YouTube-App erhält ab November beschränkte Offline-Wiedergabe für Videos

Christian Wolf

Einer der Hauptstreitpunkte zwischen Google und Microsoft beim Dauerzwist um eine vollwertige YouTube-App für Windows Phone war der Download von YouTube-Clips. Eben diesen hatte Microsoft in eine erste Version seiner neu gestalteten Anwendung eingebaut – und damit sowohl viel Lob der Nutzer als auch heftige Proteste von Google provoziert. Mittlerweile hat Google seine restriktive Ablehnung eines integrierten Download-Features aber offenbar überdacht: Ab November wird dieses in alle hauseigenen YouTube-Apps integriert – wenn auch in beschränkter Form.

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Abspielfrist von 48 Stunden

Wie die Google-Tochter am Mittwoch mitteilte, sollen sich Clips dann über die neue Funktion „Zu Gerät hinzufügen“ befristet auf mobilen Endgeräten auch ohne bestehende Internetverbindung abspielen lassen. Eine richtige Download-Funktion hält damit aber nicht Einzug: So ist das temporäre Herunterladen von Videos und Playlisten nur mit Zustimmung der Urheber möglich.

YouTube räumt diesen dafür das Recht ein, die standardmäßig aktivierte Funktion mit sofortiger Wirkung für alle oder bestimmte Videos auszuschalten. Eine weitere Einschränkung betrifft die Nutzungszeit. Demnach muss die Offline-Wiedergabe nach dem Hinzufügen zwingend in einem Zeitfenster von 48 Stunden erfolgen. Wer erst später auf Play drückt, benötigt zunächst erneut Online-Zugriff, um die Frist um weitere zwei Tage verlängern zu können.

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Ganz ohne Netz geht es also nicht. Damit bleibt die Offline-Funktion in ihrem Nutzen auf recht wenige Anwendungsbereiche beschränkt – etwa um sich kurz vor einem längeren Flug ein paar nette Clips auf Smartphone oder Tablet zu laden, oder um das monatliche Datenvolumen durch einen Vorab-Download von Videos per WLAN zu schonen. All dies geht mit den auf nahezu jeder Plattform verfügbaren YouTube-Downloadern aber eigentlich auch jetzt bereits – ganz ohne Restriktionen. Aber für den Google zählt in diesem Fall wohl das Motto: Besser halbherzig als nie. Na dann.

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Bild: Rego Korosi / Flickr (CC BY-SA 2.0)

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Christian Wolf wird am Telefon oft mit "Wulff" angesprochen, obwohl er niemals Bundespräsident war und rast gerne mit seinem Fahrrad durch Köln. Er hat von 2011 bis 2014 für BASIC thinking geschrieben.