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11 Prozent Provision: mitfahrgelegenheit.de nicht mehr kostenfrei – Zerreißprobe mit Shitstorm-Garantie

Eine MFG die ist lustig. Oder doch nicht?
Eine MFG die ist lustig. Oder doch nicht?
geschrieben von Michael Müller

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MFG. Für die einen eine simple formelle Floskel in geschäftlichen E-Mails, für andere das Akronym für eine Mitfahrgelegenheit. Als günstige und vor allem soziale Alternative zu Bahn, Flugzeug und individueller Solo-Autofahrt hat es die Mitfahrgelegenheit hierzulande zu großer Beliebtheit geschafft. Dabei sind es nicht nur preisbewusste Studenten, die den Service gerne in Anspruch nehmen – vielmehr zeigt sich eine bunte Mischung aus kilometerfressenden Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Diese Vielfalt an Persönlichkeiten entstand über Jahre hinweg zum größten Teil durch Mundpropaganda, die ihre Kraft aus Einfachheit und Kostenfreiheit nährte. Bis jetzt. Einschneidende Veränderungen stellen das Portal auf die Zerreißprobe.

Shitstorm voraus!

Kurz vor Ostern. Eine Jahreszeit, in der eigentlich nur die Mineralölkonzerne mächtig an der Preisschraube drehen. Die Mitfahr-Community mitfahrgelegenheit.de hat ihr Tarifmodell angepasst. Und kassiert in Zukunft satte 11 Prozent Provision von jedem Fahrer, der freie Plätze in seinem Auto an andere Community-Mitglieder vermittelt. Der selbstbewusste Gebührensprung kommt für die meisten äußerst preissensiblen Nutzer unerwartet und stößt schon jetzt auf massive negative Kritik, die insbesondere auf der Facebook-Seite des Portals mal mehr, mal weniger sachlich entladen wird.

Eine offizielle Pressemeldung gab es nicht. Vielmehr im Stillen wurde mitfahrgelegenheit.de um einen Bezahlfaktor erweitert. Zwar prangert auf der Startseite der Website eine gelb hinterlegte Information:

Wichtige Ankündigung: DAS NEUE MITFAHREN KOMMT! Ab 27. März werden alle Fahrten über 100 km gebucht.

Von den neuen Gebühren ist aber auch auf der darauffolgenden Infoseite keine Rede. Vielmehr sei das neue Mitfahren „einfacher“, „verbindlicher“ und „zuverlässiger“. Dort heißt es:

Liebe Nutzer von mitfahrgelegenheit.de,

(…) Nach einer ausgiebigen Testphase auf Strecken über 600 Kilometer und wichtigen Optimierungen (z. B. Buchung von Teilstrecken oder Barzahlung bei der Fahrt) ist es nun so weit: Ab 27. März werden alle Fahrten auf innerdeutschen Strecken ab 100 Kilometer ausschließlich über das Buchungssystem organisiert.

Konkret bedeutet das, dass für alle Fahrten ab 100 Kilometern jetzt eine Registrierung erforderlich wird. Dies war bisher nicht nötig. Für die Brieftaschen von Mitfahrern nicht weiter tragisch – Kosten entstehen hierdurch nicht. Ganz anders sieht es aber für Fahrer aus. Diese müssen die bereits angesprochenen 11 Prozent des Fahrpreises an das Portal entrichten, sofern sich Mitfahrer finden.

Eine MFG die ist lustig. Oder doch nicht?

Mit der MFG zum Ziel. Jetzt nach neuen, kostspieligen Spielregeln.

Werden die Mitfahrten über das Bezahlsystem des Portals abgewickelt, behält mitfahrgelegenheit.de die Gebühr beim Fahrer gleich ein. Im Falle von Barzahlung bei Fahrtantritt ereilt den Fahrer im Anschluss eine Rechnung mit der Gesamtgebühr aller Fahrgäste, die am Monatsende vom Bankkonto eingezogen wird. Heißt im Umkehrschluss: Bankdaten-Eingabe wird für Fahrer verpflichtend.

Die Kundenkonto-Pflicht sorgt selbstverständlich für eine gewisse Planungssicherheit. Potentielle Mitfahrer haben ein Gesicht, Kontaktdaten und einen Account, der bei Nicht-Antritt der Fahrt zur Rechenschaft gezogen werden kann. Allerdings erstickt dieser Zwang auch jegliche Ungezwungenheit und Spontanität im Keim. Zwei entkräftete Stärken des Portals. Ganz zu schweigen von der Abschreckung, als Fahrer jetzt Bankkontodaten hinterlegen zu müssen. Ein schwerer Weg zur sorgenfreien Mitfahrgelegenheit, so scheint es.

Geld verdienen ja, aber mit der Brechstange?

Dass ein Internetportal wie mitfahrgelegenheit.de daran interessiert ist Geld zu verdienen, ist wenig verwerflich. Schließlich steigen mit zunehmenden Nutzerzahlen auch die Ansprüche an die technische Infrastruktur. Mitarbeiter, Räumlichkeiten, Strom und moderne Server möchten schließlich bezahlt werden.

Einen bisher kostenlosen Dienst, der einst den rebellischen Kampf mit teuren und alt eingesessenen Alternativen aufnahm, mit Gebühren zu versehen, ist aber stets eine Gratwanderung. Deren Grat ins Unbezwingbare schrumpft, wenn die Einführung von Kosten derart steil und überraschend übers Knie gebrochen wird. Die Folge für Bergsteiger: der Absturz. Und für Geschäftstreibende?

Konkurrenz – auch vom ADAC?

Vor diesem Hintergrund ist es umso verstörender, dass mitfahrgelegenheit.de keinesfalls ohne Alternativen da steht. Ob mitfahrzentrale.de, der ADAC Mitfahrclub oder fahrgemeinschaft.de – die Liste an ähnlichen Diensten ist lang. So scheint es. Ist aber nicht so.

Die (noch?) kostenlosen Services von mitfahrzentrale.de werden von der carpooling.com GmbH betrieben, die ebenso mitfahrgelegenheit.de unterhält. Beim Angebot des ADAC handelt es sich um eine Kooperation mit mitfahrgelegenheit.de – findet ein Inserat seinen Weg in den Datenbestand eines der beiden Portale, erscheint es auch auf dem anderen. Die Gebühr wird somit auch hier fällig, da das Buchungssystem nicht umgangen werden kann. Die Sektkorken höre ich folglich nur bei den echten Konkurrenten wie fahrgemeinschaft.de knallen.

Für mich wirkt es fast so, als wolle man sich selbst demontieren. Denn von 0 auf 11 in einer hart umkämpften Wettbewerber-Arena, die geprägt ist vom Sozialen und hoher Preissensitivität? Das grenzt wahrlich an Naivität und geschäftlichen Übermut. Wahrscheinlich wähnt sich die Nr. 1 in Europa durch eine durchaus lobenswerte, solide technische Infrastruktur, Android– und iPhone-App sowie über 4 Millionen registrierte Mitglieder in Sicherheit? Die nächsten Wochen werden es zeigen.

EDIT (20. April 2013): Wie der Stand der Dinge bei mitfahrgelegenheit.de nach mehreren Wochen ist, haben wir in einem Folge-Artikel recherchiert. In diesem finden sich auch kostenlose Alternativen.

Bilder: car and children / Shutterstock.com, mitfahrgelegenheit.de (Screenshot)

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Über den Autor

Michael Müller

Michael tritt seit 2012 in über 140 Beiträgen den Beweis an, trotz seines Allerweltnamens real existent zu sein. Seit Abschluss seines Wirtschaftsstudiums arbeitet er als Kommunikationsberater für namhafte Technologie-Firmen, kann und möchte das Schreiben aber nicht sein lassen.

114 Kommentare

  • Ich denke mal, dass höchstens bei der Fahrgemeinschaft die Sektkorken knallen… Mitfahrzentrale und der ADAC Mitfahrclub werden von Carpooling betrieben, der Firma hinter Mitfahrgelegenheit..de Beim ADAC Mitfahrclub steht übrigens auch ein Hinweis auf die Buchungspflicht.

  • Als die Ankündigung kam dachte ich schon Nachtigall ick hör dir trapsen.

    11% ist je nach Fahrt schon ein heftiger Zuschlag. Was ich nicht verstehe, ist warum nicht vorsichter vorgegangen worden ist: Nur einen „symbolischen“ Euro pro Fahrt oder eine kleine Gebühr wenn mit dem Buchungssystem gearbeitet wird, schließlich erhöht das in der Tat die Sicherheit.

  • Die Mitfahrgelegenheit zensiert und sperrt scheinbar willkürlich auf ihrer Facebookseite!!! Habe zum Boykott aufgerufen und wurde wie einige andere ohne Vorwarnung gesperrt. Wir brauchen einen Shitstorm! Hier mein Aufruf, mit der Bitte um Verbreitung:

    ***Alle gegen 11 – gemeinsam gegen Abzocke***
    Seit dem 27.03.13 kassiert Mitfahrgelegenheit.de kräftig ab: 11% für alle Fahrten ab 100 km sollen es sein.
    Wer sich das nicht gefallen lassen möchte, boykottiert die Plattform vom 28.03. bis 03.04. und weist mit seinem Profilbild auf eines der zahllosen kostenlosen Angebote hin. Fahrerinnen und Fahrer aller Länder vereinigt euch! Unsere Angebote machen das Geschäftsmodell der MFG erst möglich. Gibt es keine Angebote mehr, dann müssen sich auch die Mitfahrerinnen und -fahrer nach Alternativen umschauen.
    Teilt diese Nachricht auf euren Profilen, wenn ihr gegen Abzocke seid!

  • Ich verstehe gar nicht wie die das kontrollieren wollen. Man stimmt sich via Telefon ab und im Buchungssystem wird die Fahrt als „Nicht zustande gekommen“ markiert. Wie will man das denn prüfen wenn das so zwischen Fahrer und Mitfahrer in Einvernehmen passiert ist.

  • Und das erscheint, wenn man sich beim ADAC Mitfahrclub anmelden will:

    E-Mail wird bereits verwendet. Hinweis: Sie können sich mit Ihren mitfahrgelegenheit.de Zugangsdaten auch beim ADAC Mitfahrclub anmelden. mitfahrgelegenheit.de ist Betreiber des ADAC Mitfahrclub!

  • Es ist schlichtweg falsch, dass es keine Ankündigungen gab. Pressemitteilungen gab es genug. Nur dass die Information an vor allem den vielen registrierten Usern vorbei ging. Ich als registrierter User wurde an keiner Stelle direkt auf die Änderung der AGB hingewiesen, noch wurde meine Zustimmung dazu erfragt wie es üblich ist. Dazu hat mitfahrgelegenheit.de meine Kontaktdaten. Das ist der Skandal daran. Mitfahrzentrale.de gehört auch der Carpooling GmbH. Fahrgemeinschaft.de ist eine gute Alternative, schließlich hat es sich hier der Eigentümer, einer der Mitbegründer von mitfahrgelegenheit.de zur Aufgabe gemacht all die Ideale und Vorzüge vom ursprünglichen Angebot wieder anzubieten.

