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Yandex ft. Facebook: Gefahr für Russlands Social Networks?

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geschrieben von Tobias Gillen

In Russland wird der Markt der sozialen Netzwerke ausnahmsweise nicht von Facebook dominiert. Vielleicht auch ein Grund für die neue Partnerschaft zwischen dem Netzwerk und Yandex, Russlands größter Suchmaschine.

Yandex

12 Länder betroffen

Yandex dominiert mit ca. 60 Prozent Marktanteil die russischen Suchanfragen. Nun gab das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt, dass es künftig auch Suchtreffer von Facebook anzeigen könne. Allerdings, und das konnte man sich fast schon denken, natürlich nur öffentliche Posts und Kommentare. Zudem sei die Vereinbarung auf die Länder der GUS beschränkt.

Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ist eine Organisation, in der sich einige Nachfolgestaaten der Sowjetunion zusammengeschlossen haben. Darunter Russland, die Ukraine, Weißrussland, Kasachstan und ein paar mehr. Zudem sei die Türkei ebenfalls mit in der Vereinbarung von Facebook und Yandex enthalten.

Facebook in Russland nur auf Platz 4

prof_vk_1Yandex darf die Inhalte dabei crawlen, sobald sie online sind. Zudem wird die Popularität von Beiträgen in den Suchmaschinen-Algorithmus mit aufgenommen. Die fragwürdige Logik dahinter: Was viel diskutiert wird, wird schon wichtig sein. Demnach werden hohe Interaktionsraten bei Facebook – zumindest für die GUS-Staaten und die Türkei – künftig noch wichtiger. Und das nichtmals nur in Facebook selber, sondern für eine externe Suchmaschine.

Aber die Vereinbarung dürfte auch für Facebook ihre Vorteile haben. Schließlich liegt Zuckerbergs Netzwerk in Russland nur auf Platz 4, weit hinter Marktführer VKontakte – das, sind wir ehrlich, nach wie vor wie eine Kopie von Facebooks Anfängen aussieht. Mit einem besseren Ranking in der örtlich populären Suchmaschine dürfte Facebook künftig einen Schwung neue Nutzer generieren können.

Ob das Vkontakte gefällt? Eher nicht. Schließlich ist das Netzwerk nach Yandex die populärste Website in Russland. Facebook setzt also nun zum Gegenangriff an – wir sind gespannt.

Bilder: Screenshot; VKontakte (v.o.)


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

2 Kommentare

  • Ist ja witzig. Bin gerade auf diese Seite gestossen und lese mir die Beiträge durch. Da sehe ich diesen Bericht und denke mir, das ist ja meiner. Siehe hier http://www.taiber-unternehmensberatung.de/social-media-contra-backlinks-yandex/
    Vor allem das Yandex Logo hat mich völlig verwirrt, war noch im Schreiben. Bin auch gespannt wie sich das in Russland und vor allem bei Google weiter entwickelt. Schön finde ich es auf jeden Fall, das dieser Schwachsinn von Backlinks endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Wer am meisten zahlt bekommt die meisten Links. Hat nichts mehr mit Qualität zu tun. Ob Social Signale besser sind, weis ich nicht. Auf jeden Fall kann man keine User kaufen die ständig kommentieren und teilen. Das war bei Links einfacher. Liebe Grüße Roger

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