Full HD mit 1080p – und hat kein kabelloses Internet. Warum eigentlich nicht? Hersteller, was ist so schwer daran, einen WLAN- und 3G-Chip in eine Digitalkamera einzubauen?

Kompaktkameras werden in den nächsten Jahren wohl vollständig von Smartphones gefressen werden, seit praktisch jedes neue Handy mit einer 5- oder 8-Megapixelkamera daherkommt. Wenn ich mir also noch eine Digitalkamera kaufen will, dann eine Klasse höher mit besserer Bildqualität und optischem Zoom. Und dann würde ich mir wünschen, dass ich meine Bilder nicht nur im Display der Kamera bearbeiten kann – was viele Modelle bereits bieten. Ich will sie direkt hochstellen, in meinen Dropbox-Account, bei Twitter oder Facebook, und ich will kleine Videos bei YouTube hochladen.

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Sucht man nach internetfähigen Digitalkameras, scheint – ironischerweise – Hersteller Samsung der einzige zu sein, der zumindest WLAN-Kameras wie die SH 100 und die ST 80 anbietet. Eine 3G-Kamera für den deutschen Markt habe ich noch nicht gefunden. Statt dessen gibt es so etwas wie Eye-Fi, SDHC-Karten mit WLAN, die Bilder kabellos von der Kamera auf den Rechner, das Smartphone oder das Tablet schicken können. Warum nicht direkt ins Web?

Die Hersteller der Digitalkameras überbieten sich nach wie vor mit Dingen, bei denen alle inzwischen ähnlich weit sind: Full HD, weniger Rauschen, leichtere Bildbearbeitung direkt an der Kamera, Lächel-Modus, noch mehr Megapixel. Es fehlt die Möglichkeit, Daten kabellos ins Web zu stellen. Deswegen nur ein nett gemeinter Ratschlag für die Anbieter: Rüstet eure Kameras und Camcorder mit 3G und WLAN aus, wenn ihr überleben wollt. Denn sonst fressen die Smartphone-Anbieter euren Kuchen auf, wie sie es schon in Sachen Apps mit dem der Telcos gemacht haben. Wollte ich nur einmal gesagt haben, damit es hinterher nicht heißt, es hätte euch niemand gewarnt.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.