  • Es gibt noch andere – flinc, mifaz, drive2day – Allerdings ist Carpooling mit seinen Angeboten dominant, was sich wohl auch auf das Angebot an Mitfahrgelegenheiten der Kleineren auswirkt.

    Vergleichbar zum Missverhältnis der Angebote bei ebay und Hood zum Beispiel. Mal sehen – Menschen sind Gewohnheitstiere. Am Ende ist es die Frage, ob sich tatsächlich so viele abwenden. Denn für die Mitfahrer ändert sich nichts. Sie bekommen relativ bequem eine relativ günstige Möglichkeit der Fortbewegung und können sich unter einem üppigen Angebot das Beste aussuchen.

    Die Fahrer, die die Gebühr zahlen müssen, müssen am Ende halt entscheiden, ob sie auf dem Marktplatz mit der größtmöglichen Menge an potentiellen Mitfahrern bleiben – und die Gebühr zahlen. Oder ob sie ihr Glück bei kleineren Anbietern suchen und am Ende das Risiko eingehen, ohne Mitfahrer dazustehen.

    Natürlich könnte es auch der Beginn eines Massenexodus sein – aber da habe ich so meine Zweifel. Empörung hin, Shitstorm her…

    Siehe Ebay, die ebenfalls an der Gebührenschraube gedreht haben und drehen. Dennoch sind sie nach wie vor dick im Geschäft. Meines Wissens der größte Ebay Markt nach den USA. Und warum? Weil sie nach wie vor die meisten Nutzer und das größte Angebot haben.

  • Ebay verdient den Großteil seines Geldes schon lange nicht mehr mit Versteigerungen der Kunden, wofür es Gebühren erhebt, sondern durch den Zugang zu den Händlern, die über Ebay verkaufen. Ich nutze ebay im Prinzip auch nur noch für den Einkauf.

  • ich hab mich heute andersweitig umgesehen und bin auch fündig geworden
    lieber stehe ich mit nem schild vorm bahnhof oder zahle den höheren preis
    ich mach das abzocken nicht mit – abgemeldet
    und unterstütze nun andere

  • Also ich hab auch Erfahrungen mit mitfahrgelegenheit.de gemacht, habe sowohl kuriose als auch interessante Menschen kennengelernt dadurch und hab beim lesen der News auch erst mal geschluckt.

    Aber mal objektiv gesehen, irgendwie wollen doch viele Menschen immer alles kostenlos und das geht betriebswirtschaftlich nun mal nicht. Das Portal muss entwickelt werden, ebenso wie die Server finanziert und unterhalten werden müssen zzgl. Traffic, Personal und und und … da finde ich die 11% nun kein Beinbruch. Klar wird immer alles teurer, aber am Ende reduzieren sich ja trotz Provision die Kosten für den Fahrer immer noch, im Gegensatz zu einer Alleinfahrt.

  • Eine kostenlose Alternative ist ebenfalls unser Portal von Mitfahrangebot. Die Anzeigen sind kostenlos und eine Vermittlung wird langfristig kostenfrei bleiben.

    Premium Mitgliedschaften sind bei Mitfahrzentralen zwar ok aber 11% pro „verkauften“ Sitzplatz zu verlangen einfach übertrieben.

    Kleines Beispiel: Fährt man eine Strecke von 700 Kilometern (z.B. Freiburg im Breisgau bis nach Berlin) so kostet das normalerweise 40 Euro pro Mitfahrer/in. Nimmt man 3 Reisende mit sind das insgesamt 120€ weniger 11% = 13,2 (Hin- Rückfahrt) = 26,40 € an Vermittlungsprovision.

    Einfach zuviel für das an sich sozialistische Mitfahrprinzip!

  • Das Problem der Finanzierbarkeit trifft immer mehr Unternehmen und Anbieter im Netz. Nicht leicht hier das richtige Modell zu finden, zumal sich hier vieles noch in der Entwicklung befindet. Ob dieser Weg nun der Weisheit letzter Schuss war, darf jedoch bezweifelt werden.

  • Habe mit mitfahrgelegenheit.de nur gute Erfahrungen gemacht, brauche also keine Anmelde-, Abbuchungs- und Kontroll-Bürokratie. Schnell und unkompliziert soll es sein. Deshalb findet Ihr meine Fahrten (Berlin – Köln, Berlin – Hanburg) ab jetzt auf fahrgemeinschaft.de. Bis bald!

  • Ich verstehe die Aufregung nicht. KEINE Firma dieser Welt kann es sich leisten auf dauer kostenlose Dienste anzubieten. Der Betrag von 11% wird so gewählt worden sein, mindestens Kostendeckend arbeiten zu können. Leute wacht auf, niemand auf dieser Welt kann es sich leisten auf Dauer umsonst zu arbeiten, wenn er davon leben muss. NIEMAND !!! Diese naive Einstellung alles kostenlos haben zu wollen, nur weil man wenig Geld hat, ist wirklich weltfremd.

  • Du hast noch vergessen zu erwähnen, dann bei Option „Barzahlung“ eine Bonitätsprüfung durch ein (laut Wikipedia) in Verruf geratenes Inkassobüro stattfinden muss.

    fahrgemeinschaft.de
    flinc.org

    Desweiteren kann man im Buchungssystem nicht, wie vorher möglich, direkten Kontakt zum Fahrer aufnehmen, sondern muss erst eine Anfrage stellen um an die Kontaktdetails etc zu gelangen. Absoulter Mist!

  • Es gibt mehrere kostenlose Alternativen, hier sind sie:

    – fahrgemeinschaft.de (mein Favorit!)
    ist vom mfg- Gründer Sven Domroes am Start. Er selbst hat sich von Mfg
    distanziert, da sie jetzt das Zwangs- BS durchdrücken wollen.

    – drive2day.de

    – flinc.org
    ein modernes Portal, allerdings eher für Kurzfahrten

    Im Prinzip stehen auch alle 3 und andere im Forum bei fahrgemeinschaft.de.
    Was allen Dreien noch fehlt, ist der ausreichende Bekanntheitsgrad, den sie aber sicher bald haben werden.

    Viele Grüße und Dir allzeit gute Fahrt
    Micha

  • Das Ding lief über zehn Jahre auf einem schlanken Setup. Ein billigstes Datenbankschema mit einem äußerst schlichten Frontend. Dann noch ein paar Werbebanner, um die Hostingkosten zu decken und fertig.

    Aber nein, man musste unbedingt einen auf Startup machen, Venture Kapital einholen, Leute einstellen für Dinge, die vorher total überflüssig waren (Marketing, Social Media, Programmierer fpr Systeme die keiner will, etc pp), und dann auf Biegen und Brechen Einnahmen generieren, die Finger mit Gewalt in den Bezahlvorgang kriegen.

    Nee, Bares ist Wahres, und mein seit 2003 bestehendes Konto ist gelöscht.

    Diese Pseudosicherheit, die sie einem mit ihrem System vorgaukeln und andrehen wollen, ist auch nichts als Augenwischerei und völlig unnötig.

    Hätte mir gewünscht, daß das weiterhin auf der Ebende der Solidarität funktionieren würde. Offenbar hat aber die Gier gesiegt.

    Mal sehen, ob man die kritische Masse woanders hin bekommt, wo Utopien weiterleben können.

  • haha, und so demontiert sich die mfg selbst. na zum glück sind seit diesem jahr fernbusse in deutschland erlaubt, so dass bisherige mfg-nutzer umstandslos zu den busangeboten wechseln können.

  • Es ist ja nicht nur die viel zu happig ausfallende gebühr, sondern auch der registrierungszwang für mitfahrer, die drei tage vorher verbindlich buchen müssen, zwangsangabe bank inklusive bonitätsprüfung etc bei einem angebot, das nur eine komplett elektronisch gesteuerte vermittlung ohne sonstige leistungen oder sicherheiten beinhaltet. es gibt einfach nicht nur günstigere , weniger restriktive angebote, sondern sogar kostenlose ohne irgendwelche zwänge…zehntausende werden jetzt abspringen carpooling hat sich gerade selbst ins knie geschossen. ich wette, die machen in den nächsten 14 tagen etappenweise ne kehrtwende und entschärfen die neuerungen. oder verschwinden in der nische

  • Die 11% sind nicht gerade schön, aber wer kann ernsthaft erwarten das ein gute Portal nur ewig kostenlos betrieben werden kann?

    Leider ist diese kostenlos Mentalität im Internet weit verbreitet. Gleichzeitig beschweren sich dann gerade die Kunden über schlechten Serivce die am lautesten nach alles kostenlos rufen.

    Gut hier wäre ein andere Gebühren Modell möglich z.B ein symbolische Euro für alle Fahrten bis zu 150 Km und danach vielleicht nur 5 bis 8% Gebühr.

    Diese Zwang sich anzumelden hat auch Vorteile.

    Zu einem sinkt die Wahrscheinlichkeit das es trotz bestehende Absprache nicht zum vereinbarten Fahrt kommt.

    Auch allein reisende Frauen ist es lieber wenn hinter diese Vereinbarung eine nachweisbare Person gibt.

    Zwar suchen Frauen oftmals gerade deswegen nach weibliche Fahrer,aber manchmal gibt es gerade zu deren Ziel keine Fahrerin.

    Die große Mehrzahl der Männer wollen auch nichts von eine weiblich Mitfahrer, aber mangels Sicherheit verzichten viele Frauen.

  • naja das buchungssystem kann man Trtzdem umgehen. Einfach zu den Mitfahrern sagen, dass wir das ohne das System machen, erklären warum (Aufpreis für mitfahrer usw.) und dann einfach wieder telefonisch oder per mail nen Trefpunkt vereinbaren und offiziell hast du denn keine Mitfahrer

  • Ist doch gar kein Problem. Die 11% schlage ich auf den Angebotspreis drauf, und ansonsten melde ich mich auch bei einem anderen Portal drauf. Kann ja dann jeder Mitfahrer selbst entscheiden, ob er mehr zahlen will, oder nicht.

  • Wenn man sich hier die Kommentare durchliest dann bleibt einem als letzte Konsequenz nur noch die bereits erwähnte „Selbst Demontage“ von Mitfahrgelegenheit.
    Es wird spannend wie lange sich diese Seite noch über Wasser halten kann, wenn die Nutzer/innen abwandern.
    StudiVZ gibt es heute immer noch, doch wieviel aktive Menschen sind dort noch online? In ein bis zwei Jahren wissen wir sicher mehr!

  • > Die 11% sind nicht gerade schön, aber wer kann ernsthaft
    > erwarten das ein gute Portal nur ewig kostenlos betrieben werden
    > kann?

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß das voher über 12 Jahre hinweg ein Verlustgeschäft war? Es geht nunmehr einzig um Gewinnmaximierung nachdem man den Markt eingekreist hat.

