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Anonymous: Angriffe auf Facebook und mexikanisches Drogenkartell abgesagt?


Es ist mal wieder Zeit, die Gerüchteküche zu befeuern. Es geht diesmal nicht um ein neues iPhone, Google-Phone oder sonst ein Gerät. Aber ganz sicher ist wirklich nicht, was da morgen passieren wird und ob überhaupt etwas passieren wird. Anonymous hat vor Monaten bereits angekündigt, Facebook ins Fegefeuer zu schicken. Morgen, am 5. November, soll es so weit sein. Ebenso hat Anonymous in dieser Woche einem mexikanischen Drogenkartell den Krieg erklärt.

Dann aber wurde von einigen Seiten zurückgerudert: Mashable vermutet, dass Anonymous den Angriff gegen Facebook abgeblasen hat. Auf dem Twitter-Account zum Thema sei nichts mehr los, schreibt Zachary Sniderman. Der Angriff gegen das Netzwerk ist bei Anonymous umstritten. Auch der Krieg gegen das Drogenkartell Zeta sei abgeblasen worden, schreibt der „Guardian“. Es sei fragwürdig, ob tatsächlich ein Anonymous-Mitglied in Veracruz von dem Drogenkartell entführt worden sei.

Was wird passieren? Wird etwas passieren?

Von der Anonymous-Gruppe „Operation Cartel“ heißt es, man wolle keine Menschenleben aufs Spiel setzen und deswegen sei ein Angriff auf das Drogenkartell zu riskant. Die Gruppe hatte damit gedroht, Namen, Adressen und brisante Informationen von Zeta zu veröffentlichen, was rivalisierende Banden hätten interessant finden können. Außerdem wurde heute bekannt, dass Anonymous bei der Enttarnung eines Pädophilennetzwerks im Oktober („Operation Darknet“) offenbar Hilfe von Mozilla bekommen hat.

Im offiziellen Twitter-Account von Anonymous wird der geplante Angriff auf Facebook und der Twitter-Account dazu als Fake bezeichnet. Das sei nicht der Stil der Bewegung, man töte den Boten nicht. Außerdem würde das den Unmut vieler Webnutzer nach sich ziehen, man könnte Sympathien verspielen. So oder so sind wir gespannt, was morgen passiert. Gar nichts wäre fast schon langweilig…

(Jürgen Vielmeier, Foto: Gaelx (CC))


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

28 Kommentare

  • Dass Mozilla nachgeholfen hat, ist allerdings mehr ein Gerücht

    Justin Scott, Add-ons Produktmanager bei Mozilla, nannte die Aussagen „ziemlich seltsam“. Scott erklärte SecurityNewsDaily: „Ich habe mit den Add-on-Teams Rücksprache gehalten. Niemand wurde von Anonymous offiziell kontaktiert. Wir zertifizieren auch keine Add-ons, wie (Anonymous) behauptet. Das Honey Pawt Add-on ist in Mozillas Add-ons Marketplace nicht verfügbar. Alle Add-ons, die dort verfügbar sind, wurden von einem Mitglied des Add-ons-Team überprüft.“

    http://www.golem.de/1111/87509.html

  • Der Facebook Angriff wurde schon kurz nach seiner ankündigung dementiert. Dazu wurde wahrscheinlich von einer kleinen Randgruppe oder einzel Person dazu aufgerufen. Die OPCartel dagegen ist noch nicht abgesagt, sondern man sichtet derzeit die Daten und überlegt was veröffentlicht wird.

  • Ich hab mir damals den Termin schon im Kalender markiert und wäre arg enttäuscht, wenn GAR NICHTS passieren würde. Abwarten 🙂

  • Es wäre interessant, wenn Anon+ schon fertig wäre.
    Aber dafür haben sie wahrscheinlich nicht annähernd genug Serverkapazitäten, wenn ich mal an die mögliche Nachfrage denke..
    Da bräuchten mögliche Gegner auch kein DDOS

  • Ich weiß bis heute nicht, wie ich zu Anonymous stehen soll. Einerseits finde ich deren Motive gut. Andererseits gefallen mir deren Methoden oft nicht. Als Sony für mehrere Wochen platt war, fand ich das schon ziemlich nervig. Bin auf jeden Fall gespannt, was da noch so passiert.

