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Überhebliche Expansionsstrategie: Apple manövriert sich in China mit iPhone 4 & Mondpreisen ins Abseits

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geschrieben von Michael Müller

Was macht Apple in Fernost da bloß gerade? Das iPhone 5C wäre die Chance schlechthin gewesen, auf dem verloren geglaubten Mega-Markt China endlich richtig Fuß zu fassen. Wäre. Mit der jetzt bekannt gewordenen Strategie stellt sich Apple aber selbst ins Abseits, verschenkt diese so hoffnungsvolle Gelegenheit.

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Es scheint fast so, als hätten die Manager in Cupertino den chinesischen Markt und seine Menschen gar nicht analysiert. Insbesondere das zwar bescheidene, aber doch selbstbewusste chinesische Ehrverständnis tritt Apple mit Füßen. Die preisliche Positionierung des neuen iPhone-Portfolios quittiere ich daher ebenso mit Kopfschütteln und Unverständnis wie die weitere Verfügbarkeit des Uralt-iPhone 4. Für einen Preis von über 300 Euro fast dreist und in Hinblick auf die regionale Übermacht der chinesischen Hersteller ZTE, Huawei und Lenovo eher überheblich als realistisch und aussichtsreich. Zu diesem äußerst skeptischen Fazit bringen mich vielerlei Faktoren, auf die ich nachfolgend näher eingehen möchte.

Verpatzte Fernost-Expansion

Apple ist nicht neu auf dem chinesischen Mobilfunkmarkt. Das Unternehmen verkauft seine Produkte in eigener Regie und hat zwei Mobilfunkunternehmen als Vertriebspartner im Boot. Das Problem: das größte Mobilfunkunternehmen China Mobile gehört nicht zu diesem Kreis. Apple erreicht dadurch nur rund 40 Prozent des mobilfunkenden chinesischen Kundenkreises.

Bei einer Bevölkerungszahl von über 1,3 Milliarden Menschen ist jeder hinzu gewonnene Prozentpunkt ein Wachstumsgarant. Auch, und gerade weil in China Einkommensunterschiede und soziale Ungleichheit den potentiellen Premium-Kundenkreis recht übersichtlich halten.

Dass sich Apple in Verhandlungen mit China Mobile befindet, ist seit Jahren bekannt. Auch Apple weiß um die strategische Wichtigkeit dieser Partnerschaft, sorgt sie doch für 700 Millionen neue potentielle Käufer. Die Lenker bei China Mobile zeigen sich aber als zähe Verhandlungspartner, sodass bisher offenbar keine Einigung erzielt werden konnte. Einen Hinweis darauf, dass die Gespräche immerhin fortschreiten, gab jetzt ein Bericht des „Wall Street Journal“, der den Apple-Smartphones eine Lizenz der Regulierungsbehörde für das Mobilfunknetz von China Mobile bescheinigt. Die Weichen sind gestellt. Die Erfolgsgeschichte in Fernost könnte losgehen.

Hinter lokalen Größen: nur Rang 7 in China

Wieder der Konjunktiv: könnte. Denn mit dem kürzlich vorgestellten Portfolio für den chinesischen Markt samt Mondpreisen und einem hierzulande schon lange ausgemusterten iPhone-Oldtimer wird Apple in China auch weiterhin kein Land sehen. Zu stark die hochtechnisierte und preisgünstige Übermacht von Lenovo, Huawei, ZTE und anderen regionalen, hier unbekannten Herstellern, die Apple nach Informationen von „Heise“ mit 4,8 Prozent Marktanteil auf einen dürftigen siebten Platz der Hersteller-Rangliste in China verweisen.

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Dass das drei Jahre alte, mittlerweile viel zu schwache iPhone 4 weiterhin verkauft wird, ist nicht nur gegenüber den chinesischen Kunden ein Schlag ins Gesicht. Auch für App-Entwickler ist die fortwährende Unterstützung des iPhone 4 eine Herausforderung, sollten die Apps durch einen nicht endenden Produktlebenszyklus doch auch auf dem alten Knochen noch möglichst rund laufen. Bei der betagten Hardware des iPhone 4 eine große, unnötige Herausforderung, die sicherlich den ein oder anderen Entwickler in seiner Euphorie bremsen wird. Und wo auf einem neuen Smartphone nur wenige topaktuelle Apps, da entsprechend geringe Kundenzufriedenheit.

Hoffnungsträger iPhone 5C. Aber nicht für 550 Euro.

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Statt das uralte iPhone 4 für umgerechnet knapp 315 Euro in China an den Start zu bringen, wäre eine solide, konkurrenzfähige, keinesfalls billige, ramschige aber faire Positionierung des iPhone 5C der wohl durchdachtere Schachzug gewesen. Natürlich muss man abwarten, wie teuer das Plastik-iPhone in China in Verbindung mit einem Vertrag letztlich sein wird. Doch geben die völlig überzogenen 315 Euro für das iPhone 4 und die hartnäckige Verhandlungshaltung von China Mobile schon direkte Hinweise darauf, dass sich Apple hier nicht neu erfinden wird.

Laut „Mac & i“ hat die chinesische Öffentlichkeit mit einem zeitgemäßen iPhone für 3000 Yuan (RMB) gerechnet, was knapp 400 Euro entspricht. Allerdings verlangt Apple in China für das iPhone 5C zum Marktstart mindestens 4488 RMB (~ 550 Euro) und enttäuscht die Erwartungen folglich auf ganzer Linie.

Letzte Chance: China Mobile und günstige Verträge

Düstere Aussichten für den chinesischen Markt, wie ich finde. Es scheint mir fast so, als hätte Apple den fernöstlichen Markt und seine Besonderheiten nicht verstanden. Natürlich ist überall auf der Welt auch Platz für einen teuren Premium-Hersteller, der dann in seiner Nische steckt und der Exklusivität geschuldet nur geringe Stückzahlen generiert. Ob dies das hochgesteckte Ziel des iPhone 5C ist und den Marktanteil von Apple in China deutlich steigern kann? Im Sinne der Aktionäre ist? Wage ich stark zu bezweifeln.

