Messenger-Apps unter iOS 7: Facebook macht vor, WhatsApp lässt auf sich warten

Tobias Gillen

Facebook hat mit dem Update der Messenger-App vorgemacht, woran es Konkurrent WhatsApp noch mangelt. Dort könnte langsam unter iOS 7 mal was passieren.

whatsapp

Tolles Update von Facebook

Text-over-IP-Apps boomen. Wer ist schon nicht im Facebook Chat, bei WhatsApp oder einer der vielen Kopien Adaptionen zu finden? Dennoch brauchen die Nutzer hin und wieder mal frischen Wind, ein bisschen Abwechslung. Wer sein Wohnzimmer nach Jahren mal umstellt, wird überrascht sein: Plötzlich wirkt alles wieder viel neuer, interessanter.

Genau das hat Facebook mit seinem Update der Messenger-App in dieser Woche eindrucksvoll bewiesen. Das Design ist wesentlich moderner geworden und endlich an iOS 7 angepasst. Aber auch die Funktionalität hat sich maßgeblich erweitert. Und könnte WhatsApp somit bald schon gefährlich werden. Denn bei Facebook wird es nun auch möglich sein, Nicht-Freunden zu schreiben, wenn man ihre Handynummer hat – ein entschiedener Schritt gen WhatsApp. Facebook bläst zum Angriff.

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Angriff von Facebook

Es wäre nicht das erste Mal, dass Zuckerberg unliebsame Player einfach mal mir nichts, dir nichts aus dem Markt stößt. Man erinnere sich nur mal an ICQ oder andere Desktop-Chatprogramme wie MSN. Mit dem Aufstieg von Facebook war deren Ende nah. Umso wichtiger wäre es momentan für WhatsApp, nachzulegen und sich gegen den Konkurrenzkampf zu wappnen. Stattdessen schlafen die Macher der beliebten Chat-App und lassen sogar ein passendes iOS-7-Update vermissen.

Und das, obwohl Apple iOS 7 für Entwickler lange genug vorab bereitgestellt hat. Man hätte also locker was am Design tun können – und hat das versäumt. Positive Designstudien gibt es übrigens reichlich. WhatsApp hätte gut daran getan, sich dort zu orientieren. Bereits geleakte und im Netz verfügbare Screenshots des noch für November geplanten Updates hingegen lassen weiterhin jegliche nennenswerte Veränderung vermissen. Wenn darin wenigstens die Darstellungsfehler beim Öffnen eines Chats behoben werden, darf man sich wohl schon glücklich schätzen.

Weiter schlechte Presse

Zudem macht WhatsApp weiterhin Negativ-Schlagzeilen. Mal mit schlechter Verschlüsselung, mal mit einem unsicheren Backup in der iCloud. Die Argumente, warum man statt des ohnehin benutzten Facebook noch eine andere Chat-App nutzen sollte, schrumpfen also – sowohl in der Summe als auch in der Relevanz.

WhatsApp kann nun eigentlich nur hoffen, dass die Nutzer schnell von den ständigen Handynummern-Verifizierungen genervt sind und beim „grünen Hörer“ bleiben. Bislang ist noch kein Nutzerschwund erkennbar – aber mit ewigem Stillstand wird sich das sicher bald ändern. WhatsApp sollte aufwachen – und das möglichst schnell.

Es ist eine spannende Zeit im Messenger-Markt. Mit ungewissem Ausgang.

Bild: abulhussain / Flickr (CC BY 2.0)

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.