Nexus 10: Erste Reviews des iPad-Killers

Ehemalige BASIC thinking Autoren

Googles Version eines 10 Zoll Tablets wurde erst vor wenigen Tagen offiziell vorgestellt. Jetzt erlaubte der Suchmaschinenriese frühen Testern offenbar das Wort zu ergreifen. Es handelt sich wiederum um die größeren Vertreter der Tech-Medien-Landschaft, die bereits über ein Testgerät verfügen. Ähnlich wie beim iPad Mini, aber vielschichtiger, fällt auch hier das Fazit aus: Toll, aber die Apps, der Preis, die Performance…

Gut, ich gebe zu, dass die Überschrift unzutreffend ist. Das Nexus 10 ist ein grandioses Tablet, aber kein iPad-Killer. Trotz der deutlich höheren Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel beim Nexus im Vergleich zu den 2.048 x 1.536 Pixeln beim Retina-iPad kann das Nexus 10 die Tester letztlich nicht vollends überzeugen. Und das liegt vor allem an einem Aspekt, der seit Jahren bekannt und trotzdem noch immer nicht behoben ist: Es gibt schlichtweg zu wenig vernünftige auf Tablets optimierte Android-Apps…

Schauen wir die Resümees der Tester an:

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Techcrunch: „Apple hat einen Vorteil, aber Google steht kurz vor dem Durchbruch. Vielleicht könnte Herr Brin einmal seine neue Brille beiseite legen und dabei helfen, ein echtes Killer-Tablet zu bauen. Ich würde es kaufen, wenn es mindestens auf Jellybean 4.2 läuft.“

Engadget: „Das Nexus 7 beeindruckte uns in nahezu allen Punkten. Die paar Schwächen seien ihm aufgrund des geringen Preises verziehen. Aber das Nexus 10 mit einem Preis zwischen 400 und 500 Euro ist auf Augenhöhe mit anderen Wettbewerbern im gleichen Segment, teilweise sogar teurer, und kann mit einer nur durchschnittlichen Performance und unterdurchschnittlicher Akkulaufzeit weniger überzeugen. Toll ist natürlich das extrem hochauflösende Display, sowie das neueste Android-System, das auf diesem Gerät stets schnellstens mit Updates versorgt werden wird.“

CNet: „Das mitgelieferte Ladegerät ist nicht in der Lage, das Gerät schnell genug zu laden. So verliert das Nexus 10 bei angeschlossenem Ladegerät bei gleichzeitiger Verwendung eines Videogames dennoch an Kapazität und selbst im Ruhezustand dauert der Ladevorgang ewig. Es gibt keine Möglichkeit, den Speicher zu erweitern und Apps, die die Möglichkeiten des Displays ausnutzen könnten, sind weit und breit nicht in Sicht.“

The Verge: „Das Nexus 10 ist wie Googles offener Brief an die Entwicklergemeinde. „Schaut her, wie großartig Android-Tablets sein können,“ scheint das Unternehmen zu sagen, „wenn Ihr nur genauso großartige Apps machtet!“ Das Display des Nexus 10 ist Apples Retina-Display absolut ebenbürtig und auch das Lautsprechersystem ist brauchbar. Android 4.2 ist stabiler als jedes andere zuvor und mit Android sind Dinge möglich, die das iOS versagt. Aber, dann packst du es aus, siehst, es ist schön und es ist schnell. Und dann? Apple hat mehr als 250.000 Apps, die auf das iPad optimiert sind, Android liegt Längen dahinter. Mit dem Nexus 10 kann man ganz toll Videos anschauen, aber wenn es darum geht, etwa einen Laptop zu ersetzen, bleibt das iPad die erste Wahl.“

Slashgear: „Natürlich werden Entwickler erst dann für Tablets entwickeln, wenn der Markt groß genug ist. Google kann nicht jede App, die nützlich sein könnte, selbst herstellen. Der Suchmaschinenriese ist darauf angewiesen, Drittentwickler zu motivieren. Spitzenhardware, wie das Nexus 10, noch dazu im Preis niedriger angesiedelt als andere Wettbewerber, ist der beste Weg, das zu tun. Für die Internetnutzung und das Anschauen von Filmen ist das von Samsung gebaute Nexus 10 schon jetzt ideal, aber der Effekt, den es auf Entwickler ausüben soll, bleibt abzuwarten.“

ZDnet: „Das Nexus 10 setzt den Standard für andere Tablet-Hersteller. Sollte es Google gelingen, Entwickler davon zu überzeugen, die Lücken im Play Store zu schließen, steht einer hohen Popularität des Nexus 10 nichts mehr im Wege.“

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(Dieter Petereit)

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Dieses Posting wurde von einem Blogger geschrieben, der nicht mehr für BASIC thinking aktiv ist.