Dabei hat Apple mit dem iPhone 5C eigentlich konzeptionell alles richtig gemacht. Ein Jahr alte Hardware neu verpackt, günstig produziert, vom Marketing emotional aufgeblasen und so den Produktlebenszyklus eines bekannten Produktes um ein weiteres Jahr verlängert. Freut die Produzenten, Apples Kassen, die Aktionäre und bei einem fairen Preis auch die Kunden. Doch wo kein fairer Preis, da keine glücklichen Kunden, keine Käufer, ausbleibende Umsätze, nicht erfüllte Erwartungen. Ein Flop. Und darauf läuft nach jetzigem Stand in China alles hinaus.

Bleibt nur der Ausblick auf den möglichen Deal mit China Mobile. Kommt dieser in Kürze tatsächlich zustande, hat Apple immerhin einen potenten Vertriebspartner an der Hand. Doch wie bereits angesprochen: so lange und zäh die Verhandlungen schon laufen, ist nicht mit einem richtig wettbewerbsfähigen Angebot des iPhone 5C in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag zu rechnen. Folglich versiegt auch diese hochpotente Geldquelle.

Überhebliche Strategie. Schlechte Aussichten. Schade, Apple.

Bilder: Apple


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Über den Autor

Michael Müller

Michael tritt seit 2012 in über 140 Beiträgen den Beweis an, trotz seines Allerweltnamens real existent zu sein. Seit Abschluss seines Wirtschaftsstudiums arbeitet er als Kommunikationsberater für namhafte Technologie-Firmen, kann und möchte das Schreiben aber nicht sein lassen.

51 Kommentare

  • Tja, auch dieser Artikel zeigt wieder, dass die eigentliche Strategie von Apple nicht verstanden wurde! Weniger Geräte bei höherer Marge erhält das Image und sorgt dafür, kein Massenprodukt ala Aldi etc. zu werden. Immer wieder versuchen viele davon zu schreiben, dass Apple mehr Geräte verkaufen muss, da es sonst begab geht. Das ist aber nicht richtig! Wenige Geräte mit hoher Marge sind viel sinnvoller! Ein Billig-iPhone, wie immer wieder in der Presse gefordert, würde die Exclusivität der Geräte und vor allem des Betriebssystems stark verschlechtern. Das sieht man doch sehr schön bei den Androids. Nur beim aktuellsten Topgerät ist es möglich, den Preis wenige Monate stabil zu halten. Dann fällt der Preis dramatisch. Und warum? Da ein 100 Euro-Android alles genau so kann. Es gibt keine Exclusivität! Apple hält problemlos die Preise 2 Jahre (!!!) stabil! Wenn Sie nun die Geräte in China verramschen würden, würde das ihrer Strategie zu wider laufen! Also, einfach getrost zuschauen, die Mädels und Jungs bei Apple wissen schon sehr genau, was sie tun!

    • Es geht nicht darum ein Billig-iPhone zu verramschen, das schreibe ich auch im Text. Allerdings würde ich es als Chinese als Frechheit empfinden, ein immerhin leicht angestaubtes iPhone 5 mit Plastikhülle zu horrenden Preisen angeboten zu bekommen. In Verbindung mit einer Kooperation mit China Mobile würde Apple in China ja jetzt erst quasi richtig in die Breite gehen. Und dann müssen die Preise stimmen. Nicht ramschig, aber eben auch nicht überteuert. So wie es aussieht, probiert Apple es aber eher mit der überteuerten Strategie, wenn China Mobile denn nicht für faire Vertragskonditionen sorgt.

      Hier geht es auch nicht darum, dass Apple zum Billigheimer „verkommen“ soll, das will sicherlich weder das Management, noch Anteilseigner oder Bestandskunden. Aber die Preise unnötig hoch anzusetzen kann nicht der richtige Weg sein, um einem relativ neuen Markt Exklusivität vorzugaukeln. Ich bin mir sicher, dass insbesondere Chinesen diese Überheblichkeit mit Abneigung quittieren werden.

  • Thema billig iPhone…

    Die Firma HTC, die das „tolle HTC ONE “ gebaut hat, hat zb enorme Probleme mit den Margen …
    Warum ? weil man seit Jahren „billig Phones “ verramscht und auf den Markt wirft.
    Problem ist aber das sich die Kosten nicht mehr mit den Einnahmen decken….. Und der Umsatz und Gewinn seit Jahren zurück geht.

    Wenn ich mir nur mal als Beispiel den Preisverfall von „Nicht iPhones“ anschaue wird mir schlecht.
    Sowohl teure Nokias, wie auch Samsung Geräte brechen innerhalb eines halben Jahres um fast 50 % ein , im Vergleich zum Verkaufsstart …

    Da fragt man sich , wie wollen diese Unternehmen auf Dauer bestehen ???

  • @Michael Müller

    „Allerdings würde ich es als Chinese als Frechheit empfinden, ein immerhin leicht angestaubtes iPhone 5 mit Plastikhülle zu horrenden Preisen angeboten zu bekommen.“

    Wieso nur als Chinese? Auch als Deutscher empfinde ich die 599 Euro für das „Neue“ mehr als überzogen. Für 300 Euro hätte ich mir es vielleicht sogar geholt.

    Aber für 600 Euro hol ich mir dann doch lieber was von Nokia.

