Sonstiges

Das Ende der CD kommt 2012! Ach ja?

Was waren das noch für Zeiten: damals, rund um das Jahr 2000, strich ich regelmäßig nach der Schule zwischen den Regalen der Musik-Abteilungen bei Karstadt, Kaufhof und Co. hin und her, um mich durch das ziemlich unübersichtliche CD-Sortiment der Musikindustrie zu wühlen. Oder ich sortierte bei meinem 400-Euro-Job die neuesten Sampler der „Bravo Hits“ in den Aufsteller der Neuerscheinungen. Jaja, die CD war das Maß aller Dinge. Nicht einmal die neumodische MiniDisc von Sony konnte ihr auch nur in Ansätzen das Wasser reichen. Und was lese ich nun? Ende 2012 könnte mit der CompactDisk Schluss sein. Das behauptet zumindest das Musik-Magazin „Side-Line“.

Bitte was? Die CD steht vor dem Aus? Vertraut man den Informationen von „Side Line“ sollen ich die großen Plattenfirmen wie EMI, Sony und Universal darauf verständigt haben, im Jahr 2012 das Ende der Silberscheibe einzuläuten. Unter Umständen wird die Totenglocke sogar schon Mitte nächsten Jahres geläutet, schreibt das Magazin. Als physischen Datenträger soll es künftig nur noch so genannte „Limited Editions“ geben, damit Fans sich auch in Zukunft ihre Lieblingsmusik zum Anfassen in die CD-Ständer legen können. Doch wie geht es weiter?

Künftig soll das meiste Geld – und das wird niemanden so wirklich überraschen – mit Downloads und Streamings verdient werden. Mit Angeboten wie Musicload, iTunes und Napster also. Musik als digitales Medium ist Trumpf und zweifelsohne geht die Musikindustrie mit diesem Schritt lediglich mit der Zeit. So setzen zum Beispiel große Radiostationen schon lange nur noch in Situationen, in denen der zentrale Musik-Server streikt, auf die CD. Häufig wird das dann sogar mit Witzen über den dann doch eher verstaubten Tonträger begleitet. Eine CD? Das ist doch sowas von 1990…

Doch ist das Ende der kleinen Silberscheibe tatsächlich schon so nah? Ist wirklich schon in rund einem Jahr Feierabend? Vielleicht ist es nur ein klammernder Gedanke, etwas, womit ich aufgewachsen bin, nicht aufgeben zu wollen, aber kann es sich die Musikindustrie wirklich leisten, schon jetzt auf die CD zu verzichten? Ich sage: Nein! Klar, wer mit Musikdownloads aufgewachsen ist, wird der physischen Tonträgern wenig bis keine Beachtung schenken, aber was macht die Musikindustrie mit den heute 50 bis 70-jährigen, die in der Regel mit Musikdownloads nichts zu tun haben (wollen)? Diese Generation einfach zu ignorieren wäre fahrlässig und zwangsläufig mit rückläufigen Umsätzen verbunden.

Ich halte den Bericht von „Side-Line“ aber auch aus einem anderen Grund für nicht nachvollziehbar. Wenn ich mir nämlich die Pressemitteilungen der letzten Monate vom Bundesverband Musikindustrie in Erinnerung rufe, war dort regelmäßig davon die Rede, dass die CD keine Altersschwäche erkennen lässt. Immer wieder wurden in die Mitteilungen Sätze gepackt wie „Die CD bleibt mit Abstand liebstes Kind der deutschen Musikkonsumenten“ oder „Die CD bleibt jedoch das wichtigste physische Format und das Rückgrat der Branche“. Wieso sollte man dann bitte die CD zu Grabe tragen?

(Hayo Lücke)


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Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

40 Kommentare

  • Anmerkung: -> Muisk-Magazin “Side-Line”. => Musik-magazin

    Ich denke, CDs wird es noch lange geben und das Ende der CD wird sicherlich nicht im Jahr 2012 sein.

    Einfach das Gefühl ein festes Medium in der Hand zu halten wird die CD vor dem Aussterben bewahren.

  • ich sach nur 21.12.12 Weltuntergang.. also passt dat doch =)

    Die Platten wurden auch schon mehrfach Tot gesagt und was ist passiert? fast beliebter als damals, jeder große bzw. begabte Künstler bringt seine Alben / Singles auch auf Vinyl raus…

    von daher….

