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Fastfood mit Fastshoot: McDonalds China verteilt eigene Angry-Birds-Version

Wenn es ein Feld gibt, in dem sich Angry-Birds-Entwickler Rovio mittlerweile auskennt, dann ist das zweifelsohne die Eigenvermarktung. Laut „Werben & Verkaufen“ haben die Finnen in Kooperation mit McDonalds China nun eine neue Werbekampagne gestartet, in der sowohl die wütenden Vögel als auch ihre Counterparts im giftgrünen Borstenkleid eine tragende Rolle spielen. Das Ganze läuft unter dem Schlagwort „Branded Entertainment“, der Rubel soll schließlich rollen. Im Mittelpunkt steht dabei eine eigens entwickelte Spezialversion von Angry Birds, die sich kostenfrei in allen McDonalds-Filialen auf’s Smartphone laden lässt.

Die zugehörige Story frei nach Konstruktionsschema „Reim-dir-oder-ick-fress-dir“ wird in einem TV-Werbespot illustriert und geht ungefähr so: Schwein klaut Gast Big Mac – Angry Birds eilen zu Hilfe und wollen Big Mac retten. Als Schleuder dient dabei – ja was sonst – das große gelbe M. Auch im Spiel mangelt es daher freilich nicht an beiläufigen Werbeeinlagen für die Fastfood-Kette. So finden sich kleine Pommes-Tüten, Burger oder auch Cola-Becher (die beim Treffen jeweils ordentlich Punkte geben). Besucher der McDonalds-Restaurants können zudem Power-Ups gewinnen und versteckte Spielmodi freischalten. Darüber hinaus sind sie aufgerufen, an einer Abstimmung teilzunehmen. In dieser soll sich entscheiden, vor welcher der insgesamt 1.500 chinesischen McDonalds-Filialen die aus dem Werbespot bekannte M-Schleuder als reale Replik aufgestellt wird.

Was uns das eigentlich interessiert? Ich sag’s euch: Es gibt auch eine flashbasierte Browser-Version, die sich unter http://mcd.angrybirds.com zocken lässt und eine Menge Spaß macht. Zwei Level sind frei zugänglich, um die übrigen sechs Level freizuschalten, ist eine Registrierung notwendig. Die wenigen unter euch, die Chinesisch in der Schule abgewählt haben, müssen das leider im Blindflug erledigen: Ein Klick auf das kleine Feld unterhalb der Highscore-Leiste neben dem „i“ öffnet zunächst zwei Tabs. Dann wählt ihr den rechten Reiter aus und tragt in die Felder nacheinander E-Mail-Adresse, Passwort mit Buchstaben und Zahlen, noch einmal Passwort (als Bestätigung) und euren Nutzernamen ein. Die beiden Kästchen unterhalb könnt ihr ignorieren.

Um sich später wieder einzuloggen, wählt ihr den linken Tab aus und tragt nacheinander E-Mail-Adresse, Passwort und Nutzername ein. Ich habe zum Testen übrigens eine anonyme Junk-Adresse von mytrashmail.com benutzt – das hat problemlos funktioniert. Derlei Dienste sind also offenbar nicht gesperrt. Gut, um kryptischem Burger-Spam vorzubeugen – denn irgendeinen Sinn muss die Registrierung für McDonalds ja haben. Und nun: Loslegen!


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Über den Autor

Christian Wolf

Christian Wolf wird am Telefon oft mit "Wulff" angesprochen, obwohl er niemals Bundespräsident war und rast gerne mit seinem Fahrrad durch Köln. Er hat von 2011 bis 2014 für BASIC thinking geschrieben.

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