  • Ich kann mich dem Autor nur anschliessen. Es geht nicht um Verramschen sondern darum, den Kunden erst mal ans Gerät zu bringen. Wenn der Kunde erst mal in der Apple Mühle drin steckt, kommt er nicht mehr so schnell raus. Dies schafft man mit einem 5C definitiv nicht. Und Samsung ist das beste Beispiel dafür, dass man mit niedrigen Margen noch gutes Geld verdienen kann. Warum ein Iphone, wenn ich für den halben Preis doppelt so viele Funktionen mit großem Display bekomme. Und das mit HTC zu vergleichen, ist völlig sinnlos. Die hätten das Geld verdient, wenn man vor allem zeitnah geliefert hätte. Der ONE Hipe fing an und der Marktstart hat sich um sage und schreibe 2 Monate verzögert. Ich hatte es bei Vodafone bestellt, bekam 6 Wochen keins und habe dann auf das S4 gewechselt, das ich 5 Tage später hatte und mit dem ich wirklich glücklich bin. Und der Preisverfall von 699 auf 550 Euro ist nicht annähernd so drastisch wie es immer dargestellt wird.

  • Apple fährt also die selbe Strategie in China wie VW, Audi, BMW und Mercedes? Hochpreisig in einen Markt, in dem die einheimischen Billigheimer die Mittelklasse und den Discount beherrschen? In dem die für die breite Masse kaum erreichbaren deutschen Luxusautos das absolute „wanna-have“ darstellen?

    Ohje, wie kurzsichtig… das kann ja nix werden… wie bei VW, Audi, BMW und Mercedes. Die haben den chinesischen Markt ja auch allesamt nicht erreicht 😉

  • @Michael Müller, @Troll: Ihr seid keine Chinesen, sondern Deutsche. Und genau diesen Horizont sieht man in euren Kommentaren.
    Ich war mehrere Jahre geschäftlich eng mit China verbunden und traue dieser Strategie viel zu. Natürlich wird es kein Gerät für jedermann werden, aber eben doch für die immer größer werdende Gruppe der gehobenen Mitte. Und mit entsprechenden Mobilfunktarifen (die immer wieder kolportierten 99$ als obere Grenze für die Anzahlung halte ich für relativ realistisch) wird das 5C in dieser Gruppe tatsächlich angenommen werden. Die (für uns teilweise abstrus anmutenden) Farben tun ihr Übriges.

    Ihr braucht nicht zu erklären, worüber ihr euch als Chinesen aufregen würdet. Der gesamte Artikel zeigt, dass der Autor den dortigen Markt und die dortigen Menschen nciht annähernd versteht oder es auch nur versucht. Da ist Apple weiter.

  • 2 andere Aspekte dazu:

    Chinesen lieben Luxus. Entspricht nicht dem Bild was wir in Europa gemeinhin von Chinesen haben, ist aber so. Von daher könnte das schon aufgehen.

    Was das „alte IPhone“ angeht… wieviel neueste Technik steckt denn im neuen Iphone, ist das technik drin, die man nicht nach China exportieren will?

    • Klar, keine Frage! Diese Kunden bedient das iPhone 5S sehr trefflich. Auch durch die luxuriös anmutenden Farben. Aber ob ein quietschbuntes, ein Jahr altes und neu verpacktes Plastik-Smartphone eine ähnliche Luxus-Strahlkraft hat? Bezweifle ich mal. Daran ändert sich auch durch den hohen Preis nichts.

  • Zum teil ist es verständlich wenn Apple versucht für seine IPhones ein möglichst hohen Preis zu erzielen.

    Nur bei die Vorstellung vom neuen Einsteiger Modell 5 C ist Apple in Bezug auf die Preisvorstellungen viel zu weit gegangen.

    Ein reale Preis fürs IPhone 5 C von rund 350 Euro und fürs IPhone 5 S von unter 600 Euro wären Marktgerecht.

    Zwar hat Apple in die Vergangenheit genügend Kunden gefunden die beinahe jeden Preis zahlten. Nur ist aber die Konkurrenz größer geworden und auch unter die Apple Kunden stellt sich für manche die Frage „wozu soll ich mir jetzt ein neuen IPhone 5 S zulegen, der kaum wirklich Neuerungen bringt?“

    Zudem weil es schon im Jahre 2014 mit ein dann IPhone 6 schon wieder ein neuen Modell geben wird.

    Weiterhin muss Apple beim kommenden IPhone 6 wirklich darauf achten, das wieder was bahnbrechendes kommt. Wenn die Entwicklung aber jetzt wie beim Schritt zwischen IPhone 5 und 5 S kaum wirklich was neues bringt, wird es auch für Apple schwer werden.

  • Was für ein blödsinniger und die Marktrealität nicht verstehender Artikel, dabei steht die Antwort sogar im Text:

    „Hinter lokalen Größen: nur Rang 7 in China“

    allerdings kann und muss man das „nur“ streichen. Denn das ist doch wohl ein super Ergebnis und sollte das strategische Ziel bleiben. ! Milliarde Reisbauern und Farbikarbeiter können gerne weiter Elektroschrott von lokalen Unternehmen kaufen. Die Klasse der BMW- und Audi-Fahrer (auch einie Millionen!) darf und soll aber bei Apple bleiben.
    Diese Strategie bringt am Ende sicher mehr als auch mit einem Prekariats-iPhone (ohne Marge!) Masse zu machen aber die Marke zu beschädigen!
    Fazit: apple macht es genau richtig!

    • Du vergisst die erstarkende Mittelklasse, die fährt in China dann doch eher VW und hätte auch gerne ein iPhone. Für die BMW- und Audi-Fahrer gibts das 5S, die Mittelklasse akzeptiert den horrenden Preis von umgerechnet 550 Euro für ein betagtes Gerät mit Plastikhülle aber wohl eher nicht.

      Nur weil man den Markt womöglich ein wenig anders liest als du, ist die Meinung noch lange kein Blödsinn. Ob Apple es genau richtig macht, werden die nächsten Monate zeigen.

      Die Apple-Aktie zeigt sich seit der Vorstellung der neuen iPhones samt Strategie in China jedenfalls schonmal unruhig und wäre durch die massiven Zukäufe von Milliardär Icahn noch mehr abgestürzt. Ich fürchte also, ich stehe mit meiner Ansicht zur Marktrealität unter den Experten nicht ganz alleine da.