  • Ob es schon 2012 so weit sein wird halte ich auch für fraglich.

    Ich denke, die CD wird nicht von heute auf morgen aussterben. Auch die angesprochenen „Limited Editions“ sind ja immer noch CDs.

    Ich glaube aber schon, dass die CD mehr und mehr ein Sammlerstück für Liebhaber werden wird – ähnlich wie es die Vinyl-Schallplatte heute schon ist. Den alltäglichen Musikkonsum wird man mehr und mehr über Downloads und Streaming stillen.

  • Vor seinem Ende steht die CD gewiss nicht, da einfach ein deutlich zu großer Teil der Bevölkerung Musik in Form der Runden Scheiben konsumiert, nutzt und kauft.

    Sicherlich ist in den letzten Jahren die Entwicklung stark in Richtung digitale Medien gegangen und besonders unter den etwas jüngeren Leuten besitzen die allermeisten einen MP3-Player oder zumindest ein mp3-fähiges Handy/Smartphone. Auch wird unter diesen Leuten vieles direkt über den PC/Laptop konsumiert.

    Aber wie im Beitrag schon dargestellt, sind viele Nutzer, ich behaupte auch darunter vorwiegend die Älteren, mit der Flut kostenpflichtiger Musikportale überfordert, genauso aber natürlich auch mit den illegaleren Methoden, sich Musik zu beschaffen.

    Für diese Nutzer wird auch über die kommenden Jahre noch die CD ein vielgenutztes Medium sein.
    Besonders auch aufgrund der Kompatibilität zur DVD. Solange PCs/Laptops, DVD/Bluray-Player oder HiFi-Anlagen noch mit runden Scheiben von 12cm betrieben werden können, wird auch die CD einen festen Platz in den Ladenregalen haben.

    Selbst große, schwarze Vinylplatten werden heutzutage noch verkauft, wenn auch nur von Fans, Liebhabern und Nostalgikern.

  • Wer sich die Verkaufs-Zahlen auf http://theunderstatement.com/post/3362645556/the-real-death-of-the-music-industry anschaut, die leider nur bis 2009 reichen, und diese dann auf 2011 bzw. 2012 hoch rechnet der erkennt das dies Datum wohl absolut passend ist.

    Gleichwohl muss ich sagen das ich die selben Erlebnisse im Plattenladen nach der Schule Mitte der 90ger hatte. Wer aber das Portfolio von damals – als man von Bands noch den kompletten Back-Katalog verfügbar hatte – mit dem was man 2005 in einem CD Geschäft fand vergleicht, der muss zugeben das der Abgesang der CD nicht erst heute begonnen hat, sondern das sie schon lange den schleichenden Tot stirbt.

  • Die Frage ist doch was hätten großen Plattenfirmen wie EMI, Sony und Universal davon die CD Pressung einzustellen?
    Auf dem ersten Blick eigentlich keinen richtigen Vorteil außer der Verkauf geht dermaßen Zurück das es sich nicht mehr lohnt, aber Vinyl Platten werden ja auch noch Produziert.
    Es ist wohl eher die Geräteindustrie welche hier von neuen Umsätzen Träumt und millionen CD Player inc. analoges Radio auf den Sperrmüll schicken möchte um neue mp3 Streaming – , Abspielgeräte mit digital Radio besser verkaufen zu können?
    Was wird dann aus der Goldenen / Platin CD ?
    Wird dann künftig die goldene Mp3 Verliehen?

  • Das Ende der CD? Nee, das glaub ich nun auch nicht…allein: wieviele CD-Player stecken noch in den Autos? Und wieviele Autos haben schon Anschlüsse für USB-Sticks oder so?
    Völlig richtig auch der Hinweis auf die Generation 50+ (die ja auch das Geld hat!) – wenn ich meinem Vater sage, er soll sich seine Musik mal nur noch runterladen, der würde mir was husten und solange suchen, bis er irgendwo doch die CD findet.

  • Naja, als die MC langsam ausstarb und die CD die Rolle übernommen hat, habe ich auch um die MC getrauert. Das ging aber vorbei und die CD wurde akzeptiert. Nun wird die CD von MP3-Streams und -Downloads verdrängt. Es wird kurz nachgetrauert aber kurz über lang akzeptiert. Nicht zuletzt deswegen, wenn das Lieblingsalbum einfach nicht auf CD erscheint, sondern nur als Donwload … spätestens dann MUSS man akzeptieren.
    Bei PC-Spielen ist es doch ähnlich. Der Trend geht zum Download.

