Was Twitter von TweetDeck übernehmen sollte: lange Tweets mit Deck.ly

Jürgen Vielmeier

Anzeige


Twitter hat heute die Übernahme des Unternehmens und Twitter-Clients TweetDeck offiziell bekannt gegeben und damit die Gerüchte der vergangenen Tage und Wochen bestätigt. Twitter kündigte in einem Blogpost dazu an, man werde weiter in TweetDeck investieren, das die Nutzer kennen und mögen. Gleichzeitig spricht TweetDeck-Gründer Iain Dodsworth in einem Blogpost über Veränderungen, die nun wohl bevorstünden. Beides ist vermutlich richtig. Twitter wird TweetDeck zumindest nicht abschalten, was von Pessimisten befürchtet worden war. Ich erwarte eher, dass Twitter TweetDeck umbauen und ihm seinen eigenen Stempel aufdrücken wird.

Eins sollte Twitter dabei in Betracht ziehen: den Langnachrichtenservice Deck.ly in seine App-Welt mit aufzunehmen und stärker zu fördern. In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich immer mehr lange Tweets gesehen, die mit Deck.ly erstellt wurden. Deck.ly ist ein Service von TweetDeck, der Tweets mit mehr als 140 Zeichen erlaubt, also eine Art MMS für Twitter. Im Tweet erscheint dann bei Überschreiten der Zeichenzahl ein Link zu einer ansprechend gestaltete Website, auf der man die Nachricht weiter im Web teilen konnte. Ohne Twitter im Rücken war Deck.ly wenig sinnvoll. Würde der Zwitscherdienst Deck.ly aber nun in all seine Apps einbauen, könnte ein interessanter neuer Ableger entstehen, der Twitter einen Mehrwert bietet.

An Änderungen an TweetDeck erwarte ich zum einen ein Ende der Unterstützung für andere Nachrichtensysteme wie Facebook, LinkedIn und Google Buzz. Diese konnte man mit einer Nachricht auf TweetDeck bislang crossposten, Twitter hätte davon aber keinen Vorteil. Einzelne Icons wird Twitter zum anderen mit Sicherheit optisch anpassen. Die Unterstützung fremder Linkverkürzer wird wohl aufgegeben, wie das schon in Twitters offizieller iPhone-App der Fall war. Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Twitter auch einen eigenen Bildverkürzer einführen oder Twitpic aufkaufen wird. Am Mehrspaltenlayout der App wird Twitter dafür mit Sicherheit festhalten. Das hat TweetDeck erst zur bevorzugten App vor allem für Poweruser gemacht.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Die Übernahmeschlacht hatte sich lange hingezogen. Im Februar lauteten erste Meldungen, der Client-Spezialist UberMedia hätte TweetDeck übernommen. Da die Verhandlungen aber noch nicht unter Dach und Fach waren, war Twitter in die Bieterschlacht eingestiegen. Der Kaufpreis für das kleine Unternehmen mit Sitz in London dürfte bei stolzen 40 bis 50 Millionen US-Dollar liegen.

(Jürgen Vielmeier)

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
SAP Project Manager (m/w/d)
Bosch Gruppe in Stuttgart
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
PreMaster Program | Software Engineer for MEM...
Bosch Gruppe in Reutlingen
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.