  • Ergänze doch bitte den Artikel durch die Preise von anderen Top-Smartphones.
    Also chinesische Preise chinesischer Smartphones.
    Ich denke, niemand von uns hier ist Experte für den fernöstlichen Mobilfunkmarkt und so würde man mal ein Verhältnis sehen.
    Noch besser: Was kosten im gleichen Tarif ein iPhone 5C und ein vergleichbares heimisches Smartphone.

    Danke im Voraus. 😉

  • Meine Vermutung ist, dass Apple die reiche Oberschicht Chinas bedienen will. Da liegt nämlich das Geld. Die restlichen „normalo“ Chinesen nehmen dann entweder eine billigere Marke oder besorgen sich Appel durch kriminelle Kanäle.

  • Was macht Dich glauben, dass das iPhone 5c auf den Chinesischen Markt abzielt, und nicht z.B. auf Jugendliche und Frauen, die eben Farbe mögen? Und natürlich Chinesen, die gerne ein buntes iPhone haben möchten? 😉

    Plastik bedeutet nicht zwangsläufig ‚billig‘.

    Apple fährt etwa 75% der Gewinne des gesamten Smartphone Marktes (Marktanteil ca. 20%) und ca. 50% der Gewinne für Consumer Rechner (Marktanteil ca. 5-7%) mit seiner Strategie ein, Highend iPhones anzubieten. Um den Rest dürfen sich die anderen schlagen. Wenn Samsung bei den Smartphones noch 10% der Gewinne abknapst, bleibt für den Rest nicht mehr viel. 😉

    Einfach mal durch den Kopf gehen lassen.

  • > Ich fürchte also, ich stehe mit meiner
    > Ansicht zur Marktrealität unter den Experten
    > nicht ganz alleine da.

    Sind das die selben 80 Millionen Experten/Bundestrainer, die allesamt kompetenter sind als der jeweils aktuelle Bundestrainer?

    Oder sind das die gleichen Experten, die vor 25 Jahren das Waldsterben bis 1999 vorhergesagt haben?

  • @Michael Müller
    Sorry, doch auch ich fand in dem Artikel deine Sichtweise dieses Mal ein wenig – sagen wir – verdreht und – verzeih – etwas überheblich.

    Die Kommentare von Bochum, Radan, Albert und Gerhardt geben zusammengefasst auch meine Meinung wieder. Wenn ich das Wort „Experten“ schon höre, stellen sich mir im Nacken die Haare auf. Wer ist denn bitteschön Experte für Smartphones, Trends, Design und deren Marktentwicklung? Wenn die Menschheit auf Experten gehört hätte, würden wir heute noch mit Schwertern und ner Ritterrüstung durch die Gegend trampeln.

    Ich denke wir sollten das Thema die Zeit entscheiden lassen. Meine persönliche Ansicht dazu hab ich ja schon geschrieben… 😀

    • Kein Problem, wenn Kritik sachlich ist, bin ich da doch recht offen. Und wenn du schreibst, dass meine Meinung in deinen Augen „dieses Mal“ etwas „verdreht“ war, erfreut mich, dass sonst offenbar eher das Gegenteil zutrifft 😉

      Was genau ist deiner Meinung nach an dem Text denn überheblich?

      Und ja: die Zeit wirds zeigen. Denke mein Standpunkt ist durch Text und ergänzende Kommentare auch sehr klar geworden 😉

      P.S: ich werde mich niemals, niemals mehr selbst als Experte bezeichnen. Kann verstehen, dass das womöglich doof ankommt, allerdings sehe ich die meisten Leser hier als Experten in verschiedensten IT-Feldern an. Da aber eben jeder einen anderen Fokus, Interessen und Überzeugungen mitbringt, kann man nicht immer einer Meinung sein. Dann aber bitte sachlich bleiben. Sonst wirds so ähnlich nervenaufreibend wie in der Politik – darauf hab ich nun wirklich keine Lust 😉

  • Es geht nicht darum ob das iPhone , Nokia, Samsung, Lenovo, Huawei, ZTE.
    Diese Geräte Namen werden wohl in Kürze den gleichen Stand haben wie ein Dell, Samsung oder HP PC. also sich immer weniger über die Hardware Unterscheiden.
    Wichtig ist daher lediglich der Marktanteil des OS und damit des Software „Ökosystems“ und weniger das Gerät selbst, zumal diese jährlich gewechselt werden.
    Wie es auch bei einem PC der Unterschied viel ist als von welchen Hersteller oder Eigenbau er ist sondern viel mehr welches OS darauf installiert ist.
    Wenn Apple weniger iPhone verkauft verliert ihr OS Marktanteile was wiederum schlecht für die Software und App Programmierer ist denn ihr potenzieller Markt sinkt mit weniger prozentualen Geräten.
    So das iOS den vorrangigen Stand bei den Programmierern zugunsten anderer verlieren könnte.

  • Ich persönlich konnte der geforderten Billigstrategie des Premiumherstellers Apple schon vor der letzten Keynote nichts abgewinnen. Fährt man billig, zerstört man Marke und Gewinne UND kommt aus dieser Nummer nie wieder raus.

    Man muss sich doch nur die Gewinnverteilung in der Mobilfunkbranche ansehen. Macht es Sinn, wie Nokia und Samsung in den Markt zu gehen, wenn es anders geht? Das Gleiche gilt für die Computersparte. Dell vertickt EInsteiger-PCs für 279 €. Da kann sich dann jeder den Gewinnbeitrag ausrechnen. Apple verkauft zwar deutlich weniger Rechner, dafür jeden einzelnen mit einem ordentlichen Gewinnbeitrag.

    Wenn alle Welt von Apple eine Billigstrategie fordert, da sollte man dies auch von Porsche, Poggenpohl und anderen fordern. Billigstrategie ist BWLer-Gelaber. Am Ende des Tages geht es nicht um Stückzahl sondern um Gewinn. Und da ist es mehr als 1000 x bescheiter mit wenigen Verkäufen Gewinn zu machen, als analog Nokia Millionen von nahezu gewinnfreien Geräten in den Markt zu drücken.