  • Naja, ich denke mal solange Breitband Internet doch noch in einigen (zu vielen) Regionen weiter weg ist als der MediaMarkt oder der (Amazon) Briefkasten, wird die CD noch ein bisserl Bestand haben 🙂

    NB: Das soll jetzt kein Flamewar über StadtLand DSLHauspreise usw. werden. Nur der (meiner Meinung) wichtige Hinweis, dass (Musik-) Downloads, Clouddienste usw. wahrscheinlich erst dann wirklich kommerziell/marketingtechnisch sinnvoll sind wenn wirklich gute High-Speed Internet Abdeckungen in breiten Käuferschichten erreicht werden.

  • Im Fernsehbereich wird die Qualität immer besser, mittlerweile sind wir bei HD und 3D angelangt. Und bei Musik soll die Qualität immer schlechter werden??? Das kann ich mir nicht vorstellen.

    Nehmt einfach mal eine Original-Audio-CD, erstellt davon gute MP3s und brennt diese dann wieder. Digital hin oder her – den Unterschied hört man.

    Und genau: Was ist mit Booklets? CDs sind mehr als nur Tonträger. Ich liebe es ín Booklets rumzublättern. Bücher gibt es ja auch noch.

    Außerdem: Was bringen mir MP3s, die ich dann doch wieder auf CDs brennen muss, weil ich keinen USB-Port an meinem Auto-Radio hab?

  • Der Trend geht zum Download…..

    Ja die Digitalen Medien machen es vor und die Plattenläden werden Aussterben, die spannende Frage ist wird das Weitergehen?
    Eigentlich könnten durch das Internet auch gleich Warenhäuser oder gar Supermärkte durch Online-kauf eingespart werden?
    Die Kaufhäuser und Elektronik märkte haben auch immer weniger Umsatz.
    Werden zukünftig unsere Städte eine „Ladenfreie – Zone“? dafür auf unseren Straßen weniger Stau?

  • Ich sehe das genauso. Da wird so schnell nichts zu Grabe getragen werden. Vor allem die Best-Agers; unsere alternde Bevölkerung braucht die „Scheibe“! Schon fast wehmütig muss ich an Kiddies denken, die den Wert einer CD nie kennengelernt hat& nur noch Downloads kennt. Ich mein…habt Ihr damals nicht auch im Media Markt gestanden an einem CD(!) Spieler mit Kopfhörern- um Euch die neuste Bravo-Hits anzuhören?

    Mensch…das waren noch Zeiten! Ein Leben ohne CD? Never! Aber ruft Euch mal in Erinnerung, wie es mit der Kassette war. Zeigt mal einigen Kindern heutzutage einen Bleistift und eine Kassette. Diese Generation wird damit nichts anzufangen wissen. Wir schon: Kabelbandsalat und stundenlanges aufrollen…so far! Liebe Grüsse an alle hier!

  • Klar redet die „Musikindustrie“ das Ende der Cd herbei, da sich bei Downloads besser Profile anlegen und DRM Systeme durchsetzen lassen.
    Eine CD kauft man im Laden – geht sogar anonym und mit Bargeld.
    Aber für einen Musikdownload braucht man eine Registrierung. Und da kann man dann gleich ein „Leute, die Album X gekauft haben, kauften auch Album Y“ daneben spammen.
    Und gegen die pösen Raubkopierer helfen ja nur schärfste Kopierschutzmaßnahmen. Am besten, man bekommt die Musik gar nicht erst, sondern darf sie nur als Stream hören – schließlich sit „die Cloud“ ja der neue Hype.
    Schöner Nebeneffekt: man spart sich Produktionskosten, Booklets und Logistik, aber die Musik kostet immernoch dasselbe. Also mehr Profit.

    In den Träumen dieser Musikindustrie ist die CD schon lange tot.

  • Ganz ehrlich ich bin über das vorhergesagte Ende der CD froh. Die Cd ist für mich die allerletzte Erfindung. Wie oft ich schon so eine CD in einen Player gesteckt habe die dann angefangen hat zu springen und nicht vernünftig lief. Die Dinger sind halt einfach viel zu empfindlich und nicht alltags-tauglich und schon gar nicht für die Ewigkeit gemacht.

    Klar die Sound-Qualität mag ein Argument sein. Ich versuche mir alle MP3s in mindesten 196 wenn nicht 360kb runter zuladen und dann klingt das auch.