    Komisch, daß es andernorts möglich ist, aus Idealismus solche Sachen zu betreiben, oder?

    > Auch allein reisende Frauen ist es lieber wenn hinter diese
    > Vereinbarung eine nachweisbare Person gibt.

    Das sollen die, die uns nicht trauen, Zug fahren.

    Daß das systembedingt auf gegenseitigem Vertrauen ohne tiefergehende Vertrauensbasis funktioniert, kann auch ein dämliches Buchungssystem nicht ausmerzen.

    Mitfahren ist Vertrauenssache und Glaube an das Gute im Menschen.

  • Hallo, Habe nix gegen die 11%, aber daß ich als Fahrer einer Bonitäts- und Adressprüfung zustimmen soll und meine Bankdaten angeben soll, das geht zu weit.

  • Vor Ewigkeiten war ich bei mitfahrzentrale.de. Bis die angefangen haben, nicht nur Gebühren zu verlangen, sondern auch den ganzen Prozess enorm verkompliziert haben, z.B. den Zugang zur Telefonnummer. Also ab zur – unkommerziellen – Konkurrenz mitfahrgelegenheit.de. Einfach aufgebaut, effektiv, und das über viele Jahre. Dann hat carpooling den Laden übernommen und erst mal nicht so viel verändert (bis auf die Scheißwerbung!). Innerhalb von gut einem Jahrzehnt ist denen aufgrund der vielen Vorteile eine Monopolstellung auf dem Markt zugefallen. Und jetzt nutzen sie das, um gnadenlos abzuzocken! Was mich bei den bisherigen Kommentaren am meisten nervt: Es geht von 0 auf 11%, liebe Leute! Innerhalb von wenigen Monaten scheffeln die Millionen! Wenn es um 1 oder 2% ginge, würde niemand was sagen, aber das ist schlicht und einfach eine Frechheit! Dazu noch die eufemistische Propaganda: „Das neue Mitfahren kommt!“ Kein Wort von den 11% Gebühren. Da fühlt man sich absolut verarscht. Ich nutze mfg.de vor allem für Bahnfahrten. Im Gegensatz zu den Automitfahrten, die im Laufe der Zeit ebenso eine Kommerzialisierung durchgemacht haben – nix mehr mit Spritteilen wie früher! Als Beispiel: Leipzig-Hamburg hat es sich eingebürgert, dass die Leute von jedem 20 Euro „nehmen“, egal ob sie 2 oder 4 Mitfahrer haben. Auch diese Kommerzialisierung (es gibt nun mal keine „Preise“ bei Mitfahrgelegenheiten, das Ganze basiert bzw. sollte basieren auf Absprachen) geht übrigens auf das Konto von mfg.de mit ihren „Vorschlägen“ für den Kostenanteil – geht es (im Normalfall, schwarze Schafe gibt´s überall) beim Bahnfahren noch brüderlich sozialistisch zu. mfg.de hat vor Jahren angekündigt, eine eigene Seite für Bahnmitfahrten zu gestalten (die Ankündigungsseite gibt´s übrigens immer noch), ist nie was draus geworden bzw. die Bahnmitfahrten sind integriert worden. Durch das „Buchungssystem“ ist es auf längeren Strecken nicht nur extrem kompliziert geworden (wie viel jeder bezahlt im Endeffekt, weiß ich dann bei der Fahrt selbst, kann doch nicht wissen, wie viele sich melden), es ist auch überhaupt nicht einzusehen, dass mfg.de an Bahnfahrten mitverdient, also quasi an einem Service der Deutschen Bahn. Die müssten da egtl. auch was dagegen haben (wobei die natürlich schon was dagegen haben, dass man sich für Bahnfahrten über mfg.de verabredet ;-). mfg.de wird weiterhin bestehen, das sieht man ja an den teilweise dummen Kommentaren weiter oben, Kohle abzugreifen gibt es in deutschen Landen genügend, und die meisten scheinen ja auch genügend zu haben… Aber wem es hier ums Prinzip geht (soll ja noch Menschen mit Gerechtigkeitsgefühl, Ehre und all diesen überkommenen Werten geben), der wird sich wie ich auch schnell nach anderen Möglichkeiten umsehen. Danke für die Tipps diesbezüglich. Gibt auch noch mitbahnen.de (etwas unhandlich, aber wat soll´s); zudem werde ich meine Bahnfahrten auf fb posten.

  • Die Sache ist klar – wenn ich meine Bankdaten hinterlegen und zudem weitere Knebelkacke, wie Information an Auskunfteien, über mich ergehen lassen muss, ist die Sache für mich als Fahrer gestorben. So nicht! Und dann auch noch 11% abdrücken, hahaha. Ich grüße das Management, das diesen genialen Selbstdemontage-Plan ausgeheckt hat. Und tschüss!

  • Mal was zum Kommentar „die Fahrer nehmen aber ein gleich hohe Betrag egal ob sie 1 oder 4 Personen mit nehmen“.

    Hallo Leute.

    Mitfahrmöglichkeiten anzubieten ist genau so ein Geschäft wie jeder andere.Hier wird der Preis alleine durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

    Weiterhin sollten die,die mitgenommen werden folgendes bedenken.

    Bei eine Fahrt entstehen nicht die Benzinkosten sondern auch andere Kosten.

    Man kann also nicht so rechnen das für eine Fahrt von vielleicht 300 km bei ein normale Verbrauch sagen wir mal 30 Euro an Gesamtkosten entstehen (7 Liter Verbrauch),sondern die Kosten die real entstehen sicherlich bei rund 50 Euro liegen würden.

    Und es zwingt ja keinen da mitzumachen.Ihr könnt ja z.B auf die Bahn ausweichen.Ach ja,hier kostet vielleicht die gleiche Fahrt um die 35 Euro und da sind dann die 20 Euro als Mitfahrer doch viel günstiger.

    Welche Ansprüche stellt ihr demnächst noch?

    Mindestens ein Auto das höchstens 1 Jahr alt sein darf?

    Dann mindestens ein Premium Marke wie DB, BMW oder Audi?

    Denkt mal ein wenig nach.

    Zum Vorwurf die wollen aber jetzt auf Teufel kommt raus Gewinn machen!

    Auch hier kann man beruhigt sein.Der Markt regelt dies auch.Gibt es vergleichbare Angebote die preiswerte sind, wird MFG schon bald weniger umsetzen.

    Biete aber jede von diese kostenlose Alternativen überhaupt eine vertretbare Leistung?

    Gut wenn ich dafür nichts bezahlen muss,kann ich hier als Kunde großzügig sein.Wenn ich aber dann fest stelle das von 5 vereinbarte Fahrten 3 gar nicht zu Stande kommen oder nur mit sehr große Verspätung,dann stelle ich mich die Frage ob es nicht sinnvoller ist auf eine Alternative zu wechseln, wo ich zwar die Mördersumme von vielleicht 6 Euro zusätzlich bezahlen muss (bei 50 Euro kosten und 11% Gebühr) dafür aber eine fast Garantie habe,das meine Mitrfahrt immer zustand kommt.

    Denkt mal da ein wenig nach.

    Also auch bei alle Frust über diese neue Entwicklung locker bleiben.Der Markt wird schon zeigen ob diese Modell auf Dauer bestehen kann.

  • Also ich denke ich werds einfach ein oder zweimal ausprobieren. Ich verstehe die Panikmache hier nicht. Ein Unternehmen muss nunmal wirtschaftlich handeln. Shitstorm hin, Abwanderung her.

    Finde diese 11% auch ein bisschen viel, aber irgendwas müssen die tun. Jetzt gibt es 4 Wochen Terror deswegen, danach wirds auch wieder ruhiger..

  • @Markus: klar, aber glaubst Du nicht, dass die mit Ihrer Website (und der Werbung darauf) auch schon ganz gut verdienen?
    Mein Problem sind weniger die 11% (auch wenn die maßlos überzogen sind, hätte es nicht 1€ Soli-Abgabe pro Mitfahrer getan?) sondern die Überprüfung via Infoscore und die Angabe der Bankdaten. Was soll das?

  • Ich habe jahrelang diesen Service von Mitfahrgelegenheit (MfG) mit Begeisterung genutzt (früher mal als Mitfahrer; in den letzten Jahren sehr aktiv als Fahrer) und bin gerade maßlos enttäuscht!

    GANZ EHRLICH: Wenn MfG solch drastische Maßnahmen aus dem Ärmel zieht, sollte die Antwort direkt folgen: Korrekt wäre, den Account bei Mitfahrgelegenheit zeitnah zu löschen und sich einfach bei einer Alternative umzuschauen.

    Ich habe gerade meinen Account bei MfG gelöscht (einfach bei den FAQs schauen -> da findet man genau diese Frage mit dem Direktlink) und mich bei Fahrgemeinschaft.de angemeldet (dank dieses Beitrags). Ich fänds nur richtig, wenn diesem Beispiel tausende Anbieter und Nutzer folgen. Der Aktion von MfG sollte entsprechend begegnet werden!

  • Wenn die lästigen No-Shows um mehr als ein Neuntel sinken, zahle ich als Fahrer gerne 11 %!

    Meines Erachtens sollten die No-Shows auch bei der Option „Barzahlung im Auto“ zahlen müssen!

    Da oft Details wie Treffpunkt/Rauslassen entscheidend dafür sind, ob einer mitfahren will, sollte jedoch die Kontaktaufnahme vor der Buchung wieder ermöglicht werden!

  • moin moin,

    ich habe mich jetzt über flinc.org angemeldet. Mal sehen wie das so ist und funktioniert, die AGB sah gut aus und ist auch Kostenlos: Heißt keine 11% abzocke und keine festen Verhaltensregeln!
    Schaut euch die Seite einfach mal an!
    mfg der Markus

  • Was vielen hier nicht bewusst ist.
    Jedwede Form der Bildung einer Fahrgemeinschaft bedarf der Anmeldung eines Gewerbes… auch von privaten Fahrgemeinschaften für den Weg zur Arbeit!
    in dem Moment wo ich als Fahrer meine Bankdaten bei Mitfahrgelegenheit hinterlege und die einem Fahrer Gebühren abziehen kann das Finanzamt aufmerksam werden und durchaus ebenfalls Forderungen an den Fahrer stellen.
    Es würde mich auch nicht wundern, wenn der Fiskus nicht auch seine Finger im spiel hat, denn durch die generellen 11% Provision lässt sich der Gesamtumsatz ja prima errechnen, bei einer Pauschale wäre das nicht mehr nachvollziehbar!

    Das man diese letztendelich auf 0 runter rechnen kann, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    die dadurch entstehenden Kosten werden ganz sicher nicht die Fahrer Zahlen, sondern auf den Fahrpreis umlegen…

    am 26.3. war übriegens in den AGB´s noch nicht ersichtlich das mit der Buchungspflicht auch die Bezahlpflicht für Strecken über 100km einher geht!
    gegen eine Abgabenpauschale von einem Euro pro mitfahrer hätte ich absolut nichts einzuwenden, aber dieses System ist reiner raffgier geschuldet und wird sich definitiv mit rapide fallenden Nutzerzahlen rächen, wenn die Fahrer wegbrechen, denn von denen lebt die Mitfahrgelegenheit.