    Die Auswirkungen von Billigstrategien kann man IMHO auf dem Automobilmarkt ganz gut beobachten. Seit 2008 verkauft man auch in Europa ausschließlich über den Preis. Vorher wären Rabatte von > 30 % bei Abnahme eines Autos undenkbar gewesen. Und wo stehen wir heute? Bis auf die deutschen PREMIUM-Hersteller mit PREMIUM-Preisen sind alle europäischen Wettbewerber bestenfalls scheintot.

    Wer nämlich nur auf billig setzt, der wird immer einen Wettbewerber haben, der noch viel billiger kann.

    Und Umfragen unter Chinesen zum Thema iPhone-Preis führen zum gleichen Ergebnis, wie Umfragen zum Preis des Porsche Panamera unter deutschen Industriearbeitern. Die hätten dieses Auto sicher auch gern zu UVP ab 30000 €. Das ist IMMER der feuchte Traum des Konsumenten. ABER sowohl Porsche als auch Apple sind eben deshalb „begehrenswert“ und gefragt, weil sich eben nicht jeder diese Marke leisten kann. Und das ist der ganze Sinn von Premium: PRESTIGE

    Wäre es Massenschrott, wäre es kein Premium und kein Prestige und damit mittelfristig auch qualitativ mittelmäßig, weil die üppigen Gewinne fehlen um sich qualitativ abzusetzen.

    Was nutzt mir nämlich ein Samsung Galaxy XYZ, das nach 3 Monaten veraltet ist und für das es nach 12 Monaten keine Updates mehr gibt? Meine iPhones kann ich dagegen 36 Monate nutzen und bei pfleglichem Umgang danach zu 50 % des Neupreises verkaufen. Eben weil auch die alte noch begeht werden, während Samsungs in diesem Alter nur zum Recycling taugen.

  • So schlecht ist die Strategie nicht das iPhone 4 in China für umgerechnet 300,- Euro weiter laufen zu lassen.
    Man darf nicht vergessen, dass es durch die Bauweise ein noch recht exklusives Gerät ist. Metalrahmen-Gehäuse, Gorillaglass, Retinadisplay (also eine sehr hohe Auflösung), gute Kamera und trotz seines Alters hält es im Vergleich zu 150,- und 200,- Android Modellen sowohl in der Geschwindigkeit, als auch in der Einfachheit und Robustheit nicht nur mit, sondern überholt diese locker.

    Das einzige was fehlt ist, das China Mobil noch nicht mit im Boot sitzt. Aber durch die Produktpalette ist für jeden Chinesen eine Möglichkeit da sich ein iPhone zu holen.

  • Ich denke nicht, dass eine Billigstrategie für Apple Vorteile hätte. Marktanteile sind nur ein Aspekt. Viel viel wichtiger ist die langfristige Sicherung der Marge. Schließlich führt eine Billigstrategie nämlich zwangsläufig zur Beschädigung der Marke, da ein „Premium-Produkt“, das sich jeder leiten kann eben nicht mehr premium ist.

    Warnendes Beispiels ist hier der deutsche Bier-Markt, in dem nahezu ausschließlich Premiumbiere verramscht werden, die sich aktuell kaum noch von NoName absetzen können. Weder preislich noch von der Qualität. Und die Auswirkung einer solchen Strategie, die seinerzeit Warsteiner losgetreten hat, war, dass Warsteiner zwischenzeitlich zwar massiv Marktanteile gewann, die sogar in der Formel 1 präsent war, aber nunmehr die Margen ruiniert hat und zum Sanierungsfall wurde.

    Gleiches kann man im europäischen Automarkt beobachten. Außer den deutschen PREMIUM-Herstellern mit PREMIUM-Preisen, also den zum Segment passenden Preisen, geht es allen anderen europäischen Herstellern mehr als nur schlecht. Die Krux jeder Billigstrategie ist nämlich, dass man dabei an sich, der Qualität, der Forschung etc. sparen muss und trotzdem absehbar von irgend einem anderen Sparfix unterboten wird. Ein Unterbieten von Apple, Porsche & Co. ist dabei niemals ein Problem, weil ja diverse Anbieter ganz andere Fixkostenblöcke haben.

    Viel gescheiter ist doch da die Strategie von Apple, Porsche, Rolex etc. die Menge zu begrenzen, wenn nicht sogar künstlich zu verknappen, um Begehren zu erzeugen und Premium und Prestige zu suggerieren.

    Wer denkt, dass westliche Premium.Konzerne zwecks Marktanteilsausweitung eine Billigstrategie fahren sollten, hat von Marken und Image nichts verstanden. Sorry. Marken zeichnen sich nämlich durch ein Begehren und eine Abgrenzung aus. Entsprechend ist es beinahe dümmlich „chinesische Verbraucher“ nach der Preissetzung eines iPhones zu befragen. Die Antwort ist vorher ausrechenbar, analog ergäben Befragungen nach Preisen von Rolex, Tommy Hilfiger, Porsche etc. derartige Ergebnisse. ABER Marken sind je gerade deshalb begehrenswert, weil sich eben nicht jeder z.B. ein iPhone leisten kann bzw. das sich leisten können ein gewisses Prestige spiegelt.

  • @Michael Müller
    Den ganzen Text jetzt zerlegen, wäre glaube ich unsinnig. Doch der Titel des Artikels ist schon heftig. Woher nimmst du das Wissen, Apples Expansionsstrategie als überheblich zu bezeichnen, wenn du sie nicht kennst? Oder hast du mit Cook am Tisch gesessen und geplaudert? Apple hat sich nie dazu geäußert und würde das auch NIE tun. Sie haben einfach ein Telefon auf den Markt gebracht und fertig. Jetzt geifern alle rum, wie blöd dieses Ding ist. Das ist einfach unglaublich. Allen voran wieder mal Microsoft. Haben die eigentlich gar nichts gelernt. Wie war die Geschichte mit dem Ballmer und dem iPhone?

