SMS am Steuer, Telefonieren beim Sex: Wie Amerikaner ihre Smartphones nutzen

Tobias Gillen

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Smartphones sind omnipräsent. In der U-Bahn, auf der Arbeit, beim Joggen: Man hat das Gefühl, jeder hat eins, jeder nutzt (mindestens) eins. Die Nutzung ist dabei vielfältig. Mal hört man Musik, mal simst man mit den Freunden, checkt Twitter und Facebook oder bearbeitet die neusten Fotos. Kurz um: Smartphones sind immer dabei – und das öfter, als man annehmen möchte, wie eine US-Studie belegt.

Studie

Die Mobile Con­sumer Habits-Studie 2013 von Jumio hat herausgefunden, dass sich knapp drei Viertel (72 Prozent) der US-Bürger nicht weiter als 1,5 Meter vom Smartphone aufhalten. Das bedeutet aber nicht nur, dass sie das Smartphone ständig bei sich hätten, nein, sie benutzen es auch an den ungewöhnlichsten oder – vielleicht passt das besser – unpassendsten Orten.

55 Prozent der Befragten schreiben während der Autofahrt SMS, ob sie sich des fehlenden Verantwortungsbewusstseins klar sind, ist unklar. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) nutzt das Smartphone in der Kirche, 35 Prozent während eines Films im Kino und ein Drittel (33 Prozent) während einer Verabredung zum Abendessen.

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Sex + Texting = „Sexting“

Lustig (oder traurig?) ist aber die Tatsache, dass 12 Prozent der Befragten das Smartphone in der Dusche benutzen – wie genau das funktioniert, bleibt leider offen. Fast jeder Zehnte Erwachsene (9 Prozent) nutzt das Handy während des Geschlechtsverkehrs – die Anwendungen liegen hier zwischen SMS checken und Anrufe entgegennehmen. Diese Zahl des – so Jumio – „Sextings“ ist bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 34 Jahren sogar noch höher, von ihnen sind 20 Prozent erreichbar.

59 Prozent der Befragten haben ihr Smartphone passwortgeschützt, denn sie fürchten – im Falle des Verlustes – am meisten den Verlust von Daten (65 Prozent), vom Kontakt mit anderen (58 Prozent) und 39 Prozent fürchten, dass Anrufe in ihrem Namen getätigt werden. Je um die 30 Prozent haben Angst vor einer verlorenen Social Media-Identität und vor Missbrauch ihres Online-Banking-Zugangs.

Für die Studie wurden über 2.000 US-Bürger über 18 Jahre online befragt, über die Hälfte von ihnen besitzt ein Smartphone.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.