    Ich habe seit 2001 schon keine CD mehr im Einsatz. Ich spiele alles mittlerweile über einen Touch-Bildschirm -auf dem Winamp läuft- der im Wohnzimmer hängt ab. Schneller und bequemer kann ich mir keine Playlist von meinem gewünschten Titeln zusammenstellen. Unvorstellbar wir der gleiche Komfort mit hunderten CDs funktionieren soll?

    Während dem Joggen benutze ich mein Smartphone auf dem ich mir zuvor die passenden Songs überspielt habe. Im Auto Radio oder ein USB-Stick.

    Also wer brauch noch die CD? Ich nicht. Tschüss machs gut und bleib ja weg.

  • Das wäre die größte Dummheit sein. Ich habe eine CD-Kollektion zu Hause und es sieht so schön aus. Wo soll ich die ganze Musik die ich online kaufe Jahrelang speichern?

  • Welche CD? Die habe ich schon vor vielen Jahren in den Keller geräumt. Diese Mißgeburt war ja nicht mal doppelseitig. Dafür zu teuer und ein LP-Cover konnte sie auch nicht ersetzen. Und dann noch diese Plastikhüllen, total unpraktisch, fummelig und schnell kaputt.

    Natürlich bleibt uns die CD erhalten, sie ist nicht das beste, sondern das einzige physische Medium mit Relevanz. Sei es über den Umweg des Runterladens und Brennen am PC der Kinder. Aber auch diese Notwendigkeit besteht nicht mehr lange, heutige Fernseher bringen alle Voraussetzungen bereits mit. Und die CD-Sammlung paßt auf eine Micro-SD-Karte.

  • Hört auf meine Worte: Volksmusik und Schlager werden die CD retten. Amigos, Flippers und Kastelruther Spatzen etc. als Download? Das geht doch gar nicht.

  • die letze cd habe ich mir vor ca über 10 jahren gekauft glaube ich. habe NULL tonträger daheim. weder kassetten noch cd´s. höre musik auf youtube und das reicht mir. bin aber auch nicht derjenige der nen i pod hat und überall mitrumschleppt. musik ist mir einfach nicht so wichtig.

    heute 70 jährige hören cd´s?? ist das so?? haben die nicht noch die guten alten plattenspieler am start??

    mein tipp: die plattenindustrie wird noch mehr kohle machen. 90 prozent laden doch eh schon die songs runter von itunes etc oder schauen es sich auf youtube an. und die restlichen 10 prozent die unbedingt etwas physisches zum anfassen haben wollen bzw als statussymbol kaufen sich dann halt die „limited edition“ mit auflage 100.000 statt 1.000.000 von denen dann eh die hälfte wieder irgendwann im müll landet. der umwelt tut das doch gut und den produktions/vertriebs/versandkosten auch

    stellt euch ein 12 jähriges justin bieber mädchen vor. natürlich braucht die die cd um sie bei sich ins bücherregal zu stellen neben die twilight bücher. dann darf sie halt 4 euronen mehr blechen als bisher und hat wahrscheinlich noch ein netteres booklet dabei. herr der ringe fans, star wars, star trek, marvelfans, sci fi junkies, us serienfans können doch davon seit jahren ein lied singen!

  • Phaidros (16), genau so sieht es aus!
    Die Industrie will nicht, dass wir einmal für Musik zahlen und sie dann ewig hören und sogar weitergeben können.
    Die Spieleindustrie hat es vorgemacht, wie man mit DRM viel mehr Geld machen kann. „Premium“dienste, Abos, DLCs, Austrocknung des Gebrauchtmarkts usw.

    Da können Streaming und Clouds noch so „Hipp“ sein, meine Musik bleibt bei mir – DRM-frei!

    Meine Datenträgerzeit ist zwar auch längst (seit Ende der 90er) vorbei, aber die CD wird es noch lange geben.

    Übrigens, die MD war um 2000 herum nicht mehr neumodisch, sondern Dank Kopierschutz (Sony: Jede Kopie ein Original!) schon wieder tot. Der Grund übrigens, warum ich seit dem nie wieder etwas von Sony gekauft habe.

  • Das kann ich mir nicht vorstellen obwohl es mich nicht wirklich stören würde. Habe erst letztens bemerkt, wieviele CD´s bei uns in den Schränken stehen, die kein Mensch mehr anhört. Nimmt ja auch eine Menge Platz weg.

