Microsoft macht blau – und veröffentlicht künftig jährliche (OS-)Updates

Robert Vossen

Windows 8 ist gerade einmal drei Monate alt, doch das erste Feature Pack namens Windows Blue ist schon längst in der Mache. Zwischen Sommer und Herbst soll das große Update veröffentlicht werden. Doch Windows Blue ist mehr als ein Service Pack – der Codename steht für eine neue Philosophie bei Microsoft nach der die Update-Zyklen erheblich verkürzt werden sollen.

Zahlreiche Updates über einen kurzen Zeitraum geplant

Künftig werden sämtliche Windows Dienste ungefähr im Jahresrhythmus geupdatet: Windows 8, Windows Phone 8, SkyDrive, Hotmail und so weiter und so fort. Auch wenn die Updates für die verschiedenen Produkte nicht am selben Tag erscheinen werden sollen sie alle im gleichen Zeitraum veröffentlicht werden.

Zwar werden kleinere Bug-Fixes und Firmware-Updates weiterhin in unregelmäßigen Abständen bereitgestellt, doch im Großen und Ganzen ist das der Schritt zu einer neuen Update-Politik. Man könnte fast den Eindruck haben, dass man sich das bei der Konkurrenz abgeguckt hat.

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Denn im Gegensatz zu Microsoft gibt Apple jedes Jahr ein mehr oder weniger großes Update seines inzwischen 13 Jahre alten Mac OS X-Betriebssystems aus und setzt dabei seit zehn Jahren konsequent auf Namen aus der Familie der Raubkatzen. Auch das iOS wächst in etwa jährlichen Abständen um eine Versionsnummer.

Nun folgt auch Microsoft diesem Veröffentlichungsrhythmus – die Welle an „Blue“-Updates wird den Anfang machen. Wenn meine Spürnase richtig liegt, werden die Microsoft-Updates künftig also Namen aus dem Tuschkasten haben – für den Anfang vielleicht sogar nur aus dem azurnen Bereich von Cyan bis Marineblau.

Jährliche Updates steigern die Installationsrate

Doch abgesehen von niedlichen Namensspielchen hat Microsoft mehrere gute Gründe, Apples Beispiel zu folgen. Denn auf der einen Seite senkt man damit die Preise der Updates – Windows Blue soll ziemlich günstig bis kostenlos werden – und wird somit wahrscheinlich eine höhere Installationsrate erzielen können. Umsatztechnisch wird das vermutlich ungefähr auf das Gleiche hinauslaufen, was Microsoft mit einzelnen 3-Jahres-Updates verdient. Der Vorteil ist jedoch, dass insbesondere bei Geschäftskunden der anfängliche Widerstand auf ein komplett neues Betriebssystem umzusatteln gesenkt wird.

Die Kehrseite hingegen könnte sein, dass die jährlichen Updates keine großartigen Veränderungen mehr mit sich bringen. So wie Mac OS X schon seit geraumer Zeit ziemlich ähnlich aussieht, wird es vermutlich keine großartigen Änderungen mehr geben wie das von Windows XP auf Vista, Windows 7 und 8 der Fall war. Schafft man es trotzdem, jährlich sinnvolle – und vielleicht sogar unentbehrliche – Features zu entwickeln, könnte der Schritt Erfolg versprechend sein.

Hinzu kommt, dass durch die künftig jährliche Update-Politik die zahlreichen Produkt-Teams stärker miteinander verzahnt werden und sich natürlich auch die Kommunikation und das Marketing für die farbenfrohen Updates bestens aufeinander abstimmen lassen.

Neue Versionen vom Internet Explorer, Mail und Kalender

Noch ist nicht viel bekannt, was so alles in Windows Blue stecken wird. Gerüchten zufolge wird es Anpassungen bei der Benutzeroberfläche und den Software Developer Kits geben. Auch der Internet Explorer sowie weitere Programme wie Mail, Kalender und Bing werden vermutlich eine neue Versionsnummer erhalten. Ebenfalls Gerüchten zufolge soll das Update über den Windows Store ausgeliefert werden – auch hier scheint man sich an der Konkurrenz zu orientieren.

Trotzdem kann ich auch als Apple-User guten Gewissens sagen: Mir gefällt, was Microsoft da so treibt.

Bild: Microsoft

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.