  • Da die ganze Welt über den facebook tot berichtet hat, MUSS es ja morgen zu einem Totalausfall kommen, weil wirklich jeder der Internet hat dies prüfen will

  • @ #7: Genau das war auch mein Gedanke damals. Wieso die Server mittels Software fluten (was man ja auch unterbinden kann), wenn man auf die ganze Welt verteilt einige Milliarden Geräte hat, die alle paar Sekunden http://www.facebook.com aufrufen, um zu schauen, ob schon was passiert ist?! Würde auch dem Motto von Anonymous entsprechen, dass sie keine geschlossene Gruppe sind, sondern jeder ein Teil von ihnen sein kann 🙂

  • Facebook nachhaltig zu zerstören dürfte nicht ganz einfach sein.
    Obwohl, wenn man bedenkt, dass es ja auch Stuxnet gab.
    Man könnte Facebook auch mit massiven Falschinformationen überfluten, damit das System aus den Falschinformationen automatisch lernt und damit an jeden Müll ausgibt.
    Dann würde das mit der Personalisierung auch nicht mehr ganz so klappen…
    Man könnte dafür entweder einen Client oder ein Plugin bei den Usern nehmen, dass massiv unsinnige Sachen an Facebook sendet, oder vielleicht ein gefälschtes Gefällt mir Add on, das Facebook falsche Likes vorgaukelt..
    Da gäbe es auch noch einige andere lustige Ideen..

  • @ #9: Das Problem daran ist nur, dass Facebook die Daten sicher speichert und sehr bald herausfindet, was die Fehlinformationen verursacht.. und schwuppsdiwupps sind alle Einträge aus der Datenbank gelöscht und die entsprechenden Quellen gesperrt. Facebook für ein paar Stunden vom Netz zu nehmen macht da sicher mehr Druck auf sie.

  • @10 Wenn von überall Falschinfos kommen, wird das eher kompliziert.
    Und längerfristig erst recht.
    Und wenn eine Seite ein Facebook Cookie speichert, das Facebook ständig Falschinfos liefert?
    Jeder müsste nur über so eine Seite stolpern, die mit diesem manipuliert wurde, und Facebook wird mit Müll überflutet.

  • Wurde doch schon alles versucht. Jede Facebook-App hat ne ID, und überhaupt ist die Quelle einer Information immer herausfindbar (speichern ja sogar, von welchem Device du kurz mal gechattet hast). Das klappt vielleicht kurzfristig, aber längerfristig kann man FB damit nicht mit Fehlinformationen versorgen.

  • Irgendwie muss man sagen, dass Anonymous seit seiner Zugewinnung an Popularität nicht mehr direkt zuzuordnen ist.

    Nehmen wir einmal das Beispiel mit dem Pädohilennetzwerk. Sicherlich war es einerseits eine tolle Sache dies auffliegen zu lassen. Aber dann mit der Aussage zu kommen wir handeln zum Recht und wollen nicht mit unserem Handeln Menschen töten. Ist doch mehr als nur eine Irreführung.

    Denn sind wir Mal ehrlich, wenn jemand solch ein Netzwerk enttarnt und eben auch Personen diesbezüglich, dann sollte sicherlich KLAR sein, dass es immer wieder Menschen gibt die ticken und Gewalttaten ausbüten könnten.

    Ich könnte mir mittlerweile sogar vorstellen, dass Anonymous sich zu einem Netzwerk ausgebaut hat, welches zwar erfahrene IT-Kräfte enthält. Aber eben auch hervorragende Presse-Mitarbeiter die Nachrichten im großen Stil verbreiten, welche einfach nur Eindruck erwecken sollen.

  • Da wird nichts passieren. Halte das ganze für heiße Luft. Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass es bei facebook auch nur die kleinste Lücke geben wird. Das wäre ein Super-GAU!