  • Tja hätten die Raubkopierer den Markt nicht kaputt gemacht…

    Im Artikel wurde ja schon richtig erkannt, dass fast nur noch ältere Leute CDs kaufen…

    Musik hat keinen Wert mehr…

  • Ehrlich gesagt kann ich mir das noch nicht wirklich vorstellen. Dass irgendwann mal das Ende der CDs kommen wird, ist klar.

    Aber es wäre irgendwie schon „erschreckend“, dass die Musikindustrie mittlerweile so wenig mit CDs verdient, dass sie das Geschäft größtenteils aufgeben würden.

    Ehrlich gesagt ist es bei mir aber auch schon länger her, dass ich mir eine Musik-CD gekauft habe. Aber gut: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

  • Bei welchem Download habe ich ein hübsches, buntes Booklet mit den Songtexten gleich dabei? Springen die aus den neuartigen „3D-Bildschirmen“ heraus, wenn ich auf den Zauberstab klicke?

    Und wie soll ich in einem deutschen Musikportal das finden, das ich hören möchte, wenn es von irgendwo außerhalb der EU+Nordamerika kommt? Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, gibts jedenfalls nicht. Nicht mal was japanisches (als „westliches“ Land.) Kann ja jeder mal probeweise die Oricon-charts Top-10 eingeben. Taucht wahrscheinlich nicht ein Treffer auf.

  • Also ich bin definitiv ein Kind der Neunziger, und mit der CD groß geworden.
    Allerdings muss ich sagen dass auch ich seit vielen Jahren nicht eine einzige CD mehr gekauft habe…

    – erstens fand ich es schon sehr frech wie die CD-Preise nach der Euro Umstellung nach oben gegangen sind! Vorher waren es 24.95 DM, und plötzlich waren es 17,99 Euro…

    – zweitens: Sind wir mal ganz ehrlich… Ich liebe Musik! Aber ich habe meine Lieblingstitel, die höre ich auch nach vielen Jahren noch gerne. Und eben Titel die eine Art Zeiterscheinung sind und relativ schnell vergessen! Damit möchte ich mir doch nicht mein Regal zustauben!

    Ausserdem habe ich mit digitalen Medien wie Smartphone, MP3 Player, USB-Stick, etc. meine ganze Musiksammlung immer dabei! Und die Downloadvariante ist immer noch ein kleines bißchen billiger als die CD!

    Ich würde es wohl garnicht bemerken wenn die CD nach und nach verschwindet…

  • @hayo:
    side-line hat ein update gebracht:
    „Update: We were approached by several people working with major labels, who indeed re-confirm that plans do exist to give up the CD. We keep on trying to get an official confirmation, but it seems that the matter is very controversial, especially after Side-Line brought out the story.“
    das sollte man auch oben im artikel erwähnen.
    der post von side-line ist übrigens auf 23. oktober datiert. beinhaltet das schon das update?
    es ist wirklich bezeichnend, dass keiner der fast 30 leute die oben gepostet haben, sich die mühe gemacht hat mal die quelle anzuschauen. das ist ja ein trauerspiel. prüft ihr eigentich nie die informationen die ihr vorgesetzt bekommt? unglaublich…

    außerdem hayo: der bundesverband musikindustrie benutzt für seine statistiken sowohl deutsche als auch internationale zahlen, und macht nicht klar, wann welche zahlen verwendet wurden. und die entwicklungen national/international unterscheiden sich maßgeblich! andere zahlen sind völlig aus der luft gegriffen (anzahl illegaler downloads).
    im großen und ganzen haben deren reports genau ein ziel: mitleid erregen.
    man sollte die daten dort also mit vorsicht genießen.

    @martin(#6):
    schau dir mal alle diagramme dort an, dann wirst du sehen, dass cds 2009 immer noch fast 70% des umsatzes ausgemacht haben. es ist also noch deutlich verfrüht das ende der cd herbeizureden. die zahlen beziehen sich außerdem ausschließlich auf die usa.

    @carsten(#13):
    du machst dich lächerlich. wieviele studien muss man leuten wie dir eigentlich noch zeigen, um zu beweisen, dass da kein unterschied ist. unzählige leute haben sich bereits lächerlich gemacht, weil sie der meinung waren, sie hören einen unterschied, wo keiner ist. mach doch einfach mal einen blindtest (bei einer unabhängigen person) und zeig was du so kannst.

    die meisten streaming dienste bieten downloads in 256kbps an. da ist einfach kein unterschied mehr da. und falls dir das nicht reicht, dann kannst du auch auf verlustlose formate wie .aac, .ogg oder flac zurückgreifen.