  • Was mich immernoch extrem ärgert – diese Masche über Ostern. Die Hinfahrt am Karfreitag konnte ich noch nach dem alten System abwickeln. Als ich die Rückfahrt einstellen wollte, kam der neue Kram hoch und mir die Galle.

    Klar, ich hatte auch mal 1-2 noshows aber das ist sehr selten. Generell kann man den Leuten vertrauen und dieser soziale Aspekt der Selbstorganisation ist doch auch schön. Im grunde muss ein Portal nicht viel leisten: Fahrten einstellen, Kontakt hinterlegen und Suchfunktion anbieten. Wenn mir jetzt jemand erzählen will, dass man deswegen extrem hohe Kosten zu tragen hat, dann muss ich mal laut lachen. Und ja, ich habe eine Vorstellung davon was es heißt eine Seite zu betreiben. 😉

  • Der Verbreitung, den Kommentaren und den Social-Media-Statistiken des Artikels zufolge stoßen die Veränderungen bei mitfahrgelegenheit.de auf großes Interesse. Umso spannender, welche Folgen dies im Endeffekt tatsächlich für alle Beteiligten haben wird.

  • Ich verstehe eure aufregung nicht. Es ist doch von mitfahrgelegenheiten ihr gutes recht einen Preis dafür zu verlangen. Wer nichts bezahlen will (so wie ich auch) der wird eine andere Gelegenheit im Netz finden. Glücklicherweise gibt es doch Alternativen.
    Grüße aus Rostock.
    Carsten

  • Was völlig übersehen wird – und da werden viele Pendler, die Fahrten anbieten und für ihre Heimfahrten die Aufwendungen steuerlich geltend machen, erwachen.

    Lt. AGB von MFG.de kommt bei erfolgreicher Vermittlung von Fahrten ein rechtsverbindlicher Beförderungantrag zustande.

    „Die Plattform Mitfahrgelegenheiten.de vermittelt nicht mehr Mitfahrgelegenheiten, die wie Nachbarschaftshilfe steuerfrei ist (im Gegensatz zu Schwarzarbeit), sondern rechtsverbindliche Beförderungsverträge. Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass hier für die Einnahmen Steuerpflicht entsteht. Bei der ursprünglichen Mitfahrgelegenheit kam kein Beförderungsvertrag zwischen Fahrer und Mitfahrer zustande. das ist für die steuerliche Betrachtung aus meiner Sicht wesentlich.

    Da die Umsätze bei der nächsten Betriebsprüfung in vier Jahren über die Konten von carpooling.com GmbH sauber ausgewiesen werden, wird das Finanzamt für die Fahrer eine unangenehme Überraschung bereit halten. Da drückst du nicht nur 11% Vermittlungsgebühr ab,sondern je nach steuerlichen Verhältnissen auch noch ca. 35% Steuer auf die Einnahmen. Im Einzelfall kann vielleicht noch Umsatzsteuerpflicht entstehen, bei besonderen steuerlichen Verhältnissen.

    Der Begriff Mitfahrgelegenheit ist aus meiner Sicht jetzt auch irreführend, weil es geht nicht mehr um MITFAHRGELEGENHEITEN sondern um Mitfahrbuchungen.

    Zum Glück für carpooling.com GmbH lesen die meisten Nutzer die AGBs nicht genau.“

    Quelle: http://www.fahrgemeinschaft.de/forum/topic/82-presseartikel-zur-11-abzocke-bei-mfg-zur-kasse-bitte/

    Wer zahlt also wieder: die „kleinen Leute“, die die jede Woche Kilomterweit zum „Malochen“ fahren und auf die Mitfahrer angewiesen sind. Willkommen im Kapitalismus!!

    Ich habe meinen Account bei mitfahrgelegenheit.de bereits gelöscht und werde künftig fahrgemeinsachft.de und drive2day.de nutzen und das kräftig weiter sagen!! Macht mit!!

  • Hallo Leute,

    ein Aspekt, der noch nicht erwähnt wurde.

    Das FINANZAMT!

    Sollte das Fahrzeug ein Geschäftswagen sein, müßte ordnungsgemäß auf jeden Mitfahrbeitrag Mehrwertsteuer draufgeschlagen – und abgeführt werden. Kein Problem ? Jedenfalls nicht für das Finanzamt. Denn hier findet man die Steuerpflichtigen gleich fein säuberlich aufgelistet – auch zum Abkassieren.

    Ich WAR ein intensiver Nutzer, gehe aber jetzt zu freien Anbietern oder fahre gleich Bahn, denn meine Kosten sind ja sowieso höher als die Benzinbeteiligung.

    An den dynamischen Jungmanager der Daimler AG, der sich durch die Generierung von ein paar Milliönchen für den Konzern einen Karriereschub versprach: Lass‘ Dir das nächste mal was Vernünftiges einfallen!!!

    Ein an den sozialen Zielen verratener Nutzer!

  • @Patrick,

    Leider nicht ganz richtig in Bezug aufs FA.

    Deine Aussage stimmt nur wenn

    – ein dauerhafte angelegte bestreben seitens ein Fahrer besteht.

    Da diese dauerhaft angelegt auch ein wenig schwammig geregelt ist, wird jetzt keiner der vielleicht ein paar mal im Monat eine Mitfahrgelegenheit anbieten, jetzt Probleme vom FA haben.

    Private feste Fahrgemeinschaften auf den Weg zur Arbeit sind immer steuerfrei.

    Voraussetzung es gibt ein entsprechende Ausgleich z.B die Fahrer wechseln Ihre Autos ab. Aber selbst wer andere mit nimmt und hierfür eine Entschädigung erhält wird keine Probleme mit den FA haben.

    Voraussetzung die geleistete Zahlung bleibt im üblichen Rahmen. Weiterhin kann selbst der immer gleiche Fahrer der sein Auto zu Verfügung stellt und von die anderen ein Obolus erhält, die Fahrtstrecken steuerlich geltend machen.

    Etwas anders sieht die Sache mit ein Geschäftsauto oder Dienstwagen.

  • Ich gehe davon aus, dass Mitfahrgelegenheit.de ziemlich in dem Matsch gegriffen hat mit der Einführung von Gebühren. Da das Medieninteresse und vor allem die Aktivität der Gegner in den sozialen Netzwerken unerwartet groß ist, werden vermutlich mehr Nutzer abspringen als Mitfahrgelegenheit sich das gedacht hat – sie wollten ja, dass die Änderung möglichst unbemerkt von Statten geht.
    Ich werde die Entwicklung in den kommenden Monaten jedenfalls gespannt mitverfolgen.
    Liebe Grüße Maxi alias Zeta

  • Irgendwie müssen die doch auch verdienen, oder? Immer wird aufgeschrien, wenn mal etwas kostet. Ok-das hier ist ein Reizthema, aber es ist immernoch günstiger als teure Mietwagen oder sonstige Reise-Lösungen oder?

  • Nunja, von 0 auf 11 Prozent Provision ist schon ein sehr selbstbewusster Sprung. Dass dies insbesondere bei einem sozial geprägten Netzwerk auf massiven Protest stößt war absehbar.

    Glaube es geht weniger darum, DASS eine Gebühr eingeführt wird. Vielmehr regt das Ausmaß die Massen auf.

  • Die Befürworter vergessen immer, dass es das Portal bereits seit 2001 gibt. Durch Werbeeinnahmen per Bannern und Pop-Ups auf der Page konnte MFG wohl kostendeckend arbeiten. Sonst würden die schon lange nicht mehr existieren…

    Da drücke ich lieber nem Obdachlosen hin und wieder Geld in die Hand und bin für meinen Teil glücklich damit jemandem geholfen zu haben. Aber nem angeschlagenen Daimler-Konzern, der nun anderweitig Kohle machen will Millionen in den Rachen zu werfen, während deren Mitarbeiter teilweise über Zeitarbeitsfirmen mit Hungerlöhnen abgespeist werden, empfinde ich als falsch! MFG-Konto gelöscht und Wechsel zu Fahrgemeinschaft und Drive2Day.

  • Stimmt- mal wieder ein Phänomen unserer Gesellschaft, die alles kostenlos oder extrem günstig will. Sei es denn das Fleisch für 1,99€ 750gramm (& dass man dann dafür noch Fleisch erwartet) oder das reisen für lau… man macht sich mit diesem Denken selbst einiges kaputt & muss sich dann über Fleisch-Skandale & Provisionserhöhungen nicht wundern…

  • Da malst du aber schwarz 😉 Die Fleischpreise sind ein Ergebnis des Preisverfalls über Jahre hinweg. Eine ganze Branche sowie die Nachfrage der Kunden sind dafür verantwortlich.

    Bei MFG.de handelt es sich um einen Quasi-Monopolist. Ich denke man hätte das Portal einfach mit feiner Feder monetarisieren müssen. Kleine Beträge ergeben auch ein nettes Sümmchen – und verschrecken die Nutzer nicht in dem Maße, wie jetzt geschehen.

  • Darum geht’s überhaupt nicht. Ich denke dahingehend genau wie du. Durch dieses bescheuerte Denken, dass alles kostenlos oder billig sein muss haben wir uns auch den Pferdefleischskandal zum Teil selbst geschaffen. Aber eben nur zum Teil. Genau wie nun bei MFG. Oder denkst du jeden Unternehmen geht es in erster Linie nicht um Gewinnmaximierung? Wenn die Werbung zum kostendeckenden Arbeiten nicht mehr ausreichend wäre, dann sollen die meinetwegen ne Jahresgebühr erheben auf die Anzahl der inserierten Fahrten bezogen oder meinetwegen 3% Provision pro Platz. Aber sofort 11%??? Das ist einfach frech! Genau wie die EEG-Umlage, an denen nur wir kleinen Leute beteiligt werden und die Unternehmen außen vor sind…

  • Jetzt haben wir schon 3 Skandale auf dem Diskutier-Tisch hier: EEG, Pferdefleisch, sucking 11% Provision… aber ob es was bringt sich hier aufzuregen, oder selbst etwas dagegen zu tun ist die andere Seite der Medaille- herrlich! 🙂

  • Genial wird das Ganze ja erst, wenn du das auf Preise von Waren und Diensleistungen beziehst. Wie Michael eben schon schrieb. Warum holt MFG denn zu solch einem Faustschlag im stillen Kämmerlein aus, ohne sich langsam heranzutasten und den Usern zu offenbaren, dass man sich anscheinend mit Werbung nicht mehr kostendeckend finanzieren kann? Erklär mir das doch einfach mal, anstatt willkürlich irgendwelche Passagen aus Kommentaren wiederzugeben und dich darüber zu lustig zu machen.

