Scentee: Unnützes Duftspray für Smartphone’ler

Tobias Gillen

Es gibt ja Erfindungen, die man wirklich gebrauchen kann. Sie sind nützlich, innovativ, zeitsparend. Und es gibt Dinge wie Scentee.

Scentee

„SCHREIB! MIR! EINE! SMS!“

Erinnert ihr euch an die o2-Prepaid-Aktion „Loop Easy Money“? Oder an die T-Mobile-Adaption Xtra Clever? Bei beiden war es – vor ewigen Zeiten – möglich, das Prepaid-Guthaben per eingehendem Anruf wieder aufzuladen. So wurden pro Minute bei o2 zwei und bei T-Mobile ein Cent gutgeschrieben. Das ganze artete dann irgendwann in ein „RUF! MICH! AN!“-Spektakel aus und nahm sein Ende mit viel negativer PR, weil o2 Karten sperrte, die ganz offensichtlich per Flat eine Dauerschleife auf die eigene Nummer legten und so die eigentliche Idee kaputt machten.

Die neuste Idee aus Japan nennt sich Scentee und dürfte kein massenhaftes „RUF! MICH! AN!“ zur Folge haben, dafür aber vielleicht ein „SCHREIB! MIR! EINE! SMS!“ oder „TWITTER! MICH! AN!“. Denn Scentee ist das für Smartphone-Besitzer, was Febreze für gute Hausfrauen und -männer ist: Ein Duftspray.

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Lavendel oder Minze?

Über den Kopfhörer-Anschluss wird Scentee an iPhone oder Android-Smartphone angeschlossen. Anschließend muss man nur noch die passende App runterladen und Scentee auf diverse Benachrichtigungen konfigurieren – fertig. Jetzt stößt das kleine Gadget bei jeder Benachrichtigung einen Duftstoff aus, etwa Erdbeer, Lavendel, Kaffee oder Minze. Zusätzlich leuchtet eine kleine LED an dem Gerät auf.

Insgesamt sollen so rund 100 Benachrichtigungen empfangbar sein, das Auffüllen kostet dann 5 Dollar. Erhältlich wird Scentee ab dem 15. November in Japan sein, Veröffentlichungstermine für Europa stehen bislang noch nicht fest.

Man stelle sich nur mal vor…

Zugegeben: Die Idee ist wenigstens innovativ, wenn auch nicht besonders nützlich. Die Frage ist nur, wer Lust hat, ständig eine kleine Kugel an der Kopfhörerbuchse mit sich rumzutragen. Und sind wir ehrlich: Bei so manchem Hardcore-Smartphone-Nutzer wäre das Teil bei falscher Konfigurierung an einem halben Tag leer – ein teurer Spaß also.

Man stelle sich aber mal vor, die Idee wird noch ein bisschen weiter gesponnen… Was wäre, wenn Scentee irgendwann sogar Inhalte erkennen könnte? Würde ich dann bei jeder Handyrechnung von E-Plus den Geruch fauler Eier oder bei jeder negativen „Spiegel Online“-Pushbenachrichtigung alten Käse riechen? Und womöglich alle Menschen um mich herum auch, weil ich gerade morgens in der vollen U1 vom Jungfernstieg bis zum Hamburger Hauptbahnhof sitze? Wohl kaum, aber die Vorstellung ist irgendwie gut.

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Bild: Screenshot

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.