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Facebook weiß, wann du liebst!

geschrieben von Tobias Gillen

Wer sagt denn, dass Big Data nur zur Überwachung oder für nützliche Dinge taugt? Bei Facebook wird es durch die großen Datenmengen inzwischen schon vor einer Beziehung romantisch.

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Big Data mit Kerzenschein

Denn Facebook weiß inzwischen schon 100 Tage vor einer Beziehung von eben dieser. Zumindest rein statistisch und rechnerisch natürlich. Aber immerhin: Durch eine leichte aber kontinuierliche Zunahme von Postings beider Partner kurze Zeit vor der Beziehung kann Facebook offenbar sehen, wann in etwa die Beziehung öffentlich bekanntgegeben wird. Anschließend, so ein Blogpost vom Facebook-Data-Team, sacken die Postings übrigens bei beiden wieder ab – schließlich verbringen die Paare zu Beginn meist sehr viel Zeit miteinander.

Konkret bedeutet das: 12 Tage vor der Beziehung erreicht das Posting-Verhalten beider Seiten mit 1,67 Posts pro Tag ein Maximum. 97 Tage später ist es mit 1,53 Posts am Minimum angekommen. Sicher nur kleine Nuancen und für das eigene Empfinden kaum wahrnehmbar, für Computer aber messbar.


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Nach Bekanntgabe glücklicher

Aber nicht nur das hat das auf Big Data und deren Analyse spezialisierte Team von Facebook in Bezug auf Paare herausgefunden. Auch, dass etwa nach der Beziehung die Stimmung in Postings deutlich nach oben geht. Facebooks Computer können das zwar nicht zweifelsfrei feststellen, der Anstieg erreicht aber schon an Tag 1 der Beziehung seinen Höhepunkt. Das höhere Level aber bleibt auch Wochen lang nach der Bekanntgabe der Beziehung noch höher.

Übrigens gehört diese Analyse zu einer Serie von lesenswerten Blogposts zum Thema Liebe, in denen Facebook auch Fragen bezüglich Religion oder Gleichgeschlechtlichkeit nachgeht.

Facebook Liebe

Bilder: Facebook


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking, Mobility Mag und BASIC fitness. Von 2014 bis 2017 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

1 Kommentar

  • Seiten, die dir an Hand deiner Facebook Einstellungen und Aktivitäten sagen, wer du zu sein scheinst, gibt es schon. Diese dargelegte Studie von facebook scheint aber nachvollziehbar zu sein, habe den gleichen persönlichen Eindruck gewonnen. Wenn das ein Team von facebook dann sogar mit Zahlen wissenschaftlich nachweisen kann, zeigt das doch zu was Big Data fähig sein könnte. Erschreckend? Auf jeden Fall! Wenn wir nicht bald ernsthaft darüber diskutieren oder zumindest sprechen, wie wir mit dieser neuen Technologie, der 2. Erkenntnis über den Menschen, umgehen wollen, dann seh ich uns digital ins Mittelalter katapultiert, wo der Staat irgendwelche realitätsabsurden Gesetze macht und Verbrecher ihr Unwesen treiben.
    Dieses ganze „Internet“ hat, so glaube ich, gerade erst begonnen und später, wenn wir alt sind wird Internet vom PC Home Entertainment mit Google Sensoren in jeder Ritze, über Smartphones, die unser zweites ICH werden, bis hin zu Szenerien wie in Minority Report gehen und wir werden darüber lachen, dass Internet für uns damals nur sowas wie Facebook, 9gag, zocken war.

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