Deutsche Telekom-Kunden bekommen kostenlos ein Jahr Evernote Premium

Robert Vossen

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evernote

Evernote und die Deutsche Telekom haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, durch die Telekom-Kunden den Notizdienst ein Jahr in der Premium-Version testen können. Das Angebot gilt sowohl für Vertrags- als auch für Neukunden. Schön für die User, gut für Evernote, für die Telekom eigentlich egal.

Mehr Upload-Kapazität in der Premium-Version

Normalerweise kostet der Dienst 40 Euro im Jahr – knapp 60 Millionen Telekom-Kunden können die sich jetzt sparen und sich die Premium-Version von Evernote genauer anschauen. Im Gegensatz zur kostenlosen Basic-Version gibt es in der kostenpflichtigen Version bessere Suchfunktionen und auch eine größere Upload-Kapazität um die eigenen Notizen in der Cloud zu speichern.

Für die bestehenden Kunden ist es auf jeden Fall ein nettes Zusatzangebot, das der ein oder andere vielleicht nutzen wird. Evernotes Hoffnung ist natürlich, dass davon auch ein paar von dem Dienst überzeugt werden und weiterhin Premium-Kunden bleiben.

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Gerade im Hinblick auf die jüngste Konkurrenz durch Google Keep, die Evernote zwar noch nicht das Wasser reichen kann, aber ein gefährlicher Wettbewerber werden kann, ist das durchaus ein geschickter Schachzug, immerhin generiert Evernote bislang 98 Prozent seiner Umsätze durch Premium-Kunden.

Zunehmend Kooperationen zwischen Telcos und Online-Diensten

Es ist aber auch nicht der erste Partnerschaft ihrer Art – bereits in Japan, Taiwan und Frankreich ist man Kooperationen mit Netzbetreibern eingegangen und bietet deren Kunden kostenlose Premium-Accounts an. Auch wenn finanzielle Details unbekannt sind wird die Deutsche Telekom Evernote dafür einen netten Scheck ausstellen – es könnte allerdings durchaus sein, dass man gerade nach der Veröffentlichung von Google Keep den Preis noch ein bisschen drücken konnte.

Doch was hat die Telekom davon? Mit Spotify hat man ja eine ähnliche Kooperation geschlossen – für 9,95 Euro bekommt man ein Spotify-Premium-Abo, das 9,99 Euro im Monat kostet, wobei der anfallende Traffic nicht auf den jeweiligen Telekom-Tarif angerechnet wird. Man versucht also sein Kernprodukt – den Netzzugang – um interessante Dienste zu erweitern und somit Kunden anzulocken.

Im Falle von Spotify hat das der Telekom die Kritik eingebracht, unter dem Deckmantel einer Marketingkampagne die Netzneutralität umgehen zu wollen. Bei Evernote trifft diese Kritik aber nicht zu, weil der (wahrscheinlich zu vernachlässigende) Traffic, der durch die Cloud-Synchronisation entsteht, weiter berechnet wird. Doch wie effektiv ist so eine Kooperation? Laut Spotify haben zwischen Oktober und Dezember „Tausende begeisterter Kunden“ den Spotify-Tarif der Telekom gebucht. Bei 37 Millionen Mobilfunk-Kunden ist das eher vernachlässigbar.

Digitale Notizbüchlein noch in der Nische

Während Musik-Streaming der letzte Hit ist, ist hat Evernote mit 1,3 Millionen Usern in Deutschland eher noch in der Nische noch etwas Potential. Wenn Evernote Glück hat, ändert sich das durch die Telekom-Kooperation. Aber auch wenn es nett gemeint ist – kaum ein Neukunde wird sich wegen der Evernote-Kooperation für die Telekom entscheiden.

Ein anderes Argument, das genannt wird, ist, dass die Telekom zusätzliche Erlösquellen sucht und einen zweiseitigen Markt etablieren möchten, indem sie von den Usern und Anbietern solcher Dienste kassiert, um den Netzausbau zu finanzieren. Jetzt wäre es natürlich interessant zu wissen, wie viel die Telekom von den 9,95 Euro für das Musik-Streaming behalten darf, aber viel wird es nicht sein.

Und im Zweifel wäre das dann kein zweiseitiger Markt, sondern eine marktübliche Provision für die Vermittlung eines neuen Spotify-Kunden. Bei Evernote ist nicht einmal das der Fall, denn der Telekom-Kunde zahlt nix, die Telekom aber X Euro an Evernote. Und selbst wenn Kunden nach dem Test für die Premium-Version bezahlen würden und die Telekom eine Provision erhalten würde, ist es doch eher unwahrscheinlich, dass sich damit Milliardensummen umsetzen lassen. Trotzdem nett, liebe Telekom.

Bild: Evernote, Telekom

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.