    Der Witz an der Sache ist, alle diskutieren über Aussehen und Preise der beiden Phones. Doch die eigentliche „technische Revolution“ – die Touch-ID – bleibt fast unkommentiert. Natürlich gibt es so etwas schon, doch wie beim Tablet das Produkt an sich, bringt Apple hier die Biometrie unters Volk. Es ist überhaupt noch nicht absehbar, was sich daraus alles ergeben wird, doch eins ist SICHER! Samsung und Konsorten MÜSSEN es nachbauen, sonst sind sie weg vom Fenster.

    … und bitte jetzt nicht losbrüllen, Kommentar ruhen lassen und in 6 Monaten wieder lesen. 😉

  • @Sven H.
    Apple bzw iPhone ist etwas anderes als “Premium-Produkte” von Herstellern wie Porsche, Rolex etc , denn deren Produkte sind nicht von Drittanbietern für ihre Funktionen abhängig.
    Was nützt als Smartphone- oder Computerhersteller ein hochwertiges Premium-Produkt wenn der Anwender dafür nur eine begrenzte Auswahl an Software zur Verfügung hat.
    Dies war und ist schon das Problem bei den Apple Computern , sollten nun auch die Marktanteile des iPhone in deren Richtung sinken würde das iOS trotz Premium Produkt für viele Software Hersteller und dann letztendlich auch für den Käufer Unattraktiv.

  • @Mika B.
    … bist du gerade mitm Joint unterwegs… nich dein Ernst nee?

    Eigentlich fand ich deine Kommentare immer angenehm quergedacht aber der ist – lass es mich vorsichtig formulieren – unterirdisch!

    1. Apple ist kein Premium-Produkthersteller = ???????
    2. Von welchen Drittanbietern sind denn die Funktion abhängig?
    3. Begrenzte Auswahl an Software = ???????????
    4. Apple wird für den Käufer unattraktiv = Aha.

    Ich glaub du hast noch nie mit Apple gearbeitet und verstanden, wie es aussieht, schon gar nicht.

  • @Mika. B
    Porsche ist doch z.B. beim Cayenne auch z.B. von VW abhängig, denn die fertigen fast alle Komponenten. Porsche presst nur das Blech drum.

    Wer bei Apple-Computern ein Problem bezüglich der Anwendungen sieht, hat sich nicht mit der Materie beschäftigt. IMHO sind alle Allerweltsprogramme unter MacOS verfügbar. Viele Dinge sind sogar deutlich besser umgesetzt. UND Apple Computer sind analog dem iPhone dermaßen preisstabil, dass wir sogar unsere Windows-Systeme auf MacMinis betreiben und diese dann nach 4 Jahren Nutzung noch für fast 50 % des Neupreises verkaufen können. Wo bitte gibt’s sowas bei den ach so billigen Windows-PCs? Außerdem sollte man beachten, dass Windows unter MacOS stabiler betrieben werden kann, als in reinen Windows-Umgebungen. Zumindest ist das die Wahrnehmung unseres ADMIN. Der Vorteil liegt hier offenbar in der bewussten Einschränkung der Hardwarekomplexität.

    Genau so mache ich persönlich es auch mit den iPhones. 2 Jahre Nutzung und dann raus für ca. 50 % des Neupreises. Kauft man ein Samsung, ist es schon nach 14 Tagen im Karton nur mit riesigen Abschlägen absetzbar.

    Genau dieses Phänomen sehe ich als premium. Denn am Ende ist bei iPhone 5 über den Nutzungszyklus und Wiederverkauf deutlich preiswerter als ein S4, dass schon nach 12 Monaten keine Updates mehr bekommt und nach 24 Monaten mangels Käuferinteresse in die Tonne muss.

    Warten wir doch einfach ab, wie sich das Angebot bei den Apps entwickelt. In einem hast du sicher Recht, bei Android gibt es mindestens die 4-fache Anzahl Taschenlampenapps. Aber natürlich soll die Vielfalt hoch leben.

    Mir persönlich reichen auf den iPhone die aktuell verfügbaren Apps mehr als nur aus. Zumindest habe ich noch nicht nach Andoidapps gegiert, die nicht gleich oder besser bei iOS umgesetzt waren.

    Bezüglich Apple sollte man sich mal Statistiken ansehen, die die Herkunft der Neukunden beleuchten. Wie viele steigen von Apple auf Android um und wie viele umgekehrt. Diese Daten sind sehr erhellen und sagen viel über die Vielfalt und gleichzeitige Einfalt bei Android.

    Man muss sich IMHO jeweils die Frage stellen, was man will. Hohe Umlaufgeschwindigkeit oder ggf. eher eine Grundzufriedenheit mit dem Produkt und deshalb einen konstant hohen Nutzungszeitraum. Was kostet beispielsweise mein 96er Volvo pro Kilometer, wenn er seither 750000 km fahren durfte? Sicher hätte man seinerzeit einen preiswerten Opel kaufen können. Nur hätte man seither sicher schon den 3. oder 4. anschaffen müssen. Und da seinerzeit der Volvo nicht das doppelte des Opel gekostet hat, wäre man dick und fett in den Miesen trotz anfänglicher Sparorgie. Das ist Premium.

  • @Tom
    Ich habe nie behauptet das Apple kein Premium-Produkthersteller ist , sondern das sie nicht zu Vergleichen sind mit anderen Premium-Produkthersteller wie Porsche, Rolex etc .
    Natürlich ist Apple Abhängig von App Programmieren , Software oder Spieleherstellern , denn wenn beliebte Software oder Spiele nicht auf der iPhone Plattform laufen weil deren Marktanteil und damit Absatzchancen für die Programmierer zu klein wird , werden letztendlich auch die Kunden zu anderen Betriebssystemen wechseln egal ob Premium- oder Plastik Hersteller.

