Babbeln was das Zeug hält: Google will seine Chat-Plattformen zusammenführen

Robert Vossen

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Wer mit seinen Freunden quatschen will, hat bei Google die Qual der Wahl: Hangouts, Google Voice, Google Talk, Chat for Drive, Messenger, Google Plus – überall erreicht man ein paar seiner Freunde oder Mitarbeiter, den Rest aber nicht. Auch sind die Dienste bislang nicht sonderlich gut miteinander verknüpft. Um das zu ändern, will Google die verschiedenen Kommunikationsplattformen zur einzelnen Plattform Babble zusammenführen.

Friedliches Nebeneinander, verschenktes Potential

Bisher sind es unbestätigte Gerüchte, doch das Ganze würde mehr als Sinn machen, denn auch wenn die verschiedenen Dienste bislang friedlich nebeneinander vor sich hin lebten, vergab man das Potential die Chat-Plattform schlechthin zu werden. So lässt sich beispielsweise Google Hangouts bislang nicht über Google Drive nutzen. Hinzu kommt natürlich auch, dass die weiter zunehmende Konvergenz zwischen stationären und mobilen Geräten Anlass dazu gibt, einen einzelnen Dienst für jede vorstellbare Plattform zu entwerfen.

So ist geplant, Babble von Grund auf neu zu gestalten und in die entsprechenden Dienste zu integrieren – fortan soll man also das selbe Chat-Fenster mit den gleichen Funktionen sehen können, unabhängig davon, welchen Dienst man gerade tatsächlich benutzt. Neben dem üblichen Text-Chat soll man auch Video-Gespräche führen und Dateien versenden können. Auch soll eine Unterhaltung bei einem Dienst problemlos bei einem anderen weitergeführt werden können und der jeweilige Thread vollständig sichtbar sein.

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Kommt Babble schon im Mai?

Google Babble könnte vermutlich bei der I/O-Konferenz im Mai vorgestellt werden, eine Android- und Chrome OS-App sind wohl bereits in Planung. Wann die Unterstützung anderer Plattformen folgt ist noch unklar, aber ich habe keinen Zweifel daran, dass iOS-Nutzer ebenfalls schnell in den Genuss von Babble kommen, denn nur so lassen sich enorme Netzwerkeffekte erzeugen.

Die ultimative Chat-Plattform von Google hat meiner Meinung nach unheimliches Potential und könnte anderen Wettbewerbern stark zusetzen. So sind iMessage und BlackBerrys Message-Service auf die eigene Plattform beschränkt, WhatsApp nur mobil verfügbar und Skype wird meiner Meinung nach weniger als Chat-Client sondern für Video-Telefonie genutzt und ist bislang auch nur als HTML5-Web-version nutzbar. Babble könnte sich da als hervorragende Alternative hervortun.

Der größte Konkurrent für Google Babble ist meiner Meinung nach allerdings Facebook, das mit einer Milliarde Nutzern schlichtweg einen enormen Größenvorteil hat und zumindest für mich die erste Anlaufstelle ist, wenn ich mit Freunden chatten will – bei Kollegen und gemeinsamen Arbeitsprojekten ist das zum Teil natürlich anders.

Wird Babble in Android Key Lime Pie integriert?

Auf der anderen Seite hat Google mit 500 Millionen Gmail-Nutzern einen Dienst, der sich vor Facebook nicht zu verstecken braucht und bietet mit Drive und Google Voice Funktionen an, die das blaue Netzwerk eben nur schwer imitieren kann. Vorstellbar ist auch, dass Babble in die nächste Android-Version Key Lime Pie integriert wird, die vermutlich auch auf der I/O-Konferenz vorgestellt wird. Dabei wäre es natürlich am sinnvollsten, Babble ähnlich wie iMessage als SMS-Alternative zu positionieren, ohne dass eine eigenständige App benötigt wird.

Trotz der guten Vorzeichen wird Babble aber vermutlich kein Selbstläufer, denn die Konkurrenz ist schlichtweg ziemlich stark – begrüßenswert ist der Vorstoß der Vereinheitlichung der zahlreichen Google-Plattformen aber auf jeden Fall.

Bild: Flickr / Robert Scoble (CC BY 2.0)

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.