Offline verfügbar

Jürgen Vielmeier

Wir sind inzwischen immer und überall online, zuhause, im Büro, unterwegs, sogar im Urlaub und im Ausland. Das muss man nicht mögen, es mag Nachteile mit sich bringen. Es gibt aber nicht wenige, wie Soziologe und „New Inquiry“-Autor Nathan Jurgenson, die online sein inzwischen für den Normalzustand halten. Man kann es mögen oder nicht: Es ist schlicht die Realität.

Und doch möchte ich gerade den heutigen Tag zum Tag der Offline-Verfügbarkeit erklären. Facebook hat sich mit der Übernahme von Spool die Technik gesichert, um Nachrichten und Videos offline verfügbar zu machen. Google hat bereits Ende Juni auf der eigenen Entwicklerkonferenz die Möglichkeit vorgestellt, Dokumente seines Office-Pendants Drive offline zu bearbeiten. Wie Google am vergangenen Wochenende mitteilte, ist diese Möglichkeit jetzt gegeben. Die Notwendigkeit, Dinge offline verfügbar zu haben, wird uns trotz Always-on und ersten LTE-Zellen noch eine Weile begleiten.

Endlich Konkurrenz für MS Office

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Dieses Offline ist kein echtes Offline, wie etwa bei den gut 17 Millionen Deutschen, die nie online sind. Es ist ein temporäres Getrenntsein vom Netz, weil es nicht anders geht. Weil man eine App datenhungrig programmiert hat, die Datenvolumina nicht ausreichen oder die Geschwindigkeit des Unterwegs-Internets schlicht zu langsam ist. Google hat bereits vor einem Jahr die Möglichkeit vorgestellt, Dokumente aus dem Google-Drive-Vorgänger Docs (auf deutsch: Text & Tabellen) über ein Chrome-Plugin offline lesbar zu machen. Gleiches gilt schon seit damals für Google Mail. Erst jetzt gibt es aber die Möglichkeit, ohne Internet-Verbindung neue Dokumente anzulegen oder Dokumente zu bearbeiten. Damit wird Google Docs endgültig zu einem Herausforderer für Microsoft, das heute Abend wahrscheinlich Office 15 vorstellen wird.

Inzwischen beschäftigen sich selbst Feuilletonisten mit dem Thema Online/Offline: Schalten wir eigentlich wirklich ab, wenn wir das Smartphone ausschalten und in der freien Natur spazieren gehen? Oder drücken wir dann nicht vielmehr im Geiste auf eine Pause-Taste? Der Film beginnt weiter zu laufen, sobald wir wieder unsere Mails checken. Und selbst, wer längere Zeit nicht online ist, genießt die Stille und die Abwechslung, erlebt aber langfristig nicht mehr Lebensqualität.

Es tut gut, das Netz mal für ein paar Stunden das Netz sein zu lassen und sich voll und ganz anderen Dingen zu widmen. Gezwungenermaßen offline zu sein, ist aber kein Gewinn. Im Zug, auf Konferenzen, auf dem Land – sehr oft sind wir immer noch zum Offline-Modus gezwungen. Google Docs offline überbrückt lediglich das Loch zwischen zwei Online-Phasen. Das eigentliche Problem ist, dass dies nach wie vor notwendig ist.

(Jürgen Vielmeier, Bild: Lali Masrira (CC BY 2.0))

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.