  • Wir haben die Nase voll.

    Das Anbieten und Finden von Mitfahrgelegenheiten darf nicht kommerzialisiert werden! Daher haben wir uns das verrückte Ziel gesetzt, bis zum 07. April 2013, 16:00 Uhr eine neue gemeinnützige Mitfahrbörse zu entwickeln. Helft uns und verbreitet diese Nachricht! Mehr dazu: http://www.bessermitfahren.de

  • Hallo Leute und Author,

    danke für den Bericht und die vielen Meinungen! Hier unten ließt zwar fast keiner mehr weiter aber trotzdem mein Senf.

    11% sind für mich viel zu viel – ich fahre selbst ca. alle 3 Wochenenden 500km nach Berlin mit meinem Bus… das „Spritgeld“ was die Idee war wird knapp gedeckt, bleibt noch meine Kosten für Auto, Versicherung und Verschleiß. Ich mache mit der ganzen Sache kein Gewinn und nehme auch gerne Tramper kostenlos ein Stück mit.

    Für ein voll automatisiertes System und meinetwegen riesige Server sind die 11% zu viel… da macht jemand richtig Geld damit und das auf meine Kosten.

    Ich werde zur Konkurenz gehen, die 11% Mehrkosten bei MFG draufschlagen und jedem Mitfahrer sagen das er die gleiche Fahrt für weniger haben kann wenn er nicht MFG nutzt.

    Ich hoffe das machen alle damit klar ist das es so nicht geht – hätte MFG um Spenden gebeten um den guten Service auf gleichem Niveau halten zu können oder einen Preis von ca. 1€ pro Fahrt gemacht würde ich bleiben.

    (Was hat der Kilometerpreis mit der Vermittlungsgebühr zu tun? Der Aufwand ist gleich – die Fahrtkosten aber nicht da mehr Sprit…)

    Ich hoffe ich treffe viele nette Menschen weiterhin auf meinen Fahrten und empfehle wünsche das auch jedem anderen.

    Grüße

    Paul

  • Man muss doch die armen Jungs verstehen.
    Da hat man im abgelegen Würzburg eine tolle Idee (na ja! Ein anderer hatte sie, sie haben es nur ausgearbeitet aber egal), zieht ins teuere München, werkelt 12 Jahre vor sich hin und ist noch immer kein Miliardär und dann kommt diese Investmentfirma „erly bird“ und redet einem ein, wie supertoll man doch ist und wieviel Potenzial da noch ungenutzt herumliegt und schwupps macht es bling bling und das beginnt, was jetzt einen ersten Höhepunkt erreicht hat.

  • Auch ich habe nach 7 Jahren aktivem „Fahrdienst“ und als Mitfahrer bei mfg gekündigt. Gegen eine Bezahlung für die Anzeige habe ich ja gar nichts, aber nicht auf diese Art! Diese ganze Lügerei, dass das System so gewünscht wurde und supertoll angenommen wird. Wieso kassieren die für die Vermittlung? Das machen die Nutzer ja trotzdem noch alles selbst. Wieso hat man keine Umfrage gestartet, in welcher Form eine Vergütung stattfinden kann? Es gibt so viele Modelle (Anzeigenbasiert, Abo, MitfahrKonto) und zusammen mit der Community hätte sich schon eine Lösung gefunden. Einfach nur schade.

  • schon mal ausprobiert nur 1 euro einzutragen statt des normalen preises den man nehmen will? dann reduziert sich zumindest der preis von 11 %. als zusatz kann man „symbolisch :-))“ in klammern dazu schreiben und man macht dann am telefon den richtigen preis aus. zusätzliche möglichkeit wäre: die telefonnummer auszuschreiben (null-eins-sieben-sechs-…usw.) geht wohl nur so lange bis die burschen eine möglichkeit finden das zu unterbinden. mich ärgert allerdings noch viel mehr, dass diese abzocker dann mein bewegungsprofil haben…was mit meinen daten dann passiert ist vorhersehbar (wenn schon die einwohnermeldeämter die persönlichen daten verscherbeln). vielfahrer werden sich bestimmt auch sehr freuen, wenn eines tages das finanzamt sich für sie wegen der zusatzeinkünfte interessiert. laßt uns ansonsten die beiden alternativen portale nutzen, die hier schon gepostet wurden: http://www.drive2day.de/ und http://www.fahrgemeinschaft.de/
    zusätzliche alternative bei regelmäßigen fahrern und mitfahrern wäre sich eine eigene datenbank anzulegen. ich fahre seit ca. 5 jahren als mitfahrer bei mitfahrgelegenheit. in dieser zeit habe ich einige regelmäßige fahrer kenengelernt, mit denen ich mich zum teil richtig angefreundet habe. wir verabreden uns inzwischen ohne mitfahrgelegenheit. telefonnummern im handy speichern und einfach persönlich anfragen, da können die anzocker nichts gegen machen.

  • @ Chris vom Freizeitcafe

    Du selbst bist scheinbar kein Fahrer und nur Mitfahrer. Falls nicht, erkläre deinen Standpunkt doch etwas mehr, warum du diese Meinung hast.

    Fakt ist:
    – der Fahrer/indirekt die Mitfahrer zahlen nun 11% mehr, was vorher kostenlos ging
    – der Fahrer muss seine Bankdaten angeben (ist eigentlich nicht schlimm, aber auf einmal notwendig)
    – der Fahrer wird von einem zweifelhaften Inkassounternehmen auf Bonität geprüft
    – potentielle Mitfahrer unterliegen einem Registrierungszwang
    – die ganze Vermittlung ist nun viel langsamer, umständlicher und schwieriger (Kontaktdaten komplett weg)
    – das Sicherheitsargument für Fahrer und Mitfahrer zählt nicht wirklich, da man immer noch versetzt werden kann; es würde nur negative Bewertungen fördern -> neu registrieren und eine andere Handynummer würden dieses System ausspielen
    – Fahrer und Mitfahrer gehen nun bei Buchung einen rechtsgültigen Vertrag ein -> Finanzamt könnte bei Vielnutzern Probleme machen

    Das waren die Argumente gegen das Buchungssystem.
    Nun die gegen das „kostenlos“-Gelaber.

    Bspw. bietet Facebook eine umfassende Datenbank, dort können Fotos und Videos hochgeladen, Gruppen und Veranstaltungen eingetragen und Kontakte geknüpft werden und das alles KOSTENLOS. So gesehen bietet Facebook sogar mehr als MFG. Einzig die Suchfunktion bietet es nicht, wäre aber innerhalb des Facebook-Systems durchaus realisierbar. Wieso soll MFG was kosten und Facebook nicht?

    Würdest du, im Falle du nutzt auch das Angebot von Facebook, nicht auch einen Wechsel der Plattform in Erwägung ziehen, wenn du nun für jede bestätigte Freundschaftsanfrage eine Provision zahlen müsstest? Oder ein Premiumkonto bezahlen müsstest, um Freunden Nachrichten zu hinterlassen? Selbst StudiVZ etc. bieten weit mehr als MFG und sind/waren kostenlos. Also komme bitte nicht mit solchen nichtigen Argumenten.

    Rein theoretisch müsste MFG nur einmal ordentlich programmiert werden, danach läuft die Seite einfach nur auf einem Server, der für die Menge an Nutzern ausreichend ist. Da wird später keine Arbeitskraft mehr benötigt, die einen Lohn erhalten müsste. Einzig die Serverkosten wären fällig, die bei solch einem Kundenstamm dicke von Werbung refinanziert wird. MFG hatte ja schon vorher Premiumkonten und -funktionen, also haben sie da schon zusätzliche Einnahmen generiert.

    Jetzt schneiden sie sich gerade selber ins eigene Fleisch mit dem ganzen Buchungssystem und dem Marketing, für dessen Realisation 60 Leute arbeiten die Löhne erhalten wollen. Das SMS-System kostet auch nochmal Geld.

    Leider haben sie auf ihrer Kalkulation die Grundlage ihres Portales vergessen. Und zwar sind das zum einen die Fahrer, die das System von MFG nutzen um ihre Fahrt reinzustellen, zum anderen sind das die Mitfahrer, die diese Fahrten finden. Vergleiche MFG mit einem öffentlichen Schwarzen Brett. Du zahlst doch keine Provision an ein Schwarzes Brett. Zu dem gibt es viele Leute, die unentgeltlich für Ordnung sorgen.

    Wie dem auch sei. Ich hoffe, dass aus MFG eine Vor-die-Wand-fahrgelegenheit wird 😉

  • Achja: Mitfahrgelegenheit alias Vor-die-Wand-fahrgelegenheit ist im Prinzip nur eine Suchmaschine. Die Informationen sind das Wertvolle, und die kommen von den Nutzern selbst.

    Aber wenn du willst, kannst du ja auch Google, Yahoo und Bing etwas Geld überweisen. Nicht dass du dich auch noch selbst ankotzt, weil du diese Suchmaschinen kostenlos nutzt. 🙂

  • Leute ich finde das echt schlecht was die angestellt haben. Doch wir haben die Folgenden möglichkeiten:

    -Beste finde ich: Auslandsfahrt eingeben und dadurch als zwischenziel die Fahrt Anbieten. (Tuhe ich ab jetzt so) dadurch kann man das mit dem konto und so umgehen
    -Oder alles wie gewohnt mit einem hinweis nicht buchen 🙂
    -oder Fahrgemeinschaft.de nutzen. (ich finde aber das beste ist die erste lösung)
    Leute nicht aufregen sondern die Probleme UMGEHEN 😉
    Beste Grüße aus dem NRW land 😉

  • Ich fahre viel und bin jetzt weg als Fahrer.
    Zu kompliziert und keine direkte Verbindung mehr zum Fahrer.
    Mehr.

    Zu einer geringen Fahrerjahresgebühr hätte ich nichts gesagt, aber soetwas, nein Danke.

    Eigentlich Schade aber es gibt ja Alternativen.

  • @ Suse: also das mit dem Nummern ausschreiben funktioniert ja schonmal nicht mehr, die haben das sofort wohl bemerkt wer hier was in dem Forum hier postet und haben da Leute dazu verdonnert die Anzeigen sofort zu prüfen-die kosten dann natürlich auch wieder was… Find das echt alles ne richtig schöne Sauerei hier wie man so schön sagt…

  • Wir haben seit heute ein neues dauerhaft kostenloses Mitfahrportal ins Netz gestellt: mitfahren.me
    Bitte gebt uns Feedback und stellt Anzeigen rein.
    Eines ist versprochen: mitfahren.me ist und bleibt kostenlos!

  • Jo danke an Mitfahrgelegenheit.de, war schön mit euch. Leider wart ihr zu gierig ihr ach so tollen Manager. ….NEXT!!!