  • Jedes System hat Lücken, und je größer das System, umso größer die Wahrscheinlichkeit für Lücken. Aber bei Facebook arbeiten sicher einige der besten im Bereich der Sicherheit und werden auch alle Kanäle rund um die Uhr auf Anomalien überwachen und diese bei Bedarf aussperren. Wie man sieht hat sich bisher noch nichts getan.. Aber wir haben ja auch erst 2:45 PM Mitteleuropäische Winterzeit 😉 Meine Meinung: Da passiert nichts mehr, Anonymous hat durch die Aussagen viel Buzz im Webbereich erzeugt und gut ist. Vielleicht hat die Drohung aber auch dazu geführt, dass die Sicherheit bei Facebook nochmal überprüft und verbessert wurde.

  • Gute Nacht….

    Gestern noch lieferten wir Spirituosen, Tabakwaren und Snacks nach Ladenschluss. Durch die Nacht bis zum Morgengrauen. So gut die Umsätze, so spannemd die Begegnungen, die Idee ansich, auch waren, so schwer ist es geeignetes und zuverlässiges Personal …

  • ja was war denn nun gestern?
    nichts gemerkt 😉 war aber eh klar, Facebook hat doch auch sicherlich mehrer Rechenzentren und ist viel zu groß um da wirklich was anstellen zu können. Zudem dürften die Techniker dort auch sehr versiert sein und den Angriff zu stoppen

    Grüße

  • niemand ist zu groß. egal wieviele server und rz`s, egal ob loadbalancer und ddos protection. gegen einen intelligenten und massiven angriff, unternimmst du nicht viel.

  • Was ich nicht verstehe: Wenn es sowieso nicht so wahnsinnig schwierig ist, an Daten heranzukommen, die in Mexiko genau die Richtigen kompromitieren würden, warum hat dann noch niemand diese Daten an die richtige Stelle weitergeleitet, ob der Weiterleitende nun Anonymus heisst oder nicht. Man kann das doch auch wirklich anonym machen. Und eine gute Sache wäre es auch, denn was in Mexiko passiert, ist doch wirklich heftig.

  • Anonymous vs. mexikanisches Drogenkartell haha wie zum täufen konnten die überhaupt aneinander geraten? Nur durch Zufal enführt doch niemand irgendwen. Was haben die beiden miteinander zutun? Das der Facebook Angriff abesagt hat war doch klar, wie sollten die denn etwas gegen diesen online Riesen ausrichten? Mit DDos Atakken kommen die nicht sonderlich weit.

  • Man kriegt die Krise. Mexiko ist ein so schönes und interessantes Land mit sympathischen Menschen. Zählt leider alles nichts, wenn es nur darum geht, über Verbrechen (Drogenproduktion) verbrecherisches Geld (Drogenkonsum) zu „erwirtschaften“. Ja! es wäre gut, wenn die USA ihre Grenze dicht machen würde…

  • @Walter Rapp:

    Es wäre viel sinnvoller wenn man Drogenproduktion und Konsum nicht als Verbrechen brandmarken würde. Dann gäbe es keine Verbrecherbanden sondern seriöse Unternehmen die Drogen herstellen und vertreiben sowie eine geregelte Abgabe dieser Substanzen an volljährige Bürger. So wie es bei Alkohol auch der Fall ist. Da hört man auch nichts von Killerkommandos die die Konkurrenz ausbügeln – Warum? Weil es als das gehandhabt wird was es ist. Ein einfaches Wirtschaftsgut.

    Aber es ist viel einfacher sich dumm zu stellen und entgegen jeder Logik auf Prohibition zu pochen (Welche noch nie funktioniert hat)

  • Für mich ist dieses zurückrudern ein ganz deutliches Zeichen das Anonymus ein paar Daumenschrauben bekommen hat. Und mal ehrlich ein kleiner Hacker gibt doch schnell ein paar Daten preis wenn er ne Pistole an den Kopf gehalten bekommt.

  • na wie lange wird das wunder facebokk noch weitergehen . erstmal sind viele leute geprellt worden beim börsengang. na vielleicht haben ja ein paar drogenbose hier veruscht ihr schmutziges geld anzulegen ( nein zu waschen)

  • @Susi
    Ein SuperGAU wäre nicht so schön. Insbesondere jetzt. Ich kenne kein Unternehmen, etc, das nicht irgendwie mit einem sozialem Netzwerk verbunden ist.

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