Sonstiges

Euer Breitbandanschluss ist zu langsam? Dann helft der EU und lasst ihn testen

Die EU will euch helfen. Ja, wirklich: Unser aller Kommission drüben in Brüssel will mit Hilfe des Messdienstleisters Samknows einen europäischen Breitbandatlas erstellen. Dafür sucht sie europaweit 10.000 Freiwillige, die ihren Anschluss anonym messen lassen. Die Daten sollen dabei helfen, eine Karte über verfügbare Datenraten in Europa zu erstellen. Wenn ihr also schon immer den Verdacht hattet, dass auf eurem DSL-Anschluss zwar „bis zu 16.000 Kbit/s“ steht, aber trotzdem nur 1 Mbit/s raus kommt, dann ist das jetzt die Chance, es eurem Provider heimzuzahlen.

Registrieren könnt ihr euch hier. Gemessen wird leider erst einmal nur Festnetz-Breitband. Teilnehmen könnt ihr, wenn ihr eine stabile Leitung bei einem der größten Provider eures Landes habt.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

21 Kommentare

  • „ANMERKUNG: Unsere Whiteboxes laden etwa 3 GB per Monat herunterladen und etwa 1 GB hochladen. Sollten Sie einen Dienst mit einem niedrigen Download-Volumen verwenden, raten wir Ihnen davon ab, sich zu registrieren. Zumindest sollten Sie uns aber darüber informieren, sodass wir ein anderes Testprofil anwenden können.“

    wie sollen denn da leute machen dessen leitung fürn ar*** ist, ich dachte das wäre die wichtige zielgruppe eher

  • Wieso sollte ich eine Blackbox einer Organisation, die es nicht mal für nötig hält, ein Impressum auf die Seite zu packen, in mein lokales Netz hängen? Da kann ich ja gleich Phishingseiten besuchen…

  • ich habe datenschutzbedenken.

    mit solch einem „messgerät“ zwischen router und anschluss könnte ses durchaus möglich sein, dass die auch meine internetbewegung mitzeichnen oder sogar mir das internet zensieren.

    nee,nee. würde mich freuen, wenn der chaos computer club sich da anonym solch teil zum testen holt. und ich dann hier wieder davon lese.

  • Kein Impressum? Ist das nicht gegen europäische Recht? Na los, Basic Thinking, das wäre doch eine Story wert ;D

  • Ich mach mal auf Klugscheißer…

    Wer glaubt, dem Provider damit heimzuzahlen irrt sich… Es geht nur um Statistiken sammeln. Die EC hat eine sog. Digital Agenda, bei der es darum geht:

    „bis 2013 grundlegende Breitbanddienste für alle Europäer verfügbar zu machen, und es soll sichergestellt werden, dass bis 2020
    i) alle Europäer Zugang zu viel höheren Internetgeschwindigkeiten von über 30 Mbit/s haben und
    ii) mindestens 50 % aller europäischen Haushalte Internetzugänge mit über 100 Mbit/s haben.“

    Quelle: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2010:0245:REV1:DE:HTML

    „Neelie Kroes, European Commissioner for the Digital Agenda, gives a keynote speech…“
    http://youtu.be/aGidzvj0hgI

  • Ich denke die EU wird höchstens Fördergelder anbieten, damit dein regionaler ISP sein Netz weiter ausbauen kann. Dass die verkaufte Bandbreite nicht wirklich genutzt werden kann ist eine Nebensächlichkeit und hat wahrscheinlich nichts mit der Digital Agenda zu tun. Aber das ist nur meine Sichtweise.

  • Breitband…das ich nicht lachte…ich warte seit Wochen darauf, überhaupt mal einen Anschluss von der T****** zu bekommen. Wenn das irgendwann mal passiert, werde ich den auch gleich nachmessen, darauf können se Gift nehmen.

  • @9: Naja das mit der Bandbreite ist so eine Sache. Ich wohne hier in einen eher schlecht versorgten Gebiet in Südwestdeutschland aber selbst wenn ich VDSL bekommen könnte brächte mir das nur in eine Richtung etwas, im Downstream. Im für mich ebenfalls interessanten Upstream schaut es da ganz anders aus. Und Upstream würde ich für durchaus interessant halten. Den ein entsprechender Upstream würde mir erlauben das was ich jetzt auf einen Rootserver habe hier zu hosten. Das da wäre eine Webseite, ein Diaspora Server, ein Streamingserver für Audio, ein Streamingserver für Videos sowie ein Mailserver. Das brächte dann mal wirklichen Fortschritt. Aber darauf kann man wohl noch lange warten, wenn man auf dem für die Telkos uninteressanten ‚flachen Land‘ lebt wohl noch länger.

  • @ #13 Sigi:

    1&1 gehört zu United Internet AG und wird in der Liste aufgeführt, in der man seinen Provider aussuchen kann, du könntest dich also rein theoretisch beteiligen.

  • ich kann mich Ravenbird nur anschliessen. Für die Telko-Anbieter ist nur dicht besiedeltes Gebiet interessant. Ich habe das Glück, dass in meinem Dorf ein „wichtiger“ Politiker wohnt, daher haben wir DSL von dem rosa T. Aber alle anderen Dörfer um uns rum gucken in die Röhre.
    Prinzipiell finde ich das eine tolle Sache. Ich glaube allerdings nicht, dass es irgendeinen positiven Effekt für den normalen Bürger haben wird. Eine gute Breitbandversorgung kriegen wir ja nicht einmal in D hin. Und die EU ist leider ein zahnloser Tiger.

  • Seit mittlerweile 6 Jahren dümpel ich hier mit dsl-light rum und es ist keine Besserung in Sicht (von der vielbeschworenen LTE-Anbindung der ländlichen Gebiete noch weniger). Die Leitung bricht alle paar Wochen mehrere Male hintereinander zusammen und am Wochenende und abends bin ich teilweise bei ISDN-Geschwindigkeit. Der Aufbau der Seiten wird grundsätzlich immer langsamer, Uploads von 120MB (Bilder für Kunden zB.) dauern läppische 15 Stunden. Wenn ich zu Hause am arbeiten bin, muss ich meinen Kindern Youtube untersagen… und das alles Ende 2011. Aber bezahlen darf ich für eine 6000er Leitung, weil alle anderen Tarife für mich nachteiliger sind. Schöne Zukunft.

  • Ich bezahle derzeit für eine 16.000 ner Verbindung. Wirklich nutzen kann ich aber nur einen Bruchteil davon. Und ich befürchte dass es noch einige Jahre dauert bis eine bessere Verbindung in Sicht ist.

  • Ich hab dabei auch kein gutes Gefühl… Das klingt wie Kommunismus, weil die vielleicht mit dieser Box alles steuern und auslesen können, bald hat jeder in der EU so ein Teil und dann können die das Internetz kontrollieren.

  • Sorry, aber der Artikel hat wenig mit der Realität zu tun. Es geht darum die Bandbreite zu erfassen, ob diese mit den vertraglich angebenen Werten uebereinstimmt ist vollkommen irrelevant.

    „Wenn ihr also schon immer den Verdacht hattet, dass auf eurem DSL-Anschluss zwar “bis zu 16.000 Kbit/s” steht, aber trotzdem nur 1 Mbit/s raus kommt, dann ist das jetzt die Chance, es eurem Provider heimzuzahlen.“

    Ahja. Worauf basiert diese Aussage?

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