EveryMe: "Freundschaft ist tot"

Jürgen Vielmeier

Anzeige


Haha, das passt. Die ganze Techwelt fiebert dem Börsenstart von Facebook entgegen. Es ist so einer dieser Tage, an denen man sich am besten von Radio, Fernsehen und vor allem den Online-Medien fern hält, die sich bald mit Sensationsmeldungen überschlagen werden. (Mein Wort drauf!) Und passend dazu erklärt ein Startup namens EveryMe Freundschaften für tot.

EveryMe will eine Neudefinition von Freundschaften. Freunde seien eben nicht die 610 Kontakte auf Facebook, sondern nur ganz wenige Leute in unterschiedlichen Freundeskreisen. Und wenn man etwas mit denen teilen wolle, gäbe es dafür auf Facebook keine gute Möglichkeit. Deswegen sammelt die App Kontakte von mehreren Netzwerken und formiert daraus automatisch Freundeskreise. Eine Art Circles wie auf Google Plus über die Grenzen verschiedener Netzwerke hinweg.

Um bessere Ergebnisse zu erzielen, empfahl die App mir bei der Konfiguration, ich solle mein iPhone-Adressbuch hochladen. Selbstverständlich würden die Daten aber nicht auf den Servern von EveryMe gespeichert. Klar. Im Test verband ich die App zunächst nur mit Facebook. Sie legte aus meinen 353 Freunden (Kontakten?) dort einen ganzen Freundeskreis mit genau 1 Kontakt an. Das ist sehr exklusiv. 400.000 Nutzer soll das „private Social Network“ im ersten Monat gewonnen haben. Mit dem Exklusiv-Netzwerk Path habe man übrigens nicht das geringste gemeinsam, versichert EveryMe-CEO Oliver Cameron. Path habe ja nur Facebooks Idee von Freundeskreisen übernommen und eine Art VIP-Lounge daraus gemacht.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Exklusives Meta-Social-Network

Auch Google Plus sei dort nicht sonderlich fortschrittlich, weil niemand wirklich wisse, in welchen Circles er sei. Bei EveryMe erhalte man eine bessere Kontrolle darüber. Für ganz überflüssig halte ich die ganze Sache nicht, hübsch designt ist sie auch. Es ist eine Art Meta-Tool für verschiedene Netzwerke. Dinge werden nicht veröffentlicht, sondern bleiben nur für Freunde sichtbar. Allerdings gibt es ja auch bei Facebook und Google Plus gute Möglichkeiten, bestimmte Dinge nur mit ausgewählten Freunden zu teilen. Facebook legt automatisch bessere Freundeslisten an, als EveryMe es tut. Bei Google Plus kann man von Hand bestimmen, wer in welche Circles rutschen soll.

Was unterm Strich von EveryMe also bleibt, ist eine niedliche, neugierige App, die Kontakte aus mehreren Social Networks miteinander verbindet. Angesichts heute kursierender Zahlen sehe ich da schon Finanzierungsrunden in Höhe etlicher Millionen Dollar, Bewertungen von mehreren hundert Millionen und einen sehr hoch bewerteten Börsengang auf uns zu rollen. Es geht ums Potenzial, richtig? Geschäftsmodell? Nicht in Sicht.

(Jürgen Vielmeier)

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Senior Cyber Security Engineer (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Teile diesen Artikel
Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.