Mobiler Datenturbo wird nicht billig: Telekom startet LTE-Netz in Köln

Jürgen Vielmeier

Anzeige


„Du bis en Stadt mit Hätz un Siel. Hey Kölle du bis LTE.“ Auf Hochdeutsch: Die Telekom hat in Köln ihr erstes kommerzielles LTE-Netz (Long-Term Evolution) für eine Metropole in Betrieb genommen. Was Vodafone sein Berlin und O2 sein München ist den Bonnern also die große Schwesterstadt. Die Telekom betreibt das Kölner Netz auf dem Frequenzband um 1800 MHz und schlängelt sich damit um die Vorgabe herum, von einem Bundesland zunächst 90 Prozent der weißen Flecke auf der Landkarte mit der nächsten Mobilfunkgeneration zu versorgen, ehe man auch Großstädte anschließen darf. Die Regel gilt nur für die digitale Dividende, das Frequenzband um 800 MHz.

Warum ich da so eifrig drüber schreibe? Weil ich das eigentlich gerne benutzen würde – mir wohl aber auf absehbare Zeit nicht werde leisten können. Das Einführungsangebot der Telekom kostet schon 74,95 Euro im Monat bei 20 GByte Datenvolumen, bietet aber auch die stolze Übertragungsrate von 100 Mbit/s im Downstream – zumindest unter Idealbedingungen. Im Alltag teilen sich jedoch mehrere Teilnehmer eine Funkzelle und damit auch die theoretisch erreichbare Maximalgeschwindigkeit. Starten wird LTE am 1. Juli. Ein weiterer Tarif soll im Sommer folgen. Bei gleicher Übertragungsrate dann mit 50 GByte Datenvolumen für 89,95 Euro. Sprich: Den Datenturbo, der uns in Zukunft Dienste wie Bildtelefonie, Musik- und Videostreaming für unterwegs bieten soll, wird nicht gerade billig werden.

Mehr Geld für mobile Bandbreite

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Bislang war die mobile Datenrate eigentlich nicht ausschlaggebend für den Preis eines Mobilfunktarifs. Was immer an einem Ort verfügbar war, wurde dem Kunden auch zur Verfügung gestellt. Vorausgesetzt, dieser hatte ein entsprechendes Endgerät. Bislang ist das kein Problem, weil es auf dem deutschen Markt ohnehin nur wenig Hardware gibt, mit der sich LTE überhaupt nutzen ließe. Sobald sich das aber ändert – die Smartphone-Hersteller sind umtriebiger denn je – wird LTE also erst einmal nur für Freaks und Geschäftsleute erschwinglich sein.

In Köln hat die Telekom bislang nur die Innenstadt mit der Technik versorgt – auf einer Fläche von 150 Quadratkilometern mit Hilfe von 100 Basisstationen. Das ist gut ein Drittel der Stadtfläche. Weitere Städte will die Telekom nach und nach an ihr LTE-Netz anschließen. Für Köln hat der Mobilfunkanbieter 120 Kilometer Glasfaserkabel vergraben und für die Aufrüstung nach eigenen Angaben 5 Millionen Euro bezahlt. Als erste Hardware steht der USB-Adapter Speedstick LTE zur Verfügung, der auch mit den bisherigen Übertragungsarten EDGE, UMTS und HSPA funken kann.

(Jürgen Vielmeier, Bild: Telekom)

🤑 200€ Prämie abstauben

Eröffne jetzt dein kostenloses Santander Girokonto und staube für kurze Zeit bis zu 200 Euro Prämie für Neukunden ab. Schnell sein lohnt sich!


Jetzt 200€ sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.