    @Sven H.
    Der Vergleich wäre zum Auto nicht die Dritthersteller als Zulieferer sondern zb. das Service Netz oder würde jedes Auto beispielsweise unterschiedlichen Treibstoff verwenden dann das Tankstellennetz.
    Würden Kunden Premium Autos wie Porsche oder SUV kaufen wenn diese nicht mit Benzin sondern mit Erdgas oder einen Elektoantrieb besitzen müssten ohne das große Tankstellennetz nutzen zu können?

  • @Mika B.
    … ich kann dir dieses Mal einfach nicht folgen. Tut mir leid. Sven hat es doch eigentlich gut erklärt.

    Sieh dir einfach mal die Zahlen von Apple an, deren Produktpalette und dann denkst du einfach nochmal nach 😉

    Trotzdem schönes WE

    PS: Nutzt du eigentlich Apple Produkte?

  • @Mika. B
    Ich hasse es, um den heißen Brei herum zu reden. Nenne mir bitte sowohl zu iOS als auch zu MacOS einfach mal ein paar Windows-/Android-Programme/Apps, die einen breiten, wirklich breiten Markt haben und die nicht auch auf die Apple umgesetzt wurden.

    Irgendwelche proprietären Banchenlösungen zählen dabei nicht, denn 4 Maschinenbauer oder 3 BWLer sind kein breiter Markt.

    Breit ist zukünftig beispielsweise die Verarbeitung von Bildern, bewegt und statisch, das Webdesign, Kassensysteme etc. Ebenso breit sind zu Hause weit verbreitete Programme, wozu z.B. Quake oder Wolfenstein 3D nicht zählen 🙂

    Ich bin gespannt und du wirst sicher sehen, dass deine Aussage nur Ränder breiter Märkte trifft und damit nicht wirklich interessant ist.

    Für meine Branchensoftware, die wegen der weit verbreiteten Denke deinesgleichen, immer und offenbar für alle Zeiten nur als Windows-Version angeboten wird, emuliere ich einfach ein Windows oder virtualisiere. Das kostet inkl. Windows keine 100 € und läuft stabiler als reinrassige Windowssysteme, die aus x-beliebigen Komponenten zusammengeschustert wurden.

    Wer viel reist, wird sein Air lieben oder eine Tasche für einen Zweitakku brauchen. Beides ist anwenderfreundlich, auch wenn ich über klopsige Vaio’s mit Zusatzakku nur lachen kann, denn die kosten nicht weniger als ein MacBook und sind analog den Androiden null wertstabil. Und auch dies ist dem geschuldet, dass Sony eines schönen Tages in den 1990ern den breiten Markt erschließen wollte und so Qualität und Marke bis hin zur Unkenntlichkeit pulverisiert hat. Nun sind sie in der Zwickmühle, aber die BWLer hatten erstmal für 10 Jahre ihre Willen. Nur wird es zig Jahre dauern, die Marke wieder so zu positionieren, dass man wieder davon leben kann.

    Zurück zu den Autos: Ausgehend von den Marktanteilen von Apple wäre es doch wohl eher so, dass andere Hersteller mit abweichenden Treibstoffen bereits tot wären?!

    Für mich bleibt Apple bis dato die Lösung für den preisbewussten Nutzer, der Wert auf Funktionsfähigkeit und Nutzbarkeit legt. Der gerade deshalb nicht das Windows- und Android-Wettrüsten mitmachen muss und unter dem Strich trotz Premium sogar weniger Geld für EDV ausgeben muss.

    Android zieht IHMO Leute an, die gar kein Geld für Apps ausgeben wollen/können, so dass sich Hersteller von Premium-Apps fragen werden, welches System zuerst beliefert wird. Außerdem ist die Umsetzung der Apps auf zig Bildschirmformate und -auflösungen mehr als unangenehm und geht voll auf Kosten der Nutzererfahrung, was aber nicht auf Android sondern die App-Programmierer zurückfällt.

    Android in Kombination mit Windows macht mir persönlich außerdem zu viel Arbeit hinsichtlich Synchronisation von Daten/Bildern/Kontakten/Kalendern etc. Das klappt bei Apple aus einem Guss und spart so Zeit und Nerven, auch wenn deines Erachtens für Apple kaum Software zu existieren scheint.

  • @Sven H.
    Das iPhone ist in den letzten Jahren von über 30% Marktanteil auf ca. 20% gefallen , ähnlich verliert zur Zeit das iPad wenn auch nicht ganz so „Schlimm“. Dies ist das große Problem von Apple und nicht die Premium Hardware.

  • @Mika. B
    Meine Frage nach fehlender Software bleibt also leider unbeantwortet, wo ich doch so gespannt war.

    Apple verliert massiv Marktanteile, weil insbesondere im unteren Preissegment Androiden in den Markt drücken. Samsung verkauft sein S4 dagegen mehr schlecht als recht… Fraglich ist, ob man dort wirklich auf Kosten der Margen dabei sein muss. Wer einen 99 €-Androiden kauft, gibt nämlich auch kein Geld für Software aus, weil er ja schon kein Geld für ein hochwertigeres Handy hat. Man sollte nicht verkennen, dass gerade bei Einsteigern = Teens Handys DAS Statussymbol sind und wenn es da nur zum Billigandro reicht, dann wird es nie nie nie zu einem „richtigen“ Smartphone reichen. Apple und auch das S4 sind nun einmal keine Telefone für die untersten Schichten der Einkommenspyramide, wobei wir hier in D sogar erleben, dass gerade die die kein Geld haben und/oder von Transfers leben versuchen, ihr Prestige mit einem iPhone zu heben.

    Des weiteren sollte man sich mal die Kosten fürs Marketing der einzelnen Marken ansehen. Samsung gibt meines Wissens ein Mehrfaches von Apple aus, was zu 100 % auf die Marge geht und nach deinem Verständnis wohl auch kontraproduktiv ist, weil es eher den Markt für Huawei etc. ebnet. (Nach meinem Verständnis übrigens auch.)

