iOS5-Update mit Schwierigkeiten: Apple-Server zicken

Jürgen Vielmeier

Ich hab’s dann gerade doch irgendwann geschafft und komme dafür zu spät zur Arbeit. Na gut, ich habe Glück: So ein Update ist für mich irgendwie auch Arbeit. Viele andere, die ihre mobile Apple-Hardware gestern Nacht auf iOS 5 updaten wollten, hatten weniger Glück. Sie erhielten statt des Updates den Fehler 3200 (Error 3200: Aktivierungs-Server überlastet), der auf Twitter zum Trending Topic wurde.

Wäre wohl alles nicht so schlimm gewesen, wenn das zu updatende iOS-Gerät nicht – wie in meinem Fall – eine komplette Zurücksetzung auf die Werkseinstellungen forderte und Backups meiner Daten davor zweimal schief gegangen wären. Zum Glück halb so wild: Es dauerte zwar im Endeffekt mehrere Stunden (inklusive iTunes und Update für Mac OS X), aber am Ende gelang die Neuinstallation mit einem Backup, das dann beim dritten Mal doch erfolgreich war. Und bei euch?

Mein erster Eindruck von iOS 5: Viele kleine neue Updates. Beim Anmelden verlangt iOS 5, iCloud einzurichten, worauf man aber ebenso verzichten kann wie auf die Ortungsdienste. (Ihr erinnert euch an „Locationgate“?) Ein leerer Zeitungskiosk begrüßte mich auf dem ersten Bildschirm und wanderte gleich daraufhin in den hintersten Unterordner auf den hintersten Bildschirm. Der Sperrbildschirm scheint noch unverändert zu sein. Die App, die früher „iPod“ hieß, ist jetzt in zwei neue Apps namens „Musik“ und „Video“ unterteilt. Und diese neue Mitteilungszentrale, die man durch vertikales Streichen vom oberen Bildrand aktiviert – an welches andere mobile System erinnert die mich bloß…

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Apple waren aber nicht die einzigen, die gestern mit Update-Problemen zu kämpfen hatten. Blackberry-Anbieter RIM vergrätzte viele seiner letzten Kunden mit einem fehlgeschlagenen Update, das das beliebte Nachrichtensystem der Kanadier gleichmal für drei Tage lahm legte. Da lob ich mir ja fast, dass die Windows-7-Updates gestern mit wenigen Neustarts funktionierten, auch wenn Microsoft mich gleich zweimal im Abstand von nur drei Stunden dazu aufforderte. Es ist die Woche der Updates. Wohl besser, man wäre eine Woche in Urlaub gefahren und hätte sich an dessen Ende einen Tag Zeit genommen, um das alles bei stabilen Servern nachzuholen.

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(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.