  • Klar kostet alles Geld und es muss Personal und Server bezahlt werden, aber müssen es gleich 11% sein?
    Hätte man bei 1% oder min. 50 Cent je Fahrgast angefangen und mal abgewartet, in weit das auch schon die Kosten gedeckt hätte, wären mit Sicherheit die wenigstens abgewandert. Aber 11% ist schon ganz schön viel, wenn man sich überlegt wie viele Nutzer MfG hat und jeder nur einmal im Jahr 1 Euro bezahlen muss.

  • Ganz großes Kino – Gier frißt Hirn – Kann mich den sachlichen Beiträgen gerade hinsichtlich der steuerrechtlichen Aspekte nur anschließen. Habe meinen Account bei mfg gerade gelöscht und das kann ich jedem klar denkenden Fahranbieter nur raten.

  • „Differenzieren“ heißt wie immer das Zauberwort. Erst einmal sei erwähnt, dass der Großteil der Nutzer, jedenfalls jene, die ein Angebot oder Gesuch aufgeben, überhaupt kein Problem damit hätten eine angemessene Gebühr, auch für mittelmäßige Leistungen, zu bezahlen.

    Im Gästebuch wurde bereits vor Jahren darüber diskutiert. Eine Staffelung von Monats-, Quartals-, Halbjahres- oder Jahresbeitrag wäre akzeptiert worden. Ich kenne so etwas von anderen Portalen, auch wenn sie andere Themen abdecken, die deutlich mehr Leistung und Service bieten, als die MFG. In der Regel bewegt sich so ein Jahresbeitrag irgendwo zwischen 10,- und 40,- Euro. Nimmt man mal einen charmanten Preis von 29,50 Euro pro Jahr, dann erhält man, legt man die Zahl der registrierten User zu Grunde, den stolzen Betrag von über 129,8 Mio. Euro. Und selbst die Hälfte, also gut 65 Mio., wären mehr als genug, um mit Leichtigkeit diese Plattform zu führen und wegen des schnellen Geldes vor Lachen nicht mehr in den Schlaf zu kommen. Denn wir reden ja hier von jährlich wiederkehrenden Einnahmen.

    Kommen wir zu den Kosten. Unumstritten ist, dass sich die Plattform der MFG in den letzten Jahren immer mehr durch zweifelhafte Features, die eigentlich nur Traffic verursachen, aber nicht sonderlich nützlich sind, aufgebläht hat. Sprich – man hat Kosten produziert, die völlig unnötig wären. Dann kommt als nächstes die Frage, was eigentlich einen Mitarbeiterstamm von 60 Personen rechtfertigt?

    Ich meine, hallo? Wir reden hier nicht vom Geheimdienst oder der Raumfahrt. Es geht im Prinzip um eine simple Homepage, mit Werbung und etwas Datenverarbeitung – mehr nicht. Und dafür braucht es nicht mehr als 10 Leute, eigentlich gar weniger, wenn man mal die Alternativangebote betrachtet. Aber wollen wir gnädig sein und gestehen den Jungs und Mädels von Carpooling wegen Unfähigkeit noch einen Zuschlag beim Personal von 50 % ein, dann liegen wir immer noch bei 15 Mitarbeitern und somit bei 25 % des aktuellen Stammes!

    Schon wieder Kostenfaktoren, die keiner versteht. Abgesehen davon ist der persönliche Service eh grottenschlecht. Keine Hotline, nur Bandansage und auf Mails wird kaum bis gar nicht reagiert. Aber rechnen wir mal mit den Zahlen weiter, die wir so haben.

    Nehmen wir an, dass so ein Carpooling-Mitarbeiter dem Unternehmen Kosten im Durchschnitt von 4.000,- Euro pro Monat beschert. Dann reden wir über Personalkosten von insgesamt 2,88 Mio. Euro pro Jahr. Für 5.000,- Euro Miete, inkl. Neben- und Betriebskosten, bekommt man selbst für Münchner Verhältnisse ein super Ladenlokal. Also nochmals 60.000,- Euro an Kosten. Dazu gestehen wir dem Laden noch 2 Mio. Euro für Server und sonstiges zu (mancher Geheimdienst wäre für so einen Etat dankbar), so kommen wir wohlwollend gerundet auf 5 Mio. Euro an Ausgaben pro Jahr.

    Hier ist schon zu erkennen, dass, selbst wenn nur 1/10 der User den oben genannten Jahresbeitrag zahlen würde, ein sattes Plus von rund 8 Mio. Euro jedes Jahr eingefahren werden könnte. Dabei sind Werbeeinnahmen und andere noch nicht mal mitgezählt. Und das, bei einem Jahresbeitrag von nur 29,50 Euro.

    Und nun kommt das Geheimnis der 11%. Damit die MFG über ihre Schiene den Betrag bekommt, muss das Opfer (sorry, anders kann man es wirklich nicht mehr sagen) im Jahr 268,18 Euro Umsatz machen. Klingt vielleicht viel, ist es aber nicht.

    Denn wer nur ein- oder zweimal im Jahr reist, wird sich auch mal einen Zug leisten können. Wir reden hier aber von Menschen, die einmal im Monat, alle 14 Tage, jede Woche oder gar öfter reisen und wenig Geld haben.

    Nehmen wir an jemand wohnt in Minden und will einmal im Monat nach Berlin reisen. Er bietet die Fahrt für 20,- Euro an und hat jeweils bei Hin- und Rückfahrt 3 Mitfahrer an Bord. Somit hat er bereits in einem Monat 120 Euro Umsatz gemacht und der MFG bereits 13,20 Euro eingespielt. Nun macht er das aber jeden Monat und ist somit im Jahr mal eben 158,40 Euro los geworden.

    Selbst wenn er weniger fährt oder nicht immer 3 Leute an Bord hat, sehen wir dennoch wie schnell man über die angesetzten 29,50 Euro kommen kann, die allein schon einen fetten Gewinn Carpooling jedes Jahr bescheren. Das ist der Skandal! Und die Oberfrechheit ist, dass Carpooling so tut, als hätten sie keine andere Wahl wegen der Kosten. Jeder Grundschüler vermag das zu widerlegen. Einfacher Dreisatz reicht!

    Außer den Datenschutzbedenken weist das Buchungssystem noch eine ganze Reihe von Nachteilen beim Handling auf. Es ist also kein Wunder, dass viele User mehr als nur sehr verärgert reagieren. Und ja, ich gehöre auch dazu. Und wer nicht hören will muss fühlen. Und das wird Carpooling. Versprochen!

  • der letzte kommentar gehört als Artikel eingestellt und nicht dieses Wischiwaschi was sich als Blogpost ausgibt.

    Carpooling sieht sich einem Shitstorn ungeahnten Ausmasses konfrontiert – und das ist gut so!

    Diese Arroganz wird sie die Marktführerschaft kosten. So wie zuvor andere tolle Webportale die sich sooo sicher fühlten.
    Sie dürfen dann in einer Reihe mit StudiVZ, Yahoo, Lycos… einreihen.

  • Hallo beieinand.

    1)
    mitfahrgelegenheit.de ist damals angetreten, um schnelle, spontane, unbürokratische und gebührenfreie fahrgemeinschaften zu vermitteln im Gegensatz zur damaligen Mitfahrzentrale. Gebührenfrei, weil ein Backend + Frontend weit wemiger Kosten verursacht, als die Büros in jeder Stadt mit Personal von Mitfahrzentrale (die hatten damals 10 DM Vermittlungsgebühr). Online, um schneller und spontaner vermitteln zu können. Die vergleichsweise niedrigen Kosten wurden durch Werbung und Premium Mitgliedschaften aufgefangen.
    Durch die Politik Mehdorn der Bahn hatte mitfahrgelegenheit.de entsprechend Zulauf, besonders die Ticketbindung und Frühbuchung der Bahn.
    Die Mitfahrzentrale ist dann auch online umgezogen, hatte aber (laut meiner Erinnerung) diese Mehrwertelefonnummer, um überhaupt Kontaktdaten zu vermitteln (unabhängig ob überhaupt eine Fahrt oder gar Kontakt zustandekommt)
    Das hat natürlich auch einen anderen Kundenstamm erzeugt als ursprünglich angesprochen.
    Wie auch immer, alles, also wirklich alles was mitfahrgelegenheit heute darstellt steht dem entgegen. (Buchung vorher, Registrierung, Bonitätsprüfung, Kontozwang, kein unmittelbarer Kontakt möglich vor Bindung etc)

    2)
    Kosten werden IMMER auf den Endkunden umgelegt (man sieht zb 30EUR im Buchungssystem aber im Text dann 35EUR Fahrpreis.)

    3)
    Wollt ihr (oder wir :D) diese Frechheit von 11% (!!!!!! und verschleiert über die hintertür, verkauft als Verbesserung!!!) aufbrechen, dann ist es wenig hilfreich, neue (oder auch alte) Portale wie Sand am Meer zu verbreiten, mitfahrgelegenheit.de funktionierte deshalb so gut, weil mehr als 60% der Fahrten dort gelistet waren. Wenn also jeder ein neues Portal öffnet, unterstützt er gewissermassen mitfahrgelegenheit.de, da es dort nicht zur kritischen Masse an Angeboten kommt.

    4) Mitfahrgelegenheiten sollten (und sollen) den Fahrern eine Beteiligung einbringen, nicht aber das Auto und die Fahrt finanzieren. Schaue ich zb nach Berlin->Heilbronn, entspricht eine Busfahrt (mit Strom und Wifi) 2/3 des Fahrpreises eines Mitfahrangebotes. Selbst wenn ich nur 4 Stunden vorher einen Platz buche, komme ich noch billiger weg – und genau das war ein für mich grosser Pluspunkt an Mitfahgelegenheiten, ich konnte noch am Voraben, teilweise sogar am gleichen Tag noch einen Mitfahrplatz aufgabeln.

  • dislike, 11% für ne simple Datenbank, die die Nutzer selbst pflegen? Das kann man doch auch mit Werbung kompensieren oder? Ich denke eine Provision vom ADAC wäre auch sicher drin gewesen…! So muss ich die 11% eben auf die Mitfahrer umlegen und meine Fahrt wird teurer, was wiederum dank Onlinebuchung (Barzahlung macht in meinen Augen keinen Sinn) wohl an Frequenz abnehmen wird, da man die Fahrt ohne vorherige Verabredung buchen muss… Wohne ländlich, es ist ein Problem die Leute immer dorthin zu bekommen wo ich hin muss und schnell wieder weiterkomme. Deshalb wird nochmehr Kommunikation und Umstand nötig… musste das sein? Nicht nur das, Stornierungen waren bei mir bisher schon an der Tagesordnung, aber für Mitfahrer wird es nun bitter. Und was ich hier so lese, kann ich steuerlich belangt werden… bei euch wird alles gespreichert, ich bin keine Firma, den Sprit zahle ich nebst Steuern, ich biete eine Mitreise an, bei dem sich ein Mitmensch wegen Umweltgedanken und Flexibilität mir anschließt und eben eine finanzielle Beihilfe leistet, muss ich nun meine Fahrt 2fach versteuern? Zahle für mein Auto auch schon Steuern, dann wäre es 3fach versteuert. Kann ich dann auch Ökosteuern einnehmen, weil ich der Umwelt dadurch etwas gutes tue? Muss ich mir über sowas Gedanken machen? Habe eigentlich keine große Lust darauf, ich werde es auprobieren und wenn es nichtsmehr bringt und Aufwand u. evtl. Abmahung kommt werde ich mich nach einer Alternative umsehen müssen oder die Mitfahrten ganz abstellen.