    Warum beispielsweise wirft Porsche nicht ein Billigmodell für 7000 € auf den Markt, wo doch gerade in diesem Segment die Autos wie geschnitten Brot verkauft werden???

    Ich denke, und dabei bleibe ich, mit einer „Expansion“ ins Billigsegment zerstört man Premiummarken und bekommt diese Erosion nicht mehr in den Griff, da sich die 99 €-Modelle ins Gedächtnis einbrennen UND allein wegen der Preissetzung qualitativ deutliche Abstriche erfordern, die nun einmal nicht zur Premium-Marke passen.

    Die Zeit wird zeigen, wer richtig oder falsch liegt. Ein Dazwischen wird es nicht geben können. Ich für meinen Teil habe mir nach den aktuellen Rückschlägen noch ein paar Aktien nachgekauft, bin aber mit dem Gros seit $90 dabei.

  • Nichts anderes hat nun Tim Cook in seinem letzten Interview gesagt, also ich weiter oben. Ich sollte Einflüsterer werden bzw. sind BWL-Plattitüden von Marktanteilen etc. eben nur dummes Geschwätz der Erbsenzähler. Und Erbsenzähler schlafen schon im Märchen nicht im Himmelbett sondern in der Asche. 😉

    • Sven, sei doch nicht so voreilig mit deiner Wertung. Die Vorbestellungen für das 5C sind ersten Meldungen nach recht dünn. Jetzt könnte ich sagen, hey, ich habe es vorhergesagt. Das wäre in meinen Augen aber dann doch ein wenig verfrüht.

      Zum von dir verlinkten Artikel: ich habe nie behauptet, dass Apple beim Kampf um mehr Marktanteile einen Preisverfall in Kauf nehmen sollte. Vielmehr halte ich das iPhone 5C preislich viel zu überheblich positioniert, ganz besonders in Hinblick auf den weltgrößten Smartphone- und Wachstumsmarkt China. Genau darum geht es im obigen Artikel.

      Laut Bloomberg kostet das iPhone 5C bei 0 Euro Gerätepreis in China mit 2-Jahres-Vertrag mindestens 40 Euro pro Monat. Das ist selbst für deutsche Verhältnisse nicht unbedingt wenig, für ein quasi ein Jahr altes Gerät auf einem aufstrebenden Markt mit starken lokalen Marken sowie einem geringen Durchschnitts-Einkommen schon fast dreist.

      Deshalb bleibe ich dabei: Apple wird in China mit dem 5C Probleme bekommen. Und wenn Tim Cook sagt, Geräte-Marktanteile würden ihn kaum interessieren, dann hat er diese Rechnung sicherlich ohne seine Aktionäre gemacht. Denn auch Apple hat reichlich wenig davon, wenn vom 5C nur geringe Stückzahlen umgesetzt werden. Ladenhüter spülen nämlich kein Geld in die Kassen – auch nicht wenn eine verkaufte Einheit eine große Marge abwirft.

      Wie gesagt, warten wirs ab. Das iPhone 5C ist in meinen Augen zu teuer. Wer weiß, vielleicht fällt der Preis oder die Paket-Angebote für Apple-Verhältnisse schneller, als so mancher denkt.

  • @Michael Müller: Ich bin auch gespannt, halte jedoch weiterhin die Dehnung einer Premiummarke in Richtung des Billigsegments für Selbstmord.

    Wer kauft ein goldenes iPhone 5s und wer bitte kauft ein goldenes S4? Ich denke letzteres wird demnächst im MediaMarkt-Prospekt zu 1.-€ mit Luftabschnürvertrag für das Prekariat auftauchen, dass auch mal ein goldenes Telefon will.

  • Zwischen Niedrigpreis- und Luxussegment ist ja dann doch ein wenig Luft. Wie gesagt, es geht nicht um Preisverfall. Vielmehr um einen realistischen, stabilen Preis in der oberen Mittelklasse.

    Mercedes-Benz schafft es als Premiumhersteller im Automobilmarkt auch, seine C-Klasse deutlich unter der S-Klasse zu positionieren, ohne dass sie ein Ladenhüter ist oder die Strahlkraft der Marke leidet. Wo bitte ist das Problem, diese Pricing-Logik auch auf Apple zu übertragen?

  • @Michael Müller: Eine C-Klasse hat Apple mit dem 4S doch im Programm. Man bekommt ein „altes“ Premium-Telefon für 400 € und damit IMHO zu einem verträglichen Preis.

    Wo bitte ist die C-Klasse preislich Mittelklasse, verglichen mit ihrer Klassen. Unter diesen IMHO falschen Voraussetzung verstehe ich die Argumentation. Nur ist die C-Klasse in ihrer Klasse eindeutig Premium und mindestens 6 x so teuer wie ein Dacia.

    Im Umkehrschluss soll Apple also ein edles Nokia 1110 liefern, um in der Klasse der Schrotthandys ein Premiumprodukt zu setzen?

    Ich glaube, die Diskussion führt zu nichts. Die Meinungen sind zu konträr. Apple hat ein Premium-Phone, einen Zweitaufguss eines Premium-Phones und ein altes Premium-Phone. Damit ist man doch gut aufgestellt. Und noch einmal deutlich unter dem 4s-Preis ein „applewürdiges“ Telefon herzustellen und zu verkaufen dürfte schwer sein. Also lassen sie es, weil sie eben nicht im Trash-Segment mitbieten wollen.

  • Komplette falsche Recherche. In China wird neben dem 5s und 5c – genauso wie in sämtlichen anderen Ländern nicht das iPhone 4, sondern das 4s verkauft. Sieht man auch im Bild oben. Dies ist zwar auch nicht mehr das neuste (2 statt 3 Jahre alt), aber wird den Ansprüchen eines Einsteiger-iPhones durchaus noch gerecht.

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