    @lilly(#18):
    das ist etwas was man mittlerweile vermehr hört: kultur wird in zunehmenden maße digitalisiert und damit unsichtbar. unsere bücher auf dem ebook reader, die musik auf dem mp3 player, bilder auf dem pc, filme direkt im abspielgerät gespeichert.
    zu diesem zweck haben wir ja aber facebook und das internet im allgemeinen. und kultur verbreitet sich im netz ja jetzt schon besser als offline. das einzige problem dass sich im endeffekt also ergibt, ist die frage wie wir unsere lebensräume in zukunft gestalten.
    vielleicht kommt uns da ja der moderne simplizismus/minimalismus zu gute (ganz im sinne von apple) oder aber die rasende überbevölkerung löst das problem. 😉

    noch was ganz im allgemeinen zu der situation:
    das problem der musikindustrie ist nicht das sterben der cd oder das aufkommen von mp3. diese entwicklungen waren unausweichlich. dass der umsatz der musikindustrie heute so viel geringer ist, liegt schlichtweg daran, dass die preise in den neunzigern und anfang 2000 einfach völlig überhöht und mangelnder konkurrenz verschuldet waren.
    die musikindustrie – speziell die major labels – haben bitterlich erfahren müssen, dass die menschen schlichtweg nicht mehr ein vermögen für musik ausgeben wollen. auf lange sich wird sowohl cd als auch mp3 download aussterben. die zukunft liegt im streaming und in der cloud. (*buzz-alarm*)
    interpreten haben den trend längst erkannt. rihanna, katie perry und wie sie alle heißen, machen ihre millionen längst mit life auftritten. die konsumenten wollen keine 10 euro für ein album ausgeben, aber 100 euro für ein konzert ist in ordnung – denn es ist etwas besonderes.
    (ich habe seit ewigkeiten keine musik mehr angeschafft. bei grooveshark bekomme ich sie legal und kostenlos)

    und nun hat das offensichtlich auch die musikindustrie erkannt. das potential steckt in den sonderausgaben. die werden dann signiert, mit booklet, fan shirt und in extra tollem aluminium case daherkommen und schon zahlen die leute dutzende euro dafür. (und für den streaming dienst nochmal, denn die cd ist viel zu schade um sie zu benutzen)

    hmmm, hopla. ist nen anger post geworden. *scnr*

  • Ich halte die Meldung für hochgradig unsinnig. Die Musikindustrie behauptet, dass die CD das liebste Medium der Käufer ist, und dann sollten sie diese Einnhmequelle killen? So blöd sind selbst die nicht! Allein die Tatsache, dass man sich einen MP3-Download nach einem Konzert von den Künstlern nichtmit einem Autogramm versehen lassen kann, lässt der CD eine grundlegende Existenzberechtigung, von der nicht nur ich einen regen Gebrauch mache. Solange man noch CD´s verkaufen kann, wird es immer welche geben!

  • Alleine durch illegale Downloads macht die Musikindustrie jährlich mehrere Milliarden verlust. Es ist kaum vorstellbar dass sie nun auch das immerhin noch sichere Geschäft verzichtete. Außerdem kann die Musikcd nicht alleine verschwinden und die DVD lässt mit Blueray wohl noch auf sich warten.

    MfG

  • Ob man selber die CD als Format mag oder nicht, ist nicht relevant.

    Es geht um die Fakten. 
    Die Medien suggerieren, dass Itunes und co. die Bezugsquelle von Musik schlechthin geworden wären. Dabei ist das in manchen Ländern mehr Wunschdenken als Wahrheit. 
    Die physische Musik CD hat einen Gesamtumsatzanteil von 80 % in Deutschland. 
    Mit 147 Millionen verkauften CDs ist das mit Abstand die Haupteinnahmequelle. 

