Facebook erhöht den Nervfaktor – mit automatisch abspielenden Werbevideos

Tobias Gillen

Kurz nachdem bekannt wurde, dass Google mit den +Post ads experimentiert und versucht, auf einem neuen Weg Geld mit seinem sozialen Netzwerk zu verdienen, möchte sich nun auch Facebook in einem für das Netzwerk neuen Werbemarkt ausprobieren.

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Neuer Nervfaktor?

Prinzipiell freue ich mich immer darüber, wenn Unternehmen neue Dinge ausprobieren. Denn letztlich hilft das meist auch anderen Unternehmen weiter, kurbelt den Markt an und ebnet dem Fortschritt den Weg. Im Falle von Facebooks Plan, nun auch in Videowerbung zu machen, hält sich die Freude allerdings in Grenzen. Nicht nur, weil die Idee nicht besonders neu ist, sondern weil sie den Nervfaktor auf Facebook mal wieder in die Höhe schrauben dürfte.

Erst waren es Farmville-Einladungen, dann „1 Like for 1 Pray“-Posts und nun, wo es mal keinen großartig nervenden Trend gibt, kommt Facebook mit dem nächsten Ding um die Ecke. Wie zunächst das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf gut informierte Quellen berichtete und Facebook inzwischen auch bestätigt hat, soll es ab Donnerstag automatisch abspielende Werbevideos im Newsfeed geben.

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Einer der ersten Clips wird der Quelle nach ein exklusiv für Facebook produzierter Spot für den Film „Divergent – Die Bestimmung“ sein, weitere Partner sind noch nicht bekannt. Wie lang die einzelnen Spots sein werden, ist ebenfalls nicht bekannt – eine Begrenzung auf 15 Sekunden scheint – nicht zuletzt wegen Instagrams Grenze auf 15 Sekunden – wahrscheinlich. Dabei sollen die Videos sowohl am Desktop als auch mobil abgespielt werden.

Wenigstens der Ton bleibt aus

Genauer gesagt beginnen die Clips, sobald sie auf dem Display erscheinen, allerdings ohne Ton – ein Werbeformat, dass leider bereits vielfach auf Websites zum Einsatz kommt und ein bisschen an Twitters Video-App Vine erinnert. Möchte man ein Video nicht sehen, könne man aber einfach weiterscrollen, so Facebook. Am Ende des Videos werden dann zwei „ähnliche Videos“ zu sehen sein, die man anklicken kann (Ganz bestimmt mache ich das!).

Der Ton ist dabei wohl einer der entscheidenden Punkte. Denn er wird erst abgespielt, wenn man das Video anklickt oder im Vollbild-Modus anschaut. Somit wird der Nervfaktor noch in Grenzen gehalten. Allerdings bleibt offen, wie sich der Videowerbemarkt auf Facebook in Zukunft entwickelt.

Mobile Nutzer müssen sich unterdessen keine Sorgen um ihr Datenvolumen machen. Facebook will die Videos schon im Voraus herunterladen, wenn eine WLAN-Verbindung vorhanden ist. Ist man dann unterwegs, werden sie ohne Datenvolumen zu verbrauchen abgespielt. Das ist einerseits elegant gelöst, andererseits wäre alles andere auch ein gewichtiger Grund, die mobile Facebook-Nutzung stark einzuschränken.

Bild: Screenshot

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.