Schnapsidee oder nicht? Paytipper plant eine Bezahlschranke für Blogs

Jürgen Vielmeier

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Ich sprach gestern mit Kai-Christian von Bockelberg, „Leiter Customer Service“ bei Paytipper. Demnach plant der Anbieter für Paid-Content-Systeme eine Bezahlschranke für Content-Anbieter, auch für Blogger. Starten wird das Projekt voraussichtlich im Oktober, zu sehen gibt es bislang noch nichts. Spannender fand ich deswegen die Idee, die sich dahinter verbirgt. Normal telefoniere ich mit Unternehmern und Gründern, um sie nach ihren Ideen zu fragen. Aber mein Gespräch mit Bockelberg gestern mündete nach einiger Zeit in eine Grundsatzdiskussion.

Eine Bezahlschranke für Blogs ist etwas, wovor ich grundsätzlich warnen muss. Das bedeutet nicht, dass Blogger und Journalisten mit ihren Angeboten kein Geld verdienen dürfen. Allerdings kenne ich bis heute kein einziges Blog, dessen Inhalte so unersetzlich wären, dass ich dafür bezahlen würde. Wenn ich Mashables Abhandlung über das neueste Dual-Core-Smartphone mit 0,1 Millimeter dünnerem Gehäuse nicht kostenlos bekäme, dann würde ich mir eben die auf The Next Web durchlesen oder einem der 100 anderen Techblogs, die auch darüber schreiben. Und selbst wenn ein Blog eine Bezahlschranke verdient hätte, wäre der Besuch dort immer mit einem Umweg verbunden, den ich nicht bereit wäre zu gehen. Es gibt allerdings Ausnahmen, für die eine Bezahlschranke nicht per se sinnlos wäre.

Es müsste schon etwas Besonderes sein

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Etwa, wenn es um Zusatzinfos ginge. Das Blog GigaOM etwa experimentiert schon eine Zeitlang mit einem kostenpflichtigen Premium-Bereich, den es zu den schon sehr guten kostenlosen Inhalten noch obendrauf gibt. Experten aus der Wirtschaft geben hier Analysen und Einschätzungen wieder und stehen für Diskussionen mit den Lesern zur Verfügung. Bockelberg brachte mir gegenüber gestern auch Tutorien ins Spiel. Vielleicht ein Beitrag darüber, wie ich es schaffe, meine Seite für SEO zu optimieren oder wie ich MacOS auf meinem PC installiere. Auch für noch umfangreichere Dossiers würde ich Bezahlschranken nicht gänzlich ablehnen. Ebenso für Webinare, Schulungsmaterial, Romane oder einfach alles, was viel Arbeit kostet und wofür Leser bereit wären, Geld auszugeben.

Es müsste nur etwas sein, was wirklich nachgefragt wird. Und ich würde unbedingt davon abraten, eine ganze Seite kostenpflichtig zu machen, weil dann die Besucher in Scharen wegliefen. Aber einen Premium-Bereich seines Blogs als Extra hinter eine Bezahlschranke stellen? Würde ich heute nicht mehr generell ablehnen. Es müsste nur einfach sein und sich wirklich, wirklich, wirklich lohnen. Und 99,9 Prozent der Blogger würde ich nach wie vor davon abraten.

(Jürgen Vielmeier, Grafik: Paytipper)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.