    Deutschland ist ein Land von Erwachsenen, kein Land von Kids. Da diese nicht arbeiten, könnten sie sich ohnehin keine CDs leisten. Klar, dass man dann auf illegale und billige legale Mp3s zurückgreift. Klar, dass man dann miese MediaMarkt Plastik Boxen für die Tonwiedergabe nutzt, oder gar die „Boxen“ des Laptops. 
    Die heutigen Kids denken sie seien die Next Generation eines natürlichen Fortschritts… und durch die Verblendung der Medien, merken sie nicht, dass es sich um einen gewaltigen Rückschritt handelt. Früher hörten die Leute im Wohnzimmer mit 1,5m großen Hifi Standboxen Musik. Heute klingt Musik wie aus einer Blechkanne. Früher genossen die Leute die Vielfalt von 50 Labels. Heute sind es nur noch Universal, Sony und Warner. (und deren zig 100 % Tochterfirmen)

    Musik stammt aus den immer gleichen Quellen, Max Martin, Dr. Luke, The Neptunes, Timbaland, Jimmy Douglas, Mutt Lange, Chris Lord-Alge. Insgesamt vielleicht ein Dutzend Produzenten und Mixer, die die gesamten Top 10 Pop Charts abdecken, und die oft auch noch in Teams zusammen arbeiten. 

    Weder auf die Songs, noch auf den Sound, haben die „Künstler“ heute noch nennenswerten Einfluss.

    Die Charts sind nur bedingt ein Leistungsranking, sondern vielmehr ein Budget-Ranking. Klar, das korreliert, aber man sollte entsprechend kritisch bleiben.

    Um auf das Internet zurück zu kommen:
    Die Medien propagieren und suggerieren, dass das Internet – digitale Musikdowloads, Social Networking, angebliche Revolutionen durch Twitter – eine Art Utopia darstelle, unendliche Freiheit, Frieden, Bequemlichkeit und Spaß. 

    Doch in Wahrheit, werden physische Daten und Informationsträger nie zu ersetzen sein. Wenn eines Tages jemand den Internet Kill Switch betätigt, was ich schwer hoffe, dann bringt das Wikipedia Pseudo Wissen niemandem mehr was, dann interessieren auch die Itunes Charts niemanden mehr, und ein cleveres iCloud System zum Synchroniesieren von Medien, um sie bequem und mobil zu konsumieren, kannst man dann auch in die Tonne kloppen.

    Vielleicht wird die CD irgendwann künstlich begraben. So wie heute auch nur noch wenige Menschen Bilder entwickeln lassen, und in 30 Jahren nicht mehr auf Foto Alben zurück greifen können, während die Festplatten mit 1 Million Bilder sich bis da hin wahrscheinlich selbst formatiert haben, oder nicht mehr „kompatibel“ sind.
    Vielleicht drucken die Verlage irgendwann keine Bücher mehr. Die halbe Menschheit hat Krebs, weil man sich permanent und freiwillig mit Wlan-, Bluetooth-, Radio- und Displaystrahlung umgibt – Zuhause, in der Schule, in der Innenstadt, in Restaurants.
    Bis dahin gibt es auch kein Geld mehr, dass man anfassen könnte, auch das hat sich dann wie Musik in Luft aufgelöst.

    Keine Kabel mehr, keine CDs mehr, keine Bücher mehr, keine Fotos mehr, kein Bargeld mehr, keine Nationen mehr. Ich freu mich!

  • Selbst wenn die CD in den modernen Industriestaaten nicht mehr zu kaufen sein wird, so wird sie in den anderen Regionen der Welt doch noch länger existieren, wie es die gute alte Musikkassette zeigt.

  • es ist eigentlich nicht eine Frage des Mediums, man könnte genau so gut unkomprimierte FLACs zum download anbieten für die Zielgruppe. Leider tun das nur audiophile Anbieter im Bereich von Klassik, Jazz oder bspw. der B&W Musicclub, bei dem ich auch Mitglied bin.

    Die Nachfrage nach guter Qualität scheint es in der breiten Masse nicht zu geben, weil die sich auf Billiganlagen das mp3-Gedudel reinziehen, somit reagiert die Industrie natürlich völlig richtig, da sie nur Geld verdienen möchte – auch wenn ich persönlich hier richtig ko…n könnte. Jeder der mal eine gute Aufnahme eines Klassikkonzerts auf einer sehr guten Anlage als FLAC/CD gehört hat, dem wird selbst bei einer 320er mp3 als Vergleich viel fehlen. Und jeder der gewöhnt ist seinen ipod auf eine Dockingstation mit Lautsprecher zu stellen, dem wird mp3 reichen und wird nie erfahren, wie sich die Musik des Künstlers richtig anfühlen muss. Und ja… auch bei Metallica verschwindet so einiges bei der Kompression.

    Klar hat die CD Nachteile, ist empfindlich und hält nur begrenzt (weniger als 100 Jahre…. die Urenkel bekommen also Probleme selbst bei bester Pflege;) Wenn also irgendwann die CD abtritt, bin ich der letzte der heult (da ich eh schon die ganze CD-Sammlung als FLAC auf der Festplatte habe und auch schon mal ein backup fahre). Wenn die Zukunft jedoch das mp3-Format ist, dann sollten alle Musikliebhaber und Künstler mit Interesse an Qualität und nicht nur an Geld Revolution begehen.

    ….oh mann tolle Zukunft….alle konsumieren sie die TOP100 in mp3, schauen Privatfernsehen und bestellen sich ne Pizza…
    Gute Nacht

  • @35 sophistication schrieb

    …Doch in Wahrheit, werden physische Daten und Informationsträger nie zu ersetzen sein. Wenn eines Tages jemand den Internet Kill Switch betätigt, was ich schwer hoffe, dann bringt das Wikipedia Pseudo Wissen niemandem mehr was, dann interessieren auch die Itunes Charts niemanden mehr, und ein cleveres iCloud System zum Synchroniesieren von Medien, um sie bequem und mobil zu konsumieren, kannst man dann auch in die Tonne kloppen…..

    Völlig Richtiger Beitrag!

    Natürlich sind physische Daten und Informationsträger nie zu ersetzen , das ganze Internet besteht ja eigentlich nur aus Festplatten und ist somit lediglich ein Verbund physische Daten und Informationsträger , Server genannt.
    Wie lange hält dann wohl eine Festplatte oder SSD gegenüber einer CD ?
    Völlig Belanglos darüber zu Senieren oder den Eindruck zu Erwecken physische Daten und Informationsträger könnten Aussterben, wer das glaubt sollte einmal Versuchen seinen Rechner oder Smartphone ohne zu Bereiben nach einem Reset sind dann alle Daten weg.
    Die Frage ist hier lediglich ob man zukünftig noch Musik auf einem eigenen Speichermedium besitzen darf …. wo schon das Singen unter der Dusche Gema Gebühren kosten könnte?

  • Totgesagte leben eben länger. Die CD wird auch in den nächsten Jahren noch das Hauptmedium für Musik bleiben. Die Industrie ist nur etwas schlauer geworden und will sich das Vertriebsnetz sparen und die Gewinne selbst einsacken.

    Ich glaube kaum, dass sich die Preise so schnell daran anpassen werden. Außerdem hat meine Harley-Davidson ein CD-Radio – da will ich doch nicht in ein paar Jahren jeden Datenträger selbst brennen müssen – sofern es dann überhaupt noch CD-Rohlinge gibt und nicht komplett auf DVD umgestellt wird.

    Das Horror-Szenario in 2012 ist jedenfalls nicht eingetreten 😉

  • Ich bin auch dafür, das es CDs immer gibt. Ich mag keine Downloads, ich liebe Musik, die ich liebe, klassische Musik Mozart usw. Ich bin 48 und mit der Schallplatte und Musikkassetten aufgewachsen. Jetzt die CDs und DVDs , Super Audio CDs multichannel und Blue-Rays sind eine deutliche Verbesserung und wenn eine Discs zum Beispiel CD springt, muss man sie umtauschen, wo man sie gekauft oder bestellt hat. Das habe ich getan. Wenn eine CD in Ordnung ist, so springt sie nicht und tut es auch weiterhin nicht, das ist meine Erfahrung. Die tauschen das auch um, das müssen sie. Eigentlich halten diese Discs auch alle, wenn man gut damit umgeht. Bei den Geräten da braucht man natürlich bei allen Geräten was neues, egal ob TV, Film und Musikspieler: Blue-Ray usw. und auch Computer usw., einfach alles. Für mich sind die schönsten Geschenke zu Festen: Musik CDs, Super Audio CDs multichannel zum hören und DVDs und Blue-Rays als Musik zum hören und gucken und Film zum sehen und auch das gedruckte Buch zum lesen mit meinen Lieblingsthemen: Musik: Mozart usw., Fantasy: Harry Potter usw., Liebesgeschichten, Familiengeschichten, Krimis. Die Filme ebenfalls Musik und Urban Fantasy Harry Potter usw.

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