  • Es gibt ja einige Mitfahr-Communities und es kommt auch immer auf die eigenen Erfahrungen an, die man mit solchen Anbietern macht oder gemacht hat. Es gibt sicher User, die gerne bereit sind, eine Provision zu zahlen, wenn sie mit dem Service an sich zufrieden sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich das entwickelt. Und vielleicht werden tatsächlich die Fernbusse eine echte Alternative!

  • Fernbusse könnten wirklich zur Alternative werden! Immerhin gibt es seit der Liberalisierung seit Januar 2013 immer mehr Angebote und ein besseres Netz innerhalb Deutschlands.

  • Schade drum, wenn Fernbusse die Fahrgemeinschaften ablösen.
    Andererseits ist dann mehr Platz in den Autos für Tramper 😀

    Was das Abwarten betrifft: es geht nicht um ‚eine Gebühr‘ sondern um für k(aum)einen Service satt zuzulangen. Den Fahrern (die mfg.de als Einnahmequelle zur Finanzierung ihres Autos sehen) kann es egal sein. Den ’normalerweise Dt Bahn Benutzern‘ auch.

    3 Tage im Voraus buchen? Kein Interesse.
    3 Tage im Voraus kann ich auch einen Flug buchen. Auf langen Strecken angenehmer.

    Hier wird oft über die ‚kostenlos’/’internet‘ Mentalität gemosert, aber bedenkt auch mal über die ‚in eure Tasche greifen/Mautgebühren‘ (ja, was anderes als Wegezoll stellen die 11% dar?) Mentalität nach.

    Tschüss

  • Das Problem ist, dass alle Fahrer wechseln, ohne ihre Mitfahrer zu informieren. Ich habe gestern alle meine ehemaligen Mitfahrer per SMS auf das neue Portal hingewiesen! OK, hat mich ein paar Stunden Zeit und Geld gekostet (ca 29€). Nicht nur die 11% sind das Problem:
    – neue AGBs genau lesen: Ein Beförderungsvertrag kommt zu Stande, somit ergibt sich folgender Aufwand für den Fahrer:
    – 1 mal jährlich TÜV anstatt alle 2 Jahre!
    – Mitfahrer benötigen eine zusätzliche Mitfahrer-Versicherung!
    – 11% Gebühr pro Mitfahrer und Fahrt
    – Finanzamt: Ihr habt (offiziell) Einnahmen, das ist dem Finanzamt zu melden und in der Steuererklärung anzugeben!
    – Fahrkostenrückerstattung adé!
    – Mitfahrgelegenheit und Mitfahrzentrale ist dasselbe Unternehmen
    – Achtet darauf wie hübsch Fotos von Nutzern sein können!

  • Mitfahrgelegenheit ohne Kommerz und Datenschüffelei

    Ich habe meinen Account bei Mitfahrgelegenheit gelöscht und bin seit 2 Tagen auch auf MeineMitfahrt.de (http://www.meinemitfahrt.de) vertreten. Wirklich innovativ, engagiert, ohne Gebühren, ein Projekt, das unsere Unterstützung verdient, da es ohne Werbung auf die Beine kommen will und klein anfängt. David gegen Goliath – aber so macht Mitfahren wieder Spaß.

  • Hallo Leute, ich bin gerade mal einem Tip dieser Kommentare hier gefolgt. Ich habe versucht, eine Fahrt kostenlos einzutragen und kann berichten: es funktioniert!! 🙂

    Einfach eine Auslandsfahrt eintragen z.B. mit Start in Holland/Enschede oder Groningen über die Ziele, die ihr tatsächlich fahren wollt, z.B. Oldenburg – Bremen – Hannover – Berlin. Hierbei wird KEINE GEBÜHR fällig!

  • Habe gerade eine neue aber freie Mitfahrgelegenheit Webseite entdeckt www. freie-mitfahrgelegenheit.de. Soll ein Netzwerk für Fahrer und Mitfahrer sein. Wohl auch eine Reaktion auf die Abhocke bei der bekannten Mitfahrzentrahle. Zitat der Webseitenttextes:
    „freie-mitfahrgelegenheit.de ist
    frei für jeden
    frei von Vermittlungsgebühren
    frei von Vermittlungsbarrieren
    Du musst nur mitmachen, dass ein verlässliches Netzwerk entstehen kann.“ Vielleicht geht da was wenn viele dahin welchseln.

  • Hape schrieb am 10. April 2013 / 18:31 Uhr:
    „Kann ich dann auch Ökosteuern einnehmen, weil ich der Umwelt dadurch etwas Gutes tue?“

    Du und natürlich alle anderen Fahrer können sich ein CO2-Zertifikat für die ersparten CO2-Emissionen abhängig von der Anzahl der Mitfahrer ausstellen lassen.
    Diese lässt sich dann beim Weiterverkauf z.B. an die ungeliebten Kohlekraftwerke gegen bar Münze eintauschen.
    Umsatzsteuer ist auszuweisen.
    Eine geeignete Emissions-Handelsplattform für Mitfahrgelegenheit gedenke ich in den kommenden Tagen zu platzieren und hoffe dann natürlich auf eine Start up – Unterstützung der Investmentfirma “erly bird”.
    Erst Verhandlungen laufen sehr positiv.

    Mit den zu erwartenden, zukünftigen Millionen-Beteiligungen der Daimler AG werden sich die Mitfahrer mitnehmenden Fahrer automatisch in den Stand der Weltenretter katapultieren.
    Wer soll es denn auch sonst machen?

  • Hallo zusammen,

    alle neuen Portale sollten sich gemeinsam organisieren und den ursprünglichen Gedanken des Mitfahrens weiterleben. Nur gemeinsam kann etwas erreicht werden, gegen die unnötige abzocke.

    Gruß

  • Das neue Buchungssystem ist für den Mitfahrer extremstens unpraktikabel.

    Fall heute: Freitag Mittag, ich suche eine Fahrt für heute Nachmittag. Es gibt 4 potentielle Fahrer. Ich habe um 11.30 einen Fahrer kontaktiert bei dem 3 Plätze frei stand. Rückmeldung 1 Stunde später: Doch kein Platz frei. Also um 12.30 noch 3 Fahrer offen, deren Nummer ich aber erst zu sehen bekomme, wenn ich Geld überweise. Ich soll im voraus Geld überweisen, für eine Fahrt, von der ich gar nicht weiss ob ein Platz frei ist, und ob und vor allem wann der Fahrer sie bestätigt?
    Angenommen, ich überweise jetzt das Geld für die letzte Fahrt die um 19 Uhr statt findet. Der Fahrer sagt dann 1 Stunde vorher ab, dann stehe ich ohne mitffahrgelgenheit da. Oder soll ich nun 3x Geld überweisen, damit ich die Tel.nr. erhalte, um klären zu können, ob noch ein Platz frei ist? Evtl. sagen alle zu, dann muss ich 2 fahrten die ich gar nicht nutze zahlen? Das ist extremstens unpraktikabel. Vor dem neuen Buchungssystem war es so schön einfach: Fahrer anrufen, kären, fertig. Mit dem neuen Buchungssytsem ist mitfahrgelgegenheit absolut nicht mehr zu empfehlen und unbrauchbar.

  • Wer nicht käuflich ist und ein nichtkommerzielle mitfahrgelegenheit sucht kann seine Fahrt bei http://www.freie-mitfahrgelegenheit.de eintragen. Fahrgemeinschaft,de ist soll ja die selbe Person sein, die auch schon mitfahrgelegenheit,de an carpooling verkauft hat. Nun werden Spenden gesammelt, für die neue Domain… Ist da nicht merkwürdig?

  • Ich biete Fahrten über MFG an und finde das Buchungssystem ok. Die Gebühr ist zwar nicht gerade wenig und ich schlage die auch auf meine Kosten drauf. Klar war die Bonitätsprüfung, Anmeldung etc. nicht gerade toll, aber durch das System klar ausgewiesen wieviel Plätze ich habe und der Preis ist im Vergleich zu vielen anderen Möglichkeiten immer noch günstig. So verlange ich von Köln nach Hannover 19 inkl. der 2€ Aufschlag. Dafür hat der MFG ein technisch einwandfreies Auto, einen Sitzplatz und das Auto ist nicht übervoll, da ich nur soviel Plätze vergebe wie das Auto Plätze hat.. bei mir quetschen sich nicht 3 Leute auf der Rückbank. Und ich habe immer die Option Barzahlung bei der Fahrt..
    da muss niemand in Vorkasse gehen .. ich darf dann aber die Gebühr begleichen… WO ist das Riskiko für den Mitfahrer..
    Außerdem kann ich so leichter mit den MFG kommunizieren und brauche mir nicht x Telefonnummern abspeichern.
    Leute posten jeden Sch… auf Facebook und regen sich jetzt hier auf, dass sie sich registieren müssen… ehrlich kann ich nicht verstehen..
    Ich habe manchmal Anfragen… da wissen die nicht mal wo ich hinfahre.. sind am falschen Treffpunkt und etc… das nervt auch..
    Daher finde ich es akzeptabel wenn man das System fair nutzt.. und alle anderen können gerne mal mit der Bahnfahren..bei den Kosten je Fahrt.. oder andere Portale nutzen mit den Unsicherheiten..
    Viel Spaß

  • Kostenlösler und Kostenloser (es sind natürlich auch die Looser angesprochen die sich selbst immer falsch schreiben), vereinigt Euch: Immer, wenn ein Dienst die Kostenpflicht einführt, gehört es sich, ordentlich mit Shirtstorms und Boykottaufrufen auf den Putz zu hauen.

    http://www.basicthinking.de/blog/2013/03/29/11-prozent-provision-mitfahrgelegenheit-de-nicht-mehr-kostenfrei-zerreisprobe-mit-shitstorm-garantie/#comment-265915

    Kleines Beispiel: Fährt man eine Strecke von 700 Kilometern (z.B. Freiburg im Breisgau bis nach Berlin) so kostet das normalerweise 40 Euro pro Mitfahrer/in. Nimmt man 3 Reisende mit sind das insgesamt 120€ weniger 11% = 13,2 (Hin- Rückfahrt) = 26,40 € an Vermittlungsprovision.

    Dafür sind es aber dann 26,40€ für 240€ ausgehend. Für ein sehr gutes Portal, offens. sehr gute Nachfrage für mein Platzangebot, Onlinebezahlservice und somit Buchungssicherheit, Support.

