Instagram für Android: iPhone-Nutzer angewidert vom Android-Pöbel

Jürgen Vielmeier


Im Scherze: Katie Notopoulos hat auf BuzzFeed allerhand Tweets von iPhone-Nutzern gesammelt. Die echauffieren sich meist mit gespieltem Abscheu darüber, dass ihre exklusive Fotocommunity-App Instagram seit gestern auch für Android zur Verfügung steht. Eine Instagram-Nutzerin namens Mantha etwa twittert:

„Folgt mir nicht auf Instagram, wenn ihr Android habt. Ihh…“

Ein anderer Nutzer namens Frank The Tank schreibt:

„Ich finde es ekelerregend zu wissen, dass Menschen mit einem Android Phone mir auf Instagram folgen können…“

Bevor nun der Volkszorn der Androiden losbricht: Die große Mehrheit dieser Tweets ist ganz klar scherzhaft gemeint. Aber es zeigt ein wenig, wo Android zur Zeit steht.

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Mit pseudo-künstlerischen Apps wie Instagram konnten sich iPhone-Nutzer für gut ein Jahr in ihrer Exklusivität wähnen. Die geht jedes Mal ein Stück weit verloren, wenn beliebte Apps auf Android oder andere Systeme portiert werden. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis die Mehrheit exklusiver Apps zuerst für Android veröffentlicht wird („Android first“). Statista veröffentlichte heute eine interessante Grafik (oben) auf Basis neuer Comscore-Zahlen: Android hat iOS in den USA bei den Smartphone-Betriebssystemen binnen eines Jahres auf den zweiten Platz verdrängt. Jedes zweite verkaufte Smartphone dort ist inzwischen ein Android-Phone. Smartphones werden zur Massenware und das lockt ganz gewöhnliche Menschen an, die dem elitären Zirkel der iPhones nicht angehören. Wäre die Bild-Zeitung in solche Projekte involviert, würde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein „Volks-Smartphone“ mit Android auf den Markt bringen.

So zumindest auf den ersten Blick. Schaut man genauer hin, ist die Botschaft eine andere: Android und iOS erhöhen beide im Vergleich zum Vorjahr ihre Marktanteile und kontrollieren zusammen inzwischen 80 Prozent des US-Marktes. Die großen Verlierer sind die als Business-Handys verschrieenen Windows- und Blackberry-Systeme. Das Business-Segment stirbt, zumindest auf dem Smartphone-Markt.


Der eigentliche Verlierer von Apps wie Instagram ist die Fotografie. Nicht, dass die meisten Bilder in der Community nicht hübsch wären – sie werden nur bald nichts Besonderes mehr sein. In weniger als einem Tag haben bereits 1 Million Android-Nutzer Instagram seit gestern heruntergeladen. Bilder mit Retro-Filtern werden in Kürze die ganze Welt überschwemmen, wie einst der Farbverlauf die Werbeagenturen oder PowerPoint die Geschäftswelt. Fotos ohne vermeintlich künstlerisch wertvoller Optik wird es bald kaum noch geben. Dass Instagram jetzt auf Android kommt, spielt dabei allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Die Funktionen der App sind in Form zahlloser Kopien längst für Android erhältlich.

(Jürgen Vielmeier, Grafiken: Instagram, Statista)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.