Toshiba sagt der 3D-Brille Lebewohl, stellt dünnstes Tablet der Welt vor

Jürgen Vielmeier

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Und dann gibt es immer noch Unternehmen, die einen überraschen können. Toshiba gehörte heute für mich dazu. Die Japaner haben auf der IFA der 3D-Brille großspurig den Kampf angesagt. Nicht, weil sie plötzlich etwas gegen 3D hätten, sondern weil sie glauben, dass 3D auch ohne Brille funktioniert. Das klingt durchaus gewagt, aber es scheint zumindest ganz ordentlich zu funktionieren. Der Fernseher 55ZL2G (ZL2-Serie) und der Laptop Qosmio F750 bieten die Möglichkeit an.

Toshiba führte mir am Laptop vor, wie das funktioniert: Ein Sensor in der Kamera fixiert das Augenpaar des Betrachters und folgt ihm, wenn er sich bewegt. So kann sich das 3D-Bild optimal auf seinen Blickwinkel einstellen. Und auf den ersten Blick hat das bei mir gut funktioniert. Der 3D-Effekt ist deutlich geringer und in meinen Augen nicht ganz so sauber wie bei der Polfilter-Technik, aber eben doch klar sichtbar und qualitativ überraschend gut.


Während die Sensoren des Laptops nur ein Augenpaar gleichzeitig verfolgen können, sind es am Fernseher 55ZL2G mehrere. Bis zu neun Personen können damit gleichzeitig einer 3D-Sendung folgen und erhalten jeweils ein auf sie zugeschnittenes 3D-Bild. So könnte die Technik auch für Skeptiker wie mich doch noch interessant werden. Dass der 55ZL2G ganz nebenbei auch noch eine vierfache Full-HD-Auflösung hat, hält Interessenten sicher nicht vom Kauf ab. Der mit 8.000 Euro recht hohe Preis dafür schon eher. Unerwähnt lassen sollte man an dieser Stelle aber nicht, dass Toshiba mit seiner TL-Serie auch weitere 3D-Fernseher mit Brillen (Active-Shutter-Technik) neu vorgestellt hat.

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Nach eigenen Angaben hat Toshiba heute mit dem AT200 auch das dünnste Tablet der Welt vorgestellt. Es ist bei einem Display von 10,1 Zoll nur 7,7 Millimeter dick und mit 558 Gramm verhältnismäßig leicht. Android 3.2 Honeycomb ist darauf installiert. Das quaderförmige Design wirkt auf mich wie ein großes iPhone 4. Außerdem im IFA-Programm der Japaner: Neue Content-Partner für Smart TV wie Maxdome und über 7digital zehn Millionen Songs als Streaming über den Fernseher.


Dann wäre da noch das Ultrabook Protégé Z830, das von Form und Design her an Apples MacBook-Air-Serie erinnert, dabei aber noch dünner sein soll. Und ferner: den All-in-One-PC Qosmio DX730, sprich: einen 23-Zoll-Monitor mit eingebautem Rechner, gibt es neu von den Japanern. All-in-One-PCs scheinen ganz nebenbei ein Geheimtrend auf der IFA zu werden. Wie gesagt: Manch ein Hersteller hat dann doch noch die eine oder andere Überraschung parat.

(Jürgen Vielmeier, Bilder: Basic Thinking, Toshiba)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.