    Ich bin weder Platzanbieter noch Zielgruppe als Mitfahrer. Dieses Genöle und pauschalierten Vorhaltens einer „Abzocke“, wenn ein Dienst sich die Kostenpflicht „erdreistet“, finde ich schon immer ersaunlich, komplett peinlich bis dämlich.

    Mitfahrer zahlen indirekt per Kostenumlage auf den umgelegten Fahrpreis, Fahrer zahlt direkt und alle teilen sich die Refinanzierung. Das wird in obigen Beispiel 7,50 für den Fahrer und 2,50 für den Mitfahrer je Fahrt machen. Und? Weiter?

    Kostenlosfans: Bitte sucht Euch die für Euch passenden Alternativen am Markt oder macht selber welche. Aber verschont doch die Umwelt mit Boykottaufrufen.

    Ich frage mich auch, warum die Fahrer unter den Fans der Kostenloskultur überhaupt was verlangt haben, wenn sie sowieso die Strecke gefahren sind. So was hätte man doch auch für free machen oder sich quasi flattrn (zahl, wenn Du möchtest) lassen können? Ach so: So gesehen ist ja kostenlos und sozial natürlich doof.

  • P.S: Bei 2×700 km kommen, wenn man 7,5 l und 1,65 EUR/Liter rechnet, für den Fahrer Spritkosten i.H. von 173,25 EUR zusammen. habe ich 3 Mitfahrer und würde nach einem Fairnessprinzip (=durch 4) teilen, nicht 40 EUR einfach je Mitfahrer, sondern je 20 EUR zustande.

    Wenn ich mr manche Mitfahrgelegenheitspreise ansehe, fragt sich, wer wen abzockt, wenn man den Begriff schon verwendet.

  • PS2: Selbst, wenn ich meine Mitfahrer den kompletten Spritpreis zahlen lasse, wären es nur 29 EUR! Der Fahrer streicht in obigem Bsp. 66 EUR Hin/Rück „Gewinn“ ein und lamentiert jetzt über Gebühren.

    Ich glaube, die Nutzer sollten sich Abzockvorwurf mal besser untereinander stellen…;-)

    So, jetzt ist aber gut für mich. Gute Fahrt allen.

  • doch noch nicht…;-)

    Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Fahrer die Fahrt noch auf der Steuer, geschäftlich (Sprit auf Netto einkaufen und in der UST angeben) und sonstwie absetzen und den „Verdienst“ nicht angeben.

    Da sind die richtigen Betrüger zu suchen.

  • @Klaus Wolfram

    ach, diese „Fahrer macht Gewinn“-Dummschwätzer gab es schon im Forum bei MFGDE. Lass dir was besseres einfallen um zu trollen.
    Oder lern rechnen.
    Oder noch besser (ist der Standardtip für alle wie dich): Selber Auto anschaffen und dicke fette Kohle kassieren! Nach einem Jahr zieht man Resüme.

  • Inzwischen ist fast ein Monat ins Land gegangen. Meine letzten Fahrten habe ich parallel inseriert, sowohl bei mitfahrgelegenheit.de als auch bei den alternativen Portalen (drive2day, fahrgemeinschaft, bessermitfahren). Bei der heutigen Fahrt waren es 2 Mitfahrer, die beide über bessermitfahren Kontakt aufgenommen hatten. Alles extrem easy, fast wie früher: nämlich als sich der heutige (noch!) Platzhirsch gegen den damaligen Platzhirschen mitfahrzentrale.de versuchte zu behaupten.

    Die heutige Position verdankt mitfahrgelegenheit.de schlicht und einfach den Fehlentscheidungen von mitfahrzentrale.de. Und begeht denselben Fehler von damals. Ich lache mich tot!

    Verbittert bin ich nicht. So ist das eben: die Karawane zieht weiter. Vor allem eines finde ich dabei richtig gut, nämlich der erfrischende Wind von bessermitfahren.de. Die machen es richtig. Ohne viel Schnörkel gleich aufs Wesentliche kommen. Die anderen beiden Portale sind auch nicht schlecht, aber wärmen doch wieder nur das alte Konzept unter neuem Namen auf.

    Ich bin gespannt, wie sich die Entwicklung gestalten wird. Meinen Zugang bei mitfahrgelegenheit.de habe ich gelöscht. Wozu auch noch haben? Das ist wie mit dem Ex. War ne schöne Zeit mit Dir, aber jetzt stoße ich eine neue Tür auf.

    In diesem Sinne: nur nicht grämen. Besser offensiv aus der mitfahrgelegenheit.de aussteigen ( oder austreten, haha). Leider hatte ich vorher versäumt, noch einen Kommentar im Gästebuch zu hinterlegen. Also: wer jetzt auch seinen Account löscht, bitte überlegen, ob nicht doch vorher noch ein Eintrag im Gästebuch landet.

  • Ich finde http://www.drive2day.de eine recht gelungene Alternative. In den letzten Tagen habe ich von dort immerhin 4 Mitfahrer erhalten. Die Seite selbst ähnelt dem Aufbau der von MFG. Im Fahrteintrag kann man Fahrtausnahmen anlegen, was ich sehr praktisch finde.

  • Ja finde auch das das eine Frechheit ist einfach 11% zunehmen.Ich müßte 11 Euro verlangen um auf meine 10 Euro zukommen.Wer fährt da meistens mit Leute die aufs Geld schauen müssen.Bezahlen die wieder mehr.Ich glaube das hatten wir schon mal(DDR).Zum Glück kann man sich woanders umschauen.
    Werde mich auch abmelden.

  • empfehle ebenfalls drive2day und neuerdings auch raumobil. Stöbern auf Vergleichseiten wie alternative-zu.de und alternato.de bringt auch immer mal neue unbekannte seiten ans licht!

  • Achja, ich muss mich mal bedanken.
    Nach der Google-Suche zu Alternativen für MFG.de bin ich hierdurch auf Fahrgemeinschaft.de und anschließend auf bessermitfahren.de gestoßen. Bei MFG.de inseriere ich gar nicht mehr und habe nun wieder gleich viele Mitfahrer wie bisher.

  • Also Leute, alles immer kostenlos haben und nutzen zu wollen ist vollkommen weltfremd. Bei hunderten von schwachsinnigen Web-Unternehmen, die Dienste verkaufen wollen, nach denen zuvor kein Hahn gekräht hat, kann ich ein Unverständnis seitens der Konsumenten ja verstehen. Bei einem Dienst wie mitfahrgelegenheit.de allerdings nicht – ihr nutzt ihn doch alle fleißig! Er scheint also einen Mehrwert für euch zu haben.

    Bei der Mentalität ist mein Vorschlag: Nehmt doch eure Mitfahrer in Zukunft auch kostenlos mit. Ihr spart die Provisionskosten und bekommt ein Gefühl dafür, wie es sich wirtschaftlich lebt, wenn man einen kostenlosen Dienst anbietet. Ihr versucht einfach zusätzlich während der Fahrt andere Produkte zu verkaufen, Getränke und Snacks beispielsweise. Noch besser wäre, zu versuchen an relevante persönliche Daten eurer Kunden zu kommen, die ihr dann weiter verticken könnt. Allerdings wird kaum noch einer mit euch fahren, wenn das rauskommt – die steigen dann lieber auf einen kostenpflichtigen Fahrer um.

    Bei einer Vermittlungsleistung eine Provision zu nehmen ist absoluter Standard eigentlich. Und mitfahrgelegenheit.de ist doch ein guter Vermittler nicht?! Ohne die Plattform würde es euch wesentlich mehr Zeit, Nerven und wahrscheinlich sogar Geld kosten, um Mitfahrer zu finden. Nicht immer so kurzsichtig denken bitte.

  • @ Peter
    Komisch, dass es z.B. bessermitfahren.de hinbekommt, solch ein Portal völlig kostenlos und ZUSÄTZLICH ohne Werbung anbieten zu können. Informiere dich mal bitte, was eine Webseite heutzutage kostet. Dann vergleiche die Unterschiede zwischen Webseiten, die Inhalte anbieten (Fotos, Videos, Musik, sonstige Dateien) mit einfachen Seiten, die NUR Text beinhalten und völlig platzsparend auf irgend einem Server verweilen.

    Wenn ein System einmal funktioniert, wieso sollte daran etwas geändert werden? Wieso wird so viel Arbeit hinein gesteckt, dass es dann was kosten soll?
    Zu dem gibt es Fahrer, die durchaus für ihren Account bezahlen würden.
    Aber mal ein einfaches Beispiel:
    Ein Fahrer fährt ca. 500 km, nimmt 5 Cent/km und Mitfahrer, immer 3 MF im Fahrzeug, je Woche 2 mal die Strecke, und das bspw. 40 mal im Jahr. Dann müsste der Fahrer sage und schreibe 660 € im Jahr an MFG zahlen.

    Also wenn du das normal findest, dann weiß ich auch nicht …
    Zu dem verdanken Mitfahrportale (off- und online) zu einem erheblichen Teil der Studentenschaft, die nun mal kostengünstig reisen muss. Dass immer mehr Menschen auf diesen Zug aufspringen, die es eigentlich nicht nötig hätten, ruft halt solche Diskussionen, wie du sie anschneidest, hervor.

    Bitte troll woanders.

  • P.S.: Eigentlich müssten doch die Fahrer Geld von MFG bekommen, schließlich besteht MFG doch nur aus Angeboten von Fahrer und Mitfahrergesuchen. Ohne Fahrer wäre MFG leer wie sonst was.
    Die Fahrer sind die Grundlage eines solchen Portals.

  • @Peter: schön geschrieben, und sehr richtig.

    @Georg: leider wird auch die kostenlose Konkurrenz bald feststellen, dass Serverhosting nicht umsonst ist, irgendwann mal größere Server hermüssen, Nutzer Support benötigen, Daten gepflegt werden müssen, Fehler behoben werden müssen, Webapplikationen weiterentwickelt werden sollten.
    Vermutlich werden Sie versuchen, die Kosten über Werbung wieder reinzuholen, aber feststellen, dass es nicht ausreicht, weil viele Nutzer auch nicht bereit sind, ein paar Banner für einen kostenlosen Dienst in Kauf zu nehmen.
    Also bleiben nur zwei Möglichkeiten: versuchen es kommerziell aufzuziehen – oder das ganze Projekt nach und nach im Sand verlaufen lassen. Der Zweite weg klappt im Zweifelsfall immer.

    Bzgl. Fahrer Geld von MFG bekommen: Häh?

  • Habe mir überlegt, wie man das umgehen könnte ….Als Fahrer betw. anbieter von Fahrten kann man im Text auch seine Nummer hinterlassen, indem man die Ziffern gegen Zeichen austauscht. Sind ja auf der gleichen taste ;-).
    Setzt allerdings beim suchenden ein wenig „Resthirn“ voraus.
    …..
    So what – ich habe mich nun auch von der MfG abgewand und mich bei http://www.fahrgemeinschaft.de als Fahrer(in) gelistet.

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