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Lenovo stellt ziemlich großen, "kleinsten PC der Welt" vor. Das ginge noch kleiner!

Man vergleicht ja immer im Geiste und da schadet man sich mit Superlativen eigentlich nur: Lenovo hat einen neuen Nettop vorgestellt und behauptet, der Q180 sei der kleinste Desktop-PC der Welt. Ob das nun stimmt oder nicht, möchte ich weder behaupten noch dementieren. Aber der Q180 wirkt lächerlich groß im Vergleich zum Cotton Candy, der dieser Tage die Runde macht. Der Cotton Candy findet auf einem USB-Stick Platz und soll Android auf nahezu jeden Bildschirm bringen können.

Was auf dem kleinen USB-Stick Platz findet, ist in der Tat bemerkenswert: HDMI-Anschluss, micro-SD-Kartenslot, WLAN, Bluetooth, ein Grafikchip für Full-HD-Videos, 1 GByte Speicher und ein vorinstalliertes Google Android. Prozessor ist ein Dual-Core-Chip mit 1,2 GHz. Anschließen lassen soll er sich via USB an einen PC. Der Schritt zu einem vollwertigen Computer ist hier nicht mehr weit. In Serie gehen soll der Cotton Candy Mitte 2012. Kosten soll er rund 150 Euro.

Fairerweise muss man sagen, dass Lenovo im IdeaCenter Q180 ein Bluray-Laufwerk verbaut hat und deswegen nicht mehr viele Einsparmöglichkeiten hatte, was Breite und Tiefe angeht. Aber die Höhe? In Zeiten von System on a Chip wäre da eigentlich noch mehr gegangen. Zumindest, wenn es wirklich um den kleinsten PC der Welt ging. Als Prozessor hat Lenovo zu einem Atom Cedar Trail D2700 und 2,13 GHz (Dual Core) gegriffen. Grafikchip ist ein AMD Radeon HD 6450A, 2 GByte Arbeitsspeicher sind in der kleinsten Konfiguration dabei. Es gibt WLAN b/g/n, Bluetooth und eine Festplatte ab 500 GByte. VGA- und HDMI-Anschlüsse sind optional. Los geht’s ab 369 US-Dollar (etwa 275 Euro).

Die Idee, kleine Desktops zu bauen, könnte wieder in Mode kommen. Gerade, wenn man auf ein optisches Laufwerk verzichtet und einen kleinen Festspeicher als Grundlage nimmt, zeigt der Cotton Candy zumindest, in welche Richtung die Entwicklung gehen könnte. Auch wenn der natürlich noch kein vollwertiger PC ist: Viel höhere Maße sind da nicht zwingend notwendig. Den PC mal eben wie ein Smartphone in die Hosentasche stecken und überall hin mitnehmen? Könnte kommen. Hätte was.

(Jürgen Vielmeier, Bilder: Lenovo, FXI Tech)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

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