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Mit kleinen Schritten zum eigenen Business-Modell: Instagram will jetzt auch Geld verdienen

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geschrieben von Tobias Gillen

Es war klar, dass sich Facebook nicht allzu lange anschaut, wie Instagram die vielen wertvollen Nutzer unvermarktet lässt. Diese sollen künftig Werbung zu sehen bekommen – Instagram wird wohl endlich erwachsen.

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Kein Business-Modell

Das Potenzial von Instagram haben viele früh erkannt: Nutzer lieben es einfach, die kleinen Bilder zu bearbeiten und zu teilen. Als Facebook im April 2012 eine Milliarde Dollar für das Fotonetzwerk hinlegte, konnte Instagram rund 30 Millionen Nutzer vorweisen – inzwischen hat sich diese Zahl auf 150 Millionen Nutzer verfünffacht. Eines aber ist bislang gleich geblieben: Instagram hat kein Business-Modell – und lösst damit sein ganzes Potenzial ungenutzt.

Das soll sich nun ändern. In einem Blogpost gab Instagram bekannt, dass Nutzer in den USA zukünftig Werbeanzeigen von Marken angezeigt bekommen, denen sie noch nicht folgen. Das können sowohl Fotos als auch Videos sein, die – so das Unternehmen – in kleiner Anzahl und qualitativ hochwertig sein werden.

Nicht sehr konsequent

Ein Beispiel: Nutzer, die viele Auto-Bilder liken (#car, #bmw, #auto), könnten künftig auch Werbung von anderen Autofirmen angezeigt bekommen. Nutzer, die viel nach Sport-Bildern suchen (#sports, #football, #1fckoeln), Werbung von großen Vereinen oder Sportartikel-Herstellern.

Dabei achte man auf einen langsamen Start, schließlich sei Werbung im Stream neu und man wolle die Nutzer nicht verschrecken. Die Bilder und Videos kommen dabei nur von Firmen und Marken, die bislang schon auf Instagram sind. Wer eine Anzeige nicht mag, kann sie verstecken und Feedback an Instagram senden.

Das ist zwar nutzerfreundlich, aber nicht besonders konsequent im Aufbau eines Business-Modells. Was will Instagram denn machen, wenn eine Werbeanzeige von einem Großkunden tausendfach versteckt und kritisiert wird? Den Kunden aussperren? Die Anzeige nicht mehr ausspielen? Wohl kaum.

Instagram hat sich auf den Weg gemacht, aber mit kleinen Schritten.

Bild: Instagram Logo


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

1 Kommentar

  • Ich halte den Weg für richtig, den Instagram einschlägt. Sollten User die Anzeigen verbergen, können Rückschlüsse auf die Akzeptanz der Anzeige geschlossen werden. Das Feedback fließt sicher in die Entwicklung zukünftiger anzeigen. Beispiel: Möglicherweise funktionieren klassische Anzeigen auf dem Portal nicht, dann wird man Native Anzeigen testen (Stichwort „Native Advertising“).

    